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Versuchsprotokoll aus einem pflanzenphysiologischen Praktikum: Atmung

von Christoph Böhm (Autor)

Praktikumsbericht / -arbeit 2008 13 Seiten

Biologie - Botanik

Leseprobe

1. Einleitung

Da Pflanzen nach der Keimung zunachst ihren Photosyntheseapparat aufbauen mussen, sind sie zwangslaufig gezwungen, zunachst ihren Stoffwechsel durch Dissimilation aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten. Der Keimling ist dazu mit einem Nahrstoffspeicher in Form von Starke, Fetten/Olen und Proteinen ausgestattet. Die einzelnen Anteile konnen von Art zu Art stark schwanken. Auch spater nach der Keimung wahrend des ganzen Pflanzenlebens deckt die Pflanze einen Teil ihres Energiebedarfs durch aerobe Atmung, auch wenn sie die Energiestoffe als autotropher Organismus hierfur selbst herstellt.

In der ersten Versuchsreihe soll die Atmung von keimenden Erbsen quantitativ festgestellt werden. Das von den Keimlingen gebildete CO2 wird hierbei durch Laugen in Form von Karbonaten gebunden und durch Titration quantitativ gemessen.

Im zweiten Versuch versuchen wir mit Hilfe von gequollen Erbsen die CO2 Abgabe und die O2 Aufnahme zu ermitteln.

Im dritten Teil versuchen die Atmungskette der aeroben Atumung zu demonstrieren um dann im letzten Versuchsteil die Garung zu untersuchen. Hier soll im zweiten Teilversuch die Garungsumleitung Thema sein.

2. Durchfuhrung

V 2a Quantitative Bestimmung der Atmung

1. Material und Methode

Es wurde folgende Apparatur aufgebaut:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Waschflaschen wurden wie in der Abbildung befullt. Bei den gequollenen oder eben erst gekeimten Erbsen handelte es sich genau um hundert Stuck. In der wichtigsten Waschflasche Nr.5 befanden sich 175ml einer frisch hergestellten Ba(OH)2-Losung. Aus dem Ansatz wurden 75ml zuruck behalten als Vergleich fur spater. Hierbei war mit allergroBter Vorsicht darauf zu achten, die Losung so wenig wie moglich der Luft auszusetzten d.h. direkt zu verschlieBen, nicht schutteln, moglichst wenig umfullen etc., da sonst das Ergebnis drastisch verandert werden kann!

Nachdem der Aufbau CO2 frei war, wurde die eingestellte Bariumhydroxidlosung zwischengeschaltet und die Apparatur 60min laufen gelassen. Danach wurden durch Titration mit 0,1M HCl die Karbonatkonzentrationen der Atmungslosung und der Vergleichsprobe bestimmt.

Die Karbonatkonzentration entspricht dann der absorbierten CO2 Menge.

2. Ergebnisse

Die Titrationen der Bariumhydroxidlosungen mit 0,1N HCl ergaben folgende Werte:

1. Blindtitration: 13ml
2. Blindtitration: 28ml

1. Atmungstitration: 23,3 ml
2. Atmungstitration: 23,3 ml

Da der erste Wert der Blindtitration enorm schlecht ausgefallen war, haben wir ihn in unserer Rechnung entfernt und den 2. Wert der Blindtitration als Mittelwert angenommen, auch wenn wir von vornherein davon ausgehen mussten, dass das Ergebnis dadurch stark verfalscht wird.

Damit betrug der Minderverbrauch an 0,1N HCl 4,7ml. Darau ergab sich, das unsere 100 Erbsen eine Menge von 72,38mg CO2 wahrend der einen Stunde abgegeben haben. Eine Erbse hat also 0,7238mg CO2 abgegeben.

[...]

Details

Seiten
13
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640617050
ISBN (Buch)
9783640616480
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v150429
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Allgemeine Botanik
Note
1,7
Schlagworte
Atmung Pflanzenphysiologie

Autor

  • Christoph Böhm (Autor)

    8 Titel veröffentlicht

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Titel: Versuchsprotokoll aus einem pflanzenphysiologischen Praktikum: Atmung