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Studenten: Eine Randgruppe des Mittelalters?

Hausarbeit (Hauptseminar) 1997 35 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Quellenlage

2. Zur Problematik der Definition von Randgruppen

3. Studenten im Mittelalter: ihre Definition als homogene soziale "Gruppe" bzw. "Einheit"
3.1 Zum Begriff der Gruppe
3.2 Typisierung mittelalterlicher Studenten

4. Studenten als Randgruppe und Minderheit im Mittelalter
4.1 Die Zahl der mittelalterlichen Studenten als Definitionsmerkmal einer Randgruppe
4.2 Die soziale Situation der Studenten des Mittelalters aus Perspektive der Gesellschaft
4.2.1 Den Studenten vorgeworfene Vergehen
4.3 Die soziale Situation des mittelalterlichen Studierende - Kontaktpunkte zu den
4.4 Die Stellung der bologneser Studenten gegenüber der Stadt Bologna im 13. Jahrhundert als Beispiel einer ausgedehnten Rechtsbefugnis

5. Schlußbetrachtung

6. Literaturverzeichnis
6.1 Monographien
6.2 Aufsätze
6.3 Handbücher

0. Einleitung

Studenten: Randgruppe oder Minderheit im Mittelalter? Der Titel des Seminars steht bewußt nicht als Aussage sondern Frage formuliert, um die Problematik zu offenbaren die sich mit dieser Thematik verbindet.

Huren, Henker, Juden, Andersgläubige - diese Gruppen und Einzelpersonen wurden im Mittelalter aufgrund ihres Berufes oder ihrer Religion von der Gesellschaft als Außenseiter betrachtet und ausgegrenzt. Dieser Prozeß fand entweder "nur" als Stigmatisierung, oder im weiterreichenden Fall als Marginialisierung statt. Die Frage nach Randständigkeit der aufgezählten Gruppen und Personenkreise der mittelalterlichen Gesellschaft ist wissenschaftlich relativ detailliert erforscht und erschlossen. In diesen Fällen kann aufgrund der wissenschaftlich erarbeiteten Ergebnisse von Randgruppen oder einzelnen randständigen Personen- oder Personenkreisen gesprochen werden.

Anders stellt sich die Situation bei den Studenten dar. Daß die Studenten des Mittelalters nur schwer in das ständische System zu integrieren waren, dafür sind ausreichende literarische Belege vorhanden. Die Aussagekraft dieser Belege reicht jedoch nicht dahingehend, zu klären, ob die Studenten "nur" nicht in die Ständegesellschaft des Mittelalters integriert waren, oder ob sie von der Gesellschaft tatsächlich als eine Randgruppe verstanden wurden.

Neben der gesellschaftlichen Perspektive müssen die jeweils geltenden ständischen Normen zur Klärung dieser Frage ebenso hinzugezogen werden, wie regionale und zeitperiodische Besonderheiten und die spezifische individuelle soziale und wirtschaftliche Situation der mittelalterlichen Studierenden. Folgenden zentrale Fragen müssen daher zunächst geklärt werden, um eine fundierte Bewertung treffen zu können:

1.) Inwieweit lassen sich die Studenten des Mittelalters als eine homogene Gruppe

charakterisieren und wie verhält sich diese gegenüber den geltenden Normen?

2.) Aus welcher Perspektive betrachtete und beurteilte die Gesellschaft die Studenten?

gab es bei dieser Betrachtung standesbedingte, regionale oder zeitliche Differenzen?

3.) Gab es Unterschiede in der Normengewichtung und nach welchen Normen folgte eine

eventuelle

Verbannung in die Randständigkeit?

Eine weiteres Merkmal, an dem eine Integration oder Desintegration in der mittelalterlichen Gesellschaft gemessen werden kann, betrifft die Zuerkennung von spezifischen Rechten. So galten z.B. die Juden zwar als gesellschaftliche Randgruppe, besaßen aber dennoch zu bestimmten Zeiten das Monopol für Geldwechselgeschäfte. Randständigkeit ist demnach nicht zwingend gleichbedeutend mit dem Verlust von Rechten. In diesem Zusammenhang muß auch der Frage nachgegangen werden, inwieweit den Studenten Rechte zugestanden wurden, die ihrem Stand unangemessen waren und wie diese Zuerkennung von Rechten von der Bevölkerung aufgenommen wurde.

1. Quellenlage

Die Quellenlage ist, wie im Vorwort schon angedeutet wurde, nur unzureichend erschlossen. Primärquellen existieren in äußerst geringer Zahl[1], die Selbstzeugnisse von Studenten oder ihre häufig "formalisierten"[2] Bettelbriefe in Vers oder Prosa geben ebensowenig eine objektive Darstellung der gesellschaftlichen Integration mittelalterlicher Studierender wie die, stellenweise äußerst polemischen, Vorwürfe von Theologen, Professoren und städtischen Bürgern gegenüber dem Studentenleben.[3] Zu der Kritik gesellte sich nicht selten Spott, etwa in der Form, wie ihn der Professor für Kirchenrecht in Basel, Sebastian Brandt im Narrenschiff, der großen Gesellschaftssatire von 1914 darstellte.[4] Die Mehrzahl derartiger Äußerungen, stellt Rainer-Christoph Schwinges in seiner Arbeit fest, ergeben zusammengefaßt eine "histoire scandaleuse"[5], die jedoch einer historischen Relativierung unterzogen werden muß: "Der lasterhafte wie brave Student waren meist Zerrbilder der sozialen Dialektik der Zeit. Ebensowenig wie es den grundsätzlich fleißigen Studenten gab, existierte der grundsätzlich faule Student."[6]

Als Quellenbasis bleiben, so Schwinges Fazit, nur die universitären Statuten, "die wie alle übrigen dispositiven Sachverhalte mit Vorsicht zu behandeln sind."[7]. Die universitären Aufzeichungen wiesen sehr häufig zeitlich bedingte Lücken auf: Statistiken, Im- und Exmatrikulationsaufzeichnungen kommen verstärkt erst in der Neuzeit auf und waren dem Mittelalter zwar nicht unbekannt, aber in der Verwendung wenig geläufig. Und Ferdinand Graus gibt zur Quellenlage weiter zu bedenken, "daß die meisten Quellenbegriffe zur Bezeichnung von Außenseitern und Randgruppen sehr unscharf konturiert sind, oft noch unschärfer als für andere Gruppen."[8] Auch spielt die Perspektive der Quellen eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung ihrer Aussagekraft (was im Vorwort schon angedeutet wurde). Bei den überlieferten Reaktionen der Gesellschaft auf die studentische Existenz handelt es sich zu einem überwiegenden Teil um Aussagen von Angehörigen der Ober- und Mittelschicht[9]. Quellen aus der mittelalterlichen, ständischen Unterschicht sind in uns kaum überliefert, was ursächlich auf die mangelnde Schreibfähigkeit dieser Schicht zurückzuführen ist. Insofern besitzt hier die Aussagekraft der Quellen keinesfalls grundsätzlichen, kanonischen Charakter, sondern nur einen exemplarischen.

Auch die Sekundärliteratur befaßt sich mit der Randständigkeit von Studenten im Mittelalter nicht.[10] Monographien über studentisches Leben im Mittelalter, wie z. B. von Klose oder Sysmank, untersuchen und analysieren die Stellung von Studenten innerhalb der mittelalterlichen Ständegesellschaft nur am Rande. Die Thematik einer Randstellung wird überhaupt nicht behandelt. Auch die Universitätsgeschichten zu einzelnen mittelalterlichen Universitätsstädten wie z.B. Köln widmen sich diesem Thema nicht.

Aufgrund der quellenbedingten Problematik ist daher ein Ansatz zu wählen, der im Zuge dieser Fragestellung auch dem nur unzureichend vorhandenen Quellenmaterial gerecht wird. Im Folgenden soll gewissermaßen ex negativo anhand der theoretischen Überlegungen zu Randständigkeit und Randgruppen überprüft werden, inwieweit die Aussagen über die mittelalterlichen Universitätsbesucher es zulassen, von einer Stigmatisierung oder Marginalisierung, und damit von einer Randgruppe zu sprechen. Als basistheoretische Grundlage dient die Arbeit von Frantisek Graus[11] zur ständischen Gesellschaft des Mittelalters. Der Blick ist über diese Arbeit hinaus auch auf die zeitlich bedingten Veränderungen des gesellschaftlichen Bildes und den damit verbundenen Auswirkungen für die Studenten gerichtet.

2. Zur Problematik der Definition von Randgruppen

Nach Graus sind Randgruppen "Personen oder Gruppen, die Normen der Gesellschaft in der sie leben, nicht anerkennen, bzw. nicht einhalten oder nicht einhalten können und aufgrund dieser Ablehnung bzw. Unfähigkeit (infolge sogenannten nichtkonformen Verhaltens) von der gesellschaftlichen Majorität nicht als gleichwertig akzeptiert werden."[12] Die von Frantisek Graus stammende Definition gibt eine "operationelle"[13] Bestimmung von Randgruppen, während das Lexikon des Mittelalters den Begriff als einen innergesellschaftlich geprägten Prozeß beschreibt, der nicht nur definiert ist durch die Verletzung von Normen, sondern der zudem gesellschaftliche Rechte beschneidet und einschränkt. Der Forschungsbegriff "Randgruppe" (marginaux, disvalued persons[14]) umschreibt einen heterogen zusammengesetzten Personenkreis, der "durch negative kollektive Attribution einen partiellen Verlust seiner Rechte und/oder Ehre erleidet."[15] Der Prozeß der innergesellschaftlichen Ausgrenzung, soweit er durch individuelle, nicht institutionalisierte (z. B. Hexenverfolgung) Maßnahmen verläuft, wird als Stigmatisierung bezeichnet; bei einem längerfristigen Verlauf spricht man von Marginalisierung.

Allzu häufig wird bei der Erfassung von Randständigkeit ein zu statisches Ständemodell im Mittelalter zugrunde gelegt, daß insbesondere bei der Differenzierung der Unterschicht als einem möglichen Zentrum und Entstehungsherd wirtschaftlicher und sozialer Randständigkeit nach Graus nicht ausreichend differenziert wird. So ist die von den Schichtenvorstellung ausgehende Bezeichnung "untere Mittelschicht" nach seiner Ansicht eine "rein verbale Verlegenheitslösung"[16]. In dieser Schicht der Marginalisierten existierten nicht nur sozial und wirtschaftlich stigmatisierte oder marginalisierte Personen in niederen Berufen und mit niederem sozialem Ansehen - sondern eben auch begüterte, aber aus anderen Gründe stigmatisierte Randgruppen, wie z. B. die schon genannten Juden. Jedoch sieht auch Ferdinand Graus trotz dieser Kritik an einer starren Aufgliederung die einzige Möglichkeit einer Statusanalyse von Randständigkeit und Randgruppen in der Schaffung systematisierender Oberbegriffe.

In ihrem prozeßhaften Charakter und ihren Auswirkungen ist die Stigmatisierung/Marginalisierung unterschiedlich stark ausgeprägt, "je nach der Prägnanz der Ablehnung, nach der Gewichtigkeit der infragegestellten Normen und der Intensität der Stigmatisierung durch die Gesellschaft."[17] Zwei Elementen konstituieren diese Marginalisierung grundsätzlich: das Anderssein bestimmter Personen und Gruppen und die Reaktion der Bevölkerung auf das Anderssein. Weil Anderssein und die Reaktion auf dieses Anderssein bestimmter gesellschaftlicher Gruppen sich wechselseitig bedinge, darf die Stigmatisierung/Marginalisierung auch nur im Bezug auf ein konkretes soziales Bezugssystem, sprich die Normen der zu untersuchenden Gesellschaft, gesehen werden.

Die Ausgrenzung nichtkonformer Personen oder Personengruppen aus der mittelalterlichen Gesellschaft konnte unterschiedlich erfolgen:

1.) Ausgrenzung durch bestimmbare Tatbestände (z. B. unehrenhafter Beruf)

2.) Stigmatisierung durch einen formalen Akt - z. B. durch amtliche Beschau von Aussätzigen

oder per Gerichtsbeschluß.

2.) Ausschluß durch die eigene Initiative von Gruppen oder Personen (z. B. Juden und

Zigeunern), die aufgrund ihrer Lebensweise oder Herkunft eine "Gegenkultur"[18] zur

Gesellschaft schaffen. Stigmatisierung/Marginalisierung bedeutet in diesem Fall: Reaktion

der Gesellschaft auf die Nonkonformität diese Gegenkultur.

Das Lexikon des Mittelalters unterscheidet vier mittelalterliche Randgruppen, wobei aber auch Grenzfälle existierten :

- Unehrliche Berufe
- Körperliche Stigmatisierung
- Ethisch-religiöse Gruppen
- Dämonisierte Verfolgungsopfer

Scharfe Grenzen lassen sich bei der Beurteilung von Randgruppen nach Graus nicht ziehen, "denn im sozialen Bereich gibt es nur mehr oder minder breite Grenzzonen, keine genauen Grenzlinien."[19] Auch konnte die Zugehörigkeit zu einer Randgruppe, wie am Beispiel der mittelalterlichen Studenten noch zu zeigen sein wird, einer zeitlichen Beschränkung unterliegen: ein Aufstieg und damit die gesellschaftliche Integrationen waren gerade für eine Vielzahl der Universitätsbesucher erklärtes Ziel.

3. Studenten im Mittelalter: ihre Definition als homogene soziale "Gruppe" bzw. "Einheit"

3.1 Zum Begriff der Gruppe

"Als Gruppe soll eine Anzahl von Menschen Verstanden werden, die durch ihre Überschaubarkeit, durch gleiche sozial relevante Merkmale zur Kennzeichnung im Innern und Abgrenzung nach außen sowie durch eine alle Mitglieder verbindendes "Wir-Gefühl" eine Einheit von nachhaltiger Dauer bilden."[20]

Der Begriff Randgruppe assoziiert die Vorstellung einer sozial homogenen Gruppe. In diesem Kapitel wird in kurzen Zügen dargestellt, wie wenig einheitlich jedoch die mittelalterliche Gruppe der Studenten sich zusammensetzte und wie wenig einheitlich der mittelalterliche Student zu charakterisieren und zu typologisieren, und damit in die mittelalterliche Gesellschaft einzuordnen war: "Nicht einmal an einer einzigen Universität irgendeines Landes [kann, der Verf.] ein halbwegs einheitliches Bild dieser Studenten, gleichgültig in welchem Jahrhundert [gezeichnet werden, der Verf.]"[21], stellt Rainer-Christoph Schwinges fest - ein Sachverhalt, der damals wie auch heute noch Gültigkeitswert besitzt.

Alter, soziale und geographische Herkunft, Wissensstand, Studieneifer und Studienzielsetzung- in vielerlei Faktoren unterschieden sich die Studenten des Mittelalters voneinander: da studierten arme Scholare, die ihren Lebensunterhalt durch Betteln und Hausieren verdienen mußten und sich durch ihr Studium einen sozialen Aufstieg erhofften, neben reichen Klerikern, die der Geistesbildung wegen an die Universität strömten und sich durch ihre Kirchenpfründe existentiell abgesichert sahen, oder dem reichen Adligen, der sich mit seiner Dienerschaft in den reicheren Wohngegenden der Stadt niederließ und dem existentielle oder finanzielle Not fern lagen.

Von einer sozial homogenen, interessenverbundenen Gruppe kann bei den mittelalterlichen Universitätsbesuchern keinesfalls ausgegangen werden. Im Gegenteil: zwischen den Besuchern der einzelnen mittelalterlichen Fakultäten herrschten "erhebliche Spannungsunterschiede"[22], wie Schwinges glaubt. Ursache seien die gravierenden Differenzen zwischen den einzelnen, sich an der Universität ausprägenden Milieus: neben bitterer Armut herrschte Reichtum, Studenten in Lumpen saßen neben prunkvoll gekleideten Adligen, bzw. hinter ihnen, weil auch in den Universitäten Standesunterschiede durchaus sichtbar wurden.

3.2 Typisierung mittelalterlicher Studenten

Bei der Typisierung einzelner mittelalterlicher Universitätsbesucher ergibt sich die gleiche Problematik, wie bei der Typologisierung von Randständigen. Trotzdem, so Schwinges, können fünf charakteristische Studententypen in den Universitäten des Mittelalters nachgewiesen werden:

1.) Der Student der Artistenfakultät, Typ I[23], der vornehmlich im 14.-16 existierte. Jahrhundert und entstammte überwiegend dem städtischen Mittelstand. Er war erstimatrikulierter und besaß elementare Kenntnisse des Lesens, Schreibens und des Lateinischen. Sein Universitätsbesuch war von mittlerer Verweildauer, meist legte er keinen Examina oder Graduierungen ab und wird in der heutigen heutigen Forschung als Typ des studiosus simplex bezeichnet . Zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert stellte dieser Typus häufig mehr als die Hälfte der universitären Besucher und kann als der studentische Hauptakteur des Mittelalters betrachtet werden.
2.) Der Student der Artistenfakultät, Typ II. Der zweite Typus der Artistenfakultät unterschied sich nur geringfügig von Typ I. Der Anteil sozial schwacher Studenten war im Verlauf der universitären Entwicklung ab dem 14. Jahrhundert bei diesem Typus angestiegen, insbesondere durch die Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs gereizt. Sein Ziel war ein Universitätsabschluß, der bacalaureus artium. 20-40% Studenten dieses Typus fand man im Durchschnitt an den mittelalterlichen Universitäten.
3.) Der Student der Artistenfakultät, Typ III. Seine Studienmotivation reichte über die des Typs II hinaus: nicht mehr der bacalaureus artium wurde als Ziel angestrebt, sondern der Magistertitel. Der Armenanteil war hier geringer als bei Typ II. Typ III steht für den typischen Magisterstudenten des Mittelalters, sein Anteil am Gesamtvolumen der mittelalterlichen UniversitätsbesuCher ist jedoch im Vergleich zu Typ II gesunken. Als Studenten mit Bacalaureus- oder Magisterabschluß waren diese Studenten zeitgleich während ihres Studiums auch mit der universitären Lehre beschäftigt und besaßen die Aufstiegsmöglichkeit zum universitären Rektor.
4.) Studententypus IV steht bei Studienbeginn schon in Amt und Würden; er hat eine hohe Stellung sowie ein hohes Ansehen durch sein Amt oder die klerikale oder adlige Herkunft inne. Seine Altersstruktur ist relativ breit gestreut. Der sozial angemessene Ort seines Studium ist die Juristenfakultät, die Vorbildung entsprach meist den Kenntnissen der Magisterabschlußstudenten. Erworben wurden diese meist durch Privatunterricht. Die Universitäten strebten nach einer Steigerung des Anteil dieser Studenten, weil dieses zahlungskräftige Klientel ihnen außer wirt- schaftlichem Wohlstand auch gesellschaftlichen Prestigegewinn sicherte.

[...]


[1] So existierten vor dem 16. Jh. kaum Selbstzeugnisse von Studenten, die die "anekdotenhaften und eher

zufälligen Überlieferungen" (Schwinges, S. 207) in einem Bezug objektivieren könnten.

[2] Schwinges, S. 206. In: Geschichte der Universität in Europa. Hrsg. v. Walter Rüegg. Verleiche auch F. Graus, S.

413.

[3] Schwinges. S. 206. In: Geschichte der Universität in Europa. Hrsg. v. Walter Rüegg.

[4] Brandt, S. 69-70.

[5] Schwinges. S.207. In: Geschichte der Universität in Europa. Hrsg. v. Walter Rüegg.

[6] ebenda.

[7] ebenda.

[8] Graus, S. 413.

[9] ebenda.

[10] Es existiert (nach meinen Recherchen) keine Monographie, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

[11] Graus, Frantisek: Randgruppen der städtischen Gesellschaft im Spätmittelalter. In: Zeitschrift für historische

Forschung, Bd. 8, 1981. Berlin: Duncker & Humblot.

S. 389-438.

[12] Graus, S. 396.

[13] ebenda.

[14] Lexikon des Mittelalters, S. 434.

[15] ebenda.

[16] Graus, S. 392.

[17] Graus, S. 396.

[18] Graus, S. 398.

[19] Graus, S. 400.

[20] Maschke, S. 127.

[21] Schwinges, S. 181. In: Geschichte der Universität in Europa, Hrsg. v. Walter Rüegg.

[22] ebenda.

[23] Schwinges, S. 182. In: Geschichte der Universität in Europa, Hrsg. v. Walter Rüegg.

Details

Seiten
35
Jahr
1997
ISBN (eBook)
9783638203357
ISBN (Buch)
9783638921381
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v15120
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Historisches Seminar
Note
1,2
Schlagworte
Studenten Eine Randgruppe Mittelalters Randgruppen Minderheiten Mittelalter

Autor

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Titel: Studenten: Eine Randgruppe des Mittelalters?