Lade Inhalt...

Der Raum im Spiegel - Georg Trakls Gedicht "Untergang" in seinen Fassungen und Varianten

Studienarbeit 1992 49 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Material der Untersuchung

3 Zur Gliederung der Untersuchung und der philologischen Methode

4 Allgemeine Untersuchungen zum Wortbestand der Fassungen und Varianten
4.1 Zum Wortbestand, der durchgängig beibehalten bzw wieder aufgegriffen wurde
4.2 Zum Wortbestand, der gleiche Motive variiert
4.3 Zum Wortbestand, der singulär ist

5 Einzeluntersuchungen zu Besonderheiten des dichterischen Prozesses
5.1 Die Farbigkeit im Gedicht
5.2 Der Raum im Gedicht
5.3 Die Zeit im Gedicht

6 Diskussion der Forschungslage
6.1 Intertextualität – Trakls Ansprache an den Bruder (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)
6.2 Dechiffrierung oder „absolute Chiffre“? (Walther Killy)

7 Literatur-/Medienverzeichnis
7.1 Primärliteratur
7.2 Allgemeine Darstellungen zu Trakls Werk und Leben
7.3 Sekundärliteratur zu Untergang
7.4 Zur philologischen Methode
7.5 Sonstige Literatur
7.6 Medien

Anhang: Vorstufen

1 Einleitung

Nach der Lektüre von Sebastian im Traum schreibt Rainer Maria Rilke:

Ich denke mir, daß selbst der Nahestehende immer noch wie an Scheiben gepresst diese Aussichten und Einblicke erfährt, als ein Ausgeschlossener: denn Trakls Erleben geht wie in Spiegelbildern und füllt seinen ganzen Raum, der unbetretbar ist, wie der Raum im Spiegel.[1]

Der mit diesen Dichterworten belegte Dichter Georg Trakl selbst überarbeitet wenige Tage oder Stunden vor seinem Tod das Gedicht Traum des Bösen in der Zelle in Krakau. Er schreibt:

Verhallend eines Sterbeglöckchens Klänge – Ein Liebender erwacht in schwarzen Zimmern,

Die Wang‘ an Sternen, die am Fenster flimmern[2]

Diese Untersuchung will versuchsweise wagen, beide Dichterworte beim Wort zu nehmen und am Beispiel des Gedichts Untergang – dessen Entstehungsprozess in acht Vorstufen und Varianten gut belegt ist den Raum, den das Traklsche Gedicht konstituiert, als den „Raum im Spiegel“ und damit ineins als die schwarzen Zimmer eines Liebenden durchsichtig, d. h. ein Stück weit betretbar zu machen.

Die 5. Fassung von Untergang mit seiner „kristallharten und -hellen Kälte“[3], in der „eine lyrische Stimmung […] einem Beschluß“[4], d.h. „einem

Untergangsgefühl zugeführt“[5] wird, soll also - gegen den Strich der üblichen Lesarten – als Liebeslyrik ausgewiesen werden.

Ich habe das Gedicht einigen Menschen zu lesen gegeben und erfahren, daß von der Letztfassung eine weit weniger „euphorische Stimmung“ ausgehen soll als von der Erstfassung. Dasselbe behauptet Jacques Legrand, wenn er schreibt, daß Untergang „von Anfang an […] von leuchtenden, ‚frohen‘ Farben gekennzeichnet war“[6] sich die 3. Fassung als „Wendepunkt des poetischen Vorgangs“[7] erweise und mit dem dichterischen Prozeß „das ‚Unheimliche‘ [….] verstärkt“[8] würde; oder Detlev Lüders, der bemerkt, daß in der Schlußwendung der Letztfassung „der Vorgang […] sich der innersten Mitte des Untergangs“[9] nähere.

Deutungen dieser Art scheinen mir von dem Vorurteil herzurühren, daß eine Dichtung, die Untergang heißt und auf Mitternacht endet, notwendig auf einen vernichtenden Abschluß verweisen müsse.

Daß das aber eben nicht notwendig so sein muß, bezeugen u.a. bereits Goethe Die Uhr steht still – Steht still! Sie schweigt wie Mitternacht.[10] und Friedrich Nietzsche:

„Kommt! Kommt! Es geht gen Mitternacht!“ – und seine Stimme hatte sich verwandelt.[11]

Kommt! Kommt! Kommt! Lasst uns jetzo wandeln! Es ist die Stunde: lasst uns in die Nacht wandeln![12]

So mag gefragt werden, ob Trakls Mitternacht nicht als die Hohe Stunde des Heimlichsten zu denken ist, die Zeit, da erwachen alle Lieder der Liebenden[13] – für Nietzsches Zarathustra ist das eine Zeit des Sprechens, da lauter reden alle springenden Brunnen[14].

Mein Versuch, den Entstehungsprozeß des Gedichts Untergang als Prozeß in einer textimmanenten Lektüre durchsichtig zu machen, wird anzeigen, daß und wie Trakls Mitternacht als eine solche Hohe Stunde Liebender dem aufmerksamen Leser erscheinen kann.[15]

2 Zum Material der Untersuchung

Trakls Gedicht Untergang liegt in neun Varianten, die zu fünf Fassungen zusammengefaßt werden können, vor.

Die erste Variante (V1) bildet die erste Fassung (I), V2 und V3 – wie V1, V4, V5, V6 und V8 von Trakls Hand – bilden die zweite Fassung (II), V4 und V5 die dritte Fassung (III), V6 und V7 die vierte (IV) sowie V8 und V9 die Letztfassung (V).

Bei V7 und V9 handelt es sich um Typoskripte Trakls ohne handschriftliche Überarbeitung oder Korrektur.

Das Gedicht in seinen Fassungen und Varianten ist frühestens Ende Januar 1913, und dann noch in Innsbruck begonnen worden. II und III sind für Februar 1913 in Salzburg anzusetzen, IV hat wahrscheinlich am 17. Februar 1913, V mit Sicherheit am 23. Februar 1913 vorgelegen.

Damit fällt die Produktion von Untergang in die Zeit der Fertigstellung des Helian und der ersten beiden Gedichte der Rosenkranzlieder: An meine Schwester und Nähe des Todes.

Der Titel des Gedichts Untergang erscheint nur in den Typoskripten V7 und V9, auf V1 ist er (nachträglich?) mit Bleistift von Trakls Hand vermerkt.

V7 trägt zusätzlich mit schwarzer Tinte die Widmung von Trakls Hand: "seinem lieben Bruder Borromaeus Heinrich statt eines Briefs".

V wurde am 1. März 1913 in Heft 11 des Brenner erstveröffentlicht.

Die Zeitspanne der Produktion des Gedichts von den ersten Ansätzen bis zur Fertigstellung umfaßt somit wahrscheinlich nur vier, bis zur Veröffentlichung fünf Wochen.

Textgrundlage der Untersuchung ist die von Walther Killy und Hans Szklenar herausgegebene Historisch-kritische Ausgabe von Trakls Dichtungen und Briefen in zwei Bänden.[16] Die Textgrundlage gilt als philologisch gesichert.

3 Zur Gliederung der Untersuchung und der philologischen Methode

Die vorliegende Untersuchung gliedert sich

a) in einen allgemeinen Teil, in dem ich Aussagen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Wortbestand der Fassungen und Varianten machen werde;

b) in einen besonderen Teil, in dem ich nach

ba) der Farbigkeit im Gedicht,

bb) dem Raum im Gedicht

und

bc) der Zeit im Gedicht

fragen werde sowie

c) in eine kurze Diskussion der Forschungslage.

Was die philologische Methode angeht, so habe ich versucht, mir Peter Szondis Erwägungen aus seinem Traktat über philologische Erkenntnis[17] für mein Arbeiten stets gegenwärtig zu halten; insbesondere, insofern darin ein deutliches Bekenntnis zur „Interdependenz von Beweis und

Erkenntnis“[18], also einer „Erscheinungsform des hermeneutischen Zirkels“[19] eingeschlossen ist.

4 Allgemeine Untersuchungen zum Wortbestand der Fassungen und Varianten

Am Anfang der Untersuchung steht eine Entscheidung, die für meine Auseinandersetzung mit dem Thema ein Späteres ist, aus Gründen der Darstellung aber hier genannt sein will:

Diese Entscheidung trifft die Frage, welche Gründe Trakl bewogen haben können, ein Gedicht Untergang scheinbar so unterschiedlich gedichtet zu haben. Die Frage geht also dahin zu entscheiden, ob mit dem dichterischen Gestaltungsprozeß auch ein Wandel in der „Aussage“ einhergeht oder nicht.

Die Erfahrungen, die ich im Einleitungskapitel beschrieben habe, legen es zunächst nahe, an das erste zu denken und den Gestaltungsprozeß als von einem Wandel der Bewertung eines Erlebnisses, das den Dichter unmittelbar in eine euphorische Stimmung versetzt hatte, hin zu größerer Nüchternheit und abwägenderer Distanz, herrührend zu erklären.

Legrand tut das, wenn er schreibt, daß die „Beseitigung der Farben“[20], die bei Trakl „emotionale Funktion“[21] hätten zu dem „Prozeß der Abstrahierung“[22] ebenso beigetragen hätten wie „das Hinzuziehen von Elementen eher abstrakter Natur: eisiger Wind, Gräber, die zerbrochene Stirne der Nacht, Dornenbogen, blind […]“[23].

Davon abgesehen, daß ich nicht nachvollziehen kann, was an einem eisigen Wind, an Gräbern, blinden Zeigern usw. „abstrakt“ sein soll, ist mit dem dichterischen Gebrauch dieser Worte auch gar nichts über einen etwaigen „emotionalen Verfall“ gesagt, es sei denn für einen Leser, der lieber Reben und Korn (I-III) betrachtet, als die zerbrochene Stirne der Nacht (V) zu fühlen oder gen Mitternacht zu klimmen (V).

Gesagt ist im Gedicht das ganze Gegenteil: nicht, daß Reben und Korn „emotional erfüllter“ seien, sondern eben in einer – der Nacht eigenen – Aufhebung aller Differenzen Reben, Korn und Dornenbogen[24] gleich gelten.[25]

Meine Entscheidung fällt zu Killys Gunsten aus, der über Trakls „Dichtweise“ feststellt:

[…] Ein Gedichtkern wird konzipiert; er enthält eine Anzahl von Bildern und sucht mit ihnen Zustände zu begreifen, die oft genug unbegreiflich sind. Das Bewußtsein des Ungenügens, wiewohl nicht dies allein, führt den Dichter dazu, den ersten Versuch abzubrechen. Er setzt aufs neue an, aus dem ersten Konzept Elemente und gleichsam die Richtung des Versuchs bewahrend, aber mit dem Wechsel der Bilder, mit neuen Figuren zu anderen Kombinationen vorschreitend. […] Der neue Text greift auf den alten zurück, verwandelt, versetzt und variiert ihn, setzt womöglich sein Gegenteil, aber behält in erstaunlicher Weise einmal Ergriffenes bei.[26]

Diese Untersuchung zieht aus Killys Beobachtungen den methodischen Gewinn, sich in ihrem allgemeinen Teil eher auf ein „Abzählen des Bestandes“ zu beschränken und so den dichterischen Gestaltungsprozeß wenig interpretieren zu müssen, da eine innere Einheit der Fassungen und Varianten zunächst gesetzt wird.

Die folgenden Analysen zum Wortbestand gliedern sich in drei Teile, in denen ich den „Bestand abzählen“ werde, insofern er

4.1. den Wortbestand, der durchgängig beibehalten bzw. wieder aufgegriffen wurde;

4.2. den Wortbestand, der gleiche Motive variiert sowie

4.3. den Wortbestand, der singulär ist, angeht.

Dabei werde ich in 4.2. und 4.3. die Fassungen und Varianten von der Letztfassung her in den Blick nehmen.

4.1 Zum Wortbestand, der durchgängig beibehalten bzw. wieder aufgegriffen wurde

Durchgängig beibehalten bzw. wieder aufgegriffen wurden:

4.1.1. Abend, der als Abend, wenn wir (Dunkle/herbstlich)[27] durch goldene (rosige) Sommer nach Hause gehn (III), als Abend, an dem die Schatten verstorbener Engel unter den dunklen Bogen unserer Schwermut spielen (IV) sowie als Abend, an dem von unseren Sternen ein eisiger Wind weht (V) erscheint. In III fehlt Abend. In II reift (heiter) die Süße des Abends heran und in V8 ist von dem Abend des Schwermütigen, der einsam ist die Rede. In I treten zusätzlich die Varianten Und unser Lächeln erzwingt Abendschatten sowie Heiter ist die Luft. O Wohnen im Schatten des Abends auf.

4.1.2. Schwermut, die als dunkle Grotte (Spiegel) männlicher Schwermut (I), als die dunklen Spiegel männlicher (unserer schweigenden) Schwermut (II), als die runde (dunkle/weiße) Grotte männlicher Schwermut (III), als dunkler Bogen unserer Schwermut (IV) sowie in V8 in der Wendung Einsam ist der Abend des Schwermütigen erscheint, um dann freilich in der Letztfassung zu fehlen.

4.1.3. die Wendung O mein Bruder, der als (in II/III dreifacher) Anspruch jeweils folgt: welche Ruh ist in der Welt (I), welche Stille ist in der Welt (II/III), reift (heiter) die Süße des Abends heran sowie verwandelt sich dunkel (herbstlich) die Landschaft der Seele (II), reifen schwarze Rosenkranznächte herein (III) sowie steigen wir blinde Zeiger gen

Mitternacht (III/IV) bzw. klimmen wir blinde Zeiger gen Mitternacht (V).

Welchen Wert Trakl der Ansprache an den Bruder bis zur Wendung der Letztfassung, die offensichtlich in III gefunden war, zugemessen hat, wird an der Vielzahl verworfener Varianten deutlich: die Xde verfallener Felsengräber (entsteigen/erwachend/ unter verfallenen Felsengräbern/aber Christus lebt (II), die wir in ... (II), da ein Schlummerndes wandelt (II), verwandelt sich ein dunkler Schoß (II), reift der Wahnsinn mondener Nächte herein (III), in dunklen (langen/bleichen/tiefen/schwarzen/ schmächtigen) Seufzern ein Nachgeborenes (Steinernes) hinstarb (III), endlich ein Vollkommenes ruht (III), reift die Süße herbstlicher Nächte herein (III) sowie reifen tiefer (frommer/schweigsamer) Rosenkranznächte (die Sterne vergangener Nächte) herein (III).

Der Wortbestand, der durchgängig – d.h. von den ersten Ansätzen bis zur Letztfassung – beibehalten bzw. wieder aufgegriffen wurde, erschöpft sich hierin schon, wobei nochmals zu sagen ist, daß Trakl in der Letztfassung sogar auf die ausdrückliche Nennung der Schwermut, die dafür aber umso härter in die Gestimmtheit des Gedichts als Ganzes eingeht, verzichten kann.

[...]


[1] Rainer Maria Rilke: Briefe aus den Jahren 1914 – 1921. Leipzig: 1938, S. 36f.

[2] Georg Trakl: Traum des Bösen; zum dichterischen Gebrauch der Vokabel Fenster in Trakls Gesamtwerk vgl. ausführlich Michael Ebers: Das Fenster-Motiv in Trakls Dichtungen, München: GRIN 2009, ISBN: 978-3-640-46535-4 (E-Book), ISBN: 978-3-640-46243-8 (Buch).

[3] Jacques Legrand: Chromatische Variationen über Georg Trakls ‚Untergang‘. In: Untersuchungen zum Brenner. Festschrift für Ignaz Zangerle zum 75. Geburtstag. Hrsg. von Walter Methlagl, Eberhard Sauermann, Sigurd Paul Schleichl. Salzburg: 1981, S. 449.

[4] Hermann Schreiber: Der Dichter und die Farben. In: Plan. Literatur – Kunst – Kultur. Wien: 1946, S. 276.

[5] Ebda.

[6] Legrand S. 447.

[7] Ebda.

[8] a. a. O.

[9] Detlev Lüders: Abendmuse. Untergang. Anif. Drei Gedichte von Georg Trakl. In: Wirkendes Wort: deutsches Sprachschaffen in Lehre und Leben. Düsseldorf: 1961, S. 98.

[10] Johann Wolfgang von Goethe: Faust II, V. 11593f.

[11] Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. KSA 4. Hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. München: 1988, S. 397.

[12] Ebda.; man beachte, daß es sich bei Trakls gen Mitternacht um die gleiche Wendung handelt wie bei Nietzsche. Trakls Wortwahl erscheint umso mehr von Nietzsche her motiviert, wenn man bedenkt, daß der erste Versuch wandern gen Mitternacht (vgl. wandeln bei Nietzsche) heißt. Schon der Titel des Gedichts Untergang legt einen Bezug zu Nietzsche (vgl. Also begann Zarathustras Untergang) nahe.

[13] Nietzsche S. 136.

[14] Ebda.

[15] Vgl. Franz Fühmann: Der Sturz des Engels. Erfahrungen mit Dichtung. München: 1985, S. 36.

[16] Georg Trakl: Dichtungen und Briefe. Historisch-kritische Ausgabe. Hrsg. von Walther Killy und Hans Szklenar. 2 Bände. Salzburg: 1969.

[17] Peter Szondi: Traktat über philologische Erkenntnis. In: Hölderlin-Studien. Frankfurt a. M.: 1977, S. 9-34.

[18] a. a. O. S. 26.

[19] Ebda.

[20] Legrand S. 448.

[21] a. a. O. S. 449.

[22] Ebda.

[23] a. a. O. S. 449f.

[24] Die Gleich-Gültigkeit von Reben, Korn und Dornenbogen, wie ich sie hier vorschlage, rechtfertigt sich sprachlich aus der phonetischen Verwandtschaft von K orn und D orn enbogen. Welche herausragende Bedeutung phonetische Phänomene für Trakls Dichten haben, hat Walther Killy hervorgehoben, indem er die beiden Varianten des Gedichts Verwandlung des Bösen manchmal tönt ein grollender Ton darin und leise löst sich eine goldene Wolke auf auf den „sinnlichen Klang“ des „Vokalismus ö - o – o“ zurückführt, vgl. Walther Killy: Trakl und Benn. Der Tränen nächtige Bilder. In: ders.: Wandlungen des lyrischen Bildes. Göttingen: 1978, S. 122.

[25] Vgl. meine Untersuchung Der Umgang des Christen Georg Trakl mit dem Antichristen Friedrich Nietzsche (unveröffentlichtes Typoskript) in der gezeigt werden kann, daß „Welt“ von Trakl unterschiedslos betrachtet wird und immer nur in Bezug auf ein Anderes, der „Wahrheit“ besteht, der „Welt“ nah oder fern sein kann. Diese „Wahrheit“ ist das Christ-Sein, wie Trakl es versteht und „Liebe ohne Ausschluß“.

[26] Walther Killy: Der Helian-Komplex in Trakls Nachlaß. In: Euphorion 53. Heidelberg: 1959, S. 395.

[27] In den Handschriften durchgestrichene Varianten stehen in ().

Details

Seiten
49
Jahr
1992
ISBN (eBook)
9783640532988
ISBN (Buch)
9783640532568
Dateigröße
773 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v144700
Institution / Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig – Seminar für deutsche Literaturwissenschaft
Note
sehr gut
Schlagworte
Nietzsche Intertextualität Raum Zeit Farbe Spiegel Lyrik Trakl Rilke Hermeneutik Zarathustra absolute Chiffe Dechiffrierung Untergang Chiffre sexuelle Differenz Mitternacht Opazität Stimme Schweigen hermetisch Stille spatial turn Ästhetik Heidegger Expressionismus Jugendstil Komparatistik virtueller Raum topological turn Immanenz Emergenz Gedicht Prozess Schreibprozess Schrift Bewegung Ereignis Klangbild Phonetik Phänomenologie Gegenwart Vergangenheit Rosenkranz Dornenbogen Welt Symbolismus

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Der Raum im Spiegel - Georg Trakls Gedicht "Untergang" in seinen Fassungen und Varianten