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Selbst- und Zeitmanagement am Beispiel der Klausurvorbereitung

Referat (Ausarbeitung) 2010 10 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Was ist Zeit?

3. Zum Begriff Zeitmanagement
3.1 Wie plane ich meine Zeit richtig?

4. Das Eisenhower-Prinzip

5. Zeitmanagement im Studium
5.1 Vor- und Nachteile von Zeitdruck
5.2 Hilfreiches fur die Klausurvorbereitung

6. Resumee

7. Literatur- und Quellenverzeichnis

I. Einleitung

Sei es in der Schule, im Studium oder Beruf, bei vielen Menschen entsteht Stress, indem sie ihren Alltag nicht organisieren konnen und dadurch permanent unter Zeitdruck stehen. Sie nehmen sich zu viel Arbeit vor, so dass sie in ihrer Freizeit nicht abschalten konnen. Es kann dennoch gelingen, wichtige Dinge zu erledigen und gleichzeitig Zeit fur sich zu haben.

Diese Ausarbeitung beschaftigt sich daher mit dem Thema „Selbst-und Zeitmanagement“. Im Vordergrund steht zunachst die Frage, was Zeit eigentlich ist. Daraufhin wird zum Verstandnis der Begriff Zeitmanagement erlautert und gezeigt, wie eine richtige Zeitplanung aussehen kann. Anschliefiend wird eine Methode, das so genannte Eisenhower-Prinzip, vorgestellt und ihre Funktionsweise naher erlautert.

Im Anschluss darauf wird die Universitat ins Blickfeld geruckt, indem das Zeitmanagement am Beispiel der Klausurvorbereitung verdeutlicht werden soll. Zum Schluss werden die wichtigsten Punkte kurz nochmal zusammengefasst.

2. Was ist Zeit?

”Wenn mich niemand danach fragt, weifi ich es; will ich einem Fragenden es erklaren, weifi ich es nicht”, so antwortete Augustinus (354-430) auf die Frage „Was ist Zeit?“ (vgl. Kangrga, M., S. 75). Das Phanomen Zeit hat die Menschen zu allen Zeiten beschaftigt und unterschiedliche Kulturen sind bei ihren Uberlegungen oft zu vollig unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.

Inzwischen ist der Begriff Zeit auch in unserem Leben allgegenwartig, und es erscheint uns selbstverstandlich, dass wir wissen, worum es dabei geht: „Die Zeit vergeht wie im Flug“, „Ich habe keine Zeit“ etc. Sobald aber uber das Wesen der Zeit tiefer nachgedacht wird, findet man sich bald in der von Augustinus so trefflich beschriebenen Situation: Was ist denn die Zeit? Wenn niemand einen danach fragt, so weifi man es. Wird man jedoch danach gefragt und soll es erklaren, so weifi man es nicht. Sie ist demnach neben der Physik auch ein Gegenstand der Philosophie.

Ob nun Platon, Aristoteles, Augustinus, oder Kant, sie alle haben sich mit dem Wesen der Zeit befasst und haben das Verstandnis der Zeit und den Blickwinkel auf sie erweitert un weitreichend gepragt. Jedoch wurde eine weitere Ausfuhrung der einzelnen Gedanken der Philosophen den Umfang der Ausarbeitung sprengen.

Allerdings zeichnet eine Sache die Zeit aus, und zwar ihre vollige Unabhangigkeit von allem Geschehen. Sie steht uns immer zur Verfugung, ob wir sie verschwenden oder nicht. Die Zeit ist weder teilbar noch vermehrbar und sie ist „das am gerechtesten verteilte Gut“, denn jeder Mensch hat fur den Tag gleichviel zur Verfugung, um genau zu sein: 24 Stunden bzw. 1.440 Minuten oder 86.400 Sekunden. Wenn also jemand in einer bestimmten Zeit weniger erreicht als ein anderer, liegt es nicht an der Ungleichheit des Zeitverhaltnisses, sondern an der Art und Weise, wie die Zeit genutzt wird. Sobald diese Erkenntnis eintrifft, gibt es einen hilfreichen Weg seine Zeit besser zu nutzen, zu planen und einzuteilen. Dazu dient namlich das Selbst- und Zeitmanagement.

3. Zum Begriff Zeitmanagement

„Zeitmanagement heifit, die eigene Zeit bewusst zu steuern, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu konnen, und zwar sowohl im Beruflichen als auch im Privaten (...). “ (Bossong, C. 2000, S.5).

„Timemanagement ist die Kunst, die eigene Zeit bewusst und eigenverantwortlich einzuteilen, um daspersonliche Zeit-Potenzial okonomisch und effektiv zu nutzen.

Das Ziel: Zeit gewinnen fur das, was einem im Leben wichtig ist!“ (Gorski, K. 2007 ,S.3).

Zeitmanagement beinhaltet die organsierte und systematische Planung der Zeit, um diese optimal zu nutzen. Dabei ist der Begriff Zeitmanagement irrefuhrend, da nicht die Zeit an sich geplant bzw. an ihr gespart wird, indem eine 15-stundige Arbeit in 12 Stunden erledigt wird. Es geht vielmehr darum, Zeit zu schaffen fur Vorhaben, die einem wichtig sind und mehr Zeit fur Erholung und Freizeit einzuraumen.

Sie ist ein Teilbereich des Selbstmanagements, und hat viel mit Selbstdisziplin zu tun. Die beiden Begriffe treten deswegen zusammen auf.

Im letzten Jahrzehnt hat sich im Zeitmanagement ein Wertewandel vollzogen, der moglicherweise darauf zuruckzufuhrt werden kann, dass die Menschen immer weniger Zeit fur sich selbst haben, dafur aber umso mehr auf der Arbeit verbringen. Demzufolge sind sie unzufrieden. Ein angemessener Umgang mit der Zeit und die Ruckkehr zur naturlichen Zeitordnung soll angestrebt werden. Jedoch muss erst erlernt werden, sich Zeit fur sich zu nehmen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

3.1 Wie plane ich meine Zeit richtig?

Doch wie sieht diese organsierte und systematische Planung der Zeit aus? Als erstes werden anhand eines Zeitprotokolls (s. Abb. 1)1 fur einen Zeitraum von 10 oder 20 Tagen Tatigkeiten und die verbrachte Zeit mit dieser Tatigkeit notiert. So soll festgestellt werden, ob bezuglich der Zeitokonomie eine Unzufriedenheit herrscht oder die Zeit fur Familie und Freunden im Verhaltnis zum Alleinsein zu kurz kommt (vgl. Rost, F. 2008, S.102-103). Anhand der Erkenntnisse des Ist-Zustands wird die weitere Planung durchgefuhrt. Anschliefiend folgt namlich die Tages-/Wochenplanung, besser bekannt als To-Do-Liste. Vorausgesetzt wird, dass die Planung schriftlich erfolgt, um im Nachhinein in der Lage zu sein die Kontrolle durchzufuhren, damit Fehler beim nachsten Mal vermieden werden. Die Verschriftlichung, die ca. 5-15 Minuten in Anspruch nimmt, kann einen Tag/eine Woche vorher oder am selben Tag erfolgen. Allerdings darf nur 60% eingeplant werden und die restlichen 40% sollten fur „ungeplante“ Dinge freigehalten werden, da man auf sie keinen direkten Einfluss hat. Schliefilich muss noch Zeit fur Freizeit und Erholung eingeplant werden, um einen gesunden Ausgleich zwischen Erholung und Arbeit herzustellen. Denn durch das Zeitmanagement soll mehr Zufriedenheit und weniger Stress im Alltag erzielt werden.

Zuvor ist aber immer die schwierige Entscheidung zu treffen, ob das eine oder das andere wirklich wichtiger ist d.h. zu entscheiden, welche Tatigkeit als erstes in Angriff genommen werden soll. Um diese Entscheidung zu vereinfachen und effektiv zu losen, sollte eines beherrscht werden: Das Setzen von Prioritaten. Denn sonst gerat alles auf die To-do-Liste und man verliert schnell den Uberblick.

[...]


1 Rost, F. 2008, Lern -und Arbeitstechniken fur das Studium

Details

Seiten
10
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640721405
ISBN (Buch)
9783640721894
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v156723
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Schlagworte
Zeit Zeitmanagement Selbstmanagement Management Zeitdruck Klausur Klausurvorbereitung Stress

Autor

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