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Die russische Energiewirtschaft

Eine kritische Analyse der deutsch-russischen Energiekooperationen und eine Darstellung möglicher Alternativen

Seminararbeit 2010 21 Seiten

Russistik / Slavistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Glossar und Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Energiewirtschaft in Russland
2.1 Erdöl
2.2 Erdgas
2.3 Erneuerbare Energien
2.4 Die russischen Energiekonzerne

3. Deutsch-russische Zusammenarbeit im Energiebereich
3.1 Erdgas
3.2 Erdöl
3.3 Energieeffizienz und erneuerbare Energien
3.4 Deutsch-Russische Unternehmenskooperationen und Projekte

4. Alternative Möglichkeiten der Energieversorgung
4.1 Westeuropäisches Gas
4.2 Zentralasien und der Kaspische Raum
4.3 Nordafrika

5. Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ölförderung der letzten Jahre

Tabelle 2: Entwicklung der russischen Ölreserven

Tabelle 3: Erdgasförderung in Russland

Tabelle 4: Erdölreserven in den Zentralasiatischen Ländern 2009

Tabelle 4: Erdgasreserven in den Zentralasiatischen Ländern 2009

Glossar und Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Deutschland und Russland haben schon während der Sowjetunion im Bereich Energie kooperiert. Heutzutage gibt es immer mehr Beziehungen und Kooperationen im Energiebereich zwischen Deutschland und Russland, sowohl politische als auch auf Unternehmensebene.

Russland ist reich an Rohstoffen, die Deutschland benötigt. Deutschland hingegen besitzt das Know-how, die erforderliche Technik und das Kapital, was Russland zur Förderung benötigt. Durch Modernisierungspartnerschaft und Zusammenarbeit in der Energieeffizienz ergeben sich neue Möglichkeiten für Deutschland.

Die erste direkte Pipeline von Russland nach Deutschland durch die Ostsee, die so genannte Nord Stream wird nächstes Jahr in Betrieb gehen.

Durch die langjährigen Beziehungen im Energiebereich ergibt sich die folgende Frage: Welche Kooperationen gibt es bereits und wie sieht die Zukunft der deutsch-russischen Energiebeziehungen aus?

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es deshalb, die deutsch-russischen Energiebeziehungen darzustellen und mögliche Alternativen zu analysieren.

Der erste Teil gibt einen Überblick über die russische Energiewirtschaft und deren Marktstruktur.

Der zweite Teil der Hausarbeit beschäftigt sich mit der deutsch-russischen Zusammenarbeit im Energiebereich.

Der letzte Teil untersucht die Alternativen der deutschen Energieversorgung. In der Schlussfolgerung werden schließlich die Zukunftsperspektiven der deutsch-russischen Zusammenarbeit dargestellt.

2. Energiewirtschaft in Russland

Russland verfügt mit 23,7 % der Welterdgasreserven, 5,6 % der Weltölreserven und enormem Potenzial an erneuerbaren Energien über gewaltige Ressourcen.[1] Der staatliche Anteil an der Erdölförderung beträgt 39,5 %, der an der Erdgasförderung beträgt 86%. Die Energiewirtschaft ist der wichtigste Sektor der russischen Volkswirtschaft.[2]

Russland ist Mitglied der International Atomic Energy Organization (IAEO) und arbeitet mit der International Energy Agency (IEA) und dem Internationalen Energieforum zusammen. An der 2009 neu gegründeten Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) zeigt sich Russland interessiert, ist aber bisher noch nicht beigetreten.[3]

2.1 Erdöl

Die Erdölproduktion in Russland erreichte 1987 Ihren Höhepunkt. Die erste Privatisierungsphase der Ölindustrie begann 1982. Ab 1999-2000 fand die zweite Runde statt.[4] Nach der Privatisierung hatten sich zunächst sechs große Ölgesellschaften gebildet: Jukos, LUKoil, TNK-BP, Surgeneftgas, Sibneft und Tatneft. Nach der Übernahme des zerschlagenen Jukos Konzerns stieg das staatliche Unternehmen Rosneft zum größten Unternehmen auf.[5] Das zweitgrößte Unternehmen ist LUKoil, welches vollständig in privater Hand ist. TNK-BP ist das drittgrößte russische Unternehmen, an dem BP mit 50% beteiligt ist. Das Unternehmen produziert in sechs Raffinerien in Russland und in der Ukraine.

Das staatliche Unternehmen Transneft kontrolliert und verwaltet das Pipelinesystem.[6]

Russland hat einen Anteil von 12, 4 % an der Weltrohölförderung. Die folgenden Tabellen zeigen die Ölförderung und die Reservenentwicklung der letzten Jahre.

Tabelle 1: Ölförderung der letzten Jahre

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Germany Trade & Invest: Energiewirtschaft 2008/2009-Russsische Förderation, Berlin 2010, S.9

Tabelle 2: Entwicklung der russischen Ölreserven

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Germany Trade & Invest: Energiewirtschaft 2008/2009-Russsische Förderation, Berlin 2010, S.9

Das wohl größte derzeitige Projekt der Erdölförderung ist die Erschließung der Sachalin Inseln. Von dort ist die einfache Verschiffung der großen Reserven nach Asien möglich. Außerdem ist der Ausbau der Ölpipelines nach Asien geplant.[7]

[...]


[1] BP: Statistical Review of World Energy 2010, London, 2010, S.22

[2] Vgl. Germany Trade & Invest: Energiewirtschaft 2008/2009-Russsische Förderation, Berlin, 2010, S.3

[3] Germany Trade & Invest: Energiewirtschaft 2008/2009-Russsische Förderation, Berlin 2010, S.8

[4] Vgl. Connor, John T: Out of the red : investment and capitalism in Russia, New Jersey, 2008, S.83

[5] Vgl. Germany Trade & Invest: Energiewirtschaft 2008/2009-Russsische Förderation, Berlin, 2010, S.9

[6] Germany Trade & Invest: Energiewirtschaft 2008/2009-Russsische Förderation, Berlin, 2010, S.9

[7] Vgl. Connor, John T: Out of the red : investment and capitalism in Russia, New Jersey, 2008, S.84

Details

Seiten
21
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640724277
ISBN (Buch)
9783640724499
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v159649
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Slavisches Institut
Note
1,3
Schlagworte
Energiewirtschaft Russland Gas Alternative Energie

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Titel: Die russische Energiewirtschaft