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Einfluss des Flößens von Rundholz auf dessen Resistenz gegen Hausbock

Hausarbeit 2009 18 Seiten

Forstwirtschaft / Forstwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. EINLEITUNG UND METHODIK

2. HAUSBOCK (HYLOTRUPES BAJULUS)
2.1 Systematik und Morphologie
2.2 Lebensbedingungen und Lebensweise
2.3 LarvenfraB
2.4 Relevante Holzbestandteile bezuglich Ernahrungsphysiologie und deren Verteilung im Holz
2.4.1 Kohlenhydrate
2.4.2 Proteine
2.4.3 Vitamine und Sterole
2.4.4 Harze, atherische Ole, phenolische Verbindungen

3. FLOBHOLZ
3.1 Ursprunge der Annahme einer Resistenz gegen Hausbockbefall
3.2 Veranderungen des Rohholzes durch FloBen

4. RELEVANZ UND MOGLICHE VERIFIZIERUNG

5. ZUSAMMENFASSUNG

6. LITERATUR

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: schematische Darstellung von Larve und Imago des Hausbockkafers

Abb. 2: Gewichtsverteilung bei Fichte

Abb. 3: Gewichtsverteilung bei Kiefer

1. Einleitung und Methodik

Mit dieser Arbeit soil die vorliegende Annahme gewertet werden, inwieweit und in welchem AusmaB das FloBen eine Resistenz des Rohholzes gegenuber dem Hausbockkaferbefall bewirkt.

Dazu musste sich eingehend mit der Biologie des Hausbockkafers (Hylotrupes bajulus) und der Besonderheit von gefloBtem Rohholz beschaftigt werden.

Bezuglich Hylotrupes bajulus waren insbesondere die Betrachtung von Lebensbedingungen, Lebensweise, sowie der essentiellen Nahrungsbestandteile im Holz von groBer Bedeutung. Ebenso wichtig war eine Charakterisierung von FloBholz und inwieweit dieses speziellere Rohholz strukturellen oder chemischen Veranderungen unterliegt, welche eine Resistenz letztendlich bewirken konnten.

Um einen ausreichenden Uberblick uber die Thematik zu erlangen, war das durchforsten einiger Monographien notwendig und insbesondere, bedingt durch die recht spezielle Thematik, dies wissenschaftlicher Publikationen aus Fachzeitschriften.

Nach Schaffung des Grundlagenwissens konnte mit einer gedanklichen Konstruktion, Gliederung und anschlieBenden Ausarbeitung begonnen werden. Dazu insbesondere welche Ursprunge diese Annahme hat, welche Relevanz sie spielt und ob diese letztendlich einer Verifizierung stand halten kann.

2. Hausbock (Hylotrupes bajulus)

2.1 Systematik und Morphologie

Hier soll nur auf den Imago und die Larve eingegangen werden, da diese die relevanten Erscheinungsformen bezuglich der Thematik sind. Ei und Puppe werden auBen vor gelassen. Der Hausbock gehort zur Ordnung der Kafer (Coleoptera) und innerhalb der Familie der Bockkafer (Cerymbycidae) zur Gattung Hylotrupes.

Der Korper und die Flugeldecken der Imagines sind schwarz, bis schwarzbraun oder auch braun gefarbt (s. Abb. 1). Die Korperlange schwankt zwischen 8 und 25 mm, wobei das Weibchen etwas groBer ist als das Mannchen.

Besondere Erkennungsmerkmale des Hausbockkafers sind die zwei sich auf dem dicht behaarten Halsschild befindlichen schwarz glanzenden Wolbungen. Ebenso sind die ein bis zwei gelblichweiBen bis grauweiBen haarigen unterbrochenen Querbinden auf den Flugeldecken charakteristisch. Die Beine sind schlank mit verdickten Schenkeln, die Fuhler sind dunn und erreichen etwa halbe Korperlange.

Die gelblichweiBen Larven von Hylotrupes bajulus (s. Abb. 1) sind im ausgewachsenen Zustand ca. 15 bis 30 mm groB. Der langgestreckte, segmentierte Korper ist im Querschnitt oval und kaum erkennbar behaart. Am vorderen Brustsegment befinden sich drei rudimentare Beinpaare. Der Kopf ist neben den Fuhlerbasen jeweils durch drei senkrechte Punktaugen gekennzeichnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: schematische Darstellung von Larve und Imago des Hausbockkafers (GROSSER, 1985)

2.2 Lebensbedingungen und Lebensweise

Der Hausbockkafer hat von den anthropogenen Veranderungen in der Umwelt stark profitiert. So wurde ihm das Totholz im Wald zwar groBtenteils als Lebensraum genommen, aber gleichzeitig mit der massiven Verwendung von Holz, insbesondere im Innenbereich, exzellente Biotope geschaffen. Das Paradebeispiel eines solchen Biotops sind trockene und warme Dachstuhle. Dabei unterliegt ausschlieBlich Nadelholz, vorrangig Kiefer, Fichte, Larche, Tanne und Douglasie einem Befall (GROSSER, 1985). Hinzu kommt, dass fast nur das Splintholz von den Hylotrupes bajulus Larven zerfressen wird, dass Kernholz oder Reifholz bleibt weitgehend verschont (GROSSER, 1985).

Die Larven gelangen uber Eier, welche vom befruchteten Hausbockkafer-Weibchen mit einer Legerohre in kleine Risse oder Spalten (Trockenrisse) an der unberindeten Holzoberflache eingebracht werden, ins Holzinnere (SCHMIDT, 1951).

Die optimale Umgebungstemperatur fur die Entwicklung der Larven liegt hier bei 28° bis 30° C, das Holzfeuchte-Optimum bei 28 bis 30%, bei dauerhafter Holzfeuchte unter 8 bis 10% sterben diese schlieBlich ab (GROSSER, 1985). Somit kommt fur die Kafer als Eiablagebasis neben den Nadelholzern nur Trockenholz in Betracht (Trockenholzinsekten).

Die Entwicklungszeit des Bockkafers vom Ei bis zum Imago, schwankt sehr stark und korreliert mit verschiedenen Faktoren (Nahrungsbestandteile im Holz, Temperatur, Feuchte, etc.). So liegt die Entwicklungszeit meist bei 3 bis 5 oder 6 Jahren, kann aber auch bis 12 oder deutlich mehr Jahren andauern (GROSSER, 1985). Die Flug- und Paarungszeit der Imagines liegt im Juni bis August.

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Details

Seiten
18
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640621217
ISBN (Buch)
9783640623006
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v150473
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,0
Schlagworte
Hausbock Hylotrupes bajulus Holzwurm geflößtes Holz

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