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Die nationalsozialistische Rassenideologie des Dritten Reiches

Hausarbeit 2009 17 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hitlers Weltanschauung
2.1 Hitlers Naturgesetz
2.2 Der schopferische Rassenkern
2.3 Die NS- Weltanschauung

3. Die Grundmotive der Rassenideologie
3.1 Die Verschiedenwertigkeit der Rassen
3.2 Die rassenbedingten korperlichen Merkmale und Eigenschaften
3.3 Die Unveranderlichkeit der Rasseneigenschaften

4. Die Endlosung
4.1 Die Wannseekonferenz

5. Schlussteil

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Thema meiner Hausarbeit ist die nationalsozialistische Rassenideologie des Dritten Reiches. Ich behandle in dieser Arbeit die Einstellung Adolf Hitlers zur Rassenideologie und seinen Beitrag zu deren Umsetzung im Dritten Reich. AuRerdem wird naher auf die einzelnen Elemente der NS-Rassenideologie eingegangen und deren Ausgang.

Ziel der Hausarbeit ist es aufzuzeigen, wie Hitlers Obsession der Rassenideologie aufkam. AuRerdem behandele ich die Fragestellung, wie es dem NS-Regime gelang, eben diese Ideologie im Deutschen Reich zu etablieren und zeige auf, wie sich eben diese genau darstellt. Das absehbare, daraus resultierende Ereignis, die Endlosung, schneide ich nur am Rande an, da dieser Bereich zu umfassend ist und nicht Hauptbestandteil der Arbeit werden soll.

Die Hausarbeit wurde von mir so gegliedert, dass ich zuerst Hitlers Einstellung bzw. seinen Beitrag zur Rassenideologie aufzeige und gehe danach auf die nationalsozialistische Weltanschauung uber, deren zentrale Komponente die Rassen- und Lebensraumideologie war. Ich mochte darstellen, wie Hitlers Rassenvision auf die Bevolkerung uberging. Hitlers Rolle ist fur Fragestellungen im Bezug auf die Rassenideologie unumgehbar, da meist alle Ziele und Weltanschauungen des Nationalsozialismus letzten Endes immer wieder bei ihm zu suchen sind. Uber die zentrale Rolle Hitlers in der NSDAP und im NS-Staat sind sich fast alle Forschungen einig.

Nachdem diese Fragestellung geklart wurde, versuche ich aufzuzeigen, was die Rassenideologie genau beinhaltet. AnschlieRend spanne ich einen Bogen zu dem Themenbereich der Endlosung, die letztendlich die praktizierte NS-Rassenideologie war.

2. Hitlers Weltanschauung

Hitlers Weltanschauung wurde erstmals in seinem Buch „Mein Kampf“ deutlich. Wenn seine Formulierungen darin auch unzureichend und literarisch missgluckt erscheinen, so unverkennbar enthalt „Mein Kampf“ bereits alle Elemente der nationalsozialistischen Ideologie.1

In „Mein Kampf“ gibt es zahlreiche Textstellen, in denen Hitler seinen Beschworungen einen universellen, das Weltall bildhaft einbeziehenden Charakter gibt. Er bezog die Sterne, die Planeten, den „Weltather“ in das dramatische Geschehen mit ein, und die „Schopfung“ und das „Himmelreich“ dienten ihm als Kulisse. Es war ein Hintergrund, der sich auf einleuchtende Weise mit dem Prinzip vom erbarmungslosen Kampf aller gegen alle und vom Sieg der Starken uber die Schwachen zur Deckung bringen und zu einer Art Darwinismus entwickeln lieR. „Die Erde“, so pflegte Hitler zu sagen, „sei wie ein Wanderpokal und habe deshalb das Bestreben, immer in die Hand des Starksten zu kommen.

2.1 Hitlers Naturgesetz

Im permanenten, todlichen Konflikt aller gegeneinander glaubte er eine Art Weltgrundgesetz gefunden zu haben:

„Die Natur... setzt die Lebewesen zunachst auf diesen Erdball und sieht dem freien Spiel der Krafte zu. Der Starkste an Mut und FleiR erhalt dann als ihr liebstes Kind das Herrenrecht des Daseins zugesprochen... Nur der geborene Schwachling kann dies als grausam empfinden, dafur aber ist er auch nur ein schwacher und beschrankter Mensch; denn wurde dieses Gesetz nicht herrschen, ware ja jede vorstellbare Hoherentwicklung aller organischen Lebewesen undenkbar.. Am Ende sieht ewig nur die Sicht der Selbsterhaltung. Unter ihr schmilzt die sogenannte Humanitat als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eigebildetem Besserwissen, wie Schnee in der Marzensonne. Im ewigen Kampfe ist die Menschheit groR geworden - im ewigen Frieden geht sie zugrunde.2

Dieses von ihm verfasste Naturgesetz, zeigte seine Vorstellung, dass es in der Geschichte der Menschheit nur um den Lebenskampf der Volker um Lebensraum gehe und dieser Kampf auch mit „allen denkbaren Mitteln“ erlaubt ware. Er machte in seinem Werk auch klar, wie die Bestenauslese ablaufen solle: in groRen, „blutmaRigen Fischzugen“ werde er uber Europa herziehen, um das blonde und hellhautige Menschenmaterial der „Verarbeitung der eigenen Blutbasis“ dienstbar zu machen.3

Die Uberlegenheit und sein rucksichtsloses Handelns verdeutlichte Hitler auch oft im Vergleich mit der Tierwelt: Er meinte, „die Affen, trampelten jeden AuRenseiter als gemeinschaftsfremd tot. Und was fur die Affen gelte, musse in erhohtem MaRe fur die Menschen gelten...“4

Fur Adolf Hitler waren der Krieg und die daraus resultierende Vernichtung ein notwendiges Mittel um die Grundordnung der Welt wiederherzustellen. Wenn er auf vergangene Epochen zuruckschaute und die Ursachen fur den Niedergang von Kulturen und Volkern suchte, stieR er immer auf die Missachtung der Natur, insbesondere die Rassenvermischung. Denn wahrend jedes Lebewesen den naturlichen Trieb zur Rassenreinheit strikt beachtete und „Meise zu Meise, Fink zu Fink, Feldmaus zu Feldmaus“ ging, war der Mensch der Versuchung ausgesetzt, den Gesetzen der Natur zuwiderzuhandeln und biologische Untreue zu begehen.5

[...]


1 (Fest, 1973, S. 295)

2 (Hitler, Mein Kampf Band 1 und 2,1943, S. 149)

3 (Fest, 1973, S. 298)

4 (Domarus, 1962, S. 647)

5 (Fest, 1973, S. 300)

Details

Seiten
17
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640727131
ISBN (Buch)
9783640728411
DOI
10.3239/9783640727131
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Erscheinungsdatum
2010 (Oktober)
Note
1,0
Schlagworte
Rassenideologie Geschichte Endlösung 3. Reich Drittes Reich NS

Autor

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