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Die KPD in Berlin-Kreuzberg während der Weimarer Republik

Hausarbeit (Hauptseminar) 1995 41 Seiten

Politik - Politische Systeme - Historisches

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I.Einleitung

II. Der Bezirk Kreuzberg
1. Bevölkerungsentwicklung, Branchenstruktur und Sozialstruktur des Bezirks
2. Kreuzberger Wahlstatistik
2.1. Wahlen in der Weimarer Republik

III. Die KPD in Kreuzberg
1. Die Jahre 1918-1927
2. Die Jahre 1928-1933

IV. Schlussbemerkung

V. Quellen

VI. Literatur

VII. Anhang

I. Einleitung

Die vorliegende Hauptseminararbeit stellt den Versuch dar, anhand einer Lokalstudie einen Beitrag zur Erforschung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) während der Weimarer Republik aus sozialgeschichtlicher Perspektive zu leisten. Als lokaler Bezugsrahmen ist hierfür der Berliner Innenstadtbezirk Kreuzberg ausgewählt worden - ein Bezirk, dessen wechselvolle Geschichte mit der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung verknüpft ist.1 Gleichwohl stellte Kreuzberg als Ganzes kein rein proletarisches Stadtviertel oder eine typische KPD-Hochburg wie Wedding oder Friedrichshain dar, sondern ist, wie noch zu zeigen sein wird, durchaus als heterogen strukturiertes Sozialmilieu aufzufassen.

Die dieser Lokalstudie zugrunde liegende Fragestellung lässt sich folgendermaßen formulieren: Wie groß war der Einfluss der KPD in Kreuzberg während der Jahre 1918- 1933, wie setzte sich ihre Mitgliedschaft zusammen, und wie agierte diese Mitgliederbasis? Es geht also hauptsächlich um das Innenleben der Partei und ihren Einfluss im sozialen Umfeld, wobei die Ebene der Parteiprogrammatik und der Ideologie weitgehend unberücksichtigt bleiben soll. Denn die primäre Orientierung an den Postulaten der Parteiführung versperrt den Blick auf die Mitgliederbasis und „verwechselt (...) die propagandistische Attitüde mit der Wirklichkeit“.2

Im folgenden Hauptteil soll zunächst einmal der Bezirk Kreuzberg näher charakterisiert werden. Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden statistischen Angaben über die Bevölkerungsentwicklung, die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung, der Branchenstruktur des Bezirks, der Sozial- und Beschäftigungsstruktur der Einwohnerschaft sowie den Arbeitslosenzahlen soll das soziale Umfeld, in dem die Kommunisten agierten, in seiner lokalen Eigenart charakterisiert werden. Des weiteren soll, anhand der Kreuzberger Wahlergebnisse vom Kaiserreich bis zu den letzten regulären Wahlen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 geklärt werden, wie groß der Einfluss und das Wählerpotential der KPD besonders im Verhältnis zur konkurrierenden Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in Kreuzberg war. Dieser Teil der Seminararbeit basiert weitgehend auf Literatur zur Bezirksgeschichte und der Wahl- und Sozialstatistik von Andreas Splanemann u. a.3

Im zweiten Teil soll dann versucht werden, einen Einblick in die soziale Struktur der Kreuzberger Parteimitgliedschaft, die Mitgliederstärke der Parteiorganisation sowie die Probleme der Parteiarbeit im Bezirk zu bieten. Dabei beziehe ich mich auf die parteiinternen Akten des KPD-Bezirks Berlin-Brandenburg-Lausitz aus dem Bestand der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv Berlin. Da dieser Aktenbestand sehr lückenhaft ist und hauptsächlich die Sicht der Bericht erstattenden Parteifunktionäre wiedergibt, ist es nur sehr schwer möglich, daraus den Alltag einzelner Parteizellen zu rekonstruieren.4 Das ist allerdings auch nicht das Anliegen dieser Lokalstudie, da primär die Kreuzberger Parteiorganisation insgesamt im Mittelpunkt meines Interesses lag. Um die Mosaiksteinchen meiner Archivrecherche einigermaßen strukturiert zu präsentieren, habe ich eine chronologische Darstellungsweise von 1918- 1933 gewählt. Für die Endphase der Weimarer Republik, also die Zeit 1932/33, liegen allerdings keine Akten vor.

II. Der Bezirk Kreuzberg

Kreuzberg existiert als Verwaltungseinheit erst seit 1920, als mit dem Gesetz vom 27. 4. 1920 die neue Stadtgemeinde Berlin gebildet wurde. Der Bezirk wurde geschaffen durch den Zusammenschluss der historischen Stadtteile „Tempelhofer Vorstadt“, „Südliche Friedrichsstadt“, und „Luisenstadt“. Die Luisenstadt im Nordosten des Bezirks war dicht besiedelt und hauptsächlich von Arbeitern, kleinen Ladenbesitzern, Tagelöhnern und Handwerkern bewohnt. Hier entstand um die Jahrhundertwende die berühmte „Kreuzberger Mischung“ aus Wohnen, Dienstleistung und handwerklich-halbindustrieller Produktion. Ausgedehnte Fabrikareale waren eher eine Seltenheit, da sich die Großindustrie um diese Zeit am Stadtrand ansiedelte. Die Beschäftigten der Betriebe in der Luisenstadt wohnten zumeist in unmittelbarer Nähe der Fabriken in überbelegten Mietskasernen.5 Demgegenüber hatte die Tempelhofer Vorstadt im Südwesten des Bezirks eher einen mittelständisch-kleinbürgerlichen Charakter, denn dort wohnten überwiegend wohlhabendere Schichten wie Beamte, Handwerkermeister, Akademiker und Offiziere. Gleichwohl gab es auch hier Straßenzüge, die ausschließlich von Arbeitern und ihren Familien bewohnt waren.6 Entscheidend geprägt wurde dieser Stadtteil vor 1914 vom preußischen Militär, denn hier waren allein fünf Garderegimenter stationiert. In Kreuzberg insgesamt waren es sieben Regimenter. Neben den Kasernen gab es vom Proviantamt bis zur Militärarrestanstalt noch diverse andere Militäreinrichtungen, die im Bezirk, hauptsächlich aber in der Tempelhofer Vorstadt, verteilt waren.7 Die Südliche Friedrichstadt im Nordwesten des Bezirks war geprägt vom Zeitungsviertel um die Kochstraße herum, wo die großen Verlage wie Ullstein, Mosse und Scherl ihren Stammsitz hatten, sowie durch die Vergnügungszentren der Friedrichstraße und die Verwaltungsgebäude des Regierungsviertels um die Wilhelmstraße herum. Vervollständigt wurde der Charakter der südlichen Friedrichstadt als Regierungs- und Dienstleistungsviertel durch den Anhalter Bahnhof, in dessen Umgebung Hotels und Pensionen angesiedelt waren. Neben Arbeitern, Angestellten und Beamten lebten in diesem Teil Kreuzbergs auch viele Intellektuelle und Künstler.8

1. Bevölkerungsentwicklung, Branchenstruktur und Sozialstruktur des Bezirks

Die Bevölkerungsentwicklung in Kreuzberg stellt sich folgendermaßen dar: Um 1910 lebten im Bezirksgebiet mehr als 420.000 Einwohner, so dass Kreuzberg den mit Abstand dichtest besiedelten Raum Berlins darstellte.9 Auch nach der Bildung der Stadtgemeinde Berlin im Jahr 1920 blieb Kreuzberg mit 368.555 Einwohnern (rund 350 Personen pro Hektar), trotz eines Bevölkerungsrückgangs von mehr als 12% in 10 Jahren, der bevölkerungsreichste Berliner Bezirk. Der Bevölkerungsrückgang ist vor allem eine Folge des ersten Weltkrieges, denn die Sterberate der Zivilbevölkerung war aufgrund der schlechten Ernährungslage sehr hoch. Weiterhin verlor Kreuzberg nach 1918 seine Funktion als Militärstandort, und durch die Ausweitung des Gewerberaumes wurden Teile der Wohnbevölkerung verdrängt. Außerdem verlor der Bezirk wegen der schlechten Wirtschaftslage infolge des verlorenen Krieges an Attraktivität als Zuzugsort für Arbeitsuchende.10 In den konjunkturbegünstigten Jahren 1924-1928 entwickelte sich Kreuzberg schnell wieder zum „Zuwanderungsmagneten“. Die Bevölkerungszahl stieg wieder von 377.253 (1925) bis auf 382.900 (1928). Gleichzeitig wies der Bezirk eine erhebliche Mobilität auf, denn in den Jahren 1924-1927 wechselte jährlich rund ein Siebentel der Bevölkerung.11 In den Jahren der Weltwirtschaftskrise sank die Bevölkerungszahl bis 1933 auf 339.198 Personen. Deutlich wird an diesen Zahlen, dass die Bevölkerungsentwicklung des Bezirks zum Teil die wirtschaftliche Entwicklung widerspiegelte. Kreuzbergs Rolle als Zuzugsort in der Zeit der relativen wirtschaftlichen Stabilität Mitte der Zwanziger Jahre und der damit verbundene rasche Bevölkerungszuwachs musste fast zwangsläufig die sozialen Probleme des Bezirks wie Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit usw. verschärfen, als die Konjunktur Ende der Zwanziger Jahre abflaute.12

Was die konfessionelle Gliederung der Kreuzberger Bevölkerung betrifft, so waren laut Statistik 1925 77,7% Protestanten und 11% Katholiken, 2,2% Juden und 8,9% wurden in der Kategorie „Sonstige“ zusammengefasst. Bis 1933 sank der Protestantenanteil auf 71,3%, was auf eine hohe Zahl von Kirchenaustritten zurückzuführen ist. Der Katholikenanteil blieb dagegen konstant bzw. stieg sogar um 0,6%. Die Kategorie „Sonstige“, die „Personen, die keiner Religionsgemeinschaft und keiner Weltanschauungsvereinigung angehören“ umfasste, stieg bis 1933 auf 15,2%.13

Betrachtet man die Branchenstruktur der Kreuzberger Betriebe um 1925 (vgl. Anhang S. 32, Tab. 1.), so wird deutlich, dass Druckereien (64 Betrieben und 20.110 Beschäftigte) sowie Maschinen- und Instrumentenbau (60 Betrieben und 9.167 Beschäftigte) die größten Arbeitgeber im Bezirk waren. An dritter Stelle stand die Metall verarbeitende Industrie mit 56 Betrieben und 7.220 Beschäftigten.14

Die Beschäftigungsstruktur der Kreuzberger Bevölkerung lässt erkennen, dass der Anteil der Arbeiter und Hausangestellten an der Wohnbevölkerung von 46,7% 1925 auf 50,6% 1933 bzw. von 47,5% auf 49,3% der Erwerbspersonen im Jahr 1933 anstieg.15 Im Bezirk Wedding lag der Anteil der Arbeiter an der Wohnbevölkerung 1933 bei 57,9% bzw. 56,5% der Erwerbspersonen. Die Vergleichszahlen für den Bezirk Friedrichshain lagen im Jahr im Jahr 1933 bei 58% bzw. 56,5% der Erwerbspersonen. Der Anteil der Arbeiter und Hausangestellten an der Wohnbevölkerung lag in Kreuzberg zwar deutlich über dem Anteil von 45,5% für Groß-Berlin insgesamt, aber verglichen mit Wedding, Friedrichshain, Weißensee (53,7%) oder Neukölln (53%) rangierte Kreuzberg erst auf Platz Nr. 5 der Arbeiterbezirke.16

Der Anteil der Angestellten und Beamten an der Kreuzberger Wohnbevölkerung sank von 26,5% (1925) auf 21,4% im Jahr 1933.17 In Groß-Berlin insgesamt verringerte sich ihr Anteil jedoch nur von 27,8% auf 26,9%, d. h. dass Angestellte und Beamte, worunter Büropersonal, Werkmeister, Verwaltungsbeamte usw. fallen, in Kreuzberg am Ende der Weimarer Republik unterdurchschnittlich vertreten waren und eine Abwanderungsbewegung (inklusive Sterbefälle) dieser bessergestellten Bevölkerungsschichten aus dem Bezirk zu verzeichnen ist.18 Selbstständige, d. h. Unternehmer, Handwerkermeister, Direktoren sowie Angestellte und Beamte in leitender Position waren 1925 mit einem Anteil von 16,7%, aber 1933 mit nur noch 11,3% der Wohnbevölkerung in Kreuzberg vertreten. Diese Angaben entsprechen weitgehend dem Anteil der Selbstständigen in Groß-Berlin.19 Der Anteil der Kategorie „Mithelfende Angehörige“ an der Kreuzberger Wohnbevölkerung war minimal: 1925 waren es 1,2% und 1933 1,3%. „Personen, die keine hauptberufliche Erwerbst ä tigkeit ausüben, sondern von Renten, Pensionen, Unterst ü tzungen oder von eigenem Verm ö gen leben “ sowie „Insassen von Wohlfahrtseinrichtungen (zum Beispiel Armenhäusern), Sträflinge und auch nicht bei ihrer Familie wohnende Auszubildende (Schüler,Studenten)“ wurden statistisch in der Kategorie „Berufslose Selbstständige“ zusammengefasst.20 Der Anteil dieser sozialstatistischen Kategorie (an der Kreuzberger Bevölkerung) vergrößerte sich von 1925 (9%) bis 1933 (15,3%) um 6,3%.21 Differenziert man die Erwerbstätigen, deren Anteil an der Wohnbevölkerung von 1925 bis 1933 um 4,1% auf 67,8% stieg nach

Wirtschaftszweigen, so waren 1925 46,8% der Kreuzberger im Produktionssektor, d. h. in industriellen und handwerklichen Gewerbezweigen, tätig. Im Jahr 1933 waren es allerdings nur noch 41,5%. Im Bereich Handel und Verkehr, d. h. Gaststättengewerbe, Versicherungen, Handelsgewerbe usw., waren es 1925 30% und 1933 28,6% der Kreuzberger Bevölkerung sowie relativ konstant 13-14% (1925: 13,8%; 1933: 13,6%) im Dienstleistungsbereich, zu dem Erwerbstätige in Verwaltung, Heerwesen, Kirche, Gesundheitswesen und Hausangestellte gezählt wurden. Im „tertiären Bereich“ (Handel, Verkehr und Dienstleistungen zusammengenommen) waren also 1925 insgesamt 43,9% und 1933 42,2% der Kreuzberger Bevölkerung tätig. Die Landwirtschaft spielte, wie für eine Großstadt nicht anders zu erwarten mit 0,3% 1925 und 1,1% 1933 nur eine marginale Rolle.22

Zusammenfassend lässt sich für die Zeit von 1925-1933 feststellen, dass Kreuzberg fast 10% seiner Wohnbevölkerung verlor, während der Anteil der Erwerbstätigen um 4% anstieg, was möglicherweise auf eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit von Frauen zurückzuführen ist.23 Sowohl was die Zahl der Erwerbstätigen betrifft als auch den Anteil an der Wohnbevölkerung ist für bessergestellte Schichten wie Beamte, Selbstständige usw.

[...]


1 Zu den Anfängen der Arbeiterbewegung in Kreuzberg vgl. als Einführung: Berger, Joachim: Kreuzberger Wanderbuch. Wege ins widerborstige Berlin, Berlin o. J.1984, S. 123 ff.

2 Mallmann, Klaus - Michael: Milieu, Radikalismus und lokale Gesellschaft. Zur Sozialgeschichte des Kommunismus in der Weimarer Republik, in: Geschichte und Gesellschaft, Nr. 1 / 1995, S.5.

3 Splanemann, Andreas u. a.: Wahl- und Sozialstatistik des demokratischen Berlin 1919 - 1933, in . Büsch, Otto / Haus, Wolfgang: Berlin als Hauptstadt der Weimarer Republik 1919 - 1933 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Bd. 70/1 . Berliner Demokratie 1919 - 1985, Bd. 1), Berlin - New York 1987,S. 287 - 482

4 Einen Versuch zur Rekonstruktion des Alltags einer Kreuzberger Straßenzelle (Cuvrystraße) hat Michael Haben unternommen. Haben, Michael: „Die waren so unter sich“. Über Kneipen, Vereine und Politik in Berlin - Kreuzberg, in: Fiebig, Karl-Heinz / Hoffmann - Axthelm, Dieter / Knödler - Bunte, Eberhard (Hrsg.): Kreuzberger Mischung. Die innerstädtische Verflechtung von Architektur, Kultur und Gewerbe, Berlin 1984, S. 257 ff. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Erinnerungsbericht von Gerhard König: Berlin-Kreuzberg und seine Nostizstraße (1919 bis 1945), herausgegeben von der Geschichtswerkstatt der Berliner Vereinigung ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (B.V.VdN e. V.), o. O. o. J.

5 Spode, Hasso: Zur Sozial- und Siedlungsgeschichte Kreuzbergs, in: Engel, Helmut / Jentsch-Wenzel, Stefi / Treue, Wilhelm (Hrsgg.): Kreuzberg (= Geschichtslandschaft Berlin. Orte und Ereignisse, Bd. 5), Berlin 1994, S. XVIII ; speziell zur Kreuzberger Mischung vgl. Hoffmann-Axthelm, Dieter: Geschichte und Besonderheit der Kreuzberger Mischung, in: Fiebig, Karl-Heinz / Hoffmann-Axthelm, Dieter / Knödler- Bunte, Eberhard (Hrsgg.): Kreuzberger Mischung. Die Innerstädtische Verflechtung von Architektur, Kultur und Gewerbe, Berlin 1984, S. 9-20 ; zum Wohnungsbestand und den Belegungsquoten in der Luisenstadt um 1910 vgl. Erbe, Michael:Berlin im Kaiserreich (1871 - 1918), in: Ribbe, Wolfgang (Hrsg.): Geschichte Berlins,Bd.2: Von der Märzrevolution bis zur Gegenwart (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin), München 1987, S. 703

6 vgl. hierzu: Nostizritze. Eine Straße in Kreuzberg. Sozialgeschichte(n), herausgegeben vom Geschichtskreis Kreuzberg SW, Berlin 1992 sowie König, Gerhard: Berlin-Kreuzberg und seine Nostizstraße (1919 bis 1945), herausgegeben von der Geschichtswerkstatt der Berliner Vereinigung ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (B.V.VdN e. V.), o. O., o. J.

7 Spode, Hasso: Sozial- und Siedlungsgeschichte Kreuzbergs, a.a.O., S. XXI f. ; vgl. hierzu auch: Kaak, Heinrich: Kreuzberg (= Geschichte der Berliner Verwaltungsbezirke, herausgegeben von Wolfgang Ribbe, Bd. 2) Berlin 1988, S. 74 f.

8 Ebda., S. XV f.

9 Kaak, Heinrich: Kreuzberg (= Geschichte der Berliner Verwaltungsbezirke, herausgegeben von Wolfgang Ribbe, Bd. 2) Berlin 1988, S. 67

10 Ebda., S. 83 f. ; Die schlechte Wirtschaftslage resultierte u.a. aus dem Abbruch der Exportbeziehungen sowie dem Verlust von Aufträgen für die im Krieg stark ausgebaute Rüstungsindustrie. (ebda., S. 86)

11 Ebda., S. 87 ff.

12 Ebda., S. 93 ; Die Bevölkerungszahl für 1933 stammt aus Splanemann, Andreas u. a.: Wahl- und Sozialstatistik, a.a.O., S. 394 . Dieser Statistik ist auch zu entnehmen, dass der Frauenanteil an der Kreuzberger Wohnbevölkerung in den Jahren 1919-1933 relativ konstant bei etwa 54% lag. (ebda.)

13 Ebda., S. 293 f.; Zahlen für Kreuzberg: ebda., S. 394, In den Arbeiterbezirken Wedding und Neukölln stieg der Anteil der Religionslosen bis 1933 sogar auf über 20%. (Ebda., S. 294)

14 Reibe, Axel: Zwischen Arbeitsamt und Volksküche. Auswirkungen der Krise in Kreuzberg, in: Kreuzberg 1933. Ein Bezirk erinnert sich, herausgegeben vom Kunstamt Kreuzberg, dem Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs und dem Kulturverein in der Galerie am Chamissoplatz, Berlin 1983, S. 11; zum Druckereigewerbe vgl. Zeidler, Jürgen: Das Druckereigewerbe in Kreuzberg, in: Fiebig, KarlHeinz / Hoffmann - Axthelm, Dieter / Knödler - Bunte, Eberhard (Hrsg.): Kreuzberger Mischung. Die innerstädtische Verflechtung von Architektur, Kultur und Gewerbe, Berlin 1984, S. 147 ff.

15 Splanemann, Andreas u. a.: Wahl- und Sozialstatistik, a.a.O., S. 394 ; Nichterwerbstätige Familienangehörige sind in den Angaben mit enthalten. Als Hausangestellte wurden Personen erfasst, die häusliche Dienste wie Putzen, Kochen usw. leisten und Personen ohne feste Arbeitsstelle oder Betriebszugehörigkeit. Ihr Anteil an der Kategorie „Arbeiter und Hausangestellte“ betrug 1925 in Kreuzberg 5,6% und sank bis 1933 auf 3% der Erwerbspersonen. Es handelt sich dabei hauptsächlich um ledige Frauen. (Ebda., S. 295 ff.)

16 Angaben für Wedding: ebda., S. 376 ; für Friedrichshain: ebda., S. 388 ; für Weißensee: ebda., S. 466; für Neukölln: ebda., S. 442; für Groß-Berlin: ebda., S. 318. Genaugenommen rangiert Kreuzberg 1933 auf Platz Nr. 6 der Arbeiterbezirke, da der Bezirk Mitte eine Arbeiteranteil hatte der 0,2% höher war (ebda.,S.364)

17 Ebda., S. 394

18 Ebda., S. 297 f. ; Angaben für Groß-Berlin: ebda., S. 318

19 Ebda., S. 394 ; Anteil der Selbstständigen an der Berliner Bevölkerung 1925: 16,6% und 1933: 11,4% (ebda., S. 318)

20 Ebda., S. 298; kursiv gedruckt im Original.

21 Ebda., S. 394

22 Ebda., S. 395

23 Angaben über den Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen lagen mir nicht vor.

Details

Seiten
41
Jahr
1995
ISBN (eBook)
9783640579921
ISBN (Buch)
9783640580330
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v148045
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Otto Suhr Institut
Note
1, 0
Schlagworte
KPD Sozialgeschichte Berlin Kreuzberg Parteien Lokalstudie Weimarer Republik Kommunismus Arbeiterbewegung

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Titel: Die KPD in Berlin-Kreuzberg während der Weimarer Republik