Lade Inhalt...

Wahrheit - Interpretation - Ereignis - G. Vattimos Theorie und Wahrheitsanspruch in Mulholland Dirve

Inwiefern ist Spontanität notwendig für Vattimos Kunstphilosophie?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 23 Seiten

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Hauptteil – Kontextklärung
2.1 David Lynch – ein kurzer Abriss
2.2 Von Twin Peaks zu Mulholland Drive - Serie und Film
2.3 Motive und ihre Funktion(en)
2.4 Von Lynch zu Nietzsche

3. G. Vattimos Theorie und Wahrheitsanspruch in Mulholland Dirve
3.1 Die Postmoderne – Kunstwerke mit doppelten Boden
3.2 Lynch und Philosophie – Traum und die „ewige Schleife“
3.3 Adorno, Heidegger und Vattimo – Das Fremde und das Erhabene
3.4 Angst und Befindlichkeit - Die Aufhebung der ontologischen Differenz in Mulholland Drive
3.5 Das Problem der Interpretation – der Haken und die Spontanität
3.6 Unauschöpfbarkeit – Wahrheitsanspruch in Mulholland Drive

4. Schlussteil
4.1 Zusammenfassung
4.2 Literaturverzeichnis und Anmerkungen

1. Einleitung

„Il a tout pour tous. Il fait rire l`enfant et frissonner la femme. Il donne a l`homme du monde un vertige salutaire et fait rêver ceux qui ne rêvent jamais.“[1]

Im Vorwort zum spannenden Werk Art´s Claim to Truth[2] lässt sich folgende und interessante Stelle finden:

„A film such as David Lynch´s Mulholland Drive is a good example of this theory not only because the movie does not follow a linear narration that would imply a previously dicated screenplay, but most of all since it actually started out as apilot for TV series and only during its process became a film.“[3]

Diese Stelle soll Anlass sein, exemplarisch über Lynchs Werk, in die zeitgenössische Kunstphilosophie des Italieners G. Vattimo einzusteigen. Lässt sich z.B. die „Enthüllungsszene“[4] in Mulholland Drive als Aufhebung der heideggerischen ontologischen Differenz, in der (Neu)Interpretation Vattimos, interpretieren? Und was hat dies mit Spontanität, sowie der Entstehung von Kunst mit Wahrheitsanspruch, während des Schöpfungsprozesses zu tun? Grundlegend soll also in dieser Arbeit geklärt werden, in wie weit Spontanität ein wichtiger Faktor für postmoderne Kunstphilosophie ist – vor allem in den den Neuinterpretationen seitens Vattimos, bereits traditioneller Kunstphilosophien – und wie sich das am Entstehungsprozess des Filmes äußert und wie sich allgemein Philosophie und Kunstphilosophie zu Lynchs Film und Werk verhält. Des Weiteren würde ich mal behaupten, dass vor allem Vattioms Interpretation der Philosophie seines Mentors Pareyson und seine Interpretation der heideggerischen Ästhetik, sich auf diesen Film beziehen lassen. In wie weit gilt es nun zu klären. Und was es generell mit Vattimos Thesen auf sich hat; als auch dem Werk von Lynch, und wie man das miteinander Verbinden kann. So wird sicherlich der Begriff der Angst – in heideggerischer Sicht - eine wichtige Rolle spielen und einen spannenden Bezug zu Lynchs Film darlegen. Nun gilt es aber zu erst in das mysteriöse Universum Lynch´s einzutauchen.

2. Hauptteil – Kontextklärung

2.1 David Lynch – ein kurzer Abriss

„Aber bei David Lynch ist es nicht die Welt, die sich vor dem Subjekt ausdrücklich verrückt, es ist das Subjekt selber, das auf die Verrücktheiten der Welt stößt, ohne zu wissen, ob es sie entdeckt, erfindet oder träumt.“[5]

Und mit dieser kurzen Aussage über David Lynch Vorgehensweise sind eigentlich alle philosophischen Grundprobleme – radikal vereinfacht – abgedeckt. Doch, denkt man zunächst an David Lynch, ist man im Autorenkino angekommen[6] und des Weiteren; denkt man an Werke - filmische Werke - die die Nation spalten[7]: Twin Peaks[8], Der Elefantenmensch[9], Blue Velvet[10], Wild at Heart[11], Lost Highway[12] und natürlich der erste Film, der ihm seinen großen und internationalen Durchbruch brachte und schnell Kultstatus[13] erreichte: Eraserhead[14], um mal einige zu nennen. Damit steht fest, dass Lynch zu den Meistern der unkonventionellen Filmkunst gehört. Doch er ist noch viel mehr. Speziell wird das Traummotiv in jedem seiner Filme durchleuchtet, genau wie die Verwebung dessen mit der (fiktiven) Realität:

[...]


[1] Lynch, David, Mulholland Drive, Dvd [01:44:37] / http://www.stadlerfilm.de/inhalte/deutsch/mulhollanddrive.pdf (Stand 25. 09. 2010 [12Uhr44]).

[2] Gianni Vattimoa, Art´s Cliam to truth, Columbia University Press, 2008.

[3] Ebd. Introduction, S. xix.

[4] Lynch, David, Mulholland Drive, Dvd [01:50:26].

1

[5] Georg, Seeßlen, David Lynch und seine Filme, Schüren, Arte Edition, Marburg, 2007, S. 206.

[6] Wohl exemplarisch begründet durch Hitchcock, welcher Lynch maßgebend beeinflusste. Dies sieht man auch immer wieder in Lynchs Werken, was Montage, als auch Cameo-Auftritte angeht.

[7] Ralfdieter Füller, Fiktion und Antifiktion – Die Filme von David Lynchs und der Kulturprozeß im Amerika der 1980er und 90er, WVT, 2001, Einleitung, S. 11.

[8] Lynch, David, Twin Peaks (Fernsehserie), Produktionsjahr 1991, Paramount Home Entertainment, 2007.

[9] Lynch, David, Der Elefantenmensch (org. The Elephant Men), Produktionsjahr 1980, Kinowelt GmbH,, 2010.

[10] Lynch, David, Blue Velvet, Produktionsjahr 1986, MGM Home Entertainment GmbH, 2009.

[11] Lynch, David, Wild at Heart, Produktionsjahr 1990, Universal/DVD, 2003.

[12] Lynch, David, Lost Highway, Produktionsjahr 1997, Universum Film GmbH, 2000.

[13] Füller, Ralfdieter, Fiktion und Antifiktion – Die Filme von David Lynchs und der Kulturprozeß im Amerika der 1980er und 90er, WVT, 2001, S. 12.

[14] Lynch, David, Eraserhead, Produktionsjahr 1977, American film Institute for Advanced Studies, 2003.

Details

Seiten
23
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640718436
ISBN (Buch)
9783640718771
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v158709
Institution / Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Schlagworte
Lynch Vattimo Kunstphilosophie Mulholland Drive Interpretation Pareyson Hermeneutik Heidegger Adorno Postmoderne Kunst Wahrheitsanspruch Nietzsche Ontologische Differenz Spontanität

Autor

Zurück

Titel: Wahrheit - Interpretation - Ereignis - G. Vattimos Theorie und Wahrheitsanspruch in Mulholland Dirve