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Wie muss sich das Führungsverhalten über die Phasen des Team-Life-Cycles ändern?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2008 11 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Veränderung der Führungsrolle über die Phasen des Teamlifecycles
2.1. Die Formingphase
2.2. Die Stormingphase
2.3. Die Normingphase
2.4. Die Performingphase

3. Decision Making Process in Teams

4. Eigene Erfahrungen

5. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis.

1 Einleitung

Führungspersonen sind allgegenwärtig in unserem täglichen Umfeld. Seien es Vater und Mutter als Familienoberhaupt und Respektspersonen, die Regeln und Verhaltensnormen innerhalb der Familie festlegen und Ungehörigkeit bestrafen, der Vorstand eines Unternehmens, der versucht seine Mitarbeiter im Sinne des Unternehmens zu führen, oder die Dozenten, deren Absicht darin liegt, Studenten auf den richtigen Lernpfad zu leiten. Auch in Teams gibt es einen Teamleiter, dessen Aufgabe es ist, zu führen. Laut Haug (2003) wird ein Team bezeichnet als, „ eine Gruppe von Mitarbeitern, die für einen ganzen, geschlossenen Arbeitsgang verantwortlich ist und die das Ergebnis ihrer Arbeit als Produkt oder Dienstleistung an einen internen oder externen Empfänger liefert.“ [1] Die Führungsrollen können nicht als statisch angesehen werden, sondern sollen sich über die Phasen des „Teamlifecycles“ ändern, damit Innovation, Weiterentwicklung und Erfolg des Teams nicht behindert werden. Da je nach Phase unterschiedliche Verhaltensmuster auftreten, bedarf es einer flexiblen Führung. Auch anhand des Beispiels eines Vaters oder einer Mutter lässt sich die Notwendigkeit einer dynamischen Führung erklären. Kinder haben je nach Alter und Reife unterschiedliche Verhaltensmuster und benötigen dementsprechend auch einen anderen Führungsstil. Beispielsweise im Alter von 10 Jahren bedarf es einer strikteren Führung mit klaren Regeln, um den Kindern Grenzen aufzuzeigen und ihnen Benehmen beizubringen, hingegen mit Erreichung der Volljährigkeit zeigen Regeln kein Wirkung, man muss ihnen mehr Freiraum geben. Eine Führung in dem Sinn wird nicht benötigt, Mutter und Vater treten hier eher als „Coach“ auf und bieten Unterstützung bei Problemen. Da sich auch Teams über die Jahre der Zusammenarbeit verändern und weiterentwickeln, ist es ebenfalls wichtig für die Führung von Teams je nach Phase in der es sich befindet, einen passenden Führungsstil zu wählen.

2 Die Veränderung des Führungsverhaltens über die Phasen des Teamlifecycles

Die Phasen, die ein Team üblicherweise durchläuft und Ansatzpunkte für die Anpassung des Führungsstils geben, sind Forming, Storming, Norming und Performing.

2.1 Die Formingphase

In der Formingphase suchen die Teammitglieder den ersten Kontakt zueinander. Es findet ein „kennen lernen“ statt, bei dem versucht wird, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Ziele und Aufgaben sind noch nicht klar abgesteckt und die Phase zeichnet sich durch hohe Unsicherheit und formelle Höflichkeit aus. Die Teammitglieder sind einander fremd und jeder versucht für sich, seine Stellung im Team zu finden.[2] Meinungsäußerungen sind zurückhaltend und eigene Interessen werden nur vorsichtig preisgegeben. Die Teammitglieder sind sich noch nicht im Klaren was auf sie zukommt, was zufolge hat, dass eine angespannte Atmosphäre herrscht und alle nach Akzeptanz und Dazugehörigkeit streben.[3] Ein „Wir-Gefühl“ kann in dieser Phase noch nicht entwickelt werden, da Ziele und Arbeitsweise noch nicht vollständig miteinander harmonieren. Die Aufgaben, die eine Führungsperson in dieser Phase hauptsächlich bewältigen muss, sind Klärung der Rollen und Aufgaben und die Koordination der Kommunikation zwischen den Teammitgliedern.[4] Als Teamleader übernimmt man also in dieser Phase eher die traditionelle hierarchische Rolle eines Vorgesetzen, indem man das Team überwacht, koordiniert und die nötigen Rahmenbedingungen schafft. Das Empowerment, also die Selbstkontrolle und das eigenmächtige Handeln des Teams sind hier noch nicht so ausgeprägt wie im fortgeschrittenen Teamlifecycle. In der Formingphase kann man eigentlich noch nicht von Teamarbeit sprechen, da der Begriff Team oft nur als Name zu verstehen ist und die Mitglieder noch keine gemeinsamen Denkweisen und Ziele entwickelt haben. Als Führungsperson wird verlangt das Verhalten des Teams zu steuern und zu gestalten, oder als Mentor zu fungieren.[5] Es wird vor allem verlangt, der Gruppe Sicherheit zu geben und eine Basis für einen erfolgreichen Meinungsaustausch untereinander zu schaffen, sodass die verschiedenen Erfahrungen, Werte und Interessen ausgetauscht werden können. Zudem sollen vom Teamleiter erste Prioritäten und Vorgehensweisen bezüglich der Zusammenarbeit festgelegt werden. Diese Phase des Forming dauert so lange an, bis jedes Teammitglied seinen Platz im Team hat und fähig ist seine Teammitglieder einschätzen zu können.[6]

[...]


[1] Vgl. Haug 2003, S. 15

[2] Vgl. Kriz 2003, S. 51

[3] Vgl. Reitinger Forming (2009)

[4] Vgl. Kriz 2003, S. 51

[5] Vgl. Linstead 2004, S. 381

[6] Vgl. Reitinger Forming (2009)

Details

Seiten
11
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640655816
ISBN (Buch)
9783640656035
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v153406
Institution / Hochschule
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Note
2,3
Schlagworte
Führungsverhalten Phasen Team-Life-Cycles

Autor

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