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Aus welchen Gründen spielen in dem Roman "Daphnis und Chloe" die Sklaven eine andere Rolle als im Imperium Romanum

Hausarbeit 2008 10 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Quelleninterpretation
1. Daphnis und Chloe
2. Bukolische Dichtung
3. Sklaverei im Imperium Romanum vs. Longos ‚Sklaven‘

III. Ergebnis

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis
1. Quelle:
2. Literatur:

I. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Roman ‚Daphnis und Chloe‘ von Longos. Hierbei wird folgende Frage untersucht: „Aus welchen Gründen spielen in dem Roman „Daphnis und Chloe“ die Sklaven eine andere Rolle als Imperium Romanum?“

Die Arbeit beginnt im Hauptteil mit einer kurzen Zusammenfassung von Daphnis und Chloe“ anschließend wird die Bukolische Dichtung genauer untersucht und abschließend ein Vergleich zwischen ‚normalen‘ Sklaven, die wir im Seminar Sklaverei im Imperieum Romnum kennengelernt haben, mit den ‚Sklaven‘ von Longos aus dem Roman gezogen.

II. Quelleninterpretation

1. Daphnis und Chloe

„Daphnis und Chloe“ ist ein antiker Liebesroman und wurde vermutlich gegen Ende des 2. Jahrhunderts von dem griechischen Autor Longos verfasst. Über den Autor Longos ist sonst nichts bekannt, außer das dieser Roman sein einziges Werk ist.[1] Der Roman von Longos ist eine Bukolische Dichtung, boukolos = gr. Rinderhirte. Das bedeutet, dass sich die Form der Dichtung auf Rinderhirten bezieht. Im 2. Punkt dieser Arbeit widmen wir uns dem Thema Bukolische Dichtung genauer zu. Die Geschichte von Longos spielt auf der griechischen Insel Lesbos, welche in der nordöstlichen Ägäis liegt und handelt genauer in der Gegend von der Ortschaft Mytilini die sich südöstlich auf der Insel befindet. Primär geht es in dem Roman um die beiden Hirtenkinder Daphnis und Chloe, die gemeinsam ihre Liebe zueinander entdecken und ihre verloren geglaubten Eltern wiederfinden. Der Knabe Daphnis ist zu Beginn der Geschichte 15 und das Mädel Chloe 13 Jahre alt, somit sind die beiden Geschlechtsreif.[2] Der Roman ist in 4 Bücher d.h. in 4 Kapitel aufgeteilt, dass wiederum spiegelt die 4 Jahreszeiten wieder. Das erste Kapitel beginnt im Frühling und setzt da an, indem zwei Hirten jeweils ausgesetzte Kinder mit Erkennungszeichen, allerdings nicht zur selben Zeit, finden und denen Hirtennamen gegeben werden. Fortan werden die Kinder als eigene Kinder der Hirten erzogen. Daphnis ist ein typischer Name in bukolischen Dichtungen, er ist ein sagenhafter sizilischer und griechischer Vertreter der Hirten. Chloe bedeutet soviel wie die Grüne.[3] Im 1. Kapitel wird weiterhin das Aufwachsen im elterlichen Hause beschrieben, wie die beiden jeweils besser versorgt werden als normal üblich für Hirten und wie sich die beiden untereinander verlieben, dieses aber nicht als positiv deuten können.[4] Das 2. Kapitel beschreibt immer häufiger und genauer wie Daphnis und Chloe öfter in Armen liegen und sich dabei küssen. Im Verlaufe des Kapitels entsteht ein Streit zwischen jungen Adligen und Daphnis, die bis zum Gerichtsprozess artet, infolgedessen ein Hirte (Sklave) als Richter tätig ist und Daphnis sich selbst vor Gericht verteidigen darf und schließlich freigesprochen wird. Die Adeligen erkennen den Richterspruch nicht an, werden aber dadurch von den Bauern mit Gewalt verjagt.[5] Im 3. Kapitel werden Daphnis und Chloe und deren Eltern erstmalig als Leibeigene Sklaven bezeichnet. Außerdem wird Daphnis von der jungen hübschen städtischen Nachbarsfrau verführt, anlässlich dadurch findet ein Geschlechtsakt statt. Allerdings hat Daphnis zu dem Zeitpunkt nur die Chloe im Kopf und möchte sie heiraten.[6] Im 4. und letztem Kapitel ist von den Herren der Ländereien die Rede, die für Daphnis und Chloe noch nicht bekannt waren. Das wiederum bedeutet das diese seit mindestens 15 Jahren nicht mehr auf den Länderein waren. Als diese nun da sind und die verschiedenen Erkennungszeichen den Herrn vorgelegt werden, stellt sich heraus das Daphnis und Chloe von den beiden jeweiligen Herrn als Säuglinge ausgesetzt wurde und dadurch keine Sklaven sind sondern vermögende. Die Herren stimmen der Ehe zu und die beiden heiraten mit 17 und 15. Sie bevorzugen nach der Ehe lieber das Leben auf dem Lande als in der Stadt.[7]

In dem Roman ist die Liebe die zentrale Macht und dadurch das Hauptthema. Die größten menschlichen Dinge wie Eifersucht, Erotik, Entführen usw. kommen zur Sprache. Im dritten Punkt diese Arbeit werden wir die Unterschiede zwischen Longos Sklaven und den Sklaven des Imperiums genauer betrachten.

[...]


[1] Longos, Daphnis und Chloe. (dt. übersetzt von Otto Schönberger), Stuttgart 2006. S.137

[2] Longos, S.138

[3] Merkelbach Reinhold: Die Hirten des Dionysos. Die Dionysos-Mysterien der römischen Kaiserzeit und der bukolische Roman des Longos, Stuttgart 1988. S.143.

[4] Longos, S.23

[5] Longos, S.35

[6] Longos, S56-57.

[7] Longos, S.87-89.

Details

Seiten
10
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640516988
ISBN (Buch)
9783640517152
Dateigröße
415 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v141048
Institution / Hochschule
Universität Kassel – Gesellschaftswissenschaften / Antike Geschichte
Note
2,7
Schlagworte
Bukolische Dichtung Sklaven im Imperium Romanum Hirtenkinder Vergil Theokrit leibeigen

Autor

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Titel: Aus welchen Gründen spielen in dem Roman "Daphnis und Chloe" die Sklaven eine andere Rolle als im Imperium Romanum