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Richtlinien Primarstufe und pädagogische Perspektiven

Hausarbeit 2002 11 Seiten

Sport - Sportpädagogik, Didaktik

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Aufgaben der Grundschule

3. Lernen und Leisten

4. Förderunterricht

5. Üben und Hausaufgaben

6. Rahmenvorgaben für den Schulsport
6.1 Bedeutung des Schulsports in der Grundschule
6.2 Die sechs pädagogischen Perspektiven

7. Schluss

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In meiner Hausarbeit werde ich einen Überblick über die neuen Richtlinien der Grundschulen geben. Ich halte mich dabei nicht an die genaue Einteilung in den Richtlinien, sondern versuche die wichtigsten Punkte und Aspekte zusammen zu fassen.

Da in den Richtlinien der Grundschule bereits auf die Wichtigkeit von Bewegung eingegangen wird, möchte ich im Anschluss an die Beschreibung der Richtlinien, auf die Bedeutung des Sportunterrichts in der Primarstufe eingehen. Dabei möchte ich aus den Rahmenvorgaben für den Schulsport die sechs bedeutsamen pädagogischen Perspektiven herausstellen und darstellen.

2. Aufgaben der Grundschule

Die Grundschule als gemeinsame Grundstufe des Bildungswesens hat die Aufgabe alle Kinder individuell zu fördern.

Dabei werden die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert, zu angemessenem sozialen Verhalten erzogen sowie zur Entwicklung in musischen und praktischen Fähigkeiten angeleitet. Grundlegendes Ziel der Grundschule ist weiterhin, die Kinder zu selbständigem und verantwortungsbewusstem Handeln zu erziehen und ihre Urteilsfähigkeit auszubauen und zu schulen. Die Kinder sollen auch befähigt werden, eigene Wünsche, Auffassungen und Vorstellungen zu formulieren.

Der Lernstoff der Grundschule soll an individuelle Lernmöglichkeiten und Erfahrungen anknüpfen, d.h. den Kindern werden grundlegende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, um sie zum selbständigen Lernen zu führen und um sie für den Übergang auf weiterführende Schulen vorzubereiten. Deshalb soll der Unterricht so gestaltet werden, dass die Kinder mitdenken, mitplanen und mitgestalten. Das rein kognitive Üben und Lernen soll mit praktischen, musischen, sportlichen und sozialen Tätigkeiten verbunden werden.

Dass stets die Lernfreude der Kinder erhalten und gefördert werden muss ist ein Garant für erfolgreiches Arbeiten und eigenständiges Lernen und ist damit eine wichtige Aufgabe für Lehrer/Innen, um die Kinder zu motivieren.

Da die Grundschule eine Schule des Kindes und vor allem für alle Kinder ist, muss sie auf die jeweiligen Bedürfnisse und Voraussetzungen der Kinder eingehen.

Die Kinder müssen sich ernst genommen fühlen und sich wohl fühlen. Deshalb sollte die Schule nicht nur Unterrichtsstätte, sondern auch Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum sein, in dem sich die Kinder glücklich und geborgen fühlen und in einer freien und befreienden Atmosphäre lernen können. So ist es auch von großer Bedeutung Anerkennung und Zuneigung von Mitschülern sowie auch von Lehrkräften zu erfahren und zu lernen andere zu akzeptieren, um den sozialen Aspekt der Kinder zu schulen. Soziale Erfahrungen müssen gemacht werden, um die Thematik der Hilfsbedürftigkeit herauszustellen. Die Kinder sollen mitunter lernen, sich gegenseitig zu helfen und gemeinsam aufkommende Schwierigkeiten zu beseitigen.

Kreativität und Phantasie der Kinder sollen geweckt und gefördert werden sowie die Fähigkeiten zum Entdecken und Gestalten entwickelt werden. Die Kinder sollen dabei immer ihrem Tätigkeits- und Bewegungsdrang nachkommen, denn kindliches Lernen ist ein Lernen mit dem ganzen Körper und mit allen Sinnen.

Kinder lernen durch Miterleben und Nachvollziehen, durch spielerisches Experimentieren und Erkunden. So sollen sie zum systematischen Lernen herangeführt werden. Soll dies gelingen, müssen die Schüler stets neue Erfahrungen machen, damit eine Sache für sie interessant bleibt und sie aufmerksam an einem Thema mitarbeiten. Wird die Faszination der Kinder geweckt wird es leichter, sie für Aufgaben zu begeistern.

In Bezug auf verantwortungsbewusstes Handeln werden den Kindern Aufgaben an die Hand gelegt, bei denen sie eigenständig planen und mithelfen sollen. Durch die Mitgestaltung von Gottesdiensten, sportlichen Veranstaltungen oder der Klassenraumgestaltung lernen die Kinder sich abzusprechen und verantwortungsvoll zu handeln und in einer Gruppe zu agieren.

3. Lernen und Leisten

Die Kinder müssen befähigt werden, eigene Leistungen zu erbringen und diese zu beurteilen. Jedem Kind muss vermittelt werden, dass es etwas kann, damit Motivation und Anstrengungsbereitschaft zum Lernen über einen großen Zeitraum hinweg erhalten bleiben. Außerdem gewinnen Kinder dadurch neues Selbstvertrauen, wenn man sie bei einer Sache bestärkt, so dass sie die ihnen gestellten Aufgaben gerne lösen und auch zu ende führen.

Neben der Leistungserziehung gibt es aber auch noch die Leistungsfeststellung- und beurteilung.

Die Lehrkraft ist dafür zuständig die Kinder während ihrer gesamten Schullaufbahn zu beobachten und gemäß ihrer Schulleistung einzuschätzen. Dabei ist die Aufgabe der Lehrkraft festzustellen, inwieweit die Kinder die Aufgaben und Anforderungen in der Schule lösen können. Sie kann kontrollieren wo Schwierigkeiten auftreten und ob sie die Methoden und Lernmittel, die sie einsetzt, kindgemäß gewählt und gestellt hat.

Durch diese Beobachtungsgabe kann die Lehrkraft gezielt auswählen, wo differenziert werden muss. Sie kann also jedem Kind eine individuelle Förderung bieten. Z.B. kann sie den Kindern Auswahlmöglichkeiten zu verschiedenen Lernangeboten bieten, damit die Aufgaben nicht zu leicht oder zu schwer, aber trotzdem von den Kindern zu bewältigen sind.

Um selbständiges Lernen und Arbeiten der Kinder zu schulen und zu fördern bieten sich Freie Arbeit, Wochenplan, Gruppenarbeit, Werkstattunterricht oder gar Projektunterricht an.

4. Förderunterricht

Der Förderunterricht der Grundschule hat die Aufgabe, Kindern mit Lernschwierigkeiten und Lernlücken zu helfen und die vorhandenen Mängel zu beheben.

Er kann aber auch bei leistungsstarken Kindern eingesetzt werden, um diese besonders zu fördern, indem diese Kinder Aufgaben und Anreize erhalten, die über den regulären Stoff in der Klasse hinausgehen.

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Details

Seiten
11
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638191357
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v13484
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen – FB Sport
Note
keine Benotung
Schlagworte
Richtlinien Primarstufe Perspektiven Lehrpläne Sport Wandel

Autor

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