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Die Entwicklung von Zyklonen in den mittleren Breiten

Seminararbeit 2003 8 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Zielstellung
1.2. Begriffsklarung

2. Ursachen der Entstehung

3. Die Entstehung von Zyklonen

4. Zusammenfassung

5. Literatur

1. Einleitung

1.1 Zielstellung

Im Rahmen des mir aufgetragenen Referates und der daran anschliefienden Ausarbeitung, geht es um die Erschliefiung des Begriffes Zyklone durch die Aufarbeitung derer Entstehung und Entwicklung. Dabei sollen die ablaufenden Wirkungszusammenhange und Entstehungsprozesse im Speziellen erschlossen werden.

1.2. Begriffsklarung

Zyklone kann man allgemein als wandernde Tiefdruckwirbel mit ausgepragter Warm- und Kaltluftfront bezeichnen. Sie entstehen vorrangig im Gebiet der mittleren Breiten. Als mittlere Breiten bezeichnet man das Gebiet zwischen dem Polar- und dem Wendekreis.

2. Ursachen der Entstehung

Die Ursache der Entstehung von Zyklonen liegt in der allgemeinen bzw. planetarischen Zirkulation der Atmosphare begrundet. Dieses Zirkulationssystem kann man auf den Bereich der Troposphare festlegen.

Die Zirkulation von Luftmassen wird im Wesentlichen durch die Kugelgestalt der Erde und der dadurch im weiteren Sinne unterschiedlichen Einstrahlungsverhaltnisse der Sonne hervorgerufen. Denn durch diese unterschiedlich intensive Einstrahlung ist die Energiezufuhr auf der Erdoberflache sehr verschieden. Es kommt deshalb zu unterschiedlich starken Erwarmungsprozessen von Luftmassen. An den Polen, wo die Einstrahlungsintensitat durch den geringeren Einfallswinkel der Sonnenstrahlung logischerweise geringer ist als in sudlichen aquatornahen Gebieten, existieren kaltere Luftmassen. In den aquatornahen Gebieten demzufolge warmere.

Diese kalten Luftmassen zwischen 65°N und 90°N stehen den warmen aquatornahen Luftmassen zwischen 35° N und S gegenuber und bilden die planetarische Frontalzone. Diese Zone bezeichnet den Ubergangsgurtel zwischen der relativ stabil geschichteten warmen Aquatorluft und der relativ stabil geschichteten kalten Polarluft. In dieser Zone sind also grofiere Temperaturgegensatze konzentriert.

Dem barometrischen Hohengesetz zufolge vergroßert sich mit dem Temperaturgefalle in der Hohe auch das Druckgefalle. Dadurch werden Hohenwinde verursacht, die durch die Corioliskraft auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Sudhalbkugel nach links abgelenkt werden. Somit entsteht sowohl auf der einen als auch auf der anderen Halbkugel ein Westwindgurtel.

Die Windstromug der Hohenwestwinde verlauft jedoch nicht parallel zu den Breitenkreisen. Ware dies der Fall, wurde der Energieaustausch zwischen den Luftmassen hoherer als auch niederer Breiten, infolge der unterschiedlich intensiven Einstrahlungsenergie, verhindert werden. Der Gegensatz zwischen dem Energieuberschufi der warmen Luftmassen aus den Tropen und dem Energiedefizit der kalten Luftmassen von den Polen, wurde sich dann immer weiter vergrofiern. Das ganze System wurde auf Dauer zusammenbrechen.

Aus diesem Grunde sind die Hohenwestwindstromungen nicht breitenkreisparallel., sondern verlaufen maanderformig und schlagen grofie Wellen mit Wellenlangen bis zu 1000km. Deswegen werden solche Erscheinungen in die Klasse der Makroturbulenzen eingeordnet.

Dabei kommt es zur Auspragung von Hohenrucken, die polwarts gerichtet sind und zu Hohentrogen, die aquatorwarts gerichtet sind.

3. Die Entstehung von Zyklonen

Die Grenze der warmen Luftmassen bezeichnet man als Warmfront und die Grenze der kalten Luftmassen als Kaltfront. Durch die Verdichtung der Temperatur- und Druckgegensatze, werden diese Fronten instabil und es kommt, wie schon zuvor beschrieben zur Auspragung von grofien maandrierenden Luftmassenwellen. Diese laufen mit der Hohenwindstromung in ostlicher Richtung ab.

Die Wellen durchlaufen eine dynamische Entwicklung im Rahmen der Entstehung und des Abbaus einer sogenannten Frontalzyklone. Sie durchlaufen in diesem Prozefi verschieden Stadien und Entwicklungsstufen. Diesen Vorgang beschreibt man mit dem Begriff der Zyklonenfamilie. Zu einer Zyklonenfamilie gehoren vier bis sechs Frontalzyklonen, die im gleichen Entstehungsgebiet entstanden sind und sich in unterschiedlich fortgeschrittenen Entwicklungsstadien befinden.

Ich werde die Entstehung eine Zyklone im Folgenden in vier zu erklaren versuchen.

In der Phase 1) beginnen warme Luftmassen, die hohere Temperaturen und einen grofieren Drehimpuls besitzen als die kalteren, auf der ostlichen Vorderseite einer Luftmassenwelle gegen die kalten Luftmassen zu stromen. Zur gleichen Zeit gleitet also warme Luft auf die kaltere auf. Dies geschieht, weil die kalteren Luftmassen eine grofiere Dichte haben. Die warmen Luftmassen sind leichter und steigen dadurch eher auf. Diese Aufgleitflache steigt polwarts schwach an.

Auf der westlichen Ruckseite drangt dagegen die kalte Luft gegen die warme Luft und beginnt diese vom Boden abzuheben. Es bilden sich also eine Aufgleitflache mit einer Warmfront heraus und eine Einbruchsflache mit einer Kaltfront. Uber dem Warmluft- vorstofi bildet sich dabei ein Hochdruckrucken und uber den Kaltluftmassen ein Tiefdrucktrog. Es entsteht eine grofie Maanderwelle in der Hohenwindstromung. Die Amplitude nimmt an Ausmafien zu und wandert mit der Weststromung ostwarts. Durch die Zunahme der Amplitude der Maanderwelle kommt es schliefilich zur Abschnurung von Luftmassen in Form von Hohenrucken oder Tiefdrucktrogen. Dieser Prozefi wird als cut-off-efect bezeichnet.

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Details

Seiten
8
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640644995
ISBN (Buch)
9783640644889
Dateigröße
374 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v152522
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Institut für Geographie
Note
2,0
Schlagworte
Zyklone Wetter Luftmasse Windströmung Warmfront Kaltfront Warmluft Kaltluft Regen Wolke

Autor

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