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Soziale Ungleichheit und Geschlecht

Hausarbeit (Hauptseminar) 2009 24 Seiten

Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Ungleichheit und Geschlecht
2.1 Soziale Ungleichheit - Einfuhrung
2.2 Geschlechtsspezifische Ungleichheit
2.2.1 Verstandnis geschlechtsspezifischer Ungleichheit und Abgrenzung
2.2.2 Geschlecht als biologisch bedingte soziale Strukturkategorie?
2.2.3 Entwicklungstendenzen geschlechtsspezifischer Ungleichheit

3 Uberblick soziologischerTheorien zu Ungleichheit und Geschlecht
3.1 Frauen als Klasse?
3.1.1 Webers Klassentheorie und geschlechtsspezifische Ungleichheit?
3.1.2 Geschlechtsspezifische soziale Ungleichheit in Anlehnung an die Studie von Petra Frerichs
3.2 Soziale Ungleichheit, Geschlecht und Individualisierung

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Monographien

Zeitschriftenartikel

1 Einleitung

Geschlechtsspezifische soziale Ungleichheit wird in der Soziologie oftmals als „neue“ Form sozialer Ungleichheit bezeichnet. Erst mit dem Entstehen von sozialen Bewegungen und den Forderungen nach Emanzipation bekam die Kategorie „Geschlecht“ im Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit in den

sozialwissenschaftlichen Bereichen der Frauenforschung und Soziologie eine groftere Bedeutung. Mit der vorliegenden Arbeit mochte ich einen Uberblick uber den sozialwissenschaftlichen Diskurs in Bezug auf die Diskussion soziologischer Theorien zu sozialer Ungleichheit und Geschlecht geben. Hierbei gehe ich so vor, dass ich zunachst einleitend eine definitorische Einfuhrung in die Thematik der sozialen Ungleichheit gebe, indem ich mich auf Erklarungsansatze von Jean-Jacques Rousseau[1], Stefan Hradil[2] und Reinhard Kreckel[3] stutze. Danach nehme ich das Geschlecht als Determinante sozialer Ungleichheit hinzu und beschreibe Aspekte geschlechtsspezifischer sozialer Ungleichheit, indem ich einleitend auf die vorhandene Geschlechtsblindheit in der herrschenden Soziologie verweise. Anschlieftend grenze ich die Begriffserklarung weiter ein und gehe naher auf Entwicklungstendenzen der geschlechtsspezifischen Ungleichheit ein. In Kapitel 3 (auch hiergehe ich zunachst auf die stark einseitige Sichtweise auf die Kategorie Geschlecht im Mainstream der klassischen Soziologie ein) beziehe ich mich exemplarisch auf einige soziologische Theorien im Hinblick auf die Analyse sozialer Ungleichheit im Zusammenhang mit Geschlecht: die Klassentheorie und die Individualisierungsthese. In Bezug auf klassentheoretische Ansatze untersuche ich im Speziellen zunachst, ob in der klassischen Soziologie ein Zusammenhang zwischen Klasse und Geschlecht besteht, d. h. ob die Kategorie Geschlecht in der traditionellen Klassentheorie Max Webers[4] mit einbezogen wurde und ziehe fur eine Uberprufung dessen Eva Cybas[5] Argumentationen zu dieser Thematik heran, um diese Frage zu diskutieren. Anschlieftend mochte ich aufzeigen, wie sich der Zusammenhang von Klasse und Geschlecht in der neueren Klassenforschung manifestiert. Dies versuche ich mithilfe der empirischen Ergebnisse von Petra Frerichs[6], die in ihre Studie Pierre Bourdieus[7] [8] [9] Ansatz integriert hat und die Reproduktion des Geschlechterverhaltnisses in vier verschiedenen Klassenmilieus untersucht hat, auch praktisch zu veranschaulichen. Hierzu habe ich die vier Untersuchungsebenen von Frerichs - Habitus, Arbeit, Macht und Interessen- aufgegriffen und zeige auf, auf welchen von Frerichs entwickelten Hypothesen diese Ebenen jeweils beruhen. Den Ergebnissen fallen schlieftlich jeweils unterschiedliche Gewichtungen der drei Hypothesen zu: Klassen-, Geschlechts-, und Klassengeschlechtshypothese. Den Abschluss bildet eine Betrachtung geschlechts- spezifischer Ungleichheit aus der gegenwartigen Perspektive moderner Indivi- dualisierungstendenzen in der Gesellschaft. In diesem Kapitel liegt es mir nahe, aufzuzeigen, ob und falls ja, inwieweit geschlechtsbasierte soziale Ungleichheit durch Individualisierungstendenzen verringert oder gar aufgehoben, oder moglicherweise auch verstarkt werden konnte. Veranschaulicht werden diese Uberlegungen abschlieftend mit einigen ausgesuchten Ergebnissen aus Untersuchungen von Ingrid Herlyn und Ulrike Vogel[10], sowie von Sarina Keiser[11]. Letztere zieht einen Vergleich von Individualisierungstendenzen in Lebenslaufen von west- und ostdeutschen Frauen.

2 Soziale Ungleichheit und Geschlecht

2.1 Soziale Ungleichheit - Einfuhrung

Bevor die geschlechtsspezifische soziale Ungleichheit als „neue“ Form sozialer Ungleichheit in der Soziologie vertiefter analysiert wird, geht es in diesem Kapitel zunachst darum, soziale Ungleichheit im Allgemeinen anhand unterschiedlicher Definitionsansatze zu beschreiben. Als erster Begrunder der modernen Ungleich- heitstheorie - oft wird in diesem Zusammenhang von der „Entdeckung“ der sozialen Ungleichheit gesprochen - gilt Jean-Jacques Rousseau[12] mit seiner Abhandlung uber den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Zentrales Thema dieses Werks war Rousseaus Beantwortung der zentralen Frage: Was ist der Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen und wird sie vom Naturrecht erlaubt? In der „Abhandlung“ unterscheidet Rousseau die naturliche Verschiedenheit der Menschen und trennt sie scharf von der sozialen Ungleichheit, die nach seiner Auffassung erst durch die Gesellschaft entstanden ist. Im Naturzustand waren dabei zunachst alle Menschen gleich und gut. Erst durch die zunehmende Vermehrung der Menschen entstanden Familien, die wiederum begannen, jeweils Land fur sich zu beanspruchen. Er weist darauf hin, dass sich nur durch die Zustimmung der Unterworfenen der unnaturliche Zustand verfestigen konnte. Laut Rousseau ist es also die Gesellschaft, die den Menschen verdirbt, und der Ursprung der Ungleichheit liegt fur ihn primar im Eigentum. Dieser Gedanke wird spater insbesondere von Klassenmodellen aufgegriffen. Heute ist soziale Ungleichheit ein fester Begriff innerhalb der Soziologie, der die ungleiche Verteilung materieller oder immaterieller Ressourcen in einer Gesellschaft bezeichnet. Die nach ihr benannte Fachrichtung, die Ungleichheitsforschung, untersucht Ursachen, Merkmale und Folgen des Phanomens der sozialen Ungleichheit. In erster Linie versteht man darunter im allgemeinen unterschiedliche Lebensbedingungen und Lebenschancen von Menschen. Die jeweiligen Vor- und Nachteile fur die Individuen entstehen bei ungleichem Zugang zu offentlich verfugbaren und sozial erstrebenswerten Gutern sowie sozialen Positionen. Individuen, Gruppen oder Gesellschaften sind dann durch ungleiche Machtverteilungen und Interaktionsmoglichkeiten dauerhaft eingeschrankt oder bevorzugt. Stefan Hradil gibt hierzu folgende Begriffsdefinition:

Als soziale Ungleichheit bezeichnet man bestimmte vorteilhafte und nachhaltige Lebensbedingungen von Menschen, die ihnen aufgrund ihrer Position in gesellschaftlichen Beziehungsgefugen zukommen.[13] [14] [15]

Entscheidend bei Hradils Begriffsdefinition ist die Verknupfung zwischen sozialen Positionen und ungleichen Lebensbedingungen.[16] Diese unterschiedlichen Lebensbedingungen haben die Form von Chancen oder Restriktionen, die den personlichen Verlauf des Lebens mitbestimmen. Die Beeintrachtigung oder

Begunstigung von Lebenschancen nimmt auch Reinhard Kreckel in seine Beschreibung auf:

Soziale Ungleichheit im weiteren Sinne liegt uberall dort vor, wo die Moglichkeiten des Zugangs zu allgemein verfugbaren und erstrebenswerten sozialen Gutern und/oder zu sozialen Positionen, die mit ungleichen Macht- und/oder Interaktionsmoglichkeiten ausgestattet sind, dauerhafte Einschrankungen erfahren und dadurch die Lebenschancen der betreffenden Individuen, Gruppen oder Gesellschaften beeintrachtigt bzw. begunstigt werden.[17] [18]

Generell konnen drei grundlegende Voraussetzungen fur soziale Ungleichheit ausgemacht werden:

- Wert/Knappheit
- ungleiche Verteilung
- und Strukturiertheit.

Des weiteren wird unterschieden zwischen zwei Dimensionen sozialer Ungleichheit: den klassischen und den neuen Dimensionen. Wahrend die klassischen oder Grunddimensionen materiellen Wohlstand[19], Macht, Bildung und Prestige beinhalten, sind neue Dimensionen sozialer Ungleichheit auf Wohn- Umwelt-, Arbeits- und Freizeitbedingungen, soziale Sicherheit etc. ausgerichtet. Auf der Strukturebene sozialer Ungleichheit wird zudem zwischen zugeschriebenen und erworbenen Determinanten unterschieden. Determinanten sind in diesem Fall Kriterien, die bestimmte Gruppen von Menschen mit grower Wahrscheinlichkeit in Vor- oder Nachteile fuhren. Wahrend die zugeschriebenen Merkmale nicht oder kaum vom Individuum selbst steuer- und beeinflussbar sind, wie z. B. Geschlecht, Alter oder die ethnische Zugehorigkeit, sind die erworbenen Determinanten von den Individuen durch ihr eigenes Zutun erworben bzw. prinzipiell veranderbar, wie z. B. Bildungsniveau, Beruf o. a. Neben den Voraussetzungen, Dimensionen und Determinanten sind ebenfalls die Ursachen und Auswirkungen Strukturebenen der sozialen Ungleichheit. Ursachen, wie sie wie bereits erwahnt Rousseau formulierte, d. h. Bestimmungs- grunde und Mechanismen, durch die Strukturen sozialer Ungleichheit (fort-) bestehen, sind z. B. soziale Vorurteile, Diskriminierung, Stigmatisierung und Ausbeutung. Die Auswirkungen sozialer Ungleichheit sind vielfaltig; sie konnen auftere Lebens- bedingungen betreffen wie Einkommen, Lebensstandard und Armut, aber auch alltagliche Verhaltensweisen, wie z. B. das Bewerbungsverhalten beeinflussen oderzur sozialen Isolation fuhren. Abschlieftend ist festzuhalten, dass soziale Ungleichheit von Relativitat und Mehrdimensionalitat gekennzeichnet ist, da sie als gesellschaftliche Konstruktion immer an ihre jeweilige Zeit gebunden ist und nie objektiv beschrieben werden kann.

2.2 Geschlechtsspezifische Ungleichheit

In der Diskussion zur sozialen Ungleichheit waren okonomische Aspekte (z. B. Armut) lange Zeit dominierend. Erst neuere Konzepte beziehen sich zunehmend auf Dimensionen wie das Geschlecht, weshalb die geschlechtsspezifische Ungleichheit auch als ,,neue Form" bezeichnet wird, wenngleich sie gewiss keinesfalls neu ist. Die als Pionierin der geschlechtsbezogenen Organisations- und Arbeitsmarktforschung geltende Wissenschaftlerin Joan Acker[20] brachte die Thematik auf den Punkt, als sie vor mehr als zwei Jahrzenten explizit auf den ,,blinden Fleck" soziologischer Ungleichheitsforschung im Hinblick auf die Benachteiligung von Frauen hinwies. Seit den Anfangen in den 1970er Jahren ruckten die Geschlechterverhaltnisse immer starker in den wissenschaftlichen Fokus, aus der Frauenforschung[21] entwickelte und etablierte sich schlieftlich auch als weitere Wissenschaftsdisziplin die Geschlechterforschung.

2.2.1 Verstandnis geschlechtsspezifischer Ungleichheit und Abgrenzung

Da biologische Unterschiede keine hinreichenden Erklarungen fur die darauf aufbauenden sozialen Unterschiede bieten, ist es verbreitet[22], zwischen dem bio- logischen Geschlecht und dem sozial konstruierten Gender[23] zu unterscheiden.

Gender bezeichnet also die soziale Geschlechtsrolle (gender role), d. h. alles, was in einer Kultur als typisch fur ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird (wie Beruf, Kleidung etc.). Diese soziokulturelle Konstruktion wird oftmals mit dem Konzept des Doing Gender[24] betont. Geschlechtsspezifische Ungleichheit basiert daher auf einer gesellschaftlich konstruierten Ungleichheit.

2.2.2 Geschlecht als biologisch bedingte soziale Strukturkategorie?

Wie kann nun geschlechtsspezifische Ungleichheit genauer definiert werden? Problematisch ist, dass dieses Phanomen aus solch unterschiedlichen wissen- schaftlichen Blickwinkeln betrachtet werden kann, dass eine einheitliche Begriffsdefinition nicht moglich ist. Geschlechtsspezifische Ungleichheit ist in jeder Gesellschaft eine grundlegende Ungleichheitsstruktur, die oft mit der altersspezifischen Ungleichheit gleichgesetzt wird, da Alters- und Geschlechtsrollen vorprogrammiert sind. Geschlecht wird dabei vor allem als horizontal Ungleichheit[25] bezeichnet, da horizontale Ungleichheit die biologische Herkunft neben Faktoren genetischer, ideologischer und lebensgestalterischer Herkunft beinhaltet. An dieser Stelle wird man jedoch wieder mit der Problematik der Reduktion auf biologische Unterschiede konfrontiert, die sich aus eingespielten Denkweisen ergibt. Vorsichtig formuliert, war und ist die biologische Andersartigkeit der Geschlechter Grundlage fur die Entwicklung und Verfestigung der sozialen Benachteiligungen von Frauen. Doch allein der Umstand, dass Frauen Kinder bekommen, ist nicht benachteiligend[26], sondern die damit verbundenen Rollenerwartungen. Man konnte die soziale Schlechterstellung von Frauen somit als ein allgemeines, fur alle Frauen wirksames Phanomen bezeichnen, welches sich aus biologischen und soziokulturellen Bestimmungsgrunden zusammensetzt. Die Vielfalt der Formen von Ungleichheit muss jedoch bei allen Erklarungsversuchen stets berucksichtigt werden und zeigt gleichzeitig die Tatsache auf, dass Geschlecht eine soziale Strukturkategorie bildet und nicht als individuelles Merkmal einzelner Personen aufgefasst werden kann. Somit ist Mann- oder Frausein von Anfang an eine irreduzible Determinante fur den Zugang zu ungleich verteilten Lebenschancen.

2.2.3 Entwicklungstendenzen geschlechtsspezifischer Ungleichheit

Die Entwicklung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten ergibt kein einheitliches, leicht zu erfassendes Bild, sie nimmt vielmehr vielfaltige und oft widerspruchliche Formen an. Wahrend viele Ungleichheiten unverandert und starr fortbestehen, sind in anderen Bereichen Angleichungen in Bezug auf die Verteilung von Lebenschancen bei Frauen und Mannern zu verzeichnen, die noch vor wenigen Jahren vollig undenkbar gewesen waren. Viele Formen der Benachteiligung und sogar Unterdruckung von Frauen gehoren der Vergangenheit an, andere bestehen jedoch unverandert fort. Es zeichnet sich z. B. ab, dass politischen Maftnahmen zur Forderung der gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen und Mannern grofte Bedeutung zukommt. Ein Beispiel waren die aktuellen Bemuhungen der Politik zur Forderung der Familie. Mit dem Anfang 2007 eingefuhrten Elterngeld wurde durch die um zwei sogenannte „Partnermonate“ verlangerte Auszahlung, sofern auch der 2. Elternteil in diesen beiden Monaten die Elternzeit in Anspruch nimmt, der Versuch unternommen, die familieninterne Aufgabenverteilung staatlich zu beeinflussen. Benachteiligungen, die aus dem offentlichen Traditionalismus resultierten, wurden im Kontext staatlicher Gesetzgebung abgeschafft[27], sind daher auch auffallig zuruckgegangen. Eva Cyba hat herausgefunden, dass sich Ungleichheiten, die durch Schlieftung und Ausbeutung verursacht werden, im Gegenzug vergleichsweise deutlich weniger verandert haben, als Benachteiligungen, die aus dem offentlichen Traditionalismus resultieren.

3 Uberblick soziologischerTheorien zu Ungleichheit und Geschlecht

Obwohl die Soziologie von Anfang an den Frauen eine „Sonderstellung“ zusprach, waren die Arbeiten der soziologischen Klassiker doch stark beschrankt: die unterschiedlichen Lebensformen und somit Lebenschancen der Geschlechter wurden als biologisch vorherbestimmt hingenommen.

[...]


[1] Rousseau, Jean-Jacques: 1984

[2] Hradil, Stefan: 2000, 2001

[3] Kreckel, Reinhard: 1992

[4] Weber, Max: 1956

[5] Cyba, Eva: 2000

[6] Frerichs, Petra: 1997

[7] Bourdieu, Pierre: 1985

[8] Beck, Ulrich; Beck-Gernsheim, Elisabeth: 1994

[9] Beck-Gernsheim, Elisabeth: 1994

[10] Herlyn Ingrid; Vogel, Ulrike: 1988

[11] Keiser, Sarina: 1997

[12] 1712-1778

[13] Rousseau: 1984 [1754]: 67

[14] Rousseau: 1981 [1754]: 93

[15] Hradil, Stefan 2000: S. 194

[16] Es geht also darum, dass unterschiedliche Positionen im sozialen Beziehungsgefuge in der Regel mit einer unterschiedlichen Kombination von Vorteilen und Nachteilen fur Individuen behaftet sind.

[17] Kreckel, R. 1992: S. 17

[18] Hradil, Stefan 2000: S. 195

[19] z.B. Einkommen, Vermogen

[20] Acker, Joan: 1973

[21] Die Frauenforschung besteht dennoch als eigenstandige Disziplin weiter fort und wird heute als Teilbereich der Geschlechterforschung verstanden, der Frauen und ihre Lebenssituationen zum Thema hat.

[22] Insbesondere der Bereich der Gender Studies thematisiert die soziokulturelle Konstruktion von Geschlecht (Gender).

[23] Der Begriff Gender wurde aus dem Englischen ubernommen, um auch im Deutschen die Unterscheidung zwischen sozialem (gender) und biologischem (sex) Geschlecht zu erleichtern, da das deutsche Wort Geschlecht in beiden Bedeutungen verwendet wird.

[24] Das Konzept des 'Doing Gender' geht insbesondere auf den gleichnamigen Aufsatz „Doing Gender" (1987) von Candace West und Don H. Zimmerman zuruck, die von der Ethnomethodologie beeinflusst sind. Die Betonung liegt hierbei auf der Hervorhebung des Tuns bzw. Machens von Geschlecht und grenzt sich von dem Verstandnis von Geschlecht als einer starren, biologischen Eigenschaft ab.

[25] Vertikale Ungleichheit hingegen spielt auf eine Rangordnung anhand von Einkommen, Status und Macht als Folge von Produktion und Verteilung an.

[26] Lenski (1977) betonte, dass schon die Tatsache, dass Frauen Kinder bekommen, benachteiligend ist.

[27] z.B. Gleichstellungsgesetz, Reformen im Namensrecht, im Familienrecht, Straffreiheit des Schwangerschafts- abbruchs

Details

Seiten
24
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640487967
ISBN (Buch)
9783640488131
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v140616
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Institut für Soziologie
Note
3,0
Schlagworte
Soziale Ungleichheit Ungleichheitsforschung Gender Geschlecht Soziologie Geschlechterforschung Frauenforschung

Autor

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Titel: Soziale Ungleichheit und Geschlecht