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Mobbing in der Schule - Rollenspiele als Lösungsansatz

Seminararbeit 2008 9 Seiten

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mobbing

3. Fallbeispiel zum Mobbing

4. Rollenspiele

5. Resümee

6. Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1. Einleitung

In der folgenden Ausarbeitung versuche ich, die Frage zu klären, wie man anhand eines Fallbeispiels, welches mit der Methode des Rollenspiels dargestellt wird, Mobbing in der Schule eindämmen kann.

Zunächst wird eine Definition des Begriffs Mobbing gegeben. Anschießend werden mögliche Erscheinungsformen, u.a. anhand von Fallbeispielen, aufgezeigt.

Im Resümee nehme ich Bezug auf eine mögliche Umsetzung des Fallbeispieles und auf Erkenntnisse, die man daraus gewinnen kann und zeige Verwendungsmöglichkeiten der Methode des Rollenspiels und des Fallbeispiels zur präventiven Gewaltvorbeugung in der Schule auf.

2. Mobbing

Mit dem Begriff Mobbing wird eine Verhaltensweise bezeichnet, die sowohl physisch als auch psychisch Gewalt beinhaltet (vgl. Glewin, 2006, S. 193).

Mobbing leitet sich aus dem Begriff „Bullying“ ab , welchen der norwegische Gewaltforscher Olweus 1978 einführte (Hurrelmann, Bründel, 2007, S.76-77 ).

Entscheidend beim Mobbing ist das Täter-Opfer-Verhältnis. Das unterlegende Opfer wird von dem Täter, dem sogenannten Bully, über einen längeren Zeitraum gequält. (vgl. Glewin, 2006, S. 193).

Die Täter sind meistens männlich und treten häufig in Gruppen auf. Sie haben einen Gruppenführer und zeigen ein protziges Auftreten, um mit ihrem Machtgehabe ihre Opfer einzuschüchtern. Um die Täter herum bilden sich Mitläufergruppen, die sich dem Gruppenführer unterwerfen, oft aus Angst, selbst zum Opfer zu werden (vgl. Hurrelmann, Bründel, 2007, S.79-80).

Die Opfer haben häufig eine Außenseiterposition. Sie weichen durch ihr Verhalten oder ihr Aussehen von der Norm ab und fallen durch Verhaltensunsicherheiten auf. Mobbingopfer sind oft leistungsstark (vgl. Hurrelmann, Bründel, 2007, S.77-79).

Die Methoden sind unterschiedlich. Mobbing umfasst verbale Gewalt wie Beschimpfungen, körperliche Gewalt sowie „indirekte Strategien“ wie das Verbreiten von Gerüchten oder den Ausschluss aus einer Gruppe (vgl. Klewin, 2006, S. 193).

Zu den Auswirkungen des Mobbings auf das Opfer zählen: Schlafstörungen, Angstzustände, Depressivität, Aggressivität, Konzentrationsmängel sowie psychosomatische Erkrankungen, die unter anderem in Form von Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel und Übelkeit auftreten (vgl.

http://www.schueler-gegen-mobbing.de/portal/modules.php?name=News&file=article&sid=20, Stand vom 25.02.2009).

3. Fallbeispiel zum Mobbing

Zunächst wird eine Definition gegeben, was man in der politischen Bildung unter dem Begriff ´Fallbeispiel` versteht. Ausgehend von meinen eigenen Beobachtungen möchte ich folgendes Ereignis, welches ich während meines Praktikums in einer 7. Klasse erlebt habe, schildern, um mit der Methode des Rollenspiels (siehe 4.) Verhaltensmöglichkeiten in der dargestellten Situation zu erarbeiten.

Einen „Fall“ beschreiben Gotthard Breit und Detlef Eichner als „ein Ereignis, in dem Einzelpersonen agieren, Konflikte austragen oder Probleme zu lösen versuchen.“ Ein Fall ist „zeitlich und räumlich begrenzt“. Er stellt die Lebensumstände einer Person dar. Breit und Eichner sehen einen Fall als „einen Vorgang mit Aktionscharakter“, dessen wichtiges Merkmal eine „Inhaltsgeneralisierung“ ist. Unter einer Inhaltsgeneralisierung verstehen Breit und Eichner, die „Besonderheiten der Einzelperson aus dem Fall, ihre Aktionen und Probleme“ von der Person loszulösen und die Probleme in sozial-politischen Sachverhalten zu erkennen. (Breit, Eichner, 2007, S.89, 90)

Der geschilderte Fall ereignete sich in einer Schulstunde im Deutschunterricht in einem B-Kurs:

Sarah aus der 7. Klasse, trägt kurze Haare und sieht im Vergleich zu ihren Mitschülerinnen eher jungenhaft aus. Ihre Schulleistungen sind gut.

Sie muss jeden Tag mit ihrer kleinen Schwester, mit der sie sich ein Zimmer teilt, um 20h ins Bett gehen.

In einer Unterrichtsstunde, als ich einen Stuhlkreis bilden lasse, um mit den Schülern eine Geschichte zu lesen und in einer - so dachte ich mir - angenehmen Atmosphäre über die Geschichte zu reden, verhalten sich fast alle Schüler abfällig gegenüber Sarah, als diese berichtet, dass sie früh ins Bett muss und sie das nervt.

Nach Breit und Eichner lässt sich dieses Ereignis als Fallbeispiel verwenden, da es durch eine zeitliche Begrenzung, eine Schulstunde, gekennzeichnet ist und die Lebensumstände einer Person, der Schülerin Sarah, darstellt. Des Weiteren kann man die abfälligen Äußerungen von Mitschülern gegenüber Sarah aus diesem speziellen Kontext lösen und auf andere Situationen übertragen; doch dies soll später näher beleuchtet werden.

[...]

Details

Seiten
9
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640555932
ISBN (Buch)
9783640555666
Dateigröße
553 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v144515
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,3
Schlagworte
Mobbing Schule Rollenspiele Lösungsansatz

Autor

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Titel: Mobbing in der Schule - Rollenspiele als Lösungsansatz