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Collage und Fotomontage in der Dada-Bewegung und ihre Rezeption in der modernen und zeitgenössischen Kunst

Hausarbeit (Hauptseminar) 2009 34 Seiten

Kunst - Uebergreifende Betrachtungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Collage als Medium des 20. Jahrhundert

3. Die Collage als Ausdrucksmittel des Dada-Geistes
3.1. Charakteristika der Dada-Collage
3.2. Wirklichkeit als Kunstprinzip
3.3. Exkurs: Das Lautgedicht im Verhältnis zur Dada-Collage

4. Collagen im Dadaismus
4.1. Ästhetische Dada-Richtung
4.1.1. Das Zufallsprinzip von Hans Arp
4.1.2. Max Ernst
4.2. Politische Dada-Richtung
4.2.1. Berliner Dadaisten

5. Rezeption von Dada - Collagen in der modernen und zeitgenössischen Kunst

6. Resümierende Schlussbemerkungen

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsnachweis

9. Abbildungen

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des Seminars „Ironie und Kunst um 1900“ am Kunstgeschichtlichen Institut der Uni Wien und beschäftigt sich mit der Thematik der Collage in der Kunstströmung des Dadaismus. Vor allem interessiert mich der Aspekt, wieso die Collage als künstlerische Ausdrucksform im Dadaismus eine so vorherrschende Position einnahm und auf welche Faktoren dies zurückzuführen ist. Vor allem möchte ich mich mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen. Warum wurde die Collage zum leitenden Medium des Dadaismus? Wieso entschieden sich viele Dadaisten ausschließlich mit der Collagen-Technik zu arbeiten und was bedeutete die Arbeit mit dieser Technik für ihre Kunst? Wie korrespondieren die Beschaffenheit und die Eigenschaften des Mediums Collage mit der Idee des Dadaismus?

Es soll hierbei weniger auf einzelne Künstler und ihre Werke eingegangen werden. Vielmehr soll eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Collage im Dadaismus stattfinden, die sich auf die Eigenschaften und Möglichkeiten des Mediums konzentriert und gesellschaftliche Vorraussetzungen, künstlerische Forderungen und Geisteshaltungen thematisiert. Im vierten Kapitel wird auf einige dadaistische Künstler und ihre jeweils spezifische Ausprägung der Dada-Collage eingegangen. Es kann und es ist auch nicht das Ziel eine umfassende Darstellung dadaistischer Collagen zu bringen, sondern es kann nur ein Einblick in die unterschiedlichen und vielfältigen künstlerischen Auseinandersetzungen gegeben werden. Genauso kann im Schlusskapitel nur versucht werden, einen Ausblick auf die Rezeption der Collage im 20. und 21. Jahrhundert zu geben. Eine ausführliche Untersuchung zu diesem Thema würde jeglichen Umfang sprengen.

Literatur zur Kunstrichtung des Dadaismus gibt es in großen Mengen. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen zum Thema Collage und Fotomontage sind schon rarer. In Gesamtdarstellungen zum Dadaismus wird die Collage als Gestaltungsmittel zwar immer erwähnt, aber nicht gesondert als Phänomen des Dadaismus diskutiert. Es gibt aber sehr wohl auch Literatur, die sich speziell mit Collagen, Fotomontagen, Assemblagen und Objet Trouvés auseinandersetzt. Letztere beide Gattungen sind natürlich eng mit der Collage verbunden und werden in der Literatur immer zusammen gefasst. Ich konzentriere mich in der vorliegenden Arbeit allerdings nur auf die Collage und Fotocollage, wobei natürlich keine strikte Unterteilung getroffen werden kann und auch nicht getroffen werden soll.

Ein wichtiges Werk, das mir sehr viel Input lieferte, ist der Ausstellungskatalog der Kerstner- Gesellschaft Hannover. Darin gesammelt sind Aufsätze mehrerer Autoren, die unterschiedliche Aspekte zum Thema Fotografie und Fotocollage im Dadaismus aufgreifen. Viele dieser Ansätze waren damals neu und wurden in dem Werk zum ersten Mal veröffentlicht. Neuere Literatur von Döhl, Waldman und Eckmann baut auf solcher „Basisliteratur“ auf und geht darüber hinaus, vor allem indem sie ein weiteres Blickfeld einnimmt. Diane Waldman spannt einen Bogen ausgehend von Kubismus und Dadaismus, über den Abstrakten Expressionismus und Pop Art bis hin zur Appropriation Art und zeigt somit die lebhafte Weiterentwicklung der Collage und Assemblage im 20. Jahrhundert auf. Eckmann geht in ihrer veröffentlichten Dissertation von der Hypothese aus, dass sich beginnend im Dadaismus mit Collage und Assemblage zwei neue, unterschiedliche Kunstgattungen formierten. Möbius beschäftigt sich in einer interdisziplinären Untersuchung gleichermaßen in den Gattungen Musik, Literatur, Theater, Film, Fotografie und bildender Kunst mit den Besonderheiten der Collagen-Technik.

2. Die Collage als Medium des 20. Jahrhundert

Allgemein kann eine Collage als „Applikation einzeln wahrnehmbarer homogener Materialien“1, als ein „Zusammenkleben disparater Elemente“2 verstanden werden. Man findet unterschiedlichste Definitionen von Collage. Allen gemein ist, dass sie die Collage in ihrer Technizität begreifen. Sowohl Eckmann, als auch Jürgen Morschel heben hervor, dass die Collage als Technik beziehungsweise. Fähigkeit und nicht als Stil zu definieren ist. „Der Collage-Künstler braucht keine Regeln, kein Formprinzip: ja sein Prinzip ist geradezu, alles mögliche außerhalb der bisherigen Möglichkeiten, Formen und Nutzungen zu versuchen. Das Werk repräsentiert eine Fähigkeit, keinen Stil.“3 Collage kann auch als Medium im technischen Sinn definiert werden, da sie Inhalte nach außen transportiert.

Die Collage ist keine Technik, die erst im 20. Jahrhundert erfunden wurde, sondern geht Jahrhunderte weit zurück. Als Collage können schon Kunstäußerungen der Primitivkulturen bezeichnet werden, welche Federn, Blätter und Blüten, Bast und andere natürlichen Materialien zu einem Bild zusammentrugen. Diese fanden in den Klebearbeiten der Volkskunst im 18. und 19. Jahrhundert ihre Fortsetzung, wie zum Beispiel Collagen aus Schmetterlingsflügel (Abb. 1) oder Valentinsgaben aus Spitze und anderen Schmeicheleien.4

Anfang des 20. Jahrhundert wurde die Collage allerdings erst als potentielles künstlerisches Medium entdeckt and genützt, und ging so von der Volkskunst in die hohe Kunst über. Im Laufe des Jahrhunderts etablierte sich die Collage als eigenständiges Medium und war wichtiges Ausdrucksmittel vieler künstlerischer Strömungen. Vor allem aber, stieß die Entdeckung der Collage als Medium für die Kunst eine Entwicklung an, die das Kunstverständnis und die Vorstellung, was Kunst ist, revolutionierte und viele Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts beeinflusste. Es begann eine künstlerische Revolution, die nicht nur die bildende Kunst, sondern auch die Literatur und Musik prägte. Die Grenzen zwischen den bis dahin strikt getrennten künstlerischen Disziplinen wurden aufgebrochen, was zu einer Intermedialität in der Kunst und zu unserem heutigen Kunstverständnis führte.

Um zu verstehen, warum die Collage das Kunstverständnis umkrempelte und so weitgreifende theoretische, wie auch künstlerische Diskussionen, in Gang brachte, ist es unabdingbar den gesellschaftlichen und historischen Kontext zu betrachten. Anfang des 20. Jahrhunderts herrschte in Europa Aufbruchsstimmung. Der erste Weltkrieg brachte viel Leid und Schrecken, die Menschen waren hoffnungslos und verbittert. Mit dem Krieg zerbrachen die traditionellen Strukturen und es herrschte große Orientierungslosigkeit. Kunstströmungen wie Futurismus, Kubismus und Dadaismus kamen auf mit dem Anspruch die traditionellen Werte, wie sie das Bürgertum und der Historismus hoch hielten, zu bekämpfen. Die verklärenden, realitätsfernen Sujets des Historismus, das Epische und Heroische, das Gigantische und Grandiose hatten keinen Platz mehr im neuen Kunstverständnis der Zeit. So standen auch die klassischen Kunstgattungen Malerei und Bildhauerei für Tradition, für Bürgerlichkeit und Angepasstheit. Die neuen Künstlergenerationen suchten nach neuen künstlerischen Ausdrucksmitteln.

Der Übergang der Collage von einem Medium der angewandten Kunst zu einem Medium der hohen Kunst steht für einen historischen Wandel im Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts.

Nach Waldman symbolisiert er einen „radikale(n) Schritt nicht nur in der Konzeption, sondern auch in der Perzeption, in den Methoden und in der Erscheinung des Werkes selbst“5.

Der Literatur- und Medienwissenschaftler Reinhard Döhl versteht diesen radikalen Einschnitt „nicht nur als einen Wechsel der Malweise, sondern als einen grundsätzlichen Wandel des Bildverständnisses. Er (der sich ernsthaft mit der Collage beschäftigen will) wird die Collage lesen müssen als ein künstlerisches Ausdrucksmedium und Prinzip, dem es nicht mehr um wie auch immer geartete Darstellung von Welt geht, sondern um den Prozess einer Wirklichkeitsaneignung, der - anders als bei der traditionellen Tafelmalerei - als Prozess im Ergebnis sichtbar bleibt.“6

Eberhard Roters nennt in seinem Aufsatz „Collage und Montage“ zwei Ursachen für das Auftreten der Collage als neues Medium im Dadaismus: eine technische und eine bewusstseinsm äß ige Ursache.7 Erstere ist die Erfindung der Fotografie und ihre Rückwirkung auf die Kunst, welche einen Prozess der Bewusstseinsveränderung auslöste. Als zweite Ursache führt Roters den Verfall des einheitlichen Weltbildes an. Die industrielle Revolution führte zu Maschinenaffinität, Verstädterung und zu einer allgemeinen Temposteigerung und Neuordnung des Lebens. Es gab plötzlich viele Einschnitte in die gewohnte Lebensführung, die Strukturen des täglichen Lebens veränderten sich.

Waldmann bezeichnet die Collage als „Chronik unserer Zeit“8: „Die Collagetechnik war in geradezu idealer Weise geeignet, den Lärm, das Tempo, die Hektik und Flüchtigkeit des städtischen, industriellen Lebens im 20. Jahrhundert festzuhalten. Die Collage wurde zum Medium des Materiellen, sie dokumentierte unsere Kultur, ihre Menschlichkeit und Unmenschlichkeit, sie brachte nicht nur das Modische zur Sprache, sondern auch das Vergängliche und das Absurde.“9

3. Die Collage als Ausdrucksmittel des Dada-Geistes

Die theoretische Reflexion der Dadaisten ist in Bezug auf die Ausbildung der Collage als neue Kunstform von großer Bedeutung. Die Collage spiegelt in visueller Form die geistige Haltung des Dadaismus wider.

In dem Katalog zur Dada-Messe 1920 schrieben die als anonym auftretenden Verfasser John Heartfield, George Grosz und Raoul Hausmann:

„Die Malerei hatte einst den ausgesprochenen Zweck, den Menschen die Anschauung von Dingen - Landschaften, Tieren, Bauten usw. -, die sie selbst nicht mit eigenen Augen kennenlernen konnten, zu vermitteln. (…) Der Dadaismus ist die Reaktion auf alle diese Verleugnungsversuche des Tatsächlichen (…). Die Dadaisten sagen: Wenn immer Unmengen von Zeit, Liebe, Anstrengungen auf das Malen eines Körpers, einer Blume, eines Hutes, eines Schlagschattens usw. verwandt wurden, so brauchen wir nur die Schere zu nehmen und unter den Malereien, photographische Darstellungen all dieser Dinge auszuschneiden, was wir brauchen.“10

Die ablehnende Haltung der Dada-Protagonisten gegenüber Tradition wird in dieser Passage sehr deutlich. Die Dadaisten sagten allen bisherigen Wertvorstellungen und Auffassungen von Kunst und Künstlertum ab. Aus dem Zitat geht hervor, dass das Können und die ästhetische Qualität der Malerei geringschätzig bewertet und jegliche Form gegenständlicher Malerei als unnötig angesehen wurde. In ihrem Bestreben die traditionellen Kunstvorstellungen zu brechen, suchten die Dadaisten sehr bewusst nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, wie auch Francis Picabia in einem Interview 1950 sagte: „We wanted to make something new, something, that nobody had ever seen before.“11 Die Dadaisten wollten der alten Kunst etwas entgegensetzen. Anstatt Motive durch Malerei zu imitieren, schnitten sie fotografische Reproduktionen dieser aus oder benutzten die realen Gegenstände selbst.

Kurt Schwitters erstes proklamiertes Anliegen war es reale Materialien zu verwenden, um ein Höchstmaß an bloßer Gestaltung verwirklichen zu können.12 Marcel Duchamp gibt schon 1915 eine Kompositionsanweisung für die Gestaltung mit realen Materialien.13 Die Aufforderung sich mit kunstunüblichen Materialien auseinanderzusetzen, wurde auch im Dadaistischen Manifest von 1918 festgehalten. Darin heißt es: „Der Dadaismus führt zu unerhörten neuen Möglichkeiten und Ausdrucksformen aller Künste. (…) Dada will die Benutzung des neuen Materials in der Malerei.“14

Ähnlich Forderungen deklarierte Tristan Tzara in seinem Manifest: „Der neue Maler schafft eine Welt, deren Elemente auch ihre Mittel sind, ein nüchternes, bestimmtes, argumentloses Werk. Der neue Künstler protestiert: er malt nicht mehr (…), sondern er schafft unmittelbar in Stein, Holz, Eisen, Zinn Blöcke von Lokomotivorganismen, die durch den klaren Wind des Augenblicks nach allen Seiten gedreht werden können. Jedes malerische oder plastische Werk ist unnütz …“15

Die Anhänger des Dadaismus wollten die bürgerliche Kultur als Kultur der Selbstzerstörung ad absurdum führen. Anders als die Futuristen, mussten sie die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft nicht mehr fordern, da sie mit dem Einsetzten des Ersten Weltkrieges begonnen hatte sich selbst zu zerstören. Die Dadaisten wiesen die rationalistische Logik des 19. Jahrhunderts zurück, welche in ihren Augen eine moralisch korrupte Gesellschaft hervorgebracht hatte. Sie protestierten gegen die Traditionen in Kunst, Gesellschaft und Politik, gegen den Krieg und das System, das ihn herbeigeführt hatte. Der Künstler Max Ernst beschreibt den Grundgedanken Dadas folgendermaßen:

„Entgegen der allgemeinen Annahme hatte Dada nicht die Absicht, die Bourgeoisie zu schockieren. Die war bereits schockiert genug. Nein, Dada war ein rebellisches Aufflammen von Lebenskraft und Wut; es kam von der Absurdität, der ganzen ungeheuren Schweinerei des wahnsinnigen Krieges her. Die jungen Menschen kamen völlig betäubt aus dem Krieg zurück, und irgendwie musste sich unsere Wut einen Ausdruck schaffen. Da ergab es sich ganz von selbst, dass wir die Grundlagen jener Kultur angriffen, die für den Krieg verantwortlich war…“16

Das Bestreben der Dadaisten war es, die Kunst bis in ihre Elemente zu zerstören. Dadurch bildeten sie aber gleichzeitig, wenn auch zufällig, neue Ordnungen heraus. „Indem die DadaKunst mit zerbrochenen Formen auf die zerbrochene Welt reagierte, zerstörte sie den erbaulichen Rückzugsort der Institution Kunst und riss diese in den Strudel des gesellschaftliche(n) Umbruchs.“17

Der Protest der Dadaisten beschränkte sich allerdings auf die Bühne, auf Proklamationen, Dichtung und Kunst. Sie gebärdeten sich nicht offen anarchisch. Das geistige Mittel der Dadaisten war das Paradox. „Der Pathos des Nichts“18, wie es Roters formuliert, ist Quelle für den kreativen Ansatz der Dadaisten. Auch wenn die Dadaisten mit der tradierten Reproduktion von Sinn brachen und ihr Schaffen selbst nicht als Kunst bezeichnen wollten, waren ihre Ausdrucksformen dennoch ästhetisch. Sie vereinten radikalisiertes Formbewusstsein und existentiell-moralische Glaubwürdigkeit, und ihre Kunst oder NichtKunst wurde so Ausgangspunkt für die Kunstentwicklung der Moderne.

3.1. Charakteristika der Dada-Collage

Die Kunst der Dadaisten war von Natur aus subversiv, irrational im Aufbau und flüchtig in ihrer Formgebung. Mit diesen Eigenschaften könnte auch das Medium Collage beschrieben werden und somit wurde dieses zur visuellen Entsprechung der dadaistischen Protesthaltung.19 Die Collage war das ideale Medium, da sie all jene Eigenschaften vereint, die im Gegensatz zu den traditionellen Gattungen und Kunstvorstellungen stehen. Vor allem vier Eigenschaften finde ich an dieser Stelle wichtig zu besprechen.

Der erste Punkt ist die Einbeziehung von Realität in die Kunst. Zum einen geschah das in Form von Alltagsmaterialien, zum anderen in Form von Fotos aus Massenmedien und in Form gesellschaftskritischen, politischen und satirischen Inhalts. Collagen wurden aus einfachen und gewöhnlichen Materialien gefertigt, aus Zeitungsausschnitten, Reklamematerial, Karton, Papier, Fotos etc. Diese Materialien wurden schließlich bruchstückartig auf einen Grund aufgeklebt, wobei wir schon beim nächsten wichtigen Charakteristika der Collage sind, das Fragmentarische. Waldmann bezeichnet die Collagen- Technik als eine „Kunst der Entzweiung und Fragmentierung“, welche im Gegensatz zum „Renaissanceideal von Harmonie und Einheit“ steht.20 Die Collage selbst besteht ausschließlich aus Fragmenten. Ob als „(künstlerische) Komposition, die aus ganz Verschiedenartigem, aus vorgegebenen Dingen verschiedenen Ursprungs, Stils zusammengefügt ist (z.B. Klebebild)“21, als „Zusammenkleben disparater Elemente“22 oder als „Applikation einzeln wahrnehmbarer homogener Materialien“23 definiert, das wichtigste Charakteristikum der Collage ist ihre Heterogenität.

[...]


1 Eckmann 1995, S. 11.

2 Waldman 1993, S. 8.

3 Dietrich Mahlow, in: Walter (Hg.) 1986, S. 8.

4 Vgl. Döhl 1996.

5 Waldman 1993, S. 10.

6 Döhl 1996.

7 Vgl. Roters 1979, S. 10-12. Auch Eckmann bezieht sich in ihrer Abhandlung auf Eberhard Roters Thesen. Siehe hierzu Eckmann 1995, S. 52-54.

8 Vgl. Waldmann 1993, S. 8.

9 Waldman 1993, S. 11.

10 Zitat aus dem Kapitel „Zur Einführung“ des Katalogs zur Dada-Messe 1920. Zitiert aus: Hiepe 1979, S. 29.

11 Zitat aus einem Interview von 1950, geführt von Pierre Soulages. Zitiert nach: Eckmann 1995, S. 82.

12 Vgl. Eckmann 1995, S. 10.

13 Siehe hierzu: Marcel Duchamp, Die grüne Schachtel, 1915. Erstmals publiziert in: Michel Sanouillet/Elmar Peterson (Hg.), Salt Seller. Marcel Duchamp. The Writings of Marcel Duchamp, New York 1973, S. 71.

14 Dadaistisches Manifest von 1918, das unter anderem von George Grosz, Marcel Janco, Raoul Hausmann, Hans Arp und Sophie Täuber-Arp unterzeichnet wurde. Zitiert nach: Eckmann 1995, S. 81.

15 Manifest Dada von Tristan Tzara, 1918. Zitiert nach: Karl Riha / Jörgen Schäfer (Hg.), Dada total. Manifeste, Aktionen, Texte, Bilder, Stuttgart 1994.

16 Max Ernst zitiert nach: Waldman 1993, S. 121.

17 Möbius 2000, S. 166-167.

18 Roters 1979, S. 13.

19 Vgl. Roters 1979, S. 13 und Waldman 1993, S. 10.

20 Siehe Waldmann 1993, S. 11.

21 Definition von Collage nach: Duden. Das Fremdwörterbuch, Band 5, 9. Auflage, Mannheim u.a. 2007, S. 188.

22 Waldman 1993, S. 8.

23 Eckmann 1995, S. 11.

Details

Seiten
34
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640567492
ISBN (Buch)
9783640567652
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v146484
Institution / Hochschule
Universität Wien – Kunstgeschichte
Note
1
Schlagworte
Dada Dadaismus 20. Jahrhundert Kunstgeschichte Max Ernst Collage Hans Arp Raoul Hausmann Hannah Höch George Grosz John Heartfield Fotomontage Moderne Kunst Zeitgenössische Kunst Lautgedicht Gestaltungsformen Zufallsprinzip Avantgarde

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Titel: Collage und Fotomontage in der Dada-Bewegung und ihre Rezeption in der modernen und zeitgenössischen Kunst