Lade Inhalt...

Konzeptionelle Entwicklung eines Kennzahlenpools für ein Einzelhandelsunternehmen mittels der SAP Business Information Warehouse Technologie

Seminararbeit 2008 44 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Bedeutung der Information für das Unternehmen
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen und Bewertung des SAP Business Warehouse
2.1 Definition und Ziele
2.2 Die Architektur des Systems
2.3 Bewertung des SAP Business Warehouse
2.3.1 Stärken der Anwendung
2.3.2 Schwächen der Anwendung

3 Erstellung eines Sollkonzeptes für ein Einzelhandelsunternehmen
3.1 Zielsetzung an ein Kennzahlenpool
3.2 Anforderungen an die Business Warehouse Technologie
3.3 Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz des SAP BW

4 Die Datenbereitstellung und –verarbeitung durch das SAP BW
4.1 Die Datenbeschaffung
4.2 Klassifikation der Daten
4.3 Die Komponenten zur Datenverarbeitung und Erstellung eines Kennzahlenpools
4.3.1 Der SAP Business Explorer (BEx)
4.3.2 Der SAP Business Explorer Query Designer
4.3.3 Der SAP Business Explorer Web Application Designer
4.3.4 Der SAP Business Explorer Query Analyzer

5 Erstellung eines Kennzahlenpools mit der SAP Business Warehouse Technologie
5.1 Queryerstellung und Queryausführung
5.2 Ergebnisanzeige der Query im Business Explorer Web
5.3 Queryauswertung in Form vom Web Items
5.3.1 Die Komponenten des Web Application Designers
5.3.2 Resultatsanzeige des Web Items im Webbrowsers
5.4 Vorteile der Berichterstattung in Form von Web Items

6 Schlusswort

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 01: Die integrierte Data-Warehouse Architektur des SAP BW

Abbildung 02: Relevante Systeme für ein einheitliches Reporting im SAP BW

Abbildung 03: ETL-Prozess

Abbildung 04: ETL-Prozess ohne InfoCube

Abbildung 05: ETL-Prozess ohne ODS-Objekt

Abbildung 06: Metadata Repository

Abbildung 07: Funktionsbereiche des BEx

Abbildung 08: Navigationsleiste des Business Explorer Query Analyzer

Abbildung 09: Bereiche des Query Designers

Abbildung 10: Queryausführung im Web

Abbildung 11: Grafische Darstellung Query

Abbildung 12: Web Application Designer

Abbildung 13: Ergebnis im Webbrowser

Tabellenverzeichnis

Tabelle 01: Ziele des SAP BW Einsatzes

Tabelle 02: Maßnahmen für den erfolgreichen Einsatz des SAP BW

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Bedeutung von Informationen für das Unternehmen

Entscheidungsträger haben die ernorme Bedeutsamkeit von Informationen zur positiven Beeinflussung der Wettbewerbsposition des Unternehmens im Einzelhandelssegment erkannt. Somit ist die Versorgung des Managements mit aktuellen und relevanten Informationen zur Wahrnehmung von Führungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben zu einer wichtigen Aktivität im Unternehmen geworden. Laut Heinrich sind Informationen „handlungsbestimmtes Wissen über historische, gegenwärtige und zukünftige Zustände der Wirklichkeit und Vorgänge in der Wirklichkeit. Mit anderen Worten: Information ist Reduktion von Ungewissheit“.[1]

Werden den Entscheidungsträgern also alle für sie relevanten Daten zur Verfügung gestellt und können sie jederzeit problemlos auf diese zugreifen, so können sie kurzfristig Strategie entwickeln und Entscheidungen treffen, damit sich das Unternehmen gegenüber seinen Mitbewerbern auf dem Segment des Einzelhandels abheben und durchsetzen kann. Die Forderung nach integrierten Informations- und Kommunikationssystemen, welche aus unternehmensinternen und unternehmensexternen Datenquellen entscheidungsrelevante Daten mit einem hohen Maß an Automatisierung zusammentragen und aufbereiten, ist sehr hoch.[2]

Seit vielen Jahren wurden somit diverse Konzepte für Informationsverarbeitungsprogramme erstellt, aber meist blieben sie hinter den Anforderungen des Managements. Doch in den 90er-Jahren haben sich in den Unternehmen Data Warehouse Lösungen durchsetzen können. Hierunter fällt auch die SAP Business Information Warehouse Technologie. Die SAP-Technologie konnte sich behaupten, da diese nachweislich zu einer erhöhten Qualität und Aktualität der Informationsbereitstellung für die Entscheidungsträger beiträgt.[3]

Im Kern dieser Programme stehen nicht nur die auf numerische Werte beschränkte Auswertungen und Analysen, sondern sie ermöglichen auch die grafische Darstellung der Daten. Hierdurch werden auch kritische Aspekte eines Sachverhaltes aufgezeigt und hervorgehoben.

Damit das laufende Geschäft von dem Management analysiert werden kann, werden für wiederkehrende oder periodische Analysen vorgefertigte Berichte eingesetzt (Reporting). Individuell gestaltete und flexible Anfragen werden mittels Queries definiert, gespeichert und sind jederzeit wieder mit aktuellen Daten befüllbar. So können die richtigen Informationen an den richtigen Personenkreis gelangen.

Die folgende Arbeit wird daher aufzeigen, wie eine individuelle Anfrage für eine bestimmte Zielgruppe erstellt wird, so dass diese mit den relevanten Informationen versorgt wird.

1.2 Aufbau der Arbeit

Um für das Einzelhandelsunternehmen den gewünschten Kennzahlenpool mit Hilfe der SAP Business Information Warehouse Technologie erstellen zu können, ist es erst einmal relevant, bestimmte Grundkenntnisse über das System zu erhalten. Im Gliederungspunkt zwei wird das SAP Business Warehouse kurz erläutert und die Architektur mit den einzelnen Ebenen aufgezeigt. Anschließend wird das Datenlager kritisch beäugt und die Stärken und Schwächen werden beleuchtet.

Anschließend sollen im Abschnitt drei die Fragen beantwortet werden, welche Zielsetzungen ein Unternehmen überhaupt an ein Kennzahlenpool hat und welche Anforderungen an die SAP Business Warehouse Technologie gestellt werden. Diese können zwar von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein, aber es lassen sich bestimmte Aspekte verallgemeinern. Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, soll aufgezeigt werden, welche Vorraussetzungen geschaffen bzw. erfüllt werden müssen, um das Datenlager erfolgreich in das Unternehmen zu implementieren. Denn die Einbettung des Systems in das Unternehmen stellt sich als nicht ganz einfach heraus und weist einige Risiken auf, die aber vermieden werden können.

Der vierte Punkt dieser Ausarbeitung widmet sich ganz dem Thema „Daten“. Hier wird geklärt, wie die Daten beschafft werden, um diese in das System zu laden und in welche Klassen sich die Daten überhaupt einteilen lassen. Dieses ist relevant für das System, da diese unterschiedlich behandelt werden.

Nachdem dann erläutert wurde, wie die Daten in das System gelangen und diese in dem Datenlager angepasst werden, so können diese für die Unternehmenszwecke genutzt werden. Dazu stellt die SAP Business Information Warehouse Technologie verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, um die Informationen zu bearbeiten.

Der Abschnitt fünf stellt dann den Kern dieser Arbeit dar. Hier soll an einem praktischen Beispiel aufgezeigt werden, wie ein Kennzahlenpool für einen Report erstellt wird. Hier werden als erstes Queries geschaffen und ausgeführt, diese werden dann bearbeitet und als Ergebnis angezeigt. Anschließend werden die Queries ausgewertet und für die weitere Nutzung bearbeitet.

2 Grundlagen und Bewertung des SAP Business Warehouse

2.1 Definition und Ziele

Das SAP BW ist die Data-Warehouse Anwendung der SAP AG. Ein Data-Warehouse bzw. Datenlager ist eine zentrale Datensammlung, deren Inhalt sich aus Daten unterschiedlicher Quellen zusammensetzt.

Das SAP BW ist also die entscheidungsorientierte, zeitbezogene und dauerhafte Sammlung, Aufarbeitung und Darstellung geschäftsrelevanter Informationen zur Analyse, Planung und Steuerung.[4]

Es ist ein Datenbank basierendes System, welches Informationen in überschaubaren Datenstrukturen wiedergibt.

Typische Einsatzgebiete in einem Einzelhandelsunternehmen sind u. a. folgende Bereiche:

- Rechnungswesen, Controlling und Unternehmensführung,
- Marketing und Vertrieb,
- Logistik und Supply Chain Management,
- Personaladministration.[5]

Mit dem Business Warehouse offeriert die SAP AG eine anspruchsvolle Systemlösung, die sowohl alle benötigten Komponenten für eine unfassende Data-Warehouse-Architektur aufweist als auch vordefinierte Bausteine zur Unterstützung typischer unternehmerischer Entscheidungssituationen beinhaltet.[6]

Die Ziele des SAP BW Einsatzes werden in folgender Matrix aufgezeigt und kurz definiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 01: Ziele des SAP BW Einsatzes

Quelle: Herr Brinkmeier (Tchibo GmbH)

2.2 Die Architektur des Systems

Das SAP Business Information Warehouse ist ein komplexes System mit vielen Schichten und dazu untergeordnete Unterebenen. Im Großen setzt sich das System aber aus folgenden drei Komponenten bzw. Schichten zusammen:

- die Datenhaltungsschicht,
- die Administrationsschicht und
- die Analyseschicht.[7]

Diese drei Bestandteile sollen nun genauer erläutert werden:

1. Datenhaltungsschicht

Hier sind alle Komponenten enthalten, deren primäre Aufgabe es ist, Daten aufzunehmen und diese dann Anfragen zur Verfügung zu stellen. Zudem wird hier der korrekte Ablauf des SAP BW organisiert.[8]

Es werden die Bereiche Datenmodellierung, Extraktion und Bereitstellung von Daten sowie die Data Warehouse Management Prozesse zu dieser Schicht gezählt.

In der Anfangsphase, der Datenmodellierung, werden die benötigten Objekte des SAP BW mitsamt den Regeln für Datenübertragung, Konsolidierung, Fortschreibung und Bereitstellung angelegt. Dieses bildet den Grundstein für die Ablage der Daten sowie für deren spätere Umwandlung in Informationen für die relevanten Zielgruppen.[9]

Die Daten können aus unterschiedlichen Quellsystemen bezogen werden. Handelt es sich nicht um ein SAP-System, so wird von einem Fremdsystem gesprochen. Dieses können z. B. Datenbanken, XML-Daten oder von Drittanbietern bereitgestellte Informationen sein. Das SAP-System kann aber auch als Quelle für eine Datenbereitstellung in Erscheinung treten.[10]

Das Data Warehouse Management umfasst die Steuerung, Überwachung und Automatisierung von Prozessen, wie beispielsweise der Verwaltung von individuell gesetzten Datenzielen. Mittels dieser Funktion können auch die Benutzerberechtigungen gepflegt werden, in Rollen zusammengefasst werden und zu Benutzerprofilen zugeordnet werden.[11]

2. Administrationsschicht

Diese Schicht enthält alle Funktionen zur Verwaltung, Steuerung und Kontrolle aller Objekte des SAP BW.

Das zentrale Werkzeug zur Formung und Pflege der Objekte und Regeln sowie zur Steuerung und Überwachung aller Prozesse ist die Administration Workbench. Hierunter fallen die Anwendungen der Modellierung, der Business Content und der Zugriff auf das Data Responsitory.[12]

Die Modellierung umfasst das Anlegen von Objekten und Regeln sowie deren Konfiguration für den produktiven Einsatz. Die angelegten Bestandteile werden dann mittels einer hierarchischen Baumstruktur im SAP-System dargestellt.[13]

Der SAP Business Content stellt bereits vorgeformte Berichtsmodellierungen zur Verfügung. Diese können verändert werden oder in eigene Modellierungen übernommen werden.[14]

Auf die gespeicherten Daten im SAP-System kann mittels des Data Responsitory zugegriffen werden. Hier werden die Informationen über die gespeicherten Objekte textuell und mit Grafiken angereichert präsentiert.

Auf die Data Respository Komponente wird in der folgenden Arbeit noch genauer eingegangen.

3. Analyseschicht

Die Analyseschicht beinhaltet Werkzeuge zur Auswertungen der Daten sowie zum Ausführen und Gestalten der Berichte. Die Basis für die Reports sind die in der Datenhaltungsschicht abgelegten Informationen.

Diese Schicht setzt sich aus zwei Teilen zusammen: die SAP Business Intelligence Platform und die SAP Business Intelligence Suit.[15]

Die SAP Business Intelligence Platform stellt alle für das Berichtswesen nützlichen Funktionen zur Verfügung. Das Data Responsitory wird u. a. zu diesem Bereich gezählt.[16]

Die SAP Business Intelligence Suit besteht aus dem SAP Business Explorer (BEx) und dessen Komponenten. Diese werden im Abschnitt 4.3 ausführlicher dargestellt.

[...]


[1] Entnommen aus Heinrich, Informationsmanagement, 2002, S. 7

[2] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 3-7

[3] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 3-7

[4] vgl. Mummert Consulting AG, Unternehmenssteuerung mit SAP Business Intelligence (SAP BI), 2005, S. 8

[5] In Anlehnung an Herrn Brinkmeier (Tchibo GmbH)

[6] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 41

[7] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 47 f.

[8] vgl. Egger/Fiechter/Rohlf/Rose/Schrüffer, SAP BW, 2005, S. 40 ff.

[9] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 48

[10] vgl. Chamoni/Gluchowski/Hahne, Business Information Warehouse, 2005, S. 41 - 43

[11] vgl. Egger/Fiechter/Rohlf/Rose/Schrüffer, SAP BW, 2005, S. 42 ff.

[12] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 48 f.

[13] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 49

[14] vgl. SAP AG, SAP Business Information Warehouse: Functions in Detail, 2002

[15] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 49 f.

[16] vgl. Gómez/Rautenstrauch/Cissek/Grahlher, Einführung in SAP Business Information Warehouse, 2006, S. 49 f.

Details

Seiten
44
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640660759
ISBN (Buch)
9783640660995
Dateigröße
976 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v153894
Institution / Hochschule
Hochschule Wismar – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Kennzahlen Kennzahlenpool Reporting SAP Business Warehouse BW Berichtswesen Nusiness Information Warehouse Technologie IT IuK Controlling

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Konzeptionelle Entwicklung eines Kennzahlenpools für ein Einzelhandelsunternehmen mittels der SAP Business Information Warehouse Technologie