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Augen und Blicke in ETA Hoffmanns "Der Zusammenhang der Dinge"

Euchar, Ludwig und Emanuela und die Funktion ihrer Blicke

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 21 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil
1. Publikation und Rahmen des Zusammenhangs der Dinge 5
2. Analyse der Hauptfiguren
2.1) Ludwig
2.1.1) Darstellung eines Fatalisten
2.1.2) Das Problem der Kurzsichtigkeit – Ludwigs Art zu Sehen
2.1.3) Ludwigs Sehen als Funktion für den Handlungsverlauf
2.2.1) Euchar – Darstellung eines Helden
2.2.2) Euchar und Ludwig – eine wahre Freundschaft?
2.2.3) Euchars Blick für den Zusammenhang der Dinge 10
2.2.4) Der Roman im Leben des Protagonisten
2.2.4.a) Erzählen als Mittel der Integration
2.2.4b) Der interessanter Rahmen der Binnengeschichte
2.2.4c) Augentypen als Heldenabzeichen
2.2.4d) Der Zusammenhang zwischen Fiktion und Realität - Blick auf die Erzählstrategie
2.2.5) Grenzüberschreiter und Identitätswechsler
2.3.1) Darstellung der geheimnisvollen Emanuela
2.3.2) Die Augen als Fenster zur Seele
2.3.3) Emanuela als „verschleiertes“ Geheimnis
2.3.4) Emanuelas Beitrag zum Handlungsverlauf
2.3.5) Der Zufall im Zusammenhang der Dinge

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

In dieser Arbeit wird Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns Zusammenhang der Dinge1 analy-siert. Der Schwerpunkt ist hier die Bedeutung von Augen und Blicken bzw. des „Sehens“ und „Gesehenwerdens“ der drei Figuren Ludwig, Euchar/Edgar und Emanuela. Euchar wird hier als Hauptfigur und positiver Held behandelt. Sein „bester Freund“, Ludwig, wird hier als Eu-chars fatalistischer Gegenspieler betrachtet.

Diese Arbeit wird mit einigen kurzen Worten zur Publikation des Zusammenhang[es] der Dinge eingeleitet. Danach werden behandelten Figuren unter folgenden Hauptaspekten be-trachtet. Zum einen wird gezeigt, in wieweit die Art des Sehens der jeweiligen Figur sowohl für den Handlungsverlauf als auch für die ihn umgebenden Figuren wichtig ist. Außerdem ist die Art der Figurendarstellung wichtig. Eine weitere Frage ist, was die Besonderheit des Schauens der jeweiligen Figur ausmacht: Wie unterscheiden sie sich, durch ihr Schauen, von den anderen Figuren der Erzählung? Außerdem muss erklärt werden, welche Beiträge die jeweilige Figur zum Handlungsverlauf leistete. Das ist wichtig, um die Rollenverteilung bes-ser erkennen zu können.

Zuerst wird der kurzsichtige Ludwig betrachtet – bei dieser Figur stellt sich besonders die Frage, inwiefern seine Art zu sehen und danach zu handeln destruktiv auf den Handlungsver-lauf wirkt. Nach dem großspurigen Fatalisten folgt die detaillierte Betrachtung der Darstel-lung des Euchar. Die Freundschaft zwischen ihm und Ludwig soll beleuchtet werden, um die Figurenkonstellation schärfer abgrenzen zu können. Am wichtigsten für Euchar/Edgar ist die Frage, welchen Blick er auf den Zusammenhang der Dinge hat. Auch die Erzählstrategie sei­nes Romans in der Erzählung wird näher betrachtet. Abschließend soll Euchar noch als Grenzgänger und Identitätswechsler dargestellt werden. Diese Darstellung ist wichtig, um seine Rolle in der Zusammenführung von Fiktion und Realität im Rahmen der Erzählung deutlicher verstehen zu können.

Emanuela ist die letzte der vorgestellten Protagonisten. Die Art der Darstellung dieser Figur und ihre Funktion für den Handlungsverlauf werden auch hier betrachtet. Bei Emanuelas Ana­lyse spielt die Frage nach ihren Augen als „Fenster der Seele“ eine tragende Rolle.

Die Erzählung Zusammenhang der Dinge bewegt sich im Rahmen einer adeligen Gesell-schaft. Euchar und Ludwig sind Freiherren: Beide hatten einen Stand, der eigentlich chimä-risch zu nennen, da er keinem Sterblichen auf dieser Welt beschieden [...] (ZdD S. 1065).

Trotz ihres gemeinsamen Standes und ihrer Freundschaft unterscheiden sich Ludwig und Eu-char stark von einander. Man kann behaupten, dass der eine des anderen „verkehrtes“ Spie-gelbild ist: Ludwig ist komplementär zu Euchar zu sehen. Schon allein ihre Auffassung vom „Zusammenhang der Dinge“ unterscheidet sie von einander. Inwieweit diese Ansichten von einander abweichen, ist ein weiterer Teil der Arbeit. .

In der Erzählung finden sich zwei „Handlungsländer“ – zum einen ein Deutschlands zum Be-ginn des 19. Jahrhunderts, zum anderen ein idealisiertes Spanienbild zu Zeiten der Antinapo-leonischen Kriege. Zwischen diesen Ländern, man kann sagen „Welten“, befindet eine Gren-ze, die allein von Euchar überschritten wird – nicht von Ludwig. Hier stellt sich die Frage, welche Grenzen Euchar/Edgar noch durchbricht, als die der eigenen Nation.

Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen nach der genauen Analyse in einem klaren Fazit zusam-mengefasst werden.

Hauptteil

1. Publikation und Rahmen des Zusammenhangs der Dinge

Der Zusammenhang der Dinge wurde im Jahre 1819 als Einzelerzählung in der „Wiener Zeit-schrift für Kunst, Litteratur, Theater und Mode“ publiziert.2 1821 wurde die Erzählung erneut im letzten Band der Serapions-Brüder veröffentlicht.3 Den Vorschlag zu einer Erzählreihe gab Hoffmanns Berliner Verleger Georg August Reimer: Wie es scheint, hat der Verleger Reimer ihm die Idee eingegeben, einige seiner Novellen in einem einzigen Buch zu sammeln, wobei dann er sich der literarischen Zusammenkünfte im engsten Kreis der Wohnung Hitzigs wäh-rend des Jahres 1805 erinnert hat.4 Die Serapions-Brüder bestehen aus vier Bänden. In die-sen Bänden wird von den abendlichen Treffen und Gesprächen der Serapionsbrüder erzählt. Diese Serapionsbrüder wiederum erzählen ihre „eigenen“ Novellen und geben dem Erzähl-zyklus einen kommentierenden Rahmen. Die Serapionsbrüder, dass sind Theodor, Ottmar, Lothar, Vinzenz, Cyprian und Sylvester. Sowohl der Zusammenhang der Dinge als auch Meister Martin der Küfner und seine Gesellen und das Fräulein von Scuderi werden von Syl­vester erzählt. Über Sylvester schreibt Diebitz (1987), dass er still und in sich gekehrt5 sei . Nach Sylvesters Erzählung üben seine Serapionsbrüder die Funktion als Zuhörer und Rezi-pienten aus. Sie sind das kritische Publikum. Jeder der Brüder, der seine Erzählung vorträgt, muss nach dem Vortrag die Kritik der anderen über sich ergehen lassen – das hat sowohl eine kommentatorische als auch eine reflexive Funktion. Das wichtigste an allen Erzählungen ist, dass sie im Sinne des Serapiontischen Prinzips wiedergegeben werden – deshalb auch der Titel der vier Bände und der Name der Gruppe der einander treffenden Männer: Die Serapi-ons-Brüder.

2.1) Ludwig

2.1.1) Darstellung eines Fatalisten

Der Zusammenhang der Dinge beginnt mit der Diskussion von Euchar und Ludwig über den Zusammenhang der Dinge. Es geht hier um die Macht des Schicksals über das Individuum. Dadurch werden die Hauptfiguren exponiert.6 Ludwig wird von Euchar als Anhänger einer fatalen, längst veralteten mechanistischen Idee (ZdD S. 1055) bezeichnet. Segebrecht (2001): Hoffmann schließt sich der gemeinromantischen Kritik an mechanischen Vorstellungen einer nur äußerlich bleibenden Aufklärung an [...].7 Ludwig wird schon hier mit seiner fatalisti-schen Schicksalsansicht karikiert. Kurz nach seinem Kommentar über den Zusammenhang der Dinge stürzt er über eine Baumwurzel (vgl. ZdD. S. 1056). Als er durch den auktorialen Erzähler charakterisiert wird, unterstellt man ihm eine schnelle Euphorie, die ebenso schnell wieder abflaut. Ludwig will mit seinen Worten alles in Bewegung setzen, um an das Objekt seiner Leidenschaft heranzukommen. Er redet ständig von seinen Vorhaben, die er jedoch selten bzw. fast nie ausführt. Fordert das Erreichen eines Zieles eine höhere Anstrengung, so unterlässt er es schnell, sich dieser Anstrengung auszusetzen: [Ludwig] ergriff alles schnell mit großer Begeisterung, ließ es aber eben so schnell wieder; so kam es, dass er vieles lernte, aber nicht zu viel (ZdD S. 1065). So kommt es, dass Ludwig sich nie einer Sache konsequent widmet. Verehrt er z. B. eben noch die spanische Tänzerin Emanuela8, so wird im nächsten Augenblick gezeigt, wie er die adelige Viktorine mit der gleichen Inbrunst anbetet: Viktorine – Viktorine holde süße Viktorine (ZdD. S. 1064).

2.1.2) Das Problem der Kurzsichtigkeit – Ludwigs Art zu Sehen

Ludwigs Sicht wird durch die physische Kurzsichtigkeit seiner Augen und die soziale Kurz-sichtigkeit im Umgang mit anderen Menschen behindert: Da Ludwig übrigens ein ganz hüb-scher Junge [...] war, so würde er, vermöge seiner Eigenschaften, der Abgott jedes eleganten Zirkels gewesen sein, hätte nicht sein kurzes Gesicht ihn manches seltsame Quidproquo bege-hen lassen [...]. (ZdD S. 1068) Diese körperlichen und sozialen Defekte haben bedeutende Auswirkungen auf Ludwigs Geschick in der Erzählung. Martinez: Physischer Ausdruck seiner mangelhaften Wirklichkeitsbewältigung ist Ludwigs ‚kurzes Gesicht‘ [...]. Diese Kurzsichtig-keit ist mehr als ein zufälliger Defekt. Sie steht metaphorisch für Ludwigs Unvermögen, den wahren Zusammenhang der Dinge, den roten Faden des Lebens zu erkennen.9 Durch viele Beispiele wird er als Tölpel dargestellt.10 Allerlei Mißgeschicke lassen ihn komisch wirken und sind gleichzeitig auch Teil einer ironischen Kritik an seinem adeligen Stand und seiner sozialen Klasse.11 So wird er in die komischsten Verwicklungen getrieben. Doch ist er unfä-hig, eine Lehre aus seinem Unglück zu ziehen. Ludwig wird als schnell entflammbarer Enthu­siast beschrieben, dem jeder Handlungswillen fehlt (vgl. ZdD S. 1067). Sein Blick ist be-grenzt. Ludwig behindert eine mögliche Einsicht bzw. eine vernünftige Reflexion über seine eigenen Fehler mit der Ausrede: Denn war nicht ausgeführt, was er versprochen, so trug nicht er die Schuld, sondern es hatte nur allein im Zusammenhang der Dinge gelegen [...] (ZdD S. 1068).

2.1.3) Ludwigs Sehen als Funktion für den Handlungsverlauf

Zu Ludwigs Kurzsichtigkeit kommt die übertriebene Selbstüberschätzung des Protagonisten hinzu. Zum einen überschätzt er seine Wirkung auf Frauen: Das trifft sowohl auf seine spätere Ehefrau Viktorine zu, als auch auf Emanuela, die er meint, der alten Mißgeburt entreißen [zu müssen] (ZdD S. 1064). Mit der alten Mißgeburt bezeichnet er Bagio Cubas, den Diener von Don Rafaele Marchez12. Zum anderen urteilt er also über fremde Figuren falsch.

Martinez (1996) sagt: Augen und Blicke fungieren hier als Organe rezeptiver Wahrnehmung, aber auch als Ausdruck der Individualität ihrer Träger. Bei Ludwig [...] sind sie defizient, verleiten zu falschen Schlüssen und enthüllen innere Mängel [...].13 Ludwigs Blick auf den alten Mann ist einerseits durch Kurzsichtigkeit zu erklären. Andererseits spielt hier auch die Angst vor dem Fremden, Anderen, Ausländischen eine Rolle. So wie ihn Emanuelas exoti-sche Fremdheit fasziniert, stößt ihn der alte Mann ab: ‚Kalter Mensch, [...] den nichts ergreift, der nichts auffaßt, der keinen Sinn hat für das Geniale, Fantastische. Siehst du denn nicht, wie aller Hohn, aller Neid, alle Bosheit, der schmutzigste Geiz aus den kleinen grünen Kat-zenaugen der zigeunerischen Mißgeburt herausblitzt, sich aus den Runzeln des unheimlichen Antlitzes herausfältet?‘ (ZdD S. 1060). Ludwig betrachtet Bagio Cubas mit den Augen eines angeblichen Physiognomen. Das problematische an dieser Sichtweise ist, dass Ludwig keiner-lei Menschenkenntnis hat. Er vermag es nicht, sich in andere einzufühlen, genauso wenig wie er es schafft, das Wesen des alten Mannes aus dessen Gesicht abzulesen. Das ist der innere Mangel der Figur, der sich besonders durch große unüberlegte Reden nach außen trägt.

Auf den Handlungsverlauf wirkt Ludwig destruktiv, auch wenn er ihn durch eigene Aktionen nur minimal verändert. Zum Beispiel ist es Ludwig mehr als unangenehm, in der bürgerlichen Schenke Bier zu trinken: Ließ ich mir nicht ein Glas Bier geben, würgte ich nicht das schnöde Getränk hinunter, konnten das nicht die handfesten Meister übel nehmen, grob werden, mich als Ungeweihten hinauswerfen? (ZdD S. 1059). Ludwig ist durch absolute Unsicherheit ge-kennzeichnet.14 Er ist zu keiner Handlung fähig. Doch der Verlauf des Zusammenhanges der Dinge wird dadurch für ihn nicht positiver. Ludwig ehelicht die adelige Viktorine. Diese Ehe ist eine Farce, weil Viktorine ihn nicht liebt, nie geliebt hat. Selbst als Ludwig Viktorines Ta-gebuchaufzeichnungen findet (vgl. S. 1107), kann er nicht verstehen, was er liest: nämlich, dass seine Frau ihn nicht liebt. Als Viktorine Ludwig mit den Worten anschreit: ‚Unglückseli-ger, dich habe ich nicht gemeint!‘ (ZdD S. 1108) nimmt er weiterhin an, dass Viktorines Ver-halten nur weibliche Ziererei sei (ZdD ebd.). Ludwig ist nicht nur kurzsichtig, er erkennt we-der die äußerliche Realität noch das innere Wesen der Figuren, die ihn umgeben. Er hat weder Edgar in Euchar erkannt; noch Viktorines Liebe zu Euchar; noch die Hingabe Emanuelas zu Euchar. [A]nders als bei einem Uhrwerk fügen sich die sein Leben bestimmenden Kausalket-ten nicht zu einem funktional übergeordneten Sinn zusammen, sie erscheinen nicht als Mittel für einen vernünftigen Zweck, der das Ursache-Wirkungs-Gefüge zu einem übergeordneten Gesamtziel integriert.15 Ludwigs Wollen führt nicht zum Handeln, das Gesehene nicht zur Reflexion, das Gespürte nicht zum Lernen. Selbst in den letzten Zeilen des Zusammenhangs der Dinge, wiederholt Ludwig: ‚Das alles lag im Zusammenhang der Dinge‘ (ZdD S. 1113). Diese Worte spricht die Figur mit trübem Blick (ZdD ebd.). Wenn die Augen hier als Organe rezeptiver Wahrnehmung und Ausdruck der Individualität ihrer Träger16 behandelt werden, dann kann Ludwig als Figur am Ende auf beide Funktionsmittel nicht zurückgreifen. Er kann weder wahrnehmen, was um ihn geschieht, noch besitzt er einen starken individuellen Geist, um über den Zusammenhang der Dinge als fatalistische Ausrede hinaus zukommen.

[...]


1 Hoffmann, E. T. A.: Die Serapionsbrüder. Frankfurt am Main: Deutscher Klassikerverlag 2001. (Anm.: Nach Zitaten aus dem Zusammenhang der Dinge, werden die Seitenzahlen dahinter erscheinen.)

2. Analyse der Hauptfiguren

Ludwig, Euchar/Edgar und Emanuela werden folgend nach den oben genannten Aspekten vorgestellt und untersucht. Inwiefern „Augen und Blicke“ für ihre Funktion im Gefüge der Erzählung und für den Handlungsverlauf wichtig sind, wird zu analysieren sein.

2 Vgl. siehe: Martinez, Matias: Doppelte Welten: Struktur und Sinn zweideutigen Erzählens. Göttingen: Van-denhoeck & Ruprecht, 1996. S. 91.

3 Vgl.: Ebd.

4 Wittkop-Ménardeau, Gabrielle: E. T. A. Hoffmann. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt, 2004. S. 143.

5 Diebitz, Stefan: Übersehen und verkannt: Hoffmanns Serapiontische Erzählung „Der Zusammenhang der Din-ge“. Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann – Gesellschaft. Bamberg 1987, Heft 33. S. 50.

6 Die meisten Hinweise der Forschung auf Personen aus Hoffmanns Bekanntenkreis, die der Dichter in den Figuren der Erzählung angeblich porträtiert, [...] kommen über den Status von Mutmaßungen nicht hinaus. (Kommentar: in.: E.T.A. Hoffmanns sämtliche Werke: Die Serapionsbrüder/ Segebrecht, Wulf (Hg.). Frankfurt am Main Deutscher Klassikerverlag, 2001. S. 1613.).

7 Ebd.: S. 1614.

8 [Ludwig fiel] dem Freunde um den Hals [...], und [mit] Tränen in den Augen [und] kreischender Stimme [...]schrie [er], er sei ganz und gar in Liebe zur süßen Mignon, und er wolle sein Leben daran setzen, sie wieder aufzufinden [...]. (ZdD S. 1064)

9 Martinez 1996. S. 94f.

10 Z. B.: Ludwig stolperte über eine dicke Baumwurzel (ZdD S. 1056); Ludwig nimmt die Tasse, in der glühende Chokolade dampft, an den Mund, und verbrennt [sich] dermaßen die Lippen [...] (ebd. S. 1070) oder als er auf dem Ball des Grafen Puck seine angebetete Tänzerin mit einer anderen vertauscht: ‚Herr des Himmels! Es ist nicht Viktorine, mit der ich getanzt, es ist eine ganz andere, mir völlig unbekannte Dame!‘ (ebd. S. 1072).

11 Vgl. Martinez 1996. S. 98: Schließlich wird mit der Figur Ludwigs auch eine versteckte Adelskritik betrieben.

12 Don Rafaele musste aus Spanien fliehen. Hier wird er ernährt durch die Musik seines Dieners und dem Tanz seiner Tochter Emanuela

13 Martinez 1996. S. 96.

14 Das Leben scheint ihm nur im elitären Reservat der adligen Gesellschaft bewältigbar; schon innerhalb dieses Rahmens, erst recht aber außerhalb verliert er jegliche Handlungsinitiative und wird zum hilflosen Spielball unkontrollierbarer Kräfte. (Martinez 1996. S. 99.)

15 Ebd. S. 99f.

16 vgl. Martinez 1996. S. 96.

Details

Seiten
21
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640390182
ISBN (Buch)
9783640390021
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v133844
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Institut für Deutsche und Niederländische Philologie
Note
1,3
Schlagworte
Romantik ETA Hoffmann Serapionsbrüder Phänomenologie der Blicke

Autor

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