Lade Inhalt...

Kulturpolitik- internationaler Vergleich zwischen USA und Deutschland

Essay 2008 16 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe

Einleitung

Die etymologische Herleitung des Begriffs Kultur: Der deutsche Begriff >Kultur< ist dem leteinischen >cultura< entlehnt. Dieses Substantiv geht wiederum zurück auf das Verb >colere<, das zwei Bedeutungen umfasst, nämlich:

1 drehen, wenden, bebauen (wenden der Ackerscholle)

2 anbeten

Vor allem Cicero ist dann die Übertragung des Bedeutungsfeldes aus dem agrarischen auf das Geistige zu verdanken; bei ihm wird Fruchtbarmachen des Ackers erstmals parallel gesetzt zur Pflege des Geistes (cultura animi). Für das heutige Kulturverständnis sind vor allem zwei Aspekte dieser Übertragung wichtig. Zum einen ist Kultur kein Geschenk irgendwelcher außer-menschlicher Kräfte, sondern ohne anstrengende menschliche Tätigkeit kann sich keine Kultur entwickeln; ebenso können, ohne entsprechende Pflege, "Kulturen" wieder zerfallen bzw. untergehen. Zweitens erhält Kultur auch den Sinn von "guten Sitten", d.h. eine lasterhafte Kultur scheint zumindest Cicero nicht vorstellbar. Kultur als weisheitliche - in Ciceros Fall stoisch-moralische - Bildung ist also kein Selbstzweck, sondern ein Weg zur Verfeinerung des Menschenlebens und zur Gewinnung der Menschenwürde (Klein 2003: 32).

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts werden überall auf der Welt viele Milliarden Euro für Pflege, Erhalt und Förderung der Kultur ausgegeben. Kulturgüter genießen einen sehr hohen Stellenwert. Die Besucherzahlen öffentlicher Ausstellungen belegen diesen Trend. Die Städte überbieten sich mit umfangreichen Theater- und Konzert Aufführungen. Die Welt der Kultur scheint ein unentbehrliches Medium geworden zu sein. Doch obwohl Kultur für jede Gesellschaft unentbehrlich ist, sind ihre Institutionen im allgemeinen nicht in der Lage, unter ökonomischen Bedingungen zu überleben. Die ständig steigenden Produktionskosten können nicht ansatzweise über Erlöse aus dem Verkauf von Eintrittskarten gedeckt werden und die Möglichkeiten zur Rationalisierung sind sehr beschränkt (Toepler 1991: 2). An dieser Stelle tritt in vielen Gesellschaften der Staat als Garant der kulturellen Vielfalt auf. Doch die staatliche Förderung ist nicht die Regel. Nicht alle Gesellschaften haben sich nach dem gleichen Muster entwickelt.

In Deutschland konzentrieren sich kulturpolitische Entscheidungen des Staates in erster Linie auf den öffentlichen Kulturbetrieb. In den USA dagegen ist dies gerade umgekehrt; hier ist das Interesse des Staates sehr gering, bedingt durch die Entstehungsgeschichte des Landes. Der private Sektor übernimmt überwiegend die Aufgabe der Kulturfinanzierung. Und gerade weil sich die Kulturen, ihre politischen Systeme und ihre Geschichte so verschieden sind, möchte ich in meiner Arbeit nicht nur darauf eingehen, welche Situation aktuell in der jeweiligen Gesellschaft auf dem Gebiet der Kultur vorherrscht, welche Zielsetzungen sie anstreben, welche Aufgaben der Staat auf dem Gebiet der Kulturförderung wahrnimmt und welchen Ausmaß diese in der Gesellschaft eingenommen hat, sondern auch darauf eingehen wie sich die beiden Systeme ergänzen und von einander lernen können, um in der Zukunft ein hohes kulturelles Erbe noch weiter auszubauen und das bestehende zu erhalten.

2. Entstehung und Aufgaben staatlicher Kulturförderung in Deutschland und den USA

2.1. Staatliche Kulturförderung in Deutschland

Kultur - gefasst in ihren künstlerischen Artefakten - diente bereits in den ersten menschlichen Zivilisazionen der Darstellung staatlicher und religiöser Macht (Toepler 1991: 7). Kunst entstand somit als integraler Bestandteil der Staatskultur, ausschließlich geschaffen für und gleichzeitig Mittel der Politik. Insbesondere die Religion, die zentrale Funktionen in der staatlichen Herrschafts- und Machtverteilung einnahm, prägte in hohem Maße die Ausformung des künstlerischen Schaffens der Antike und legte damit die Basis für die gesamte abendländische Kulturentwicklung. Auch im Verlaufe des Mittelalters blieb die Religion, eng verbunden mit den herrschenden Monarchien, treibende Kraft des Kulturellen Fortbestandes. Die Kirche gab ebenso die Initialzündung für den geistigen und künstlerischen Entwicklungssprung. Mit dem 16. Jh. setzte in Europa die Zentralisierung der Staatsgewalt ein. "Mit dem Aufstieg des Territorialstaates zu größerer politischer Selbstständigkeit wuchs nun aber auch das Repräsentationsbedürfnis der Reichsfürsten." (Zeeden 1982: 222). Durch Pomp und Glanz der Hofhaltung sollte die bevorzugte Stellung des Herrschers dokumentiert werden. Die Beschäftigung von Malern, Musikern Architekten und die Auseinandersetzung mit der Kunst an den Höfen des deutschen Reiches legte den Grundstock für die Entstehung der Vielfalt an Theatern, Opernhäusern, Orchestern, Museen und Bibliotheken.

Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts begann sich das politisch machtlose Bürgertum zu emanzipieren. Mit der gesellschaftlichen Machtübernahme durch das Bürgertum, wurde die vormalige Rolle der feudalen Kunstförderer immer mehr auf staatliche Institutionen übertragen. Nach der Kirche und der Aristokratie wurde der moderne Nationalstaat zum Träger der kulturellen Entwicklung in Deutschland, ohne die Verpflichtung dazu explizit festzuhalten. Die Kulturförderung ist zwar eine historisch gewachsene Anforderung an den Staat, sie gehört aber keineswegs im strengen Sinne zu den gesetzlich festgelegten öffentlichen Pflichtaufgaben (Toepler 1991: 8).

2.2.
Kulturförderung in den USA

Die USA sind bekanntlich wesentlich junger als Deutschland. Die Kulturgeschichte in Deutschland blickt auf eine Jahrtausende andauernde Zeit zurück. Die USA sind daher sehr stark von ihrer sehr jungen Geschichte geprägt. Bis heute ist die US-amerikanische Gesellschaft ganz wesentlich geprägt vom "Ursprungsmythos" der ersten Siedler: In einem weitgehend unbesiedelten Land hatte jeder die gleiche Chance, sein Glück zu machen. Freiheit war für den kolonisierenden Neuankömmling deshalb nicht ein philosophischer Begriff europäischer Tradition, sondern die sehr praktische Möglichkeit, das Leben selbst in die Hand nehmen zu können. Unmittelbarer Ausfluss dieser situativen Freiheit ist das Prinzip der Chancengleichheit. "Die Amerikaner wollen die Gleichheit der Startchancen in einem gesellschaftlichen Rennen, das die mehr oder weniger Erfolgreichen auch mehr oder weniger belohnen wird. Sie tun alles, um die Gleichheit der Chancen zu verbessern, und nur widerwillig etwas für diejenigen, die dennoch im Wettbewerb auf der Strecke geblieben sind." Eine Förderung von Künstlern aus sozialen Erwägungen, wie dies in vielen europäischen Staaten geschieht, ist vor dem Hintergrund eines solchen Freiheits- und Gleichheitsbegriffs ausgeschlossen. Als später die Zahl der Siedler zunahm und sich eine gewisse staatliche Ordnung nicht mehr umgehen ließ, begrenzte man diese auf das unbedingt notwendige Maß. Anders als beispielsweise in Frankreich oder Deutschland, wo die Kultur als staatliche Aufgabe betrachtet wird, blieb Kultur in den USA immer eine persönliche Angelegenheit des einzelnen Bürgers (bundestag.de).

Eine grundlegende Veränderung trat erst in der ersten Hälfte des 19. Jh. Ein. Politischer, ökonomischer und technischer Fortschritt ließ eine neue gesellschaftliche Basis für die kulturelle Entwicklung entstehen. Das völlige Fehlen gewachsener institutionalisierter Unterstützung zwang die Kunst, sich auf die Finanzierung durch die Öffentlichkeit zu verlassen. Förderlich wirkte sich dabei aus, dass mit zunehmender Industrialisierung eine relativ breite Schicht wohlhabend gewordener Bürger entstand, die zur Legitimierung ihres neuen sozialen Status dort im Dienst der Öffentlichkeit tätig wurden wo staatliche Unterstützung fehlte. „As the nation developed economically during the nineteenth century, individual benefactors took the lead in the founding and development of what today are many of our major museums and Orchestras“(Toepler 1991: 11).

Staatliche Unterstützung konnte sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jh. etablieren, als sich zunehmend die Erkenntnis durchsetzte, dass sowohl die Verbesserung der materiellen Lebensgrundlagen als auch die Festigung der amerikanischen Stellung in der Welt eine stärkere Fixierung auf kulturelle Werte erforderte. Die Überzeugung, dass Kulturförderung im wesentlichen Sache und Verpflichtung des Privatengagements und nicht des Staates ist, drückt sich aber auch heute noch in den relativ geringen Budgets der Endowments und in der nach wie vor privaten Gründung und laufenden Unterhaltung von Kulturinstitutionen aus. „In Amerika, wo die Kulturverpflichtung des Besitzers viel stärker öffentlich wirksam ist als in Europa, hat niemand einen Namen, der ein großes Vermögen nicht auch in großzügigen Stiftungen, Sammlungen, Aufträgen manifestiert“ (Toepler 1991: 11).

3.
Formen der staatlichen Kulturförderung

3.1. Direkte Kulturfinanzierung in Deutschland

Das Kulturförderungssystem in Deutschland ist föderalistisch geprägt. Öffentliche und private Körperschaften sind an der Kulturförderung beteiligt. Die Finanzierung erfolgt dezentral und wird überwiegend öffentlich getragen. Trotz aller Unterschiede der dezentralen Entscheidungsträger auf Ebene der Länder und Gemeinden, besteht im Grundsatz ein Kulturpolitischer Konsens. Die Zielsetzung öffentlicher Kulturpolitik ist, „ durch geeignete Fördermaßnahmen zur Sicherung des kulturellen Erbes wie auch zur Entfaltung der schöpferischen Kräfte in der Gesellschaft beizutragen und die Teilhabe der Bürger am kulturellen Leben zu unterstützen und zu erleichtern.“ Die Kulturförderung erfolgt überwiegend durch die Finanzierung eigener staatlicher und kommunaler Kulturinstitutionen und durch die Subventionierung privater Einrichtungen und Organisationen (Toepler 1991: 26).

3.1.1. Kulturpolitik des Bundes

Aufgrund der im Grundgesetz verankerten Kulturhoheit der Länder, stehen dem Bund auf dem kulturpolitischen Gebiet kaum Kompetenzen zu. Dem entspricht der Bundesanteil von nur knapp 2% an der gesamten öffentlichen Kulturfinanzierung. Der Bund unterstützt lediglich nur einzelne Projekte im Kulturbereich. Bei allen seinen kulturellen Aktivitäten ist der Bund bestrebt, sich möglichst eng mit den Ländern abzustimmen. Neben kleineren Projekten sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und neuerdings die Kulturstiftung der Länder die wesentlichen Bereiche der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Kulturfinanzierung von Bund und Ländern.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts, die per Bundesgesetz vom 25. Juli 1957 gegründet wurde mit dem Auftrag der Bewahrung, Pflege und Ergänzung der Gegenstände, „die bis zum 9. Mai 1945 im Amtsbereich des Reichs- und Preußischen Ministerpräsidenten verwaltet wurden“. Die Stiftung wird von Bund und Ländern gemeinsam getragen (Klein 2003: 120).

Die Kulturstiftung der Länder ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Der Stiftungszweck wird verwirklicht durch: die Förderung des Erwerbs wichtiger Zeugnisse, die Präsentation deutscher Kunst im Ausland und die Förderung von überregional bedeutsamen Kunst- und Kulturvorhaben. Ziel ist also, Kunst und Kultur von nationalem Rang finanziell zu fördern. Die Stiftung greift immer dann ein, wenn Museen Ankäufe aus ihren Etats allein nicht tätigen können. So wird verhindert, dass Werke, die für die „nationale Identität“ stehen, ins Ausland abwandern (Klein 2003: 107).

3.1.2.
Kulturpolitik der Länder und Gemeinden

Nach dem Grundgesetz liegt die Kulturhoheit und damit auch die Zuständigkeit für die Kulturfinanzierung bei den Ländern. Den Gemeinden steht daneben das Recht zu, ihre örtlichen Angelegenheiten in eigener Verantwortung zu regeln. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, ihre kommunalen Kulturinstitutionen selbst zu betreiben. Die Länder und Kommunen tragen den größten Teil der öffentlichen Kulturausgaben. Die Gemeinden tragen davon 60%, die Länder 38%. Von diesen Geldern kommt knapp die Hälfte allein dem Theater und der Musikpflege zugute als den umfangreichsten und wichtigsten Bereichen staatlicher Kulturförderung. Die kulturellen Aktivitäten der Länder beziehen sich in erster Linie auf den Unterhalt und Ausbau der landeseigenen Kulturinstitutionen, Filmförderung, Finanzierung von großen Ausstellungen, Festspielen, Akademien.

Die Gemeinden tragen die größte Last der Kulturfinanzierung. Aber die angespannte öffentliche Finanzlage ist auch auf der kommunalen Ebene ein erhebliches Problem.

Es „sind zahlreiche Städte finanziell inzwischen so in Bedrängnis geraten, dass dort die Kulturarbeit erhebliche Einbußen hinnehmen muss oder sogar im Strudel schwindender Finanzen unterzugehen droht.“ Ein schleichender Rückzug der Gemeinden aus der Kulturfinanzierung würde sich insofern nachhaltig auswirken, dass gerade die kommunalen Aktivitäten die Basis der gesamten kulturellen Infrastruktur bilden (Toepler 1991: 32).

3.2. Direkte Kulturfinanzierung in den USA

Der Rückblick in die relativ kurze Geschichte der USA zeigt, dass Kulturpolitik im Sinne eines staatlichen Diskurses über Ziele und Handlungsinstrumente zur Förderung von Kultur bis in die sechziger Jahre des 20. Jh. nicht stattgefunden hat (Heinrichs 1997: 139). Diese kulturpolitische Zurückhaltung ist aber nur möglich, weil es für die US-Amerikaner eine große Tradition gibt, sich für gemeinnützige Aufgaben persönlich zu engagieren. Die für Kulturförderung aufgewandten Beträge blieben in absoluten Zahlen allerdings immer geringfügig. Zu beginn der 1980er Jahre gab der Bundesstaat pro Kopf lediglich 0,70 Dollar für Kunstförderung aus, für Verteidigung dagegen 600 Dollar und für Bildung 130 Dollar pro Kopf und Jahr (Toepler 1991, 18).

3.2.1.
Kulturförderung des Bundestaates - Kulturelle Programme des Federal Departments

Zu beginn der 1960er Jahre oblag die Kulturfinanzierung in den USA nahezu ausschließlich der privaten Seite. Ausgaben der Regierung zu diesem Zweck waren auf Bundes-, einzelstaatlicher und lokaler Ebene so gut wie nicht existent. Erstmalig ab 1965 begannen Bundesbehörden kulturellen Organisationen Hilfestellung zu leisten, darunter die Departments of Labor, Housing and Urban Development and Education. In der Folge wurden dem Kulturbereich immer mehr Regierungsgelder zur Verfügung gestellt. Auf Bundesebene wird die Kulturförderung fast ausschließlich geprägt von der National Endowment fort he Arts (NEA) (Heinrichs 1997: 141).

Die NEA ist eine unabhängige Bundesbehörde. Ihre Aufgabe ist:

„to foster the excellence, diversity, and vitality of the arts in the United States and to help broaden the availability and appreciation of such excellence, diversity, and vitality”. Das staatliche Engagement hat in Ergänzung der privaten Initiative bestimmte Aufgaben zu übernehmen, die auf privater Ebene nicht oder nur bedingt zu leisten sind. Ein Subventionssystem nach Europäischen Vorbild wurde als den amerikanischen Traditionen widersprechend gar nicht in Betracht gezogen (Toepler 1991: 19).

3.2.2. Finanzierungsmechanismen

Der Treasury Fund. Durch diesen Finanzierungsmodus erhalten Privatpersonen die Möglichkeit, ihre Spende an bestimmte Künstler oder Organisationen, die schon anderweitig von der NEA gefördert werden, durch Regierungsgelder aufzustocken. Sie setzen dazu ihre Spende als Pfand ein, die in gleicher Höhe aus dem Fund ergänzt wird, wenn es dem Begünstigten gelingt, einen der privaten und staatlichen Mitteln entsprechenden Betrag selbst aufzubringen (Toepler 1991: 20).

Challenge Grants, die an Einrichtungen gezahlt werden, die wegen avantgardistischer oder experimenteller Angebote besondere Schwierigkeiten haben, zu einer finanziellen Stabilität zu gelangen. Der Ausgleich erfolgt sogar im Verhältnis eins zu drei, d.h. am Ende stammt immer nur maximal ein Viertel der Finanzmittel aus staatlichen Haushalten (Heinrichs 1997: 147).

Aufgrund der Besonderheiten der amerikanischen Spenden- und Finanzierungstraditionen kann die NEA erfolge verbuchen, die weit über das hinausgehen, was angesichts der knappen Mittel der Agentur hätte erwarten können (Heinrichs 1997: 148).

[...]

Details

Seiten
16
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640504404
ISBN (Buch)
9783640504268
Dateigröße
489 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v139819
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Institut für Politikwissenschaft
Note
2,7
Schlagworte
Kulturpolitik Kulturförderung USA D Kulturföderlaismus

Autor

Zurück

Titel: Kulturpolitik- internationaler Vergleich zwischen USA und Deutschland