Lade Inhalt...

Intranet als Instrument der internen Unternehmenskommunikation

Hausarbeit 2009 39 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Unternehmenskommunikation
2.1 Externe Unternehmenskommunikation
2.2 Interne Unternehmenskommunikation
2.3. Unternehmensidentität: Bindeglied zwischen interner und externer Kommunikation

3 Interne Unternehmenskommunikation
3.1 Bedeutung und Ziele
3.2 Aufgaben
3.3. Instrumente und Methoden der internen Kommunikation

4 Intranet
4.1 Definition
4.2. Anwendungsbereiche
4.2.1 E-Mail
4.2.2 Schwarzes Brett
4.2.3 Weitere Kommunikationsmöglichkeiten im Intranet
4.3 Vorteile und Chancen von Intranets
4.4 Entwicklungstendenzen

5 Intranet bei der Fa.xy

Fazit

Abbildungsverzeichnis

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Unternehmenserfolg durch Kommunikation mit den Mitarbeitern ist keine Geheimwissenschaft. Es ist ja allgemein bekannt, dass gezielte Werbung und Öffentlichkeitsarbeit nach außen den Erfolg sehr stark beeinflussen. Viele Unternehmen vernachlässigen jedoch die interne Kommunikation, den Dialog mit den Mitarbeitern. Dabei erbringt die Belegschaft die Leistungen, von ihr hängt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ab. Mit einer zweimal jährlich erscheinenden Hauszeitung ist es jedoch nicht getan! Erfolgreiche Kommunikation ist ein Gefüge verschiedener Medien, die den Dialog fördern, die reine Informationsvermittlung eingeschlossen.

Diese Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Instrumenten und Methoden der internen Unternehmenskommunikation insbesondere mit Intranet.

Welche Möglichkeiten stehen Unternehmen zur Verfügung, um ihre Kunden stärker an das Unternehmen zu binden? Diese Frage möchte ich in der vorliegenden Ausarbeitung beantworten und einen Überblick über die bekanntesten Kundenbindungsinstrumente und Maßnahmen anhand von aktuellen Beispielen aufzeigen.

Zuerst werden die Definition und die Wichtigkeit der Unternehmenskommunikation erläutert und auf zwei Themengebiete der Unternehmenskommunikation – externe und interne Kommunikation im Allgemeinen eingegangen, um dann im nächsten Kapitel das Thema interne Unternehmenskommunikation und Instrumente und Methoden der unternehmensinternen Kommunikation detaillierter zu erläutern. Im nächsten Kapitel wird auf das Intranet, das effektivste Instrument der unternehmensinternen Kommunikation, eingegangen. Im praktischen Teil dieser Arbeit wird ein positives Beispiel für den Einsatz von Intranet bei der Fa. xyGmbH vorgestellt.

2 Grundlagen der Unternehmenskommunikation

Unternehmenskommunikation ist der erfolgreiche Dialog zwischen den Beteiligten im Unternehmen einerseits und der nutzbringende Dialog zwischen dem Unternehmen und seinen Gesprächspartnern sowie der Öffentlichkeit.

Der Willen und die Fähigkeit zum erfolgversprechenden Dialog mit der Öffentlichkeit, den eigenen Mitarbeitern und den Kunden ist heutzutage ein kritischer Erfolgsfaktor. Wer seine Position im Wettbewerb behaupten und ausbauen will, muss diesem Faktor gerecht werden.

Diese Dialoge können nur gelingen, wenn ein optimaler Informationsfluss gewährleistet ist.

Ziel der Unternehmenskommunikation ist also: der optimale Informationsfluss zwischen allen Unternehmensbereichen und die reibungslose Kommunikation zwischen dem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern (Kunden und Lieferanten) bzw. Öffentlichkeit.

Gerade in der heutigen Zeit mit rapiden, grundlegenden Änderungen der Weltwirtschaft und vielen technischen Innovationen kommt auf Unternehmen ein permanenter Wandlungsprozess zu, den es mit den Mitarbeitern zu kommunizieren gilt

Heute gestalten sich die Wettbewerbsbedingungen von Unternehmen zunehmend schwieriger und unterliegen einem permanenten Wandel. Durch ein stetig wachsendes Leistungsangebot, eine zunehmende Angleichung von Produkten sowie hohe Sättigungsgrade auf Konsumentenseite wird der klassische Produktwettbewerb um einen Kommunikationswettbewerb ergänzt.[1]

Unternehmen sehen sich somit mehr denn je mit der Aufgabe konfrontiert, durch den professionellen Einsatz der kommunikationspolitischen Instrumente die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu erlangen und von diesen differenziert wahrgenommen zu werden, um Präferenzen für die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu erzeugen.[2]

2.1 Externe Unternehmenskommunikation

Ziel der externen Unternehmenskommunikation ist es, das Unternehmen glaubhaft als kompetent den Kunden freundlich zu präsentieren, um dadurch Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Unzufriedene Kunden schaden dem Unternehmen beträchtlich: während ein unzufriedener Kunde durchschnittlich fünfzehn (potenziellen) Kunden von seinen schlechten Erfahrungen berichtet, teilt ein zufriedener Kunde seine positiven Erfahrungen dagegen nur dreimal mit.[3]

Die wichtigsten Instrumente der Kunden-Kommunikation:

- direkte persönlich Kundenkontakte (z.B. durch Außendienst)
- Telefongespräche
- Schriftverkehr
- Kundenzeitschriften
- Informationsdienste oder –Briefe (gedruckt und/oder online)
- Unternehmensdarstellung (gedruckt und/oder online)
- Imagebroschüren
- Fachartikel
- Buchrezensionen
- Tagungsbeiträge

Bei Unternehmen steht die Kommunikation mit den Medien an erster Stelle: für die meisten ist diese Form der externen Unternehmenskommunikation das wichtigste Instrument ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Die Berichterstattung in den Medien ist überwiegend auf die Pressearbeit von Unternehmen und Organisationen zurückzuführen: bis zu drei Viertel aller Presseartikel gehen auf Pressemeldungen zurück.

Die wichtigsten Instrumente der Kommunikation mit den Medien:

- direkter Kontakt mit Journalisten
- Pressekonferenzen und -Gespräche
- Pressearbeit bei Messen
- Pressemitteilungen
- Pressemappen
- Geschäftsbericht
- Broschüre zur Unternehmensdarstellung

Pressearbeit ist keine Domäne der Großunternehmen. Auch kleine und mittlere Unternehmen haben Informationen mit Neuigkeitswert mitzuteilen – wenn auch an einen kleineren Empfängerkreis.[4]

2.2 Interne Unternehmenskommunikation

Die unternehmensinterne Kommunikation umfasst sämtliche Aktivitäten des Austausches bedeutungsvoller Signale zwischen den Angehörigen eines Unternehmens auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen. Unter Bezugnahme auf die primäre Richtung des Signalflusses in dem hierarchischen Unternehmensgefüge umfasst diese Definition die Gesamtheit der Aktivitäten der Aufwärts- und Abwärtskommunikation. [5]

Mitarbeiterkommunikation findet in jedem Unternehmen statt: in der Regel besteht sie aus einem Mix aus formellen und informellen Kanälen (z.B. Führungsrichtlinien, Mitarbeiterzeitschrift, Gespräche unter Mitarbeitern, Gerüchteküche).

Wer den Dialog fördern will, muss zunächst einmal Entscheidungen und ihre Hintergründe vermitteln und Gesamtzusammenhänge darstellen, denn zu den wichtigsten Zielen guter und professioneller Unternehmenskommunikation zählt Transparenz. Nur ein transparentes Unternehmen kann auf die Akzeptanz, Kooperation und Loyalität seiner Mitarbeiter zählen. Dafür ist geeignete Kommunikation unumgänglich.

Wie wird ein Unternehmen transparent? In dem Mitarbeiter jederzeit über all das informiert, was ihren Arbeitsplatz, ihre Aufgabe und das Arbeitsumfeld insgesamt betrifft. Wichtig ist aber auch die andere Perspektive: die Unternehmensleitung sollte sich darüber informieren, was Mitarbeiter über ihren Arbeitsplatz, ihre Aufgabe und das Arbeitsumfeld insgesamt denken. Das Thema unternehmensinterne Kommunikation wird im nächsten Kapitel detaillierter erläutert.[6]

2.3. Unternehmensidentität: Bindeglied zwischen interner und externer Kommunikation

Offenheit und Transparenz sind Teile einer umfassenderen Kommunikationsstruktur, die das gesamte Unternehmen und jeden einzelnen Mitarbeiter prägt. Bestehende Abläufe, der Unternehmens- und Arbeitsalltag, geben einen Rahmen ab, innerhalb dessen sich die Mitarbeiter zu verhalten wissen. Was die Kultur des Unternehmens ist, spiegelt sich aber umgekehrt in jedem Einzelnen wieder, der mit ihr in Berührung kommt. Je klarer das Bild dieser Kultur, sowohl nach innen als auch nach außen, desto verlässlicher und desto einheitlicher wird das gesamte Unternehmen wahrgenommen.

An diese Stelle wird die Verbindung zwischen interner und externer Kommunikation, zwischen intern wahrgenommener Unternehmenskultur und extern sich spiegelnder Unternehmensidentität am deutlichsten. Mit einer angenehmen Kultur kann ich mich leicht identifizieren; als Mitarbeiter möchte ich Teil dieses Ganzen sein, das meinen Arbeitgeber ausmacht und somit positiv darstellt.[7]

Corporate Identity - diese Kultur spiegelt sich nach außen. Mit Mitarbeitern, die alle ähnlich „ticken“, also die Unternehmenskultur verinnerlicht haben und sich gegenüber Dritten, also Kunden, der Presse, der Öffentlichkeit oder Lieferanten, ähnlich verhalten, schafft es ein Unternehmen, ein deutliches und eindeutiges Bild nach außen zu vermitteln. Durch eine starke Kultur identifizieren sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen, und da sich alle ähnlich identifizieren – aufgrund eines gemeinsam durch die Medien vermittelten Wertesystems-, gibt das dem gesamten Unternehmen ein einheitliches Auftreten, eine Corporate Identity.

Identität heißt also, sich selbst als Teil von etwas – in diesem Falle dem eigenen Unternehmen – wahrnehmen und auch von der Außenwelt, also allen, die in Kontakt mit dem Unternehmen als Ganzem und den einzelnen Mitarbeitern stehen, auf bestimmte Art und Weise wahrgenommen zu werden.[8]

3 Interne Unternehmenskommunikation

3.1 Bedeutung und Ziele

Die Interne Kommunikation hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Insbesondere gegenüber den klassischen Kanälen wie Werbung oder Messen findet eine zunehmende Beschäftigung mit internen Kommunikationsstrukturen und -prozessen statt.

Dies zeigt auch die von Booz Allen Hamilton und c-trust im Oktober 2003 durchgeführte Studie unter 300 börsenkotierten Unternehmen in Deutschland. Dabei nimmt gemäß Angaben der befragten Kommunikationsverantwortlichen die Bedeutung der internen Kommunikation in ihrem Unternehmen stark zu und belegt nach dem Internet und der Medienarbeit gar den dritten Platz.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Bedeutung der internen Kommunikation im Unternehmen (Meier, Philip (2002), S.5)

Bislang gibt es erst wenige praktikable Ansätze zur Strukturierung der Internen Kommunikation. Insbesondere die Segmentierung in vertikale, horizontale und diagonale Kommunikation ist wenig praxisorientiert und wird der Komplexität der Internen Kommunikation nicht gerecht. Vielmehr empfiehlt sich die Strukturierung in vier Felder der Internen Kommunikation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Felder der internen Kommunikation (Meier, Philip (2005), S.4)

CEO Kommunikation : Kommunikation des obersten operativen Führungsorgans eines Unternehmens zur Sicherstellung des Informations- und Kommunikationsflusses gegenüber den Führungskräften, einzelner Mitarbeitergruppen oder der Gesamtbelegschaft.

Führungskommunikation : Kommunikation über die organisatorisch festgelegten Führungsstrukturen zur Sicherstellung des laufenden Informations- und Kommunikationsflusses (Kaskadenkommunikation).

Interne Unternehmenskommunikation : Institutionalisierte Kommunikation durch die Kommunikationsabteilung zur Sicherstellung des bereichsübergreifenden Informations- und Kommunikationsflusses innerhalb des Unternehmens mit festgelegten internen Medien.

[...]


[1] Vgl. Birke, Klaus (1998), S.12.

[2] Vgl. Bruhn, Manfred (2005), S.7.

[3] Vgl. Hahne, Anton (1997), S. 30 f.

[4] Vgl. Theis-Berglmair, Anna (2003), S. 26 f.

[5] Körner, Veith (2001), S.24.

[6] Vgl. Meier, Philip (2002), S.34.

[7] Vgl. Schimitzek, Peter (1996), S. 25.

[8] Vgl. Döge, Michael (1997), S. 17.

[9] Vgl. Meier, Philip (2002), S. 23.

Details

Seiten
39
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640629275
ISBN (Buch)
9783640629374
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151469
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2,0
Schlagworte
Intranet Unternehmenskommunikation Kommunikation Unternehmensidentität Unternehmen interne externe e-mail schwarzes Brett Kommunikatiosmöglichkeiten

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Intranet als Instrument der internen Unternehmenskommunikation