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Phasen der Stadtentwicklung und Konzepte der Stadtplanung in Barcelona

Studienarbeit 2003 43 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Route Stadt Barcelona
1.1 Wegstrecke
1.2 Routenplan (Standorte 1-7)
1.3 Routenplan (Standorte 7-9)
1.4 Routenplan (Standorte 1 und 10)

2 Einleitung

3 Geographische und topographische Rahmenbedingungen

4 Barcelona in Zahlen

5 Wesentliche Elemente der aktuellen Stadtstruktur

6 Begehung der Stadt
6.1 Passeig de Gràcia / Eixample
6.1.1 Wirtschaftliche und historische Entwicklung seit Mitte des 15. Jahrhunderts
6.1.2 Die Stadterweiterung nach dem Plá Cerdà
6.1.3 Exkurs: Zwei weitere Pioniere der modernen Stadtplanung
6.1.4 Die Eixample heute
6.2 Museu d’Art Contemporani de Barcelona / El Raval
6.3 Plaça Central del Raval
6.4 Rambla dels Caputxins
6.5 Plaça Sant Jaume / Barri Gòtic
6.5.1 Historische Entwicklung Barcelonas bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts
6.5.2 Die Ciutat Vella heute
6.5.3 Exkurs: Citybegriff und andere Bezeichnungen für das zentrale Stadtgebiet
6.6 Moll de Bosch i Alsina / Port Urbà
6.7 Carrer d’Andrea Doria / Barceloneta
6.8 Vila Olímpica
6.8.1 Die Olympischen Areale
6.8.2 Sozio-ökonomische Wirkungen der Olympischen Spiele
6.8.2.1 Beschäftigung und wirtschaftliche Aktivitäten
6.8.2.2 Der Wohnungsmarkt
6.8.2.3 Auswirkungen des Sportanlagenbaus
6.8.2.4 Die Zugänglichkeit der Stadt
6.8.2.5 Fazit
6.9 Plaça de los Glòries Catalanes
6.10 Carrer d’Astúries / Gràcia
6.11 L’Illa / Avinguda Diagonal

7 Schlussbetrachtung

8 Literaturverzeichnis

1 Route Stadt Barcelona

1.1 Wegstrecke

Carrer de Balmes / Hotel - C. d'Aragó / Fundació Tàpies

Standort 1: Passeig de Gràcia / Casa Battló

Plaça de Catalunya - C. d'Elisabets

Standort 2: Plaça dels Angels / Museu d'Art Contemporani de Barcelona

C. Angels - C. de les Egipcíaques - C. de l'Hospital

Standort 3: Plaça Central del Raval

C. de Sant Pau

Standort 4: Rambla dels Caputxins

C. de Ferran - C. del Vidre / Plaça Reial

Standort 5: Plaça Sant Jaume

C. del Bisbe / Catedral - Via Laietana - C. de la Princesa

C. de Montcada - Passeig del Born / Santa Maria del Mar

C. L'Espaseria - C. Consolat de Mar - Passeig d'Isabel II

Standort 6: Moll del Dipòsit / Port Urbà

Passeig Joan de Borbó - C. Sant Carles

Standort 7: C. d'Andrea Doria

Passeig Marítim de la Barceloneta - Plaça dels Voluntaris Olímpics

Standort 8: Avinguda d'Icària / Vila Olímpica

C. d'Alaba - C. de Ramón Turró - C. de Badajoz

Standort 9: Plaça de les Glòries Catalanes

Metro-Station Glòries (Fahrt mit der Metro) - Metro-Station Fontana

Standort 10: C. d'Astúries / Plaça de la Virreina

C. de l'Or - C. Menéndez - C. Maspons - C. Pere Serafí

Travessera de Gràcia - C. de Matilda - C. Mozart - C. Santa Teresa

Plaça de Joan Carles I / Metro-Station Diagonal (Fahrt mit der Metro)

Metro-Station Maria Cristina - Avinguda Diagonal

Standort 11: L'Illa / Av. Diagonal

1.2 Routenplan (Standorte 1-7)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Stadtplan Barcelona (Ajuntament de Barcelona 1990, S. 1)

1.3 Routenplan (Standorte 7-9)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Stadtplan Barcelona (Ajuntament de Barcelona 1990, S. 1)

1.4 Routenplan (Standorte 1 und 10)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Stadtplan Barcelona (Ajuntament de Barcelona 1990, S. 1)

2 Einleitung

Bei der Begehung Barcelonas stehen die Epochen der Stadtentwicklung und die Veränderung der Stadtstruktur bzw. der inneren Differenzierung im Mittelpunkt. In kaum einer anderen europäischen Metropole wurde eine derart aktive Stadtentwicklungspolitik betrieben wie in der katalanischen Hauptstadt. Das aktuelle Bild der Stadt ist geprägt von einer Synthese aus historischer Stadtentwicklung und modernen Restrukturierungsprozessen. Voraussetzung für diese Prozesse waren die Veränderungen der politischen Bedingungen mit dem Übergang Spaniens zur Demokratie nach dem Tode Francos und die darauffolgende Selbstverwaltung der Region Katalonien und der Stadt Barcelona. Im globalen Wettbewerb um Investitionen setzt die Stadt ihren Transformationsprozess fort; ehemalige Gewerbeflächen werden neu erschlossen, um Standortvorteile für die Ansiedlung zukunftsträchtiger Branchen zu generieren.

3 Geographische und topographische Rahmenbedingungen

Barcelona ist die Hauptstadt der autonomen Region Catalunya, die sich aus den vier Provinzen Lleida, Barcelona, Girona und Tarragona zusammensetzt. Die Stadt liegt auf 2º10’ östlicher Länge und 41º23’ nördlicher Breite. Die physischen Dimensionen der Siedlungsfläche Barcelonas sind durch die Lage der natürlichen Grenzen bestimmt: Die Stadt liegt auf einer leicht zum Mittelmeer abfallenden Ebene, die durch die parallel zum Meer verlaufende Gebirgskette Collserola begrenzt wird, dessen höchste Erhebung der Tibidabo mit 512 m ist. Unterbrochen wird diese Ebene durch den am Meer gelegenen Hügel des Montjuic (172 m) und einige Hügel (turós) im höher gelegenen Teil der Stadt. Die Flüsse Llobregat und Besòs begrenzen diesen Raum im Südwesten und Nordosten; sie durchbrechen das Küstengebirge und verbinden Barcelona mit dem Hinterland. Diese natürlichen Gegebenheiten bilden ein geographisches System, das wesentlich die Verkehrswege und die Erweiterungsmöglichkeiten des modernen Barcelona vorgibt. Die Ebene selbst wurde durch eine Vielzahl kleinerer, zueinander parallel verlaufender Flüsse durchzogen, die die Ausrichtung vieler senkrecht zum Meer verlaufender Straßen bestimmt (Reimann 1996, S. 137).

4 Barcelona in Zahlen

A. Vergleich der Einwohnerzahlen, Flächen und Einwohnerdichten im Jahr 2001

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Einwohnerzahlen im Vergleich (Ajuntament de Barcelona 2003a)

B. Administrative Einheiten auf der Ebene der “districtes”

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Administrative Gliederung in 10 “districtes” (Ajuntament de Barcelona 2003b)

Im Jahr 1984 wurden 10 dezentrale administrative Einheiten eingerichtet, die die Verwaltung den Bürgern näher bringen sollte; dabei beruhte die Einteilung auf historisch, sozial und städtebaulich gewachsenen Einheiten, deren Benennung sich an alten Stadtvierteln oder an Dörfern, die im Zuge des Wachstums der Stadt eingemeindet worden sind, orientierte. Ciutat Vella und Eixample bilden das historische Barcelona, Nou Barris entwickelte sich in der Zeit des industriellen Wachstums, während die übrigen “districtes” mit den alten Dörfern in der Ebene korrespondieren (West 2000, S. 55).

C. Administrative Einheiten auf der Ebene der “zones estadístiques gran” (ZEG)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Administrative Gliederung in 38 “zones estadístiques gran” (ZEG)

(Ajuntament Barcelona 2003c)

Die zehn “districtes” wurden in 38 ZEG unterteilt, die nach denselben Kriterien wie die “districtes” ausgewiesen wurden, die aber als kleinere Einheiten mehr Bürgernähe bieten sollten. Über ihre baulichen Strukturen lassen sich diese Zonen relativ gut abgrenzen (West 2000, S. 57).

5 Wesentliche Elemente der aktuellen Stadtstruktur

Barcelona lässt sich in drei Bereiche gliedern: die Kernstadt, der suburbane Bereich jenseits der Eixample und die Industriestandorte. Die Kernstadt umfasst den "casc antic", d.h. die Altstadt, das Viertel El Raval und die Eixample. Außerdem ist noch die Stadterweiterung „Barceloneta“ aus dem 18. Jh. zur Kernstadt zu zählen.

Der suburbane Raum jenseits der Eixample weist im Gegensatz zu dessen schachbrettartigem Grundriss kaum noch regelhafte Ordnungsmuster auf. Es handelt sich hier oft um "überformte" Dörfer und planlos angelegte Neubausiedlungen. Diese zusammengewachsenen Siedlungen besitzen entweder radiale Strukturen, die von einem Hügel ihren Ausgang nahmen (z.B. Horta-Guinardó), oder Netzstrukturen (Gràcia, Sarrià, Sant Gervasi), die sich aus den parallelen Wegen und Flüssen, die die Ebene von Barcelona durchzogen, entwickelten (Reimann 1996, S. 140).

Die Gebiete, in denen Industrieansiedlungen dominieren, sind vor allem die ZEG Zona Franca-Port, Poblenou und Sant Andreu. In den Randgebieten der Zona Franca wuchsen Arbeiterviertel, wie z.B. Bellvit, Cornellà, Hospitalet.

Die ZEG Poblenou ist nach der Zona Franca die älteste Industriezone. Hier siedelten sich Firmen verschiedenster Industriesektoren an, die allerdings zunehmend ihren Standort verlagern, um sich in den Industriezonen der Peripherie (z.B. Vallès) wieder anzusiedeln. Die entstandenen Schlafstadtviertel sind La Verneda, Santa Coloma und El Besòs.

Was den Unterschied zwischen Barcelona und mitteleuropäischen Städten anbelangt, sind folgende Punkte hervorzuheben: Zum einen ist der sehr scharfe Gegensatz zwischen dem klar gegliederten zentralen Bereich und der unkontrollierten Suburbanisierung äußerst typisch für Barcelona und andere spanische Städte. Zum anderen ist die Innenstadt Barcelonas noch nicht so entvölkert wie die zentralen Bereiche der Städte Mitteleuropas. Die Altstadt Barcelonas wird zwar vorwiegend von ärmeren Schichten bewohnt, doch auch Mittel- und Oberschicht bevorzugen Viertel, die nicht zu weit vom Zentrum entfernt liegen. Schließlich ist es für den suburbanen Bereich Barcelonas typisch, dass dort die Einfamilienhäuser weitaus seltener sind als in mitteleuropäischen Städten. Auch Angehörige höherer Schichten wohnen häufig in Hochbauten, die sozialen Unterschiede äußern sich weniger in der Art der Bebauung als in der Qualität der Bauausführung, in der Wohnausstattung und im Wohnumfeld (Bähr/Gans 1986, S. 16).

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Details

Seiten
43
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638210270
ISBN (Buch)
9783656525356
Dateigröße
3.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16081
Institution / Hochschule
Universität Mannheim – Geographisches Institut
Note
gut
Schlagworte
Phasen Stadtentwicklung Konzepte Stadtplanung Barcelona Grosse Exkursion Spanien

Autor

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Titel: Phasen der Stadtentwicklung und Konzepte der Stadtplanung in Barcelona