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Spiele zur Wahrnehmungsdifferenzierung

Referat (Handout) 2002 7 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Bedeutung von sinnlichen Erfahrungen für das Kind

2. Methode des Einführens bei Wahrnehmungsspielen

3. Zur Geschichte der Wahrnehmung

Quellen:

1. Bedeutung von sinnlichen Erfahrungen für das Kind

Worauf muss ich als Kindergärtnerin achten?

Kinder haben Spaß am Einsatz all ihrer Sinne. Sie lieben z.B.: Hoppe-Reiter-Spiele, sie springen gerne auf Matratzen und hüpfen auch gerne in Pfützen. Für einen Erwachsenen erscheinen manche Tätigkeiten oft als sinnlos. Für das Kind ist es aber auf keinen Fall nutzlos. Es erfährt so über die Sinne seine Umwelt und es macht seine Erfahrungen, was vor allem auch für seine spätere Entwicklung von großer Bedeutung ist. Es ist aus diesem Grund wichtig, dass man sich auf die Erlebnisebene des Kindes einlässt. Kinder brauchen auch den konkreten Umgang mit Dingen und möchten sie nicht nur ansehen.

Es ist heute leider so, dass wir in einer sozusagen sinnesfeindlichen Umwelt aufwachsen.

Wir leben in einer

- mediatisierten Welt

(Die Kinder erleben die Welt über Bilder passiv und nicht aktiv.)

- technisierten und motorisierten Welt.

(Tatsächliche Vorgänge sind nicht mehr sichtbar, es öffnen sich z.B.: Türen automatisch.)

- körper- und leibfeindlichen Welt

(Kinder können ihrem Bewegungsdrang zum Teil nicht nachgehen.)

- Welt voll einseitiger Sinneserfahrungen

(Wahrnehmung ist oft auf das Sehen und Hören beschränkt.)

- Es ist aber wichtig, dass alle Sinnesorgane angeregt werden, nur so können sie gut funktionieren.

- Da dies die Kinder aber im Alltag oft nicht erfahren, ist es auch Aufgabe von

Erziehungseinrichtungen, dass sie darauf eingehen.

Beispiele für die Umsetzung:

- Ich gehe mit den Kindern in einen Streichelzoo und sie können so den Hasen nicht nur im Bilderbuch betrachten. Das heißt sie erleben das Tier aktiv und nicht nur passiv in Form von Bildern.
- Wir können auch gemeinsam einen Kuchen backen. Die Kinder erleben wie der Teig zubereitet und geknetet wird, wie er duftet, dass er gebacken und dann aufgeschnitten wird und nicht aus der Tiefkühltruhe kommt. Das heißt sie erleben den ganzen Vorgang.
- Es sollte mir als Kindergärtnerin auch immer bewusst sein, dass Kinder ausreichen Bewegung brauchen.
- Und durch Spielideen könnten auch die anderen Sinne gefördert werden.

Bei den Spielen ist aber immer zu beachten, dass sie nicht zum täglichen Programm oder Muss werden, sondern dass der Spaß im Vordergrund steht.

Wichtig ist auch, dass man das Kind bei seinen Erfahrungen begleitet und eventuell unterstützend wirkt, aber auch dass man ihm genügend Freiraum für eigene Entdeckungen lässt.

Außerdem sollte man auch darauf achten, dass nicht nur Angebote gesetzt werden, sondern dass die Kinder auch eine Umgebung vorfinden in der Sinneserfahrungen möglich sind, wo sie also selbst aktiv werden können. (Ein Beispiel dafür ist eine Kastanienwanne im Gruppenraum oder in der Garderobe, wo die Kinder ihren Tastsinn erproben können.) Wichtig ist dabei, wie bei allem dass die Dinge gut eingeführt werden, so dass die Kinder auch ohne Hilfe des Erziehers gut damit umgehen können.

Es sollte dem Erzieher auch bewusst sein, dass das reibungslose Funktionieren der Sinne nicht wie heute oft angenommen selbstverständlich ist, sondern dass auch die Sinne Übung brauchen. Man kann einen Sinn auch intensiver fordern und wahrnehmen, wenn man einen anderen ausschaltet. Ein Beispiel dafür ist, dass die Kinder oft die Augen schließen, wenn sie massiert werden, sie nehmen dann bewusst die Berührung wahr.

[...]

Details

Seiten
7
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638203814
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v15192
Note
Sehr Gut
Schlagworte
Spiele Wahrnehmungsdifferenzierung

Autor

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Titel: Spiele zur Wahrnehmungsdifferenzierung