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ASP Allgemeines Schulpraktikum. Der Bericht

von Martina Szonn (Autor) Svenja Otte (Autor) Tobias Schaper (Autor)

Praktikumsbericht / -arbeit 2002 26 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Bonifatiusschule

Das Ziel der Schule

Montag, 11. Februar 2002

Dienstag, 12. Februar 2002

Mittwoch, 13. Februar 2002

Donnerstag, 14. Februar 2002

Freitag, 15. Februar 2002

Woche vom 18.02.-22.02.2002

Woche vom 25.02.-01.03.2002

Woche vom 04.03.-08.03. (Projektwoche)

Woche vom 11.03.-15.03

Einleitung

Die Bonifatiusschule

Die Bonifatiusschule ist eine staatliche Grundschule katholischer Konfession ( § 129 Nds. Schulgesetz ) in Trägerschaft der Landeshauptstadt Hannover.

Der Schulstandort liegt im Stadtteil List, Bonifatiusplatz 6, 30161 Hannover.

In der Bonifatiusschule herrscht eine familiäre Atmosphäre. Kinder, Eltern und Lehrer sind bemüht, das tägliche Miteinander freundlich und rücksichtsvoll zu gestalten.

Zur Zeit besuchen 364 Kinder (188 Mädchen, 176 Jungen) in 14 Klassen die Bonifatiusschule. Von den 364 Kindern sind 44 Kinder nicht katholisch. Es besuchen 68 ausländische Kinder (vorwiegend aus Italien, Spanien, Polen, Kroatien, Griechenland, südamerikanische Staaten) die Bonifatiusgrundschule. Zwanzig Lehrerinnen und eine Lehramtsanwärterin bilden zur Zeit das Kollegium.

Die Bonifatiusschule kann - soweit die Kapazität vorhanden ist – auch nicht getaufte Kinder oder Kinder anderer christlicher Konfession aufnehmen. Der Anteil darf allerdings nicht mehr als max. 15 % der Schülerschaft betragen. Einen Rechtsanspruch auf einen Schulplatz besteht nur für römisch-katholische Kinder.

Eine Verordnung zum Niedersächsischen Schulgesetz regelt, dass freie Plätze an katholischen Grundschulen unter den nicht katholischen Kindern durch ein Losverfahren vergeben werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme nicht katholischer Kinder ist, dass die Eltern eine katholische geprägte Erziehung wünschen und unterstützen.

Die Bonifatiusgrundschule ist eine „Volle Halbtagsschule“. Ein besonderes pädagogisches Konzept (regelmäßige Unterrichtsversorgung von 8:10 Uhr bis 12:10 Uhr für die 1. und 2. Klassen bzw. von 8:10 Uhr bis 13:10 Uhr für die 3. und 4. Klassen. Für die dritten und vierten Klassen bestehen keine festen Unterrichtseinheiten mehr, verschiedene Formen der Planarbeit, Freiarbeit) wird den Bedürfnissen der SchülerInnen gerecht. Unterrichtsausfälle sind äußerst selten und werden rechtzeitig angekündigt.

Aufgrund der langen Schulwege (die Kinder kommen vor allem aus den Stadtteilen Vahrenwald, Bothfeld, Buchholz, List, Zooviertel) kann ein eigenes Schulbussystem in Anspruch genommen werden. Die Kosten hierfür betragen ca. € 12,50 pro Kind/Monat. Bei finanziellen Engpässen helfen Solidaritätsbeiträge aus der Elternschaft der Bonifatiusgrundschule. Der Bus hält direkt vor der Schule. Die Buspläne sind mit den Stundenplänen abgestimmt, sodass es keine Wartezeiten für die Schüler gibt.

Ein spezielles Konzept erleichtert darüber hinaus den Schulanfängern den Einstieg. In den ersten vier Wochen werden die Schulanfänger in Kleingruppen besonders intensiv betreut und behutsam an den Schulalltag herangeführt. Schon bereits vor der Einschulung werden die Eltern an mehreren Elternabenden umfassend informiert. Von Anfang an wird den Klassen neben der Klassenlehrerin eine feste zweite Lehrkraft zugeteilt, die ebenfalls möglichst viele Stunden in der Klasse unterrichtet.

Ab der ersten Klasse werden die SchülerInnen drei Stunden wöchentlich in Religion unterrichtet. Alle Kinder, auch die nicht katholischen Kinder, nehmen am Religionsunterricht teil. Mit Singen, Spielen, Basteln, Beten und Gestalten erleben sie den Glauben. Der Religionsunterricht ist so nicht isoliert, sondern prägender Bestandteil des Fächerkanons. Diese Ausrichtung wird vom gesamten Kollegium unterstützt und getragen. In den Klassen finden von Zeit zu Zeit KlassengO.sdienste statt. In Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden werden GO.sdienste von den Kindern selber gestaltet.

Für ausgesiedelte und ausländische Kinder gibt es einen speziellen Förderunterricht zum Erlernen und Festigen der deutschen Sprache. Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwächen erhalten eine besondere Förderung. Die Spiel- und Bewegungsgruppe bietet 15 Kindern die Möglichkeit, psychomotorische Förderung zu erhalten. Im Kontaktunterricht der Sonderschule erhalten Kinder diese Förderung über musikalisches Erleben.

Landschulaufenthalte gehören zum festen Programm der 3. und 4. Klassen. Projekttage, Sportfeste, Sportwettkämpfe, Schulausflüge, Schulfeste (April 02, 100 jähriges Bestehen der Schule) bereichern das Schulleben.

Das Ziel der Schule

Es ist Ziel der Schule, die Kinder zu verantwortungsvollen, selbstständigen und selbstbewussten Menschen zu erziehen. Lehrerinnen und Eltern bemühen sich gemeinsam um die Realisierung dieses wichtigen Ziels.

Allgemeine Informationen zur Klasse:

Klasse: 1a

Kinder: 26

Mädchen: 14

Jungen: 12

Klassenlehrerin: ...

Schulleiterin: ...

Montag, 11. Februar 2002

Wir drei Studenten haben uns um 8:00 Uhr am Aquarium getroffen. Es war Fasching. Wir drei sind verkleidet in die Klasse gegangen. Um kurz nach acht fängt die sogenannte Anfangszeit statt. Es findet noch kein Unterricht statt, aber die Kinder können spielen, sich unterhalten, Hausaufgaben fertigen, malen/zeichnen etc. Der reguläre Unterricht beginnt um 8:25 Uhr.

An einem Faschingsmontag ist es aber alles anders.

Frau B. hat uns begrüßt und uns gebeten gleich mit ihr gemeinsam den Morgenkreis zu beginnen.

Der Morgenkreis beginnt, indem sich alle Kinder im Stehkreis versammeln. Es wird gemeinsam ein Guten-Morgen-Lied gesungen.

Wir haben uns den Kindern noch mal vorgestellt und die Kinder haben sich uns noch mal vorgestellt.

Die Kinder haben uns sehr freundlich aufgenommen und uns gleich ihre Kostüme erklärt.

Dadurch, dass unsere erste Woche gleich mit Fasching anfing, war es eine lockere und ungezwungene Atmosphäre.

Wir konnten uns den Kindern nähern, ohne dass es auf einer Lehrer-Schüler-Basis verlief. Durch die Kostüme und Spiele war es kein Lehrvormittag, sondern ein Spiel- und Spaßvormittag.

Zwei Mütter haben für den Vormittag Hotdogs vorbereitet, die wir gemeinsam mit den Kindern und Frau B. gegessen haben. Durch das gemeinsame Essen am großen Tisch, konnten die Kontakte zu den Kindern gefestigt werden. Bei den Spielen konnten lockere Gespräche mit den Kindern stattfinden.

Nach dem Essen haben die Kinder Faschingsbilder angefertigt. Sie sollten mit Hilfe von bunter „Zauberkreide“ (normale bunte Kreide) ein Bild von sich oder einem anderen Faschingskind anfertigen. Dazu haben die Kinder ein schwarzes DIN A4 Blatt aus Tonpapier bekommen und mussten die Kreide in Buttermilch eintauchen, um dann das Bild zu malen. Weil die Kreide vorher in Buttermilch getaucht wurde, haftet sie besser auf dem Papier und es entstehen hübsche Farbverschmelzungen auf dem Bild.

Die gesamte Schule hat eine Polonaise durch das Schulgebäude gemacht. Jede Klasse hat mitgemacht und dadurch ist eine riesige Polonaise entstanden.

In der Turnhalle haben wir gemeinsam mit Frau B. ein Bewegungslabyrinth aufgebaut. Jede Klasse der Bonifatiusgrundschule durfte an diesem besonderen Vormittag in diesem Labyrinth sich bewegen. Die Aufgabe war es, dass kein Kind den Boden betreten durfte. Es wurde so aufgebaut, dass die Kinder sich immer wieder auf Teppichfliesen, Bodenmatten, Weichbodenmatten, Höhlen... retten konnten, ohne den Fußboden zu betreten.

Nachdem die Kinder sich wieder in der Klasse eingefunden hatten, wurde wieder ein Stehkreis gebildet und die Kinder wurden mit einem Aufwiedersehen-Lied verabschiedet.

T. ist uns gleich aufgefallen. Trotz der ausgelassenen Stimmung in der Klasse zu Karneval, war er sehr aggressiv gegenüber anderen Kindern. Wenn T. eine Aufgabe zu erledigen hatte, verweigerte er sie und drehte sich stur weg.

Dienstag, 12. Februar 2002

Dienstags hat Frau B. ihren Schwimmtag. Somit sind wir drei und zwei dritte Klassen, mit Frau B. ins Vahrenwalder-Hallenbad gegangen.

Die Kinder versammeln sich am Aquarium in zweier Reihen. Wir sind gemeinsam zum Schwimmbad gelaufen.

Die Kinder ziehen sich in einer Gemeinschaftsumkleidekabine um. Die Schlüssel werden von der Lehrerin eingesammelt und in einer Plastiktüte verstaut. Die Kinder bekommen vor dem Betreten ins Schwimmbad folgende Anweisung:

- Badetuch ins Regal legen
- In die Dusche gehen
- Gut einschäumen
- Den Schaum gut abduschen
- Ins Schwimmbad gehen
- Im Schwimmbad kalt abduschen

Jedes Kind bekommt eine rote Badekappe. Die Lehrerin kann dann „ihre“ Kinder besser wiedererkennen.

Die Kinder haben in der Anfangszeit ca. 5-10 Minuten Zeit im Nichtschwimmerbecken zu spielen.

Danach gemeinsames Versammeln im Stehkreis. Die Gruppe wird geteilt. Alle Nichtschwimmer bleiben bei Frau B., alle Schwimmer gehen mit Frau...

Die erste Aufgabe ist, dass die Kinder immer zu zweit ein anderes Kind vorsichtig ins Wasser tragen um dort das Kind nur mit zwei Fingern zu halten.

Nachdem die Kinder die Aufgabe erledigt hatten, wurden die Erfahrungen zusammengetragen.

Im Wasser ist mal viel leichter als an Land! Woran liegt das?

Als nächstes sollten die Nichtschwimmer

- einen Tischtennisball im Wasser durch pusten fortbewegen.
- Sie sollten unter Wasser durch die Nase ausatmen.
- Einen Eimer unter Wasser mit Tischtennisbällen füllen. Was passiert? Eimer kommt an die Wasseroberfläche.
- In den Eimer unter Wasser reinpusten. Kommt er an die Oberfläche?

Nach der Beendigung der Aufgaben im Wasser hatten die Kinder noch ca. 5-10 Minuten Freizeit.

Nachdem die Klasse sich geduscht und umgezogen hatte, wurden diese abgeholt von einer Lehrerin, die uns neue Klassen mitgebracht hat.

Mit den zwei neuen Klassen, haben wir die gleichen Wasserversuche durchgeführt, wie bei den zwei ersten Klassen. (siehe oben)

Nachdem die Klassen sich geduscht und umgezogen hatten, sind wir gemeinsam zurück zur Schule gelaufen.

Nach Schulschluss haben wir uns mit Frau B. zu einer Unterrichtsvorbereitung getroffen.

[...]

Details

Seiten
26
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638204231
Dateigröße
512 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v15256
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – Erziehungswissenschaften
Note
sehr gut
Schlagworte
Allgemeines Schulpraktikum Bericht

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Titel: ASP Allgemeines Schulpraktikum. Der Bericht