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Thailand. Leben, Investieren, Arbeiten und Ruhestand

von Otto Gantert (Autor) Hartwig Lauth (Autor)

Fachbuch 2010 106 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Leseprobe

INHALT

1. Thailand - Das "Land des Lächelns"
1.1. Chancen für kluge Köpfe im ‚Land des Lächelns’
1.2. Anliegen und Aufbau dieser Arbeit

2. Geschichte, Kultur und aktuelle politische Lage
2.1. Geschichtlicher Überblick
2.2. Geographische Merkmale
2.3. Bevölkerung, Religion und Sprache
2.5. Politische Ordnung
2.6. Politische Machtverhältnisse
2.7. Grundlagen der Außenpolitik
2.8. Konstanz in der Wirtschaftspolitik

3. Grundzüge der Wirtschaft Thailands
3.1. Wirtschaftsstruktur
3.2. Tourismus als wichtiger Devisenbringer
3.3. Außenwirtschaft
3.3.1. Exportwirtschaft
3.3.2. Importwirtschaft
3.4. Währungssystem

4. Deutsch-thailändische Beziehungen
4.1. Ursprung und Entwicklung der Beziehungen
4.2. Das Ansehen der Deutschen in Thailand

5. Aus Kultur und Religion ableitbare Verhaltensregeln
5.1. Fatalismus als Gebot des Buddhismus
5.2. Unterordnung als Gebot des Buddhismus
5.3 Gelassenheit als Gebot des Buddhismus
5.4 Selbstbeherrschung als Gebot des Buddhismus
5.5 „Suphap“ - Höflichkeit
5.6 Am Anfang steht das Vertrauen
5.7. Gesichtswahrung und Konfliktvermeidung

6. Leben und Arbeiten in Thailand
6.1. Aufenthaltserlaubnis in Thailand
6.2. Allgemeine Umgangsformen
6.3. Wichtige Gesellschaftliche Verhaltensregeln
6.4. Verhandeln mit Thailändern
6.5. Verhalten als Vorgesetzter

7. Investieren in Thailand
7.1. Die LCC als gesellschaftsrechtliche Grundform
7.2. Immobilenerwerb durch Ausländer
7.3. Das Thailändische Steuersystem
7.3.1. Körperschaftssteuer
7.3.2. Umsatzsteuer
7.3.3. Gewerbesteuer
7.3.4. Einkommensteuer
7.3.5. Vermeidung einer Doppelbesteuerung

8. Ruhestand in Thailand

9. Gesellschaftliche Harmonie und Wohlstand im
‚Land des Lächelns’?

10. Nepper, Schlepper, Bauernfänger - eine Warnung

Verzeichnis der Tabellen

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Rechtsquellen

Abbildung (Landkarte Thailand)

1. Thailand – Das ‚Land des Lächelns“

Unerwartet schnell hat sich die thailändische Wirtschaft von ihrem Tief Ende 2008 erholt. 2007 betrug das thailändische kaufkraftbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 541 Mrd. US – Dollar, in 2008 stieg es noch auf 554 Mrd. US – Dollar. Der Rückgang auf 539 Mrd. US – Dollar in 2009 fiel für ein stark exportabhängiges Land vergleichsweise moderat aus.[1] Im vierten Quartal 2009 lag die Wirtschaftsleistung wieder deutlich über dem Vorjahresstand. „Getragen wurde das Wachstum … durch die Erholung der Exportwirtschaft, des Fremdenverkehrs wie auch des Privatkonsums.“[2] Thailand bleibt ein attraktives Land für deutsche Investoren, Arbeitnehmer und Pensionäre - trotz oder gerade wegen des politischen und gesellschaftlichen Wandels, der sich aktuell in Demonstrationen und Ausschreitungen manifestiert.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Makroökonomische Grunddaten[6]

Tabelle 1 informiert über die angesichts der Weltwirtschaftskrise von 2008/09 recht soliden makroökonomischen Grunddaten Thailands.

Als Vertrauensbeweis in die thailändische Wirtschaft kann der Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen in 2009 um 70% gegenüber 2008 angesehen werden. Der Zufluss ausländischen Kapitals war so groß, dass die thailändische Währung unter erheblichen Aufwertungsdruck geraten ist.[7] Anders als in der Südostasienkrise von 1997 ist die thailändische Währung heute jedoch nicht mehr an den US-Dollar gekoppelt (Wechselkursfixierung), was der thailändischen Zentralbank mehr Spielraum in der Geld- und Währungspolitik belässt.

THAILAND (PRATHET THAI), ehemals SIAM, ist seit 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Am 09.06.1946 bestieg der heute 82-jährige König BHUMIBOL ADULYADEJ (RAMA IX) den Thron. Er gilt als die eminente politische Integrationsfigur, die trotz zwanzig Militärputschen seit 1932 entscheidend für politische Stabilität Thailands gesorgt hat.[8]

Von 2001 bis 2006 regierte der Populist THAKSIN SINAWATA als Ministerpräsident.[9] Er wurde durch einen Staatsstreich des Militärs entmachtet und des Landes verwiesen. Bis Dezember 2007 herrschte eine Militärregierung, was zu politischen Spannungen mit der EU führte. Nach einem Entscheid des obersten thailändischen Gerichtshofs regiert seit 2008 die Demokratische Partei unter Premierpräsident ABHISIT VEJAJIVA, die die globale Wirtschaftskrise von 2008/09 bisher gut gemeistert hat.

Die politische Stabilität Thailands beruht auf einer pragmatischen Politik, der großen Autorität und Popularität des Königs und auf dem königstreuen Militär. Die aktuellen politischen Unruhen deuten zwar auf einen einschneidenden gesellschaftlichen Wandel hin. Wohin dieser sich der aktuell beschleunigende politische und gesellschaftliche Wandel führen wird, ist noch völlig offen. In den Nachbarländern Kambodscha und Malaysia haben die Monarchen ihren politischen Einfluss verloren.[10] Die politischen Machtverhältnisse, die auf Harmonie ausgerichtete thailändische Mentalität und die besonnene thailändische Politik lassen jedoch eher auf einen vergleichsweise friedlichen Wandel in Thailand hoffen, obwohl bei den Ausschreitungen Anfang April 2010 zwanzig Demonstranten umgekommen sind (vgl. Kapitel 9).[11]

Das Königreich Thailand gehört zu den südostasiatischen Staaten, die wegen ihres hohen Wirtschaftswachstums seit Ende den 1980er Jahre als ‚Tigerstaaten’ bezeichnet werden (siehe Tabelle 2). Die Tigerstaaten weisen beständig hohe Überschüsse in ihren Handels- (Exportwert abzüglich Importwert) und Leistungsbilanzen (Handelsbilanz ergänzt um Dienstleistungen und Übertragungen) auf, Hongkong als primärer Dienstleistungsstandort nur in der Leistungsbilanz.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Südostasiatische Tigerstaaten im Vergleich[14]

In 2010 werden die Staatshaushalte der Tigerstaaten vermutlich Defizite aufweisen, die aber niedriger ausfallen als in Japan (-8% GDP), in den USA (-11% GDP) oder in Deutschland (-5,6% GDP).[15]

Ermöglicht wurde der beeindruckende wirtschaftliche Aufschwung durch eine weitgehende Öffnung der südostasiatischen Märkte für den Welthandel und den Zufluss von Direktinvestitionen aus den westlichen Industrieländern, vornehmlich aus den verbündeten USA. Die schwere Südostasienkrise von 1997 unterbrach diesen langfristigen Wirtschaftsaufschwung nur kurz.[16]

1.1. Chancen für kluge Köpfe im ‚Land des Lächelns’

In den letzten Jahrzehnten war Thailand für ausländische Investoren ein Land ungewöhnlich großer Chancen, aber auch besonderer Risiken. Voraussetzung für erfolgreiche Investitionen waren und sind gründliche Kenntnisse der einschlägigen wirtschaftlich-rechtlichen Verhältnisse und die Beachtung wichtiger kultureller Unterschiede.

Gleiches gilt für Ausländer, die in Thailand unmittelbar als Unternehmer oder Arbeitnehmer tätig werden wollen und auch für Pensionäre, die im sonnigen ‚Land des Lächelns’ ihren Ruhestand genießen möchten. Eine für Deutsche kaum verständliche Rechtsfindung, unklare politische Entscheidungsprozesse, verbreitete Korruption und undurchsichtige Regelungen im Banken- und Immobilensektor erschweren es deutschen Bürgern, sich in Thailand zurechtzufinden und ihre Interessen durchzusetzen. So bestehen gerade auf dem wichtigen und heute wieder lukrativen Immobiliensektor für unerfahrene Ausländer nahezu unüberwindliche Investitionsschranken. Bei aller gebotenen Vorsicht bei der Auswahl thailändischer Geschäftspartner gibt es jedoch weiterhin überaus attraktive Geschäftsmöglichkeiten in Thailand.[17]

Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs der letzten Jahre sind in Thailand die Löhne stark angestiegen. Aus dem einstigen Billiglohnland verlagern Firmen nun zunehmend ihre Produktion in die Nachbarländer LAOS, MYANMAR und KAMBODSCHA oder in die nahe VOLKSREPUBLIK CHINA, wo noch billige Arbeitskräfte verfügbar sind. Die thailändische Wirtschaft bietet heute höherwertige Produkte und Leistungen an (‚up-trading’), die in dem wachsenden asiatischen Markt immer mehr nachgefragt werden. Eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung haben in den 1970er und 1980er Jahren Japan und Südkorea durchlaufen.

Verglichen mit Japanern, Engländern und Amerikanern sind deutsche Unternehmen in Thailand heute unterrepräsentiert. Das mag historische (ehemalige südostasiatische Kolonialmacht Großbritannien, amerikanische Militärbasen in Thailand, Nähe Japans) und kulturelle Gründe haben (Fremdheit der thailändischen Kultur, Sprache und des dortigen Geschäftsgebaren). Lohnende wirtschaftliche Chancen bleiben so ungenutzt.

1.2. Anliegen und Aufbau dieser Arbeit

Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, über Arbeitsmöglichkeiten und Investitionschancen in Thailand sowie generell über das Leben dort als Ausländer zu informieren. Ein erfolgreiches Engagement in Thailand setzt ein Grundverständnis für die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Thais voraus. Dazu dienen die Ausführungen in den Kapiteln zwei (Kultur und Geschichte) und fünf (praktische Verhaltensregeln).

Relevante ökonomische Aspekte werden in Kapitel drei betrachtet. Thailand hat beachtliche ökonomische Erfolge aufzuweisen. Im Vergleich zu Deutschland mangelt es noch an modernen Managementmethoden und an einer flächendeckend ausgebauten modernen Infrastruktur.[18] Auch der wirtschaftlich wichtige Tourismus bietet noch ein großes Entwicklungspotential, zumal 2004 durch den Tsunami ein Teil der touristischen Infrastruktur zerstört wurde. Das Soziale Sicherungssystem ist - wie allgemein in Emerging Markets - weit weniger umfassend ausgebaut als in Deutschland, was insbesondere Auswanderer sorgfältig in ihre Entscheidung einbeziehen sollten.

Gezielte Informationen über Chancen und Risiken eines Engagements in Thailand helfen die unvermeidlichen Risiken zu minimieren. Dazu will diese Arbeit beitragen, und zwar unter den Aspekten

- Arbeiten und Leben als Deutscher in Thailand (Kapitel sechs)
- Investieren in Thailand (Kapitel sieben)
- Leben als Rentner in Thailand (Kapitel acht)

Thailand befindet sich seit Jahren in einem politischen und sozialen Umbruch, wie die aktuellen politischen Ereignisse erneut vor Augen führen. Am 07.04.2010 verhängte der Ministerpräsident ABHISIT VEJJAJIVA nach Ausschreitungen von Demonstranten den Notstand (State of emergency) über Bangkok. Trotz allem haben im ‚Land des Lächelns’, Harmonie, staatliche Autorität und Königstreue bislang größte gesellschaftliche Bedeutung. In Kapitel 9 wird versucht, die aktuellen Ereignisse in ihrer Bedeutung für Leben, Arbeiten und Investieren in Thailand im nächsten Jahrzehnt einzuschätzen.

2. Geschichte, Kultur und aktuelle politische Lage

Kenntnisse der Geschichte und Kultur der Thais erleichtern es einem Deutschen, sich im praktischen Leben in Thailand zurechtzufinden. Im Folgenden werden dazu wichtige historische und kulturelle Aspekte thematisiert.[19] Wer diese Zusammenhänge im Zusammenleben mit Thais nicht beachtet und berücksichtigt, wird an vielen Stellen auf Probleme und Konfrontationen stoßen.[20]

2.1. Geschichtlicher Überblick

Die Thais (‚Freien’) sind ein sehr altes und stolzes Volk, das sich als einziges Volk in Südostasien einer europäischen Kolonialherrschaft erfolgreich widersetzen konnte. Als Alliierte der Japaner mussten die Thais von 1941 bis 1945 die Besatzung durch japanische Truppen dulden. Später wurden Truppen der amerikanischen Verbündeten in Thailand stationiert und im Vietnamkrieg eingesetzt. Wegen der Nachbarschaft zu der ehemaligen britischen Kolonie Burma (Myanmar) und der langjährigen Stationierung amerikanischen Truppen (bedeutender Wirtschaftsfaktor) ist Thailand angelsächsisch geprägt. So orientierte sich die erste Verfassung der konstitutionellen Monarchie am britischen Verfassungsmodell.

Die moderne Geschichte Thailands seit 1932 ist gekennzeichnet durch mittlerweile zwanzig Militärputsche. Da das Militär dem populären König treu verbunden ist, konnte dieser immer wieder mäßigend auf verschiedene Militärregierungen einwirken. Demokratische Grundrechte sind in Thailand noch nicht so fest verankert wie in Westeuropa. Bis in die 1990er Jahre war das Militär faktisch die stärkste Macht im Staat. Korruption und Vetternwirtschaft waren weit verbreitet. Mit der Globalisierung regt sich dagegen in Thailand zunehmender Widerstand, mit bisher eher mäßigem Erfolg.

Thailand ist hauptsächlich in zwei politische Lager Gespalten, nämlich in die Eliten, Mittelständler und Köngistreuen („Gelbhemden“) sowie die Anhänger des zu zwei Jahren Gefängnis verurteilten und im Exil lebenden ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin („Rothemden“).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Überblick zu Thailands Geschichte[21]

Wichtige Epochen und Ereignisse der Geschichte des Landes sind in der Tabelle auf Seite 11 zusammengestellt.

2.2. Geographische Merkmale

Mit einer Oberfläche von 513.115 Quadratkilometern ist Thailand in etwa so groß wie Frankreich. Es erstreckt sich von den Ausläufern des Himalajas im Norden bis auf die Malaiische Halbinsel im Süden. Im Norden und Westen grenzt Thailand an MYANMAR (früher BURMA), im Osten und Nordosten an LAOS, im Südosten an KAMBODSCHA, und im Süden an MALAYSIA.

Der Norden Thailands besteht aus Urwald, Gebirgen und engen, fruchtbaren Tälern. In der Mitte liegt die ,,Reisschüssel" Asiens, die reichste und größte Reis produzierende Region des Landes. Hier liegt auch die Hauptstadt Bangkok, die zentrale Drehscheibe des Landes. Der Nordosten ist trocken und hügelig. Häufige Überschwemmungen wechseln mit Dürren ab. Im bergigen Süden mit dichten Urwäldern auf der malaiischen Halbinsel liegen reiche Erz- und Mineralvorkommen. Hier werden tropische Feldfrüchten angebaut und Naturkautschuk produziert.

In dem Tropenland liegen die Tagestemperaturen das ganze Jahr über zwischen 22 und 32 Grad Celsius. Von Mai bis Oktober dauert die Monsunzeit mit heftigen Niederschlägen.

2.3. Bevölkerung, Religion und Sprache

Thailand hat vergleichsweise ethnisch homogene Bevölkerung mit 75 % Thais und 14 % Chinesen. Die restlichen Einwohner sind vor allem Angehörige verschiedener Bergvölker (Khmer), Laoten, Malaien, Inder, Vietnamesen und Weiße (FARANG). Jahrelang andauernde Flucht und Migration aus den Kriegsgebieten in VIETNAM, LAOS und KAMBODSCHA haben die Bevölkerungsstruktur stärker diversifiziert.

Mit 0,6% pro Jahr wächst Thailands Bevölkerung für südostasiatische Verhältnisse nur noch langsam.[22] Die Zahl der Geburten je 1.000 Einwohner hat sich seit 1960 mehr als halbiert. Schätzungsweise 1,4% der fünfzehn bis 49 – Jährigen sind mit AIDS infiziert, was nicht ohne Einfluss auf die demografische Entwicklung bleiben wird.[23] Im Großraum Bangkok leben über zwölf Millionen der rund 66 Millionen Einwohner. Dies verdeutlicht die zentrale wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung der Hauptstadtregion.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Bevölkerungsentwicklung in Thailand[24]

Gut 95% der thailändischen Bevölkerung sind THERAVADA – Buddhisten. Im Süden an der Grenze zu MALAYSIA leben überwiegend Muslime (3,8% der Bevölkerung). Religiös motivierte Spannungen zwischen Bangkok und den südlichen Provinzen forderten seit 2004 mehr als 1.800 Tote. Jedoch werden diesen separatistischen Tendenzen schon wegen der demografischen und wirtschaftlichen Größenverhältnisse keine Erfolgsaussichten eingeräumt.

Die Analphabetenquote liegt offiziell unter 5%. Schulbildung wurde als Priorität im ,,achten nationalökonomischen und sozialen Entwicklungsplan (1997-2002)" postuliert. Die Amtssprache ist Thai. Daneben wird verbreitet chinesisch und malaiisch gesprochen. Englisch wird als Pflichtfach an allen öffentlichen Schulen gelehrt. In Bangkok und den größeren Städten wird viel Englisch viel gesprochen oder zumindest verstanden. Tourismus und die Stationierung amerikanischer Soldaten haben das Interesse der Thais am Erlernen der englischen Sprache aus wirtschaftlichen Gründen gefördert.

2.5. Politische Ordnung

Mit dem Ende der absolutistischen Monarchie wurden 1932 die konstitutionellen Rechte des Königs genau festgelegt. Formal ist die politische Macht des Monarchen seitdem vergleichbar mit der eines europäischen Monarchen. Gleichwohl behielt der König einen großen politischen Einfluss, denn er gilt als Symbol der nationalen Einheit und als Friedensstifter zwischen den Religionen und genießt ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Seit 1946 ist König BHUMIBOL ADULYADEJ Staatsoberhaupt der konstitutionellen Monarchie Thailand.

[...]


[1] Das kaufkraftbereinigte BIP ergibt sich aus dem nominellen BIP durch Multiplikation mit einem Ausgleichsfaktor, wodurch rechnerisch die Kaufkraftparität zwischen dem thailändischen BAHT und dem US-Dollar hergestellt wird. Der Unterschied zwischen den beiden BIP – Größen indiziert also die relative Unterbewertung des BAHT gegenüber dem US – Dollar. Quelle: http://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/th.html (CIA Factbook, Stand 11.04.2010).

[2] Siehe: Herb, Ernst (2010): „Thailand kann mit dem starken Baht leben.“

[3] Wieser, U.B. (2010): Rotes oder blaues Blut in Thailand?

[4] Neue Zürcher Zeitung vom 12.04.2010.

[5] http://www.bankenverband.de/waehrungsrechner

[6] Quellen: The Economist, 27th March 2010, Economic and Financial Indicators, S. 97 f. Zahlen für 2010 geschätzt. BIP Angabe nach: http://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/th.html (CIA Factbook, Stand 11.04.2010).

[7] Herb, Ernst (2010): „Thailand kann mit dem starken Baht leben.

[8] Der Geburtstag des Königs BHUMIBOL ADULYADEJ am 5. Dezember ist ein nationaler und ein gesetzlicher Feiertag in Thailand. Zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung dieser Arbeit (März 2010) befindet sich der schwer kranke 82-jährige thailändische König im Krankenhaus. Vgl.: Welt online vom 01.03.2010:
http://www.welt.de/diewelt/politik/article6617171/Koenig-Bhumibol-wieder-im-Krankenhaus.html‎

[9] Andere Schreibweise CHINNAWAT.

[10] Vgl.: The Economist: Thailand’s Political Stalemate. The Battle for Thailand, 20th March 2010, S. 12.

[11] http://www.bbc.co.uk (Stand 11.04.2010)-

[12] Ausnahmen in der Weltwirtschaftskrise 2008/09.

[13] PPP Purchasing Power Parity (zu US-$ Kaufkraftparität).

[14] Quelle: The Economist, 27th March 2010, Economic and Financial Indicators, S. 97 f. Zahlen zur Leistungsbilanz und zum Haushaltsbilanzdefizit für 2010 geschätzt. Leistungsbilanz.

[15] The Economist, 27th March 2010, Economic and Financial Indicators, S. 98. Statistische Angaben und Schätzungen makroökonomischer Daten für Emerging Markets sind naturgemäß mit einer höheren Unsicherheit behaftet als in den westlichen Industrieländern. Angaben zum BIP nach: http://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/th.html
(CIA Factbook, Stand 11.04.2010)

[16] Siehe Kapitel drei.

[17] Vgl.: Brauns, Normann (2002): Management in Thailand. Daser, Niklas (2003): Entwicklungen im thailändischen Immobiliensektor seit Ausbruch der Asienkrise.

[18] Speziell die Wasser-, Strom- und Gesundheitsversorgung.

[19] Basisinformationen zu Thailand: Williams, China u.a. (2008): Thailand.

[20] Einen guten Überblick der Geschichte Thailands bietet: Williams, China u.a. (2008): Thailand. Weitergehende aktuelle Informationen zu Geschichte und Gesellschaft unter: http://www.countrystudies.us/Thailand

[21] Zusammengestellt nach: Williams, China u.a. (2008): Thailand, S. 28 – 41 und aktuellen Presseberichten.

[22] Quelle: CIA Factbook.

[23] Quelle: CIA Factbook.

[24] Quelle: http://stat.wto.org/CountryProfile Angaben zur Bevölkerung Thailands schwanken. Einige Statistiken unterstellen eine erhöhte Sterblichkeit infolge von AIDS, was die Annahmen zur durchschnittlichen Lebenserwartung sowie zum Wachstum und zur Struktur der Bevölkerung beeinflusst. Zudem ist die statistische Erfassung in Thailand nicht mit dem deutschen Standard vergleichbar.

Details

Seiten
106
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640671687
ISBN (Buch)
9783640671649
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v155003
Note
Schlagworte
Thailand Leben Investieren Arbeiten Ruhestand Auflage

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Titel: Thailand. Leben, Investieren, Arbeiten und Ruhestand