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Risikomanagement und Controlling

Seminararbeit 2010 18 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition
2.1 Risiko
2.2 Risikomanagement
2.3 Controlling

3. Risikomanagement und Controlling
3.1 Einordnung des Controllings in das Risikomanagement
3.2 Das Risikomanagementsystem
3.2.1 Internes Überwachungssystem
3.2.2 Frühwarnsystem
3.2.3 Risikocontrolling
3.3 Der Risikomanagementprozess

4. Kritische Beurteilung

5. Fazit und Ausblick

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Unterscheidung des Risikobegriffe

Abbildung 2: Controlling als Schnittmenge zwischen Manager und Controller

Abbildung 3: Der Risikomanagementprozess

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Abgrenzung Risikomanagement und Risikocontrolling

1. Einleitung

Durch die zunehmende Inanspruchnahme weltweiter Kapitalmärkte, die fortschreitende Internationalisierung unternehmerischer Aktivitäten sowie die Globalisierung und Dynamisierung des Wettbewerbs entstehen eine Vielzahl von Chancen, aber auch Risiken der unternehmerischen Tätigkeit. Aufgrund dieser Komplexität wird die frühzeitige Erkennung von Risiken erschwert. Oft traten infolge eines unzureichenden oder fehlenden Risikomanagements spektakuläre Unternehmensinsolvenzen auf, wie z.B. bei Enron und der Philip Holzmann AG. Um zu gewährleisten, dass die Unternehmensführung sich systematisch und bewusst mit ihren Risiken auseinandersetzt, hat der Gesetzgeber im Jahr 1998 das „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz“ (KonTraG) verabschiedet. Mit dem KonTraG wurden verschiedene Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches geändert. Nach § 91 Abs. 2 AktG wird dem Vorstand die Aufgabe übertragen, „geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden“.[1] Nach § 289 Abs. 1 HGB sollen die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklungen im Lagebericht dargestellt werden.[2] Der § 289 Abs. 5 HGB fügt ergänzend hinzu: „Kapitalgesellschaften im Sinn des § 264d haben im Lagebericht die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben“.[3] In der Gesetzesbegründung stellt der Gesetzgeber ergänzend fest, dass der Vorstand „für ein angemessenes Risikomanagementsystem und für eine angemessene Interne Revision zu sorgen“[4] hat. Diese Arbeit gibt Auskunft darüber, wie das Risikomanagement und das Controlling zusammen wirken, um diese Anforderungen zu erfüllen.

2. Begriffsdefinition

2.1 Risiko

In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur existiert keine einheitliche Definition für den Terminus Risiko. Der Ursprung des Begriffes liegt im 12. Jahrhundert, als italienische Fischer das Umsteuern von Klippen, dessen Ausläufer unterhalb der Wasserlinie nur zu erahnen waren, als risicare bezeichneten.[5] Der Begriff „risicare“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „wagen“[6] und kommt dem Risikobegriff am Nächsten. Risiko wird „eher als eine aktive Wahlentscheidung als etwas schicksalhaft Vorbestimmtes eingeordnet“.[7] Der Risikobegriff lässt sich in zwei Ebenen einteilen: Den sogenannten „reinen“ Risiken, welche sich z. B. durch Versicherungen abdecken lassen, und den „spekulativen“ Risiken, die typisch für das unternehmerische und wirtschaftliche Handeln sind, da hier auch Gewinne und Chancen enthalten sind.[8] Das spekulative Risiko wird in zwei Risikobereiche eingeteilt. Dem Risiko im engeren Sinne, das auf Verluste durch von der Planung negativ abweichender Entwicklungen zurückzuführen ist.[9] Das Risiko im weiteren Sinne hingegen meint die positiven Abweichungen, also die Chancen.[10] Zusammenfassend kann unter Risiko alles verstanden werden, „was ein Unternehmen an der Erreichung seiner Ziele hindern kann. Es beinhaltet die Möglichkeit des Eintrittes eines Schadens bzw. Nachteils, des Nichteintritts einer positiven Entwicklung sowie die Möglichkeit der Abweichung vom Erwarteten“.[11] Die Abbildung 1 zeigt die Unterscheidung des Risikobegriffes.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Unterscheidung des Risikobegriffes[12]

2.2 Risikomanagement

Der Begriff des Risikomanagements findet seinen Ursprung im Versicherungsmanagement größerer amerikanischer Unternehmen. Das Risikomanagement wird in Anlehnung an den Risikobegriff in das Risikomanagement im engeren Sinne, welches nur die reinen Risiken umfasst, und das Risikomanagement im weiteren Sinne, welches zudem die spekulativen Risiken mit einschließt, eingeteilt.[13] Aufgabe des Risikomanagements ist die Erfassung, Analyse und Bewertung der Risiken und entsprechende Weiterleitung der Informationen an die jeweiligen Entscheidungsträger und Aufsichtsgremien.[14] Ziele des Risikomanagements sind die Existenzsicherung des Unternehmens, die Sicherung des zukünftigen Unternehmenserfolges und die Minimierung der Risikokosten, so dass das Risikomanagement in diesem Zusammenhang auch als Führungsaufgabe verstanden werden kann.[15]

2.3 Controlling

Unter Controlling versteht man das Konzept der Unternehmenssteuerung mit dem Ziel der Schaffung und Sicherung der Koordinations-, Reaktions- und Adaptionsfähigkeit.[16] Controlling als Funktion, Prozess und Denkweise ist, wie in der Abbildung 2 dargestellt, die Schnittmenge aus der Controller- und Managerverantwortlichkeit.[17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Controlling als Schnittmenge zwischen Manager und Controller[18]

Zu den funktionalen Kernaufgaben eines Controllings, welches „seinem Anspruch als modernes Konzept der Unternehmemssteuerung“[19] gerecht werden soll, gehören die Planung, Kontrolle, Information und Koordination.[20] Das Controlling wird in das operative und strategische Controlling unterteilt. Das operative Controlling befasst sich mit der Gegenwartsorientierung und der Sicherung der Zielsetzung.[21] Das strategische Controlling befasst sich hingegen mit der Zukunftsorientierung und dem Ziel der Sicherung der Existenz.[22]

[...]


[1] AktG, § 91 Abs. 2.

[2] Vgl. HGB, § 289 Abs. 1.

[3] HGB, § 289 Abs. 5.

[4] Deutscher Bundestag, Bundestagsdrucksache Nr. 13/9712, S. 15.

[5] Vgl. http://www.crisam.net/geschichte-des-risikomanagements.html, Stand 09.06.2010.

[6] Vgl. Fiege, S. (2006), S. 37.

[7] Fiege, S. (2006), S. 37.

[8] Vgl. Schorcht, H. (2004), S. 24 f.

[9] Vgl. Fröhling, O. (2000), S. 63.

[10] Vgl. Seidel, U. M. (2002), S. 49.

[11] Vgl. Schitag Ernst & Young (1998), S. 11.

[12] In Anlehnung an Lück, W. (2006), S. 16.

[13] Vgl. Schorcht, H. (2004), S. 31.

[14] Vgl. Schüller, L. (2002); S. 7, Schorcht, H., (2004), S. 35.

[15] Vgl. Heinrich, G. et al.. (1998), S. 9.

[16] Vgl. Lück, W. (1998), S. 1.

[17] Vgl. Schorcht, H. (2004), S. 43.

[18] In Anlehnung an Schorcht, H. (2004), S. 44.

[19] Lück, W. (2004), S. 124.

[20] Vgl. Lück, W. (2004), S. 124.

[21] Vgl. Preißler, P. R. (1995), S. 15.

[22] Vgl. Preißler, P. R. (1995), S. 15.

Details

Seiten
18
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640659791
ISBN (Buch)
9783640659852
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v153620
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Berlin früher Fachhochschule
Note
1,0
Schlagworte
Controlling Risikomanagement Risikosystem Risikoprozess KonTraG

Autor

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Titel: Risikomanagement und Controlling