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Auswirkungen statistischer Erhebungen auf die Leistungsfähigkeit von Arbeitsmarktpolitik & die Einschätzung der Wirtschaftslage

Statistik zum deutschen Arbeitsmarkt

Seminararbeit 2005 34 Seiten

Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitende Fragestellung
1.1 Die SGB-Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit
1.1.1 Hartz IV
1.1.2 Definitionen und statistische Erhebung
1.1.3 Ergebnisse Berichtsmonat August
1.1.4 Folgen ungenügender Definitionen oder Verfahren
1.2 Im Vergleich: Die ILO-Erwerbsstatistik des Statistischen
Bundesamtes
1.2.1 Definitionen und die Erhebung
1.2.2 Ergebnisse Berichtsmonat August
1.2.3 Folgen ungenügender Definitionen oder Verfahren

2. Überprüfung: Auswirkungen der Arbeitslosenzahlen auf die
Einschätzung der Wirtschaftslage?
2.1 Die Unternehmerseite:
Ifo-Geschäftsklimaindex & Ifo-Beschäftigungsindikator
2.2 Die Verbraucherseite: GfK-Konsumklimastudie

3. Literatur

1. Einleitende Fragestellung

Arbeitslosenstatistiken sind, solange es sie gibt, ein Politikum. Gerne werden sie von der Opposition instrumentalisiert, geben sie doch Aufschluss über die Leistungsfähigkeit einer amtierenden Regierung.

Im April diesen Jahres verlangte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-CSU, Ronald Pofalla MdB, einen „Kassensturz am Arbeitsmarkt“, da viele Arbeitslose nicht in der Statistik geführt würden und so keine seriöse Bestandsaufnahme als Grundlage für nötige Reformen vorhanden sei. Phrasen wie „in den letzten vier Jahren sind 1,5 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden“ oder „verantwortungslose Schönfärberei“ fügten sich glänzend in parteipolitische Grabenkämpfe.

Bereits im Februar wurde der rot-grünen Regierung von der wirtschafts-politischen Sprecherin der Union, Dagmar G. Wöhrl MdB, Verschleierungstaktik vorgeworfen. Man müsse die Zahlen um gut eine halbe Million nach oben korrigieren, „Ich-AGs“, „1-Euro-Jobs“ und „Jumper“ würden darin fehlen. So auch der O-Ton nach Ankündigung der Neuwahlen, verbunden mit dem Versprechen bei einem Wahlsieg dies zu ändern und endlich dem Volk gegenüber ehrlich zu sein.

Kritik hagelte es daraufhin Mitte August vom Deutschen Institut für Wirtschafts-forschung. DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann: Alles Wahlkampfrhetorik. Generell gelte, dass alle bisherigen Bundesregierungen versucht hätten, Arbeitslose in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu verstecken. Besonders massiv habe dies die Regierung unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) praktiziert. Die rot-grüne Bundesregierung habe als erste damit aufgeräumt.

Wer hat nun Recht? Sind die Bevölkerung und Teile der politischen Führung wirklich falsch über die Lage der Nation informiert? Stimmt der Spruch „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“? Diese Hausarbeit soll die Antworten liefern. Schließlich sind Statistiken, die monatlich durch Medien kursieren, nicht in ihrer Wirkung zu unterschätzen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

Zum einen sind die Fakten, die ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit von 1,883 auf 4,728 Millionen innerhalb der letzten 15 Jahre attestieren, der Spiegel für anwachsende Schwierigkeiten für Sozialpolitik und Wirtschaftsstandort. Dennoch spielt die auf solche Daten folgende Psychologie ebenso eine Rolle. Oftmals finden Konsumzurückhaltung und wirtschaftliche Abwärtstrends ihre Ursache in großer Skepsis oder Verunsicherung der Bevölkerung.[1] Arbeitslosenzahlen gehören zum Nährboden dieser Skepsis.

Zum anderen haben Statistiken nicht nur Auswirkungen auf die Wirtschaft. Auch hängt die Leistungsfähigkeit politischer Maßnahmen von den Informationen ab, die sie liefern. Unzureichende oder falsche Daten können zu falschen Einschätzungen und Reformen führen.

Wie die Kapitel des Inhaltes auf Seite 2 bereits verraten, verfolge ich in dieser Hausarbeit zwei aufeinander aufbauende Ziele.

Erstens möchte ich klären, wie Arbeitslosenzahlen in der Bundesrepublik nach der SGB-Arbeitsmarktstatistik gewonnen werden. Dem nationalen Verfahren der Karteistatistik stelle ich dann das der International Labour Organization (im Folgenden kurz: ILO) gegenüber. Mit diesem systematischen Vergleich möchte ich mögliche Vor- und Nachteile in der Wahl einer anderen Methode ans Tageslicht fördern. Will man statistische Neuerungen und Besonderheiten beleuchten, so kommt man innerhalb dieses ersten Kapitels nicht umhin den vieldiskutierten Hartz IV-Effekt zu behandeln. Details aus Hartz IV sollen jedoch nicht zentrales Thema dieser Arbeit sein.

Im zweiten Teil schlage ich eine Brücke zur Einschätzung der Wirtschaftslage aufgrund von Arbeitsmarktdaten. Im vorigen Kapitel stand der Überblick über verschiedene statistische Methoden und ihre Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit von Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik im Vordergrund. Nun geht es um die psychologischen Zusammenhänge, wie ich sie bereits oben erwähnte.

Am Beispiel des Ifo-Geschäftsklima-Indexes soll geklärt werden, ob Arbeitslosenzahlen Basis für die Unternehmereinschätzung der Wirtschaftslage sind. Und wenn sie es sind: ob schlechte Arbeitsmarktdaten gar eine schlechte Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung nach sich ziehen. Auf dem Weg dorthin beschreibe ich den Aufbau dieses Indexes. Welche Methode wird angewendet? Worauf basiert seine Aussagekraft? Dies sind maßgebliche Fragen, die ich zu klären versuche. Darauf aufbauend wird von mir der Ifo-Beschäftigungsindikator behandelt. Seine Funktion ist die Voraussage der Beschäftigungsentwicklung, im Gegensatz zur Arbeitslosenstatistik, die vor allem bereits vorhandene Verhältnisse beschreibt (Ex-Post-Betrachtung).

Mit einer kurzen Darstellung der GfK-Konsumklima-Studie wird von mir abschließend untersucht, ob ein Zusammenhang der Arbeitsmarktdaten mit einer Wirtschaftseinschätzung der Verbraucher besteht.

Zum Ende dieser Einleitung möchte ich meine Arbeit bezüglich Forschungs-stand und Methodik einordnen. Der Forschungsstand scheint, verglichen beispielsweise mit Themen der Internationalen Beziehungen, sehr rar „beackert“. Es ist sehr schwierig zu Arbeitsmarktstatistiken und ihren Auswirkungen aktuelle Literatur zu finden. Besonders erschwert haben es mir doch die durch Hartz IV einhergehenden Veränderungen, die erst zu Beginn dieses Jahres in Kraft traten. Somit sind viele wissenschaftliche Abhandlungen darüber erst noch im Entstehen. Auch über einen so ins Detail gehenden Index zum Geschäftsklima wie den des Ifo-Instituts ist kaum Sekundärliteratur vorhanden. Folglich basiert diese Arbeit hauptsächlich auf „Material erster Hand“, wie den Berichten der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Bundesamtes oder des Ifo-Institutes. Darüber hinaus war ich bemüht Literatur von Instituten zur Wirtschaftsforschung einzubinden, wie etwa die des DIW in Köln. Diese haben in der Regel eine gute und aktuelle „Stellungnahmen-Dichte“.

Abschließend zur Methodik: In dieser Arbeit möchte ich vor allem qualitativ vorgehen. Ich untersuche unterschiedliche statistische Erhebungen anhand ausgewählter Kriterien. Diese Vorgehensweise sollte es mir dann ermöglichen, einige Schlüsse über die Leistungsfähigkeit und Wirkungen auf Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik ziehen zu können.

1.1 Die SGB-Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit

1.1.1 Hartz IV

Die deutsche Arbeitsmarktstatistik unterliegt, vor allem durch die Hartz IV-Gesetze, seit Januar 2005 einem starken Wandel. „Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches II (SGB II) ändern sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland. Bis Ende 2004 basierten die Statistiken allein auf den Geschäftsdaten der Agenturen für Arbeit. […] Als Träger der neuen Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II treten mit den Arbeitsgemeinschaften von Arbeitsagenturen und Kommunen und den zugelassenen kommunalen Trägern (optierende Kommunen) weitere Akteure auf den Arbeitsmarkt.“[2]

Bis Dezember 2004 war die Bundesagentur für Arbeit (BA) alleiniger Datenlieferant für die Arbeitsmarktstatistik. Jeder, der sich arbeitslos gemeldet hatte und nicht an einer Maßnahme zur aktiven Arbeitsmarktpolitik teilnahm, tauchte in der einheitlichen Karteistatistik auf. Vereinfacht gesagt war es ein Summenspiel nach dem Prinzip der Totalerhebung. Selbst eine Unterscheidung von Arbeitslosengeld- und Arbeitslosenhilfeempfängern[3] wurde, zumindest in der Berichterstattung, nicht vorgenommen. Allein zwei schwerwiegendere Faktoren verkomplizierten dem Leser vielleicht die Interpretation der Arbeitslosendaten: Die „Stille Reserve“ und die Saisonbereinigung.

Die stille Reserve beschreibt das Arbeitspotenzial in der Bevölkerung, welches nicht erfasst wird. Schon die Tatsache, dass man sich freiwillig arbeitslos melden kann, zeigt, dass nicht alle Arbeitslosen am Ende in der Statistik auftauchen müssen. Es gibt zwar starke Anreize sich arbeitslos zu melden, wie etwa Transferzahlungen oder die Wahrung von Sozialversiche-rungsansprüchen. Dennoch sind diese nicht für jeden Arbeitslosen gleich so attraktiv, dass er sich meldet. Auch die große Gruppe der Sozialhilfeempfänger wird bis Ende 2004 der Stillen Reserve zugerechnet. Durch letztere kann nur von dem „Prinzip der Totalerhebung“ die Rede sein. Eine Erhebung aller Untersuchungseinheiten (Personen) der Grundgesamtheit („deutsches“ Volk nach Inlandskonzept[4] ) ist zwar der Vollständigkeit halber wünschenswert, liegt so aber nicht vor.

Die Saisonbereinigung soll die Arbeitsmarktdaten unter dem Gesichtspunkt eines Trends besser verständlich machen. Nimmt die Arbeitslosigkeit beispielsweise in den Sommermonaten rapide zu, so ist man bemüht, den eigentlichen Verlauf dieser Monate abzubilden, also saisonbedingte Arbeitslosigkeit herauszufiltern.

Was hat sich nun zu Beginn des Jahres in der Statistik geändert? Heute erhält, wie oben zitiert, die Bundesagentur für Arbeit von den Kommunen Unter-stützung. Und diese gestaltet sich sehr unterschiedlich. Für den Ottonormalverbraucher klingen „Arbeitsgemeinschaft“, „optierende Kommune“ oder „getrennte Trägerschaft“ nebulös oder zumindest fremd. Im Folgenden möchte ich diese Begriffe erläutern und vorab den Grund für die Einbeziehung der Kommunen klären.

Ein Teil der Hartz IV-Gesetze sollte vor allem einen großen Mangel der statistischen Erhebung beseitigen: Die Aussparung von nicht arbeitslos gemeldeten Sozialhilfeempfängern in eine getrennte Statistik stellte sie in die Stille Reserve, die von der Öffentlichkeit kaum gesehen noch gefördert wurde.

Darüber hinaus wurden im monatlichen Bericht Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe nicht getrennt geführt. So konnte nicht klar zwischen gut oder schlechter vermittelbaren Arbeitslosen unterschieden werden. Die daran geknüpften arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen waren also nicht immer zielgenau oder vom Aufwand her nur schwer kalkulierbar.

Diese zwei Punkte änderten sich mit dem SGB II. Das Sozialgeld und das Arbeitslosengeld II (ALG II) wurden eingeführt, und Sozial- sowie Arbeitslosenhilfe abgeschafft. Auch wenn auf den ersten Blick lediglich ein Austausch der Begriffe vorliegt: statistisch wurde die Stille Reserve um rund 660.000 Sozialhilfeempfänger erleichtert.[5] Januar 2005 sprang somit die Arbeitslosigkeit, zumindest nun offiziell, auf neue Rekordstände.

Die Leistungsfähigkeit der Statistik hat sich damit aber erhöht. Zum einen entsprechen die Zahlen mehr der Realität. Zum anderen ist aufgrund dieser realistischeren und stärker trennenden Statistik eine einheitlichere und bessere Betreuung/Vermittlung der Menschen möglich.

Mit der Umstrukturierung der Arbeitsmarktorganisation und der sozialen Grundsicherung sind auch Änderungen in der Zuständigkeit verbunden. Früher waren Kommunen für die Sozialhilfe und Arbeitsämter (beziehungsweise seit 2004 „Arbeitsagenturen“) für Arbeitslosengeld oder -hilfe zuständig. Nun finanziert die BA das Arbeitslosengeld I (ALG I) als Versicherungsleistung, und die BA zusammen mit den Kommunen das Arbeitslosengeld II als Fürsorgeleistung.[6] Folglich wurde die Sozialhilfe samt Apparat geschluckt. Dennoch gestaltet sich die Aufgabenverteilung zwischen beiden Trägern nicht so einfach wie mit dem Wort „geschluckt“ dargestellt. Es sind drei neue Kooperationsformen beim ALG II entstanden, zwischen denen Kommunen wählen können.

In der Regel werden Arbeitsgemeinschaften aus Arbeitsagenturen und Kommunen gebildet, die so genannten „ARGEn“. In ihnen kümmern sich beide gemeinsam um die Belange der ALG II-Kunden und um deren schnellstmögliche Rückführung in ein Arbeitsverhältnis.

Eine „Optierende Kommune“ hingegen übernimmt alle Aufgaben der Grundsicherung in Eigenregie. Also auch die Bemühungen zur Eingliederung in Arbeit von Personen, die ALG II erhalten. Es gibt 69 Kommunen dieser Art, die im Rahmen der so genannten Experimentierklausel des Sozialgesetzbuches die Langzeitarbeitslosen in eigener Verantwortung betreuen.

Die dritte Möglichkeit besteht in der „Getrennten Trägerschaft“. Sie beinhaltet, dass die Arbeitsagentur für die Zahlung des ALG II und für die Einglie-derungsbemühungen in Arbeit zuständig ist. Der Landkreis, beziehungsweise die Kommune, übernimmt die Zahlung für die Kosten der Unterkunft und Heizung des jeweiligen Arbeitslosengeld-II-Empfängers.

Ich erwähne hier die neuen Zuständigkeiten und Aufgabenverteilungen mit zwei Absätzen, da hiermit auch eine verkomplizierte Erstellung der Statistik einhergeht. Die BA ist in der Übergangsphase zur Sicherung der Vergleichbarkeit und Qualität damit beauftragt, „die bisherige Arbeitsmarkt-statistik unter Einbeziehung der Grundsicherung für Arbeitssuchende weiter zu führen.“[7] Warum dies sinnvoll ist, möchte ich im Folgenden anhand der verschiedenen Leistungsbezieherkomponenten erläutern.

Unproblematisch ist der Rechtskreis des SGB III. Die Bezieher von Arbeitslosengeld und arbeitslose Nichtleistungsempfänger werden wie gehabt geführt. Lediglich die Verkürzung des zeitlichen Anspruchs auf ALG I und andere inhaltliche Modi sorgen für einen schnelleren Austritt aus diesem Rechtskreis. Die Struktur der Statistik bleibt bestehen.

Ein größeres Problem stellt hingegen der Datentransfer der Kunden nach SGB II dar. Es gibt innerhalb des neuen Gesetzbuches zwei große Kunden-Gruppen. Zum einen ehemalige Bezieher der Arbeitslosenhilfe und arbeitslos gemeldete Sozialhilfeempfänger (Differenz aus den geschätzten Arbeitslosen ohne Einführung des SGB II und den SGB III-Arbeitslosen). Diese sind automatisch dem neuen Arbeitslosengeld II zugeordnet worden. Allerdings besteht bei Personen dieser Teilgruppe die Schwierigkeit, dass sie den oben benannten Trägerschaften neu zugeordnet werden müssen. Auch unterscheiden sich natürlich die Bedingungen, unter denen man ALG II erhält, von denen zum Erhalt der Arbeitslosenhilfe. Diese Details haben jedoch nur indirekt Auswirkung auf die Statistik, und auch nicht auf ihre Struktur.

[...]


[1] Das Marktforschungsinstitut GfK in einer Pressemitteilung vom 27. Juli 2005: „Der Gesamtindikator Konsumklima dagegen fällt seit vier Monaten, eine Trendwende ist weiterhin nicht in Sicht. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die deutschen Verbraucher derzeit weder der Politik noch der Wirtschaft zutrauen, dass diese in der Lage sind, in Bezug auf die Konjunktur und damit auch die Arbeitsmarktlage eine Wende herbeizuführen. Auch das Vorgeplänkel zur vorgezogenen Bundestagswahl im September über Fragen, ob und um wie viel die Mehrwertsteuer erhöht wird und was dem Bürger sonst noch blüht, ist offensichtlich nicht geeignet, die tief sitzende Verunsicherung abzuschwächen.

Die Konsumenten in Deutschland stehen mit der insgesamt pessimistischeren Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im Widerspruch zu den Finanzanalysten und Unternehmen. Denn die Indizes sowohl der ZEW-Studie zu den Konjunkturerwartungen als auch der ifo-Geschäftsklimaindex legten im Juli deutlich zu.“

[2] Der Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland – Monatsbericht August 2005: S. 19

[3] Arbeitslosengeld war die staatliche Förderung zu Beginn der Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenhilfe setzte nach „Bedürftigkeit“ und vorangegangenem 12-monatigem Bezug des Arbeitslosengeldes ein. War letzteres nicht der Fall blieb einem seit Januar 2000 nur die Möglichkeit Sozialhilfe zu beantragen.

[4] Die Bundesagentur für Arbeit arbeitet vor allem nach dem Inlandskonzept. Im Inlandskonzept gehören Einpendler, die in Deutschland arbeiten, ihren Wohnsitz aber im Ausland haben, zu den Erwerbstätigen, während Auspendler, die zwar im Inland wohnen, aber im Ausland arbeiten, nicht mitgezählt werden.

[5] Der Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland – Monatsbericht August 2005: S. 6: „Die Arbeitslosigkeit steigt, weil arbeitsfähige ehemalige Sozialhilfeempfänger, die nun das neue Arbeitslosen-geld II beziehen, in stärkerem Maße als Arbeitslose erfasst werden. Nach der Sozialhilfeempfängerstatistik gab es Ende 2003 660.000 Sozialhilfeempfänger im erwerbsfähigen Alter […]. Davon waren 413.000 Personen krank bzw. arbeitsunfähig oder häuslich gebunden, 247.000 nannten andere Gründe. Das IAB hält – nach neuen Berechnungen (IAB-Kurzbericht 10/2005) – aus dieser Gruppe ein zusätzliches Potenzial an Arbeitslosen, fortgeschrieben ins Jahr 2005, von rund 400.000 Personen für möglich.“

[6] Versicherungsleistungen werden durch die Sozialversicherung, Fürsorgeleistungen vom Bund, Ländern und Kommunen finanziert.

[7] Der Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland – Monatsbericht August 2005: S. 19

Details

Seiten
34
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640724178
ISBN (Buch)
9783640724376
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v158840
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,3
Schlagworte
Arbeitsmarkt; Statistik; Sozialpolitik; Demoskopie; Arbeitsmarktpolitik; Erhebungen

Autor

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