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Mobile Internet - Das Medium der Zukunft passt in die Hosentasche

Studienarbeit 2009 27 Seiten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Vorwort

1 Einführung

2 Problembeschreibung
2.1 Problemstellung und Auftragsbeschreibung
2.2 Ziel der Untersuchung
2.3 Vorgehensweise bei der Projektdurchführung des Auftrags

3 Was ist Mobile Internet?
3.1 Die Entstehung des Mobilfunks
3.2 Die Entstehung des Internet
3.3 Die Verschmelzung von Mobilfunk und Internet

4 Wie Mobile Internet unser Leben verändern wird
4.1 Wie Mobilfunk unser Leben bereits verändert hat
4.2 Welchen Mehrwert bringt uns Mobile Internet?
4.3 Wie Mobile Internet unseren Alltag beeinflussen wird

5 Wie kann das mobile Internet den Massenmarkt erobern?
5.1 Mobile Advertising
5.2 Mobile Entertainment
5.3 Mobile Apps
5.4 Mobile Commerce

6 Ergebnisse und Schlussfolgerungen

7 Empfehlungen und kritische Würdigung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Verzeichnis der Anhänge

Zusammenfassung

Mobilfunk und Internet sind vereint. Das innovativste Kommunikationsinstrument des 20. Jahrhunderts und das wichtigste Informationsmedium der letzten 10 Jahre wurden endlich zusammengeführt und bilden das „Mobile Internet“ - das Internet im Handyformat. Durch die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Mobilfunk und den Wandel der Lebensstile in vielen Ländern der Erde wird plötzlich ein neues Medium den Anforderungen an Mobilität und Flexibilität gerecht. Kein anderes technisches Gerät kann sich besser neuartigen Nutzungssituationen und -zeiten anpassen, als das Handy. Das nun mit Mobile Internet ein Medium aus der Konvergenz zwischen Mobilfunk und Internet entstanden ist, das sich anstrebt den Massenmarkt zu erobern, haben vor 20 Jahren nur wenige Experten geahnt.

Was vor 30 Jahren noch klobig, unhandlich und mit minimalistischen Funktionen ausgestattet war, ist heute zu einem wahren Alleskönner und Multifunktionsgerät geworden. Nachrichten schreiben, Fotos schießen oder Musik hören sind nur einige von vielen Möglichkeiten, die ein Handy der neuen Generation ausmachen. Angetrieben von moderner Technologie, schneller Datenübertragung und einem benutzerfreundlichem Aufbau, entstehen Geräte, die mehr sind als nur Kommunikationsinstrumente.

Nichtsdestotrotz erscheint die folgende Tatsache unglaublich: Mittlerweile telefoniert etwa zwei Drittel der gesamten Weltbevölkerung mobil, so dass dieses Jahr erstmalig die stolze Zahl von 4 Milliarden Handynutzern weltweit erreicht wird. Die Tendenz ist steigend, denn insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer wie China, Brasilien oder Indien verzeichnen derzeit ein enorm starkes Wachstum. Das Handy ist schon jetzt der wichtigste Begleiter des Menschen und macht sich mit jeder Neuerung unentbehrlicher. In diesem Zusammenhang befasst sich der folgende Bericht mit der grundlegenden Frage, nach der Massentauglichkeit von Mobile Internet und den vorhersehbaren Chancen für eine erfolgreiche technologische Zukunft.

Dabei sehr interessant ist unter anderem, dass das aufstrebende Medium seit kurzer Zeit Kommunikation, Unterhaltung und Information immer und überall möglich und verfügbar macht. Durch die immer attraktiver gestalteten Tarife bei der Datenübertragung wird Mobiles Internet sukzessive zum Massenmarkt. Allerdings steht die Branche auf dem Weg zur endgültigen Massenverbreitung noch vor einigen Herausforderungen. Im Zentrum stehen dabei vor allem die Faktoren Bedarfsmangel, Kosten und Technik. Darüber hinaus besteht noch starker Bedarf bei der Entwicklung mobiler Werbung als Grundlage für lukrative Geschäftsmodelle und Einnahmequellen. Aus Sicht der Anbieter von mobilen Diensten wird die Hauptaufgabe daher vorrangig darin bestehen, den Kunden von den Vorteilen des mobilen Internet zu überzeugen und das Handy als den praktischsten und nützlichsten Begleiter im Alltag zu etablieren. Denn erst wenn die Menschen vom wirklichen Mehrwert überzeugt sind und die Dienste von Mobile Internet akzeptieren, kann das Medium erfolgreich sein.

Kritisch zu würdigen ist allerdings die Schwierigkeit der Darstellung und Erläuterung dieser sehr komplexen und umfassenden Thematik. Das Medium Mobile Internet befindet sich noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase, so dass das Angebot von Fachliteratur sehr gering ist. Die Zukunft der mobilen Internetgeneration lässt sich nur erahnen und nicht voraussagen, denn dafür fehlt es bislang an notwendigen Erfahrungen, Prozessen, Methoden und Werkzeugen.

Vorwort

Der vorliegende Bericht entstand im Rahmen meines Studiums an der Fontys Internationale Hogeschool Economie Venlo, in den Niederlanden. Er basiert auf dem Learning Arrangement Individual Topic Report, welches in erster Linie methodisches Arbeiten, wissenschaftliches Zuschneiden von Inhalten und reflektierendes Denken schulen soll.

Dieser nach den Richtlinien des Skripts „Rapportieren FIHE“ erstellte Individualbericht stellt das Prüfmoment in HLA7 dar und ist daher in erster Linie an die betreuende Dozentin, Frau Bylicki, gerichtet.

Inhaltlich richtet sich der Bericht an Leser mit Grundlagenkenntnissen im Bereich Marketing und allgemeiner Betriebswirtschaftslehre, da er im siebten Semester verfasst wurde. Somit werden gewisse Fachtermini und Zusammenhänge, auch in Bezug auf gängige Internetbegrifflichkeiten, vorausgesetzt. Die Verwendung von Anglizismen ist bei dieser sehr elektronikverwandten Thematik unumgänglich.

Im Rahmen des Vorwortes möchte ich mich ganz besonders bei Frau Bylicki, meiner begleitenden Dozentin, für ihre Betreuung und Unterstützung bedanken.

Nettetal, 19. November 2009

1 Einführung

Mobilität ist in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Charakteristikum unserer Gesellschaft geworden. Auf der Grundlage dieser Entwicklung hat sich das Mobiltelefon als das beliebteste Kommunikationsmedium der Welt etabliert. Bereits zwei Drittel der Weltbevölkerung telefoniert mobil und nutzt das Handy nicht mehr nur ausschließlich als Kommunikationsinstrument, sondern vielmehr als Multifunktionsgerät und Helfer im Alltag.

Neben dem Mobiltelefon hat sich in den letzten Jahren ein weiteres Kommunikationsmedium fest etabliert - das Internet. Es verändert die Medienlandschaft, das Medienverhalten und die Kommunikationskanäle immer schneller und tiefgreifender. Die Rolle der klassischen Medien verschiebt sich und fordert im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung von Medienproduktion, -aggregation, -distribution und -rezeption vor allem Mut zur Veränderung. Als Resultat daraus wird in den kommenden Jahren eine Neuausrichtung vieler Marktteilnehmer erforderlich sein. Für Werbetreibende stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie sich aus den Entwicklungen im Internet- und Mobilfunkmarkt lukrative Geschäftsmodelle entwickeln lassen und wie man die Konvergenz von Handy und Internet - dem Mobile Internet - erfolgreich nutzen kann.

Das Internet macht aus der Welt ein Dorf und jeden einzelnen Nutzer zum Teil einer großen digitalen Nachbarschaft. Gesellschaftliche Partizipation ist durch das Web leichter, gerechter und demokratischer denn je geworden. Auf Grund der innovativen Technologien im Mobile- Markt, erfreuen sich Applikationen und mobile Dienste auf dem Handy immer größerer Beliebtheit. Zwar befindet sich die Technik noch am Anfang der Entwicklung, doch hält das die Konsumenten nicht davon ab, schon jetzt auf den Zug der mobilen Angebote aufzuspringen. Durch immer handlicher gestaltete Mobilfunkgeräte, günstigere Datenflatrates und dem wachsenden Interesse von Werbekunden, ist Mobile Internet somit auf dem Weg zum Massenmedium. Erfolgreiches Mobile Marketing setzt allerdings voraus, dass die Nutzung von mobilen Dienstleistungen vom Nutzer beziehungsweise Kunden akzeptiert wird.

Der vorliegende Bericht soll dem Leser einen Einblick in die Entwicklung dieses neuen Mediums geben. Der Fokus liegt in der kritischen Beantwortung der Frage: Was bedeutet Mobile Internet für die Gesellschaft und welche Auswirkungen wird es auf die Kommunikation des 21. Jahrhunderts haben?

Zur Darstellung des inhaltlichen Kerns und der Grundlage des Berichts, werden im folgenden Kapitel zunächst die Problembeschreibung und das Ziel der Untersuchung definiert. Als Einstieg in die sehr komplexe Thematik wird anschließend eine theoretische Einführung in die Themen Mobilfunk und Internet sowie eine Definition des Begriffs „Mobile Internet“ gegeben. Darauf basierend wird in Kapitel 4 der Einfluss des Mediums auf den Menschen analysiert, um in Kapitel 5 der Frage nach der Massentauglichkeit von mobilem Internet nachgehen zu können. Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Betrachtungen werden im sechsten Kapitel als Ergebnis zusammengefasst. Abschließend wird eine Empfehlung und kritische Würdigung gegeben.

2 Problembeschreibung

Nach der Beschreibung des Berichtrahmens wird in diesem Kapitel der Untersuchungsrahmen des Berichts definiert. Zunächst wird der Auftrag beschrieben, Ziele festgelegt und anschließend die Vorgehensweise der Projektdurchführung erklärt

2.1 Problemstellung und Auftragsbeschreibung

Das noch junge Medium Mobile Internet boomt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Technologie hinter dem Medium ist hochinnovativ und noch lange nicht ausgereift. Durch die unzähligen Möglichkeiten, die mobiles Internet mit sich bringt, entwickelt sich das Handy als Kommunikationsmittel, zu einem beeindruckenden Multifunktionsgerät. Für die Gesellschaft hat dieser Trend zur Folge, dass sich das Kommunikations- und Informationsverhalten der Menschen in den nächsten Jahren grundlegend verändern wird. Aus diesem Grund zielen die Maßnahmen der Anbieter von mobilen Inhalten primär in Richtung neuer, effektiver Werbeformen und Generierung von zielgruppenspezifischen Inhalten. Kundengewinnung erfolgt also mehr und mehr über das Angebot von Diensten oder Werbung auf Mobilfunkgeräten, denn der stark wachsende Markt birgt großes wirtschaftliches Potenzial.

2.2 Ziel der Untersuchung

Das Hauptziel des Berichts ist die kritische Betrachtung der derzeitigen Entwicklung im Bereich Mobilfunk und Internet. Die Verschmelzung beider Kommunikationsmedien beziehungsweise -instrumente steht dabei im Zentrum. Mit Hilfe einer Analyse über die Auswirkungen des neuen Mediums auf die Menschen, soll die Frage beantwortet werden, ob Mobile Internet das Potenzial eines Massenmediums besitzt. Zudem zielt dieser Bericht auf eine Beurteilung der Zukunftsaussichten sowohl für Benutzer als auch für Anbieter von mobilen Anwendungen ab.

2.3 Vorgehensweise bei der Projektdurchführung des Auftrags

Der Projektauftrag wurde im Rahmen des Learning Arrangements HLA7 im Zeitraum von September bis November 2009 durchgeführt. In der ersten Phase fand zunächst eine gründliche Einarbeitung in die Thematik des mobilen Internet statt. Zu Beginn der Untersuchung wurde der Auftrag definiert und anschließend der zeitliche Rahmen festgelegt. Als Voraussetzung zum Verfassen des Berichts wurde eine intensive Recherche im Internet betrieben. Im Vordergrund stand jederzeit das Ziel, den Sachverhalt verständlich und nicht zu fachspezifisch zu schildern.

Nach der Einführung in das Projekt und der Definition der Zielsetzung wird im nächsten Kapitel eine theoretische Grundlage als Einführung in die Untersuchung geschaffen.

3 Was ist Mobile Internet?

Nach der Projekt- und Auftragsbeschreibung wird dem Leser in diesem Kapitel zunächst eine theoretische Wissensgrundlage geschaffen. Erst auf Basis dieses Vorwissens, bestehend aus der Historie des Mobilfunks und der Entwicklung des Internets, ist ein Einstieg in die Thematik des Mobilen Internet m ö glich.

3.1 Die Entstehung des Mobilfunks

Ohne die Geschichte zu kennen, wird es nicht möglich sein, die Gegenwart zu verstehen und damit die Welt des mobilen Internet zu begreifen. Ein Einstieg in die Thematik des derzeit aufstrebendsten Mediums ohne den geschichtlichen und technischen Hintergrund zu kennen, wäre also undenkbar. Also, was genau ist eigentlich Mobilfunk?

Die Herkunft des Wortes stammt ursprünglich aus der Physik und ist durch David Edward Hughes und seinem Phänomen der elektromagnetischen Wellen geprägt. Während seiner Vorführung im Jahre 1879, demonstrierte Hughes dem Publikum einen Oszillator, der einen Funken erzeugte, welcher in einem Empfänger in der Nähe parallel eine Spannung auslöste. Dieses physikalische Phänomen sollte wenige Jahre später den Grundstein für eine revolutionäre Erfindung legen - die Funktechnik (vgl. UMTSlink).

Im Jahr 1897 entwickelte Guglielmo Marconi das erste brauchbare System zur drahtlosen telegrafischen Übertragung, bekannt unter de Bezeichnung Morsen. Schon 1901 gelang es dem italienischen Physiker, Elektroingenieur und Unternehmer, die ersten Signale über den Atlantik zu übertragen. Ab dem Zeitpunkt baute und nutzte man kurze Zeit später die ersten kommerziellen Funkgeräte für Militär und Schifffahrt. Die Geschichte führte sich neun Jahre später, 1910 in Österreich fort. Dort erfand der Österreicher Robert von Lieben die erste Elektronenröhre mit Verstärkerwirkung, die zu kleineren und leichteren Geräten ohne funkenbildende Sender führte. Der gebürtige Wiener schuf so die Basis für zahlreiche zukünftige Erfindungen, die der Verstärkung von elektronischen Signalen bedurften.

Den ersten wahren Übergang vom leitungs- beziehungsweise kabelgebundenen Festnetztelefon zu einem Mobiltelefon stellte 1935 das Autotelefon dar. Die Anbindung dieses mobilen Kommunikationssystems erfolgte über eine Funkstrecke und konnte durch ein im Autokofferraum montiertes Sende- und Empfangsgerät funktionieren. Auf Grund seines mobilen Charakters, wird das Autotelefon als die Vorstufe der mobilen Kommunikationsgeräte, der Handys, bezeichnet.

Mit der Zeit entwickelten sich aus den analogen Mobilfunksystemen sogenannte Mobilfunknetze. Das weltweit erste Netz dieser Art wurde im Jahre 1946 in den USA eingeführt. In Deutschland war 1950, als man in verschiedenen Regionen des Landes begann, die ersten lokalen Mobilfunknetze aufzubauen. 1952 war es somit erstmals möglich, von einem mobilen Endgerät aus, einen Teilnehmer im Festnetz anzurufen. Allerdings konnten die lokalen Funksysteme nur eine Stadt versorgen und die Verbindung ins Festnetz beziehungsweise umgekehrt war nur über eine Handvermittlung möglich. Die Vermittlung erfolgte ausschließlich manuell. Wenn ein Teilnehmer ein Gespräch führen wollte, begab er sich zu seinem Apparat, drehte an einer Kurbel und wurde mir einem „Fräulein vom Amt“ (einem typischer Beruf, der damals bis zur Hochzeit von vielen Frauen ausgeübt wurde), verbunden. Durch richtiges Verknüpfen von Klinken und Stöpseln an den Apparaten, konnte dem Anrufer folglich der gewünschte Gesprächspartner vermittelt werden (vgl. UMTSlink).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Fernsprechgeräte mit Handvermittlung

Quelle: S-Storbeck.de

Moderne Geräte von heute nutzen die Direktwahl von Telefonnummern und eine gezielte Anwahl von Gesprächspartnern zur Telefonie. Für die antiken Apparate zur Handvermittlung, die mittlerweile ihren Platz in Museen finden, hat man daher seit spätestens 1970 keine Verwendung mehr. Anhand von ausgewählten Modellen zeigt die folgende Darstellung die Entwicklung des Telefons in den letzten Jahren. Dabei darf die Frage gestattet sein: Wer hätte schon vor 70 Jahren daran geglaubt, dass eines Tages eine Kommunikationshilfe in Hosentaschenformat zum scheinbar wichtigsten Begleiter des Menschen wird?!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die Evolution des Telefons

Quelle: Eigene Darstellung

Der stetige Ausbau der Netze diente dann als Startschuss für die Entwicklung länderübergreifender Standards - der erfolgreichste war und ist noch heute GSM. Denn mit Hilfe des „Global System für Mobile Communications, kurz GSM, gelang einer französischen Arbeitsgruppe 1982 der Durchbruch der schnurlosen Sprachübertragung. Die GSM- Technologie war zuverlässig, technisch ausgereift und verbreitete sich schnell über die ganze Welt. Das erste globale, digitale Mobilfunknetz war geboren und wächst seitdem rapide und unterbrochen an. Ende 1993 verzeichneten alle GSM-Mobilfunknetze, darunter auch Deutschlands führende Anbieter T-Mobile über eine Millionen Nutzer. Ende 2000 bereits etwa 400 Millionen in 370 Netzen und das in mehr als 140 Ländern (T-Mobile Jahresreport).

Als Definition bleibt festzuhalten: Mobilfunk ist die draht- und kabellose Kommunikation zwischen zwei oder mehreren entfernten Punkten. Dieses Kapitel zeigt jedoch, welche interessante Historie sich hinter dem Begriff Mobilfunk und den heutzutage aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenkenden Handys, verbirgt.

3.2 Die Entstehung des Internet

Das Internet hat in den letzten Jahren die Art wie wir arbeiten, wie wir einkaufen, wie wir uns informieren, wie wir lernen und wie wir miteinander kommunizieren stark verändert. Dies gilt sowohl im geschäftlichen, als auch im privaten Umfeld. Moderne Internet-Technologien bilden in immer mehr Bereichen direkt oder indirekt eine wesentliche Grundlage für das Funktionieren von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Die flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen zählt daher zur unverzichtbaren Basisinfrastruktur unserer heutigen Informationsgesellschaft.

Der Ursprung des Internets liegt in den 60er Jahren. Die Idee ist aus dem Interesse des amerikanischen Verteidigungsministerium (Department of Defense, DoD) heraus entstanden, verschiedene an unterschiedlichen Orten stehende Rechner miteinander zu vernetzen. Aus diesem Grund wurden Forschungen in diesem Bereich initiiert und stark gefördert. Die Advanced Research Project Agency (ARPA), eine Forschungsgruppe des DoD, führte die ersten Versuche zu paketvermittelten Netzen mit damals nur vier Rechner durch. Nach Ausweitung dieser Versuche wurde dann 1969 der Öffentlichkeit das ARPAnet, das auf dieser Forschungsreihe basierte, vorgestellt (vgl. Vetter).

Dieses funktionierende Netzwerk wurde später auch für Zwecke außerhalb des Militärs genutzt. Anfang der 80er-Jahre unterschied man dann zwischen dem MIL-net für militärische Zwecke und dem ARPAnet für zivile Bereiche. Nach dem das Interesse in wissenschaftlichen Kreisen geweckt war, wurde 1986 das NSFnet (National Science Foundation net) gegründet, das die Verbindung zum ARPAnet unterhielt, und für Universitäten und Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Immer mehr Personen wurden auf das System aufmerksam und wollten Teil des ganzen sein. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Interessenten befriedigen zu können, musste das bestehende Protokoll allerdings noch einmal überdacht werden. Die Organisation ARPA entwickelten daraufhin mit Wissenschaftlern der Stanford University ein Protokoll, mit dem es möglich wurde den bestehenden Anforderungen gerecht zu werden und die bestehenden Architekturen und Technologien direkt miteinander zu verbinden. Aus diesen Bemühungen resultierte das TCP/IP-Protokoll und das heutige Internet war geboren (vgl. Vetter).

Parallel zu dieser Entwicklung entstand in der kalifornischen University Berkley das Mehrbenutzer-Betriebssystem UNIX, in welches das TCP/IP-Protokoll integriert wurde (vgl. ELKO). Nun da lokale Netze mit ein und demselben Protokoll arbeiten konnten, war der Grundstein für den Erfolg des Internets gelegt. 1990 wurde schließlich das World Wide Web (WWW) ins Leben gerufen. Nach einiger Zeit der weltweiten Verbreitung über die Universitäten wurde dann auch die Wirtschaft wach und erkannte das lukrative Potential des sogenannten Web 1.0. Mit dem rasanten Voranschreiten der Technik, der immer komplexer werdenden Systeme und dem veränderten Nutzungsverhalten im Internet, wurde aber bereits 15 Jahre später eine neue Ära eingeleitet - die des Web 2.0.

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Details

Seiten
27
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640539277
ISBN (Buch)
9783640540082
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v142798
Institution / Hochschule
Fontys University of Applied Sciences
Note
1-
Schlagworte
Mobile Internet App Commerce iPhone New Media Social Media Mobile Marketing eCommerce Mobiles Internet

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