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Mit spielerischen Mitteln Zugang zu "Harry Potter" in einer 5. Jahrgangsstufe finden

Planung, Durchführung und Analyse einer Unterrichtssequenz

Examensarbeit 2003 37 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

1. Theoretische Grundlagen (Sachanalyse)
1.1 Leben und Werk der Autorin Joanne K. Rowling
1.2 Inhaltsangabe zu "Harry Potter und der Stein der Weisen"
1.3 Definition "Handlungsorientierter (Literatur-)unterricht"

2. Methodisch didaktische Vorerwägungen (Planung)
2.1 "Harry Potter" als Thema für einen handlungsorientierten Unterricht
2.2 Lehrplanbezug
2.3 Klassensituation und Organisation der Unterrichtssequenz
2.4 Materialsammlung und -aufbereitung zur Erstellung der spielerischen Mittel

3. Praktische Umsetzung (Durchführung)
3.1 Allgemeine Lernziele
3.2 Das Arbeiten in den einzelnen Stunden mit Anmerkungen und Beobachtungen
3.2.1 Artikulation der ersten Stunde (Kapitel 1-3)
3.2.2 Artikulation der zweiten Stunde (Kapitel 5-6)
3.2.3 Artikulation der dritten Stunde (Kapitel 7-10)
3.2.4 Artikulation der vierten Stunde (Kapitel 12-13)
3.2.5 Artikulation der fünften Stunde (Kapitel 14-15)
3.2.6 Artikulation der sechsten Stunde (Kapitel 17)

4. Kritische Würdigung der Unterrichtssequenz (Analyse)
4.1 Stellungnahme der Schüler /-innen
4.2 Persönlicher Rückblick, Überarbeitung und Verbesserungsvorschläge

5. Literaturverzeichnis

Vorwort

In den letzten Jahren beklagten sich zunehmend Eltern, Buchhändler sowie Deutschlehrer /-innen über die Leseunlust bei ihren Kindern bzw. Schüler /-innen. Verdrängt von anderen Medien, z.B. Fernsehen, Computer- /Videospielen und besonders dem Internet, glaubte man sich allmählich vom Zeitalter des Buches verabschieden zu müssen. Selbst ein fantasievoller und engagierter Literaturunterricht, der sich etwa seit 1980 in vielen Schulen etabliert hat, konnte die Schüler /-innen nicht von dem beachtlichen Wert des Bücherlesens überzeugen.

Seit der Veröffentlichung des ersten „Harry Potter“ - Bandes „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ (deutsch: „Harry Potter und der Stein der Weisen“), erschienen 1997, der in der Fachliteratur bereits als Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur gefeiert wird, sind diesen Befürchtungen ein Ende gesetzt, wie in der Abendzeitung im Jahr 2000 berichtet wurde: „Dass die computer- und videogeprägten Kinder in 400-Seiten-Romanen versinken, reißt deren Eltern zu Jubelstürmen hin. Ganz abgesehen davon, dass auch die Erwachsenen längst mit der ‚Pottermania’ infiziert sind.“[1]

Auch in diesem Jahr ist die sogenannte „Pottermania“, von der aktuell in den Medien erneut die Rede ist, anlässlich des Verkaufstarts des fünften Bandes „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (deutsch: „Harry Potter und der Orden des Phoenix“) in der Nacht zum 21.06.2003, wieder in vollem Gange. Die deutschsprachige Ausgabe der fünften Folge der weltweit erfolgreichen Bestseller - Serie soll am 8. Dezember veröffentlicht werden, wobei der Carlsen - Verlag[2] mit einer Startauflage von 1,2 Millionen deutschen Exemplaren rechnet.[3]

Wie die inzwischen zahlreichen Lehrerhandreichungen, Arbeitsblätter und anderen Materialien, die im Internet, Zeitschriften, Büchern usw. veröffentlicht wurden, zeigen, ist es ein dringendes Anliegen der Schulen „Harry Potter“ auch in den Deutschunterricht zu integrieren. Besonders für einen handlungsorientierten (d.h. spielerische Mittel) und offenen Literaturunterricht, der Gegenstand dieser Hausarbeit ist, bieten Joanne K. Rowlings Bücher vielseitige Möglichkeiten.

1. Theoretische Grundlagen (Sachanalyse)

1.1 Leben und Werk der Autorin Joanne K. Rowling

„Wirklich, Dumbledore, glauben Sie, dass Sie all das in einem Brief erklären können? Diese Leute werden ihn nie verstehen! Er wird berühmt werden - eine Legende -, es würde mich nicht wundern, wenn der heutige Tag in Zukunft Harry - Potter - Tag heißt - ganze Bücher wird man über Harry schreiben - jedes Kind auf der Welt wird seinen Namen kennen!“[4]

Dass diese Worte ihre persönliche Lebenswelt so nachhaltig beeinflussen werden, konnte Joanne K. Rowling wohl nicht im entferntesten ahnen, als sie diese ziemlich am Anfang ihres ersten Bandes „Harry Potter und der Stein der Weisen“ aufschrieb.

Die Erfolgsautorin wurde am 31. Juli 1965 im General Hospital in der Kleinstadt Chipping Sodbury, östlich von Bristol, geboren. Ihre Schwester Diana kam knappe zwei Jahre später zur Welt. Bald darauf zog die Familie einige Kilometer weiter in das nördlich von Bristol gelegene Winterbourne, wo Joanne und Diana eine unbeschwerte Kindheit verbrachten und die „Elm Park Primary School“ besuchten. Zu ihren Spielkameraden gehörten auch die Geschwister Ian und Vicki Potter („Potter“ heißt auf deutsch „Töpfer“), deren Name sie ihrer späteren Hauptfigur „Harry Potter“ widmete, wie sie in einem Interview mit dem Journalisten Christoph Dallach bestätigte: „Nachbarn von uns hießen Potter. Mit deren Sohn und Tochter haben ich und meine Schwester immer gespielt, daher habe ich den Namen. Ich mag einfach den Klang. (...)“[5]

1974 führte es die Familie erneut in einen anderen Wohnort, diesmal in das ländliche Tutshill in der Nähe von Chepstow in Wales. Auf einem Cottage genossen Joanne, ihre Schwester und ihre Eltern das Landleben, wodurch sie sich einen großen Traum erfüllten. Aufgrund der Nähe zu den Großstädten Cardiff und Bristol konnte der Vater bequem zu seinem Arbeitsplatz bei den Rolls - Royce - Werken pendeln.

Nach dem Umzug kam Rowling in Tutshill in die Primary School und 1976 dann auf die „Wyedean Comprehensive School“. Einige Figuren aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“ wurden durch ihre Schulerfahrungen geprägt, z.B. war die Autorin sehr strebsam im letzten Schuljahr sogar Schulsprecherin), was sich in der Rolle der Hermine wiederspiegelt.[6]

Schon früh kam Rowling mit Büchern in Kontakt, da ihre Mutter aus einer Lehrerfamilie stammte und auch ihr Vater ein leidenschaftlicher Leser war: „Wir hatten es sehr, sehr gut als Kinder - wir bekamen massenhaft Bücher.“[7]

Mit etwa 14 Jahren beeindruckten sie die Autorinnen Jane Austen[8] und Jessica Mitford[9]. Obwohl sie in diesem Alter auch Tolkiens „Lord of the Rings“ (deutsch: „Herr der Ringe“) las, hielt sich ihr Interesse an eigentlicher Fantasy - Literatur in Grenzen: „Das Harry-Potter-Fieber...verweist auf Tolkien oder Jostein Gaarders Sophies Welt, doch die waren nicht so flächendeckend.“[10]

Rowlings Vorliebe galt Romanen und Biografien, z.B. über die Familie Kennedy.

Im Anschluss an ihre Schulzeit studierte J.K. Rowling ab 1983 an der Universität von Exeter Französisch und Klassische Philologie (Altgriechisch und Latein). Während dieser Zeit verbrachte sie ein Jahr als „Teaching Assistent“ in Paris, d.h. sie gab Englischunterricht. Dieses Studium entsprach aber nicht dem Wunsch Rowlings, die es wohl eher den Eltern zuliebe ergriff, um sich den Weg einer großen Karriere als Fremdsprachen - Sekretärin zu ebnen. Letztendlich ging Joanne K. Rowling nach erfolgreichem Abschluss des Studiums 1986 dann nach London, um eine Fortbildung zur Fremdsprachen - Korrespondentin zu machen und trat dann eine Stelle bei „amnesty international“, als wissenschaftliche Assistentin für die Recherche von Menschenrechtsverletzungen im frankophonen Afrika, an.

Nichts desto trotz ging sie in dieser Zeit ihrer eigentlichen Leidenschaft nach, nämlich der Schriftstellerei. Die Cafés bzw. Pubs der Umgebung erwiesen sich als ideale Orte zum Schreiben.

Auf einer Zugfahrt von Manchester (hier wohnte ihr damaliger Freund) nach London King’s Cross im Sommer 1990 kam ihr ganz plötzlich die Idee zu der Romanfigur „Harry Potter“. Weiterhin entwickelte sie grob die grundlegende Vorstellung von der Zauberschule „Hogwarts“, den Gedanken an einen Umfang von sieben Bänden, erste Figuren und Namen zunächst in einem Notizbuch. Danach lebte sie ebenfalls in Manchester und arbeitete dort an der Universität. Ihre Planung zu „Harry Potter“ wurde aber durch einen schweren Schicksalsschlag unterbrochen, nämlich den Tod ihrer an Multiple Sklerose[11] erkrankten Mutter, die 1990 bereits im Alter von 45 Jahren starb. Im Zuge der Trauer löste Rowling die Beziehung zu ihrem Freund und verlor ihre Tätigkeit in Manchester. Daraufhin entschloss sie sich 1991 als Englischlehrerin nach Porto (Hafenstadt an der portugiesischen Atlantikküste) zu ziehen, wo sie ihren Ehemann, einen Journalisten kennen lernte, den sie 1992 heiratete. Ein Jahr später kam ihre Tochter Jessica auf die Welt. Die Ehe war aber nicht von langer Dauer, sodass Joanne K. Rowling mit wenig Geld wieder nach Großbritannien zurückkehrte und zunächst bei ihrer Schwester in Edinburgh verweilte. Sie entschied sich hier als Französischlehrerin zu arbeiten. Zuvor musste sie jedoch ihre pädagogische Ausbildung vollenden, um in Schottland unterrichten zu dürfen. Da sie gleichzeitig ihren Roman über den jungen Zauberer Harry Potter fortsetzen wollte, lebte sie eine Zeit lang von der Sozialhilfe. Trotz aller Schwierigkeiten und Probleme gelang es der späteren Erfolgsautorin, ihre Ausbildung als Lehrerin abzuschließen und die Schriftstellerei voranzubringen. 1995 konnte Rowling den ersten Band „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ fertig stellen und zur Veröffentlichung anbieten. Erst nach mehreren Absagen gelang es ihrem Literaturagenten, das für ein Kinderbuch zu umfangreiche Manuskript bei dem Verlag Bloomsbury in London unterzubringen, wo 1997 der erste Band gedruckt wurde. In schneller Folge erschienen nun die nächsten Bände sowie Lizenzausgaben und Übersetzungen in den USA, in Deutschland und in mehr als 40 anderen Ländern. 1998 wurden die Film- und Merchandisingrechte für „Harry Potter“ von der Firma „Time Warner Entertainment“ erworben.

Joanne K. Rowling ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der letzten Jahre, weltweit wurden bis Anfang des Jahres 2000 insgesamt etwa 35 Millionen Exemplare[12] der vier Harry - Potter - Bände verkauft und täglich steigen die Zahlen nun auch mit dem fünften Band. Sie wurden in nahezu alle Sprachen übersetzt, jüngst sogar ins Chinesische. Bis heute scheint der 38 Jahre alten Bestsellerautorin ihr Erfolg unbegreiflich, was sie in einem Interview bildlich zum Ausdruck brachte:

„Bei meiner ersten Reise waren zu einer Veranstaltung vielleicht 100 Besucher erschienen. Meine zweite Tour ging in Boston los. Auf der Fahrt zur Buchhandlung sah ich Menschen in einer riesigen Schlange stehen, zwei Häuserblocks lang. Ich fragte Kris vom Scholastic Verlag, ob es dort einen Ausverkauf gäbe, und bekam als Antwort, dass die Leute meinetwegen dort warteten. Das war eine wirklich außergewöhnliche Erfahrung (...) Ich kam mir wie ein Popstar vor. (...)“[13]

1.2 Inhaltsangabe zu „Harry Potter und der Stein der Weisen“

Da bereits der erste Band der Harry Potter - Serie, der dieser Arbeit zugrunde liegt, 335 Seiten umfasst, erscheint ein kurzer Überblick für all diejenigen, die das „Harry - Potter - Fieber“ noch nicht ergriffen hat, an dieser Stelle sinnvoll.

Harry Potter ist, bis auf seine runde Brille und einer Zickzack - Narbe auf der Stirn, eigentlich ein ganz „normaler“ elfjähriger englischer Junge. Durch zunächst ungeklärte Umstände hat er seine Eltern, zwei berühmte Zauberer, verloren und wächst deshalb bei den Dursleys, seinen spießigen Verwandten (in Harry Potter - Sprache „Muggel“, d.h. Menschen, die nicht zaubern können) in Little Whinging / Surrey auf. Als ungeliebtes und gegenüber dem leiblichen Sohn der Familie ständig benachteiligtes Kind muss er sogar im Schrank unter der Treppe schlafen.

Doch Harrys Leben ändert sich, als ihn an seinem 11. Geburtstag ein Brief mit der Aufforderung nach Hogwarts, einer Schule für Hexerei und Zauberei, zu kommen, erreicht. Der riesige Hagrid, ein Gesandter aus der Welt der Zauberer, stattet ihn entsprechend aus und klärt ihn über den Tod seiner Eltern auf: Sie starben nicht, wie Potter erzählt wurde, bei einem Autounfall, sondern wurden von Lord Voldemort, der das Böse verkörpert, getötet.

Der Zug nach Hogwarts fährt am Londoner Bahnhof King’s Cross von Gleis neundreiviertel ab, das nur Zauberern zugänglich ist. Dort angekommen, stellt er fest, dass er selbst eine Berühmtheit ist und dass seine Eltern noch immer einen geradezu legendären Ruf haben. Weitere tolle Erlebnisse erfährt er im ersten Schuljahr, z.B. wird er von prominenten Zauberern in Schulfächern wie „Wissenschaft von den Zaubertränken“ und „Verwandlung“ unterrichtet. Außerdem findet er hier zuverlässige Freunde, z.B. Ron Weasley oder die ehrgeizige Hermine Granger, mit denen er nicht nur die zahlreichen Geheimnisse der Schule kennen lernt, sondern auch eine ganze Reihe von gefährlichen Abenteuern erlebt. Er nimmt auch sehr erfolgreich an der schuleigenen Sportart „Quidditsch“ teil, bei dem die Mitspieler auf einem Besen reiten und versuchen, eine fliegende Kugel einzufangen.

Wie im wirklichen Leben hat Harry auch Neider und Feinde, v.a. wird ihm Voldemort gefährlich, der ihm nach dem Leben trachtet und mit allen Mitteln versucht, an den gut bewachten „Stein der Weisen“ (s. Titel des Buches) zu gelangen, um unsterblich zu werden. Mit Hilfe seiner Freunde und etwas Zauberei schafft er, der junge Potter, jedoch die Pläne des Bösen zu durchkreuzen.[14]

1.3 Definition „Handlungsorientierter (Literatur-)unterricht“

Folgendes Zitat einer Schülerin: „Man sollte in der Schule nicht nur Schülern den Stoff ins Hirn drücken, sondern sie auch mal etwas alleine machen lassen.“[15] bestätigt die Notwendigkeit der Handlungsorientierung beim Lernen.

Doch was bedeutet der Begriff „Handlungsorientierung“ eigentlich genau? Befragt man zehn Lehrer /-innen, was sie unter handlungsorientiertem Unterricht verstehen, so erhält man nicht selten zehn verschiedene Antworten.

Im Zuge der Reformpädagogik[16] besteht etwa seit Ende der 70er Jahre die Fachdiskussion um die Entfaltung einer handlungs- und produktionsorientierten (= „Verfassen eigener Texte, die durch den Ausgangstext initiiert wurden“[17] ) Literaturdidaktik, um einen guten Lernerfolg zu gewährleisten. In den Schulen, insbesondere in den Sekundarstufen I und II, dominiert immer noch der sogenannte „Buch- und Belehrungsunterricht“[18], wohingegen der handlungsorientierte Unterricht Formen des Umgestaltens, des Ergänzens und des Umsetzens eines Textes der traditionellen Textanalyse im Unterrichtsgespräch vorzieht, wie die folgende Definition zeigt: „...eigentätige, selbstständige und ergebnisorientierte Auseinandersetzung der Schüler mit dem Lerninhalt unter Einbeziehung möglichst vieler Sinne.“[19]

Diesem Ansatz kommen auch zusehends die Lehrpläne verschiedener Schularten in allen Bundesländern nach: „Wo immer sich eine sinnvolle Möglichkeit bietet, sollten die Schüler je nach ihren individuellen Möglichkeiten an der Gestaltung des Unterrichts beteiligt werden; (...) Dem Bildungs- und Erziehungsziel der Realschule dient ein überlegt aufgebauter, methodisch an den Voraussetzungen der jeweiligen Lerngruppe ausgerichteter Unterricht, der Handlungsorientierung und Lebensnähe einbezieht.“[20]

Den Kindern sollen demnach mehr Spaß, mehr Eigenerfahrungen, mehr Sozialkontakte und Methodenkompetenz durch Anwendungsfähigkeit von Lerntechniken und Entwicklung von Schlüsselqualifikationen ermöglicht werden. Gerade unsere Zeit verlangt nämlich nach kritischen, einfallsreichen und engagierten Menschen. Insgesamt eröffnet die handlungs- und produktionsorientierte Literaturdidaktik ein vielfältiges Angebot von Zielsetzungen und Methoden, die zwar alle miteinander verknüpft, aber doch nicht immer deckungsgleich sind. Selbst Goethe verwies schon mit den folgenden Worten auf die Notwendigkeit der Handlungsorientierung beim Lernen: „Denken und Tun , Tun und Denken, das ist die Summe aller Weisheit.“[21]

2. Methodisch didaktische Vorerwägungen (Planung)

2.1 "Harry Potter" als Thema für einen handlungsorientierten Unterricht

Die Themenstellung der Hausarbeit „Mit spielerischen Mitteln Zugang zu Harry Potter finden“ verweist auf genau den in Punkt 1.3 beschriebenen Literaturunterricht. Zur Behandlung im Deutschunterricht eignet sich der Text „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (Band 1) besonders für die Jahrgangsstufen 5 und 6, da das Buch leicht verständlich ist und der Protagonist der Altersgruppe der Leser (10 - 11 Jahre) entspricht. Somit fällt den Schülern /-innen das Hineinversetzen leicht. Neben der Hauptfigur werden dem Leser weitere Identifikationscharaktere mit jeweils typischen Eigenschaften, z.B. tolpatschig (Rubeus Hagrid), strebsam (Hermine Granger) offeriert. Die Reise in das Land der Zauberer und Hexen richtet sich demnach an die Imaginationsfähigkeit der Schüler /-innen. Nicht zu vergessen ist weiterhin der Spannungsfaktor des Romans, da gruselige Elemente in der Handlung auftreten, die bei den Kindern sehr beliebt sind.

[...]


[1] Elisabeth Sparrer in Abendzeitung, 22.03.2000

[2] Carlsen ist ein in Hamburg ansässiger Kinder- und Jugendbuchverlag, der ursprünglich eine dänische

Gründung war. 1999 war er der sechstgrößte Kinderbuchverlag Deutschlands. Der deutsche

Übersetzer von „Harry Potter“ ist Karl Fritz; seit 1998 im Besitz aller deutschen Rechte zu „Harry

Potter“; Vgl. Kutzmutz Olaf, S.44 ff

[3] Vgl. http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/index.html?eid=509339&id=509482&nv=pr&pr=1

(ausgedruckt am 23.06.03)

[4] Rowling, J.K., Harry Potter und der Stein der Weisen, S.19

[5] kulturSPIEGEL Nr. 4/2000, S.8

[6] Vgl. www.harrypotter.de (ausgedruckt am 23.06.03)

[7] Martin, T. (Hrsg.), Viel Zauber um Harry, S.5

[8] engl. Schriftstellerin, * 16.12.1775 in Steventon, + 18.7.1817 in Winchester; Werke: „Pride and

Prejudice” (1796), „Sense and Sensibility” (1811), u.a.

[9] 1917 - 1996, Kämpferin für Menschen- und Frauenrechte

[10] Konrad Heidenkamp in Die Zeit, 23.03.2000

11 Multiple heißt übersetzt „viele“ und Sklerose „Narbe“; Krankheit des zentralen Nervensystems; die

Nervenschutzhülle ist so beschädigt, dass die Signale der Nerven nicht verarbeitet werden können

[12] Vgl. z.B. http://rhein-zeitung.de/heute/ges/kult/00000484.html (ausgedruckt am 23.06.03)

[13] Fraser, L.: Ein Interview mit J.K. Rowling. In: Martin, T. (Hrsg.), Viel Zauber um Harry, S.47f.

[14] Inhaltsangabe nach Nothdorf, K., Kopiervorlagen und Materialien zu Harry Potter, S.10-15

[15] Vgl. http://www.shk-lehrer.de/Methodik/body_methodik.html (ausgedruckt am 23.06.03)

[16] Reformpädagogik bezeichnet alle Reformbewegungen im Bezug auf Unterricht und Erziehung, die sich am Ende des 19.Jahrhunderts zum Beispiel gegen ein Übergewicht kognitiver Lernprozesse oder gegen lehrerzentrierten Unterricht richteten und bis 1933 in Theorie und Praxis in fast allen pädagogischen Bereichen zum Tragen kamen. Vgl. Götz, K. / u.a. (Hrsg.), Akademiebericht Nr. 332

Dillingen, S.73

[17] Nothdorf, K.: Potter in der Schule! In: Olaf Kutzmutz (Hrsg.), Harry Potter oder warum wir Zauberer brauchen, S.80

[18] Wellenhofer, W., Unterricht heute, S.44

[19] Götz, K. / u.a. (Hrsg.), Akademiebericht Nr. 332 Dillingen, S.80

[20] Bayerisches Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst (Hrsg.), Lehrplan für die bayerische Realschule, S.14

[21] Wellenhofer, W., Unterricht heute, S.63

Details

Seiten
37
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640513475
ISBN (Buch)
9783640511396
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v141209
Note
1
Schlagworte
Harry Potter Handlungsorientierter Unterricht Sekundarstufe 5/6 Spielerische Mittel Unterrichtssequenz

Autor

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