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Mahdi und die Mahdiya - Der Mahdi-Aufstand

Seminararbeit 2007 26 Seiten

Geschichte - Afrika

Leseprobe

Inhalt

Vorwort

Turkiya (Besatzung des Sudans durch Ägypten)

Muhammad Ahmad und die Turkiya

Wie wurde Muhammad Ahmad zum Mahdi

Die Ziele des Mahdi

Resümee

Literaturverzeichnis

Vorwort

Die Geschichte des Sudans blieb und bleibt meist im Schatten Ägyptens. Sie wird kaum von der Welt wahrge- nommen durch den Kolonialismus der europäischen Mächte wird oft der ägyptische Kolonialismus vergessen. Genau auf diesen möchte ich eingehen, um die Ursachen für die Probleme des heutigen Sudans zu erörtern. Die so genannte Turkiya, die Besetzung (eigentlich Eroberung) des Sudans durch Ägypten, beeinflusste viele Kräfte im Sudan. Bei manchen wurde die Religiosität gestärkt. Un- ter diesen befand sich Mohammad Ahmed, der spätere Mahdi. Auf seine Persönlichkeit, deren Agitation und dessen Schicksal, möchte ich mit Blick auf sein Umfeld eingehen. Er und der Aufstand sollen das zentrale Thema dieser Arbeit sein. Um aber in diesen Thema einzudrin- gen zu können, sind Definitionen von islamisch- arabischen, osmanischen und sudan-geschichtliche Beg- riffe nötig. Erst danach ist der Beginn mit der Sudanesi- schen Geschichte möglich.

Die Arbeit soll chronologisch mit der Turkiya beginnen und als folgendes Kapitel Mahdi und die Turkiya haben.

Erst nach dieser kurzen Einführung, in der die Ursachen erörtert werden, beginnt das Titelthema der Mahdi und der Mahdi-Aufstand im Detail. Als Abschluss dient ein Resümee mit Blick bzw. Aufzeigung von Problemen, die sich damals ergaben und heute im Sudan noch vorherr- schen.

Der Sudan verdient es im Wandel der Zeit betrachtet zu werden, damit ein Verständnis für das zusammengesetzte Gebiet bilƗd as-SnjdƗn (Land der Schwarzen) entsteht.

Turkiya (Besatzung des Sudans durch Ägypten)

Muhammad Ali, der sich einst mit den Mamelucken ver- bündete, vernichtete die Mamelucken Herrschaft. Die übrigen Mamelucken drängen in den Süden nach Donga- la. Dort begründen sie eine neue politische Einheit. Ali lässt das Volk glauben die Mamelucken seien eine le- bensgefährliche Bedrohung für Ägypten. Doch er muss zuerst dem osmanischen Sultan auf der Arabischen Halb- insel gegen die Wahabiten helfen. Das Unternehmen (1811-1818) endet mit keinem Ergebnis.

Nun 1820 ist der Weg in den Sudan frei. Die Mamelu- cken werden in Dongala besiegt, das Funjreich ist in ei- nen katastrophalen Zustand und kapituliert unter seinen König Badi IV.

Ali versucht sofort Reformen durchzusetzen. Seine Do- minanz basiert auf den Militär. Er hebt für seine Truppen Soldaten aus den eroberten Gebieten aus. Nun hat er sein Ziel erreicht und das Land der Schwarzen (bilƗd as- SnjdƗn) in seinem Besitz. Er verfügt nun über Sklaven für die Landwirtschaft und sein Militär. Des Weiteren ist er nun ein Wegbeschützer der Pilger, die nach Mekka bzw. Medina wollen. Mit dem Sudan kann er nun seinen Traum von der Legende des Goldvorkommens suchen um damit seine Europäisierungsprojekte zu finanzieren.

1821-1885 wird Generalgouvernement in Khartum ge- gründet. Die Eroberung findet mit Europäern statt. 1826 wird die Ziviladministration eingeführt. Junge Männer verdienen sich bei der Kolonialadministration (seit 1850 erst Aufstieg möglich). Erst später werden die Gebiete bis zur äthiopischen Grenze erobert. 200 km südlich von Khartum endet die Besatzung. Nachbarn sind im Süden die Shilluk (Denab - später Fashoda) und im Westen das Sultanat von Darfur. Europäer beachten die Unabhängig- keit des Shilluk Reiches nicht. Nehmen „Punkte“ ein um von dort zu starten. 1838 besucht Muhammad Ali den Sudan und errichtet die Stadt Muhammad Aliopolis und besiedelt sie mit 10 000 EW nach 3 Monate gibt man die Stadt auf. Es hinterlässt ein Trauma bei Ali.

Auf der Londoner Konvention erhält 1839 Ali einen„Freibrief“ für Afrika. Erst 1840 akzeptiert Ali die Kon- vention.

Muhammad Ahmad und die Turkiya

Der 1844 geborene Muhammad Ahmad ibn el Sayyid Abdullah stammte aus der Gegend von Dongala im nörd- lichen Sudan und zählte zum Volk der Dongala ein Teil- stamm der Nubier. Sein Vater war Schiffsbauer und ver- ließ Dongala und ließ sich in Omdurman nieder. Hier konnte er wegen der großen Holzbestände weiter in sei- nem Gewerbe tätig sein. Ahmad war nicht an den Ge- schäften seines Vaters interessiert, sondern war zutiefst religiös. Da wie oben erwähnt der Sudan von Ägypten erobert wurde, breite sich der Islam aus. Ahmad konnte eine khalwas Schule besuchen und sich dort dem Studi- um des Korans hingeben. Danach schloss er sich dem Scheich Mohammed Scherif an und verbreitet die Glau- bensregeln. Ahmad lebte als Eremit auf der Nilinsel Aba. Dort scharrte er selbst Anhänger um sich, betrieb neben- bei Ackerbau und brachte den Armen wohltätige Gaben.

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Details

Seiten
26
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640536542
ISBN (Buch)
9783640536351
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v142411
Institution / Hochschule
Universität Wien – Institut für Afrikanistik
Note
2
Schlagworte
Mahdi Mahdiya Mahdi-Aufstand

Autor

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Titel: Mahdi und die Mahdiya - Der Mahdi-Aufstand