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Die Europäische Sicherheitsstrategie (ESS)

Eine Analyse der Umsetzung der Europäischen Sicherheitsstrategie von 2003 bis heute in Afghanistan

Hausarbeit 2010 35 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der 11. September 2001 und seine Folgen für Afghanistan- OEF, ISAF und EU

3. Afghanistan- ein Land mit komplexen Problemen

4. Analyse eines komplexen Themas: Gegebenheiten und Herausforderungen in Afghanistan..

5. Die „Europäische Sicherheitsstrategie“ von 2003 und der „Bericht über die Umsetzung der Europäischen Sicherheitsstrategie“ von 2008
5.1 Die Europäische Sicherheitsstrategie.
5.1.1 Aufbau und Inhalt der ESS
5.2 Der Bericht über die Umsetzung der Europäischen Sicherheitsstrategie

6. Analyse der ESS..

7. Die ESS- wieso lässt sie sich in Afghanistan nicht realisieren?..

8. Anhang.

9. Literaturverzeichnis..

1.Einleitung:

„ Mit dreizehntausend Mann der Zug begann,

Einer kam heim aus Afghanistan.“[1]

Mit diesem Vers beendete Theodor Fontane sein Gedicht „Das Trauerspiel von Afghanistan“, welches er 1898 in bezug auf die Anglo- Afghanischen Kriege verfasste, die das 19. Jahrhundert hindurch vom Vereinigten Königreich geführt wurden. Die Briten versuchten ihre koloniale Vormachtstellung in diesem Raum auszuweiten. Sie scheiterten jedoch drei Mal daran, die Afghanen zu unterjochen, was ihnen die schlimmste Niederlage ihrer Kolonialgeschichte bescherte.

Etwa 100 Jahre später, genauer 1979, versuchte die Sowjetunion mit einer Invasion einerseits einen bestehenden Bürgerkrieg in Afghanistan zu beenden, andererseits ihren Einflussbereich zu vergrößern. Auch sie sollten aus mehreren Gründen scheitern.[2]

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist Afghanistan wiederum ins Zentrum der Weltöffentlichkeit geraten und ist seitdem untrennbar mit dem internationalen Terrorismus in Zusammenhang gebracht worden.[3]

Heute, im Jahre 2010, befinden sich seit nunmehr fast neun Jahren zahlreiche Nationen im Rahmen der „Operation Enduring Freedom“ (OEF) und der „International Security Assistance Force“ (ISAF) in Afghanistan. Und wieder gibt es Anzeichen dafür, dass auswärtige Mächte in ihren Zielen das Land zu befrieden und zu entwickeln, scheitern werden. Die Taliban, die bereits als besiegt galten, haben sich neu formiert und verstärken ihre Angriffe auch vermehrt im deutschen Sektor.[4]Nicht zuletzt die Angriffe auf die Bundeswehr am Karfreitag 2010 mit drei Gefallenen, sowie am 15.April mit vier gefallenen Soldaten machen dies deutlich.

Unter den 43 Nationen der ISAF nehmen 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union teil.[5]Sie stellen 32.528 der 102.554[6]Soldaten der ISAF, was zeigt, dass auch die EU aufgrund seiner Mitgliedstaaten einen tragenden Akteur im militärischen und zivilen Engagement darstellt. Sie hat im Jahre 2003 im Zuge der „Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ (ESVP) die „Europäische Sicherheitsstrategie“ (ESS) unter dem Titel „Ein sicheres Europa in einer sicheren Welt“ entwickelt, um zukünftig als einheitlicher, weltpolitischer Akteur auftreten zu können.

Doch trotz einer gemeinsamen Sicherheitsstrategie scheint auch die EU offensichtlich die Gesamtlage, vor allem die Sicherheitslage in Afghanistan, nicht deutlich zu ändern.

Zurecht entsteht dabei die Frage:

Warum lässt sich die ESS in Afghanistan praktisch nicht umsetzen bzw. realisieren?

Ist die EU [noch] nicht bereit als globaler Akteur aufzutreten? Hat die ESS eklatante Lücken, die eine Umsetzung unmöglich machen? Oder ist ein westliches Gewinnen des Krieges schon seit 2008 „erheblich unwahrscheinlich“ geworden und sind bestenfalls noch Teilerfolge in Afghanistan zu erreichen, wie es Bundeskanzler a.D. Schmidt während einer Podiumsdiskussion der „Atlantik- Brücke“[7]mit dem Bundesminister der Verteidigung zu Guttenberg an der Helmut Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg, am 11. März 2010, prognostizierte?[8]

Die Betrachtung der afghanischen Historie und der Ereignisse seit 9/11 in Afghanistan lassen allerdings bereits die These zu,

dass Afghanistan für externe Akteure schon immer ein „schwieriges Theater“[9]darstellte und auch eine ESS keine fremdbestimmte Befriedung und Entwicklung zulässt.

Zur Beantwortung meiner Fragestellung werde ich zunächst im zweiten Kapitel kurz auf die Chronologie der Ereignisse nach 9/11 eingehen, um die europäischen Akteure in Afghanistan darstellen zu können. Im dritten Kapitel soll eine kurze Vorstellung des Landes Afghanistan folgen, damit lokale Gegebenheiten für die weitere Analyse dargestellt sind. Eine Analyse dieser Gegebenheiten erfolgt im vierten Kapitel, um Gründe für ein mögliches Scheitern der internationalen Gemeinschaft erkennen zu können. Die ESS wird im fünften Kapitel beschrieben um im sechsten Kapitel einer Analyse unterzogen. Schließen werde ich mit der Beantwortung der Fragestellung und einem Ausblick mit zukünftigen Möglichkeiten für die EU.

So viel sei vorweg genommen: Afghanistan beinhaltet sehr komplexe Gegebenheiten. Ziel ist es daher, dass neben der Beantwortung der Fragestellung auch Kenntnisse über Akteure in Afghanistan, das Land, sowie die ESS selbst vermittelt werden, da die gegenwärtig vorhandene Literatur diese Strategie wenig fokussiert.

2. Der 11. September 2001 und seine Folgen für Afghanistan- OEF, ISAF und EU

In diesem Kapitel soll zunächst ein kurzer Überblick der Ereignisse nach 9/11 in Afghanistan gegeben werden um beschreiben zu können, welche Art von internationalem Engagement man in Afghanistan erkennen kann und was EU- Mitgliedstaaten, sowie der Akteur EU selbst, leisten.

Nach den Terroranschlägen von 11. September 2001 wurden bei der Frage der Täter sehr schnell potentielle Angehörige des Terrornetzwerkes „Al-Quaida“ identifiziert. Dieses lose Netzwerk von dschihadistischen Gruppen hatte nach Einschätzung der US- Administration unter Bush Jr. Ausbildungslager in Afghanistan. Die Führung der USA forderte die dort regierende Taliban- Regierung auf, diese Ausbildungslager zu schließen, sowie die Anführer, allen voran Osama bin Laden, auszuliefern. Die Taliban hingegen weigerten sich der Forderung nachzukommen. Das einzige Entgegenkommen sei die Möglichkeit, bin Laden vor ein afghanisches Gericht zu stellen.

Bereits einen Tag nach den Anschlägen, am 12. September, wurde vom UN- Sicherheitsrat die Resolution 1368 gefasst, wonach die Anschläge als bewaffneter Konflikt im Sinne von Artikel 39, bzw. 51 UN Charta[10]eingestuft wurden und die USA das Recht auf Selbstverteidigung zugesprochen bekamen, auch wenn es sich bei der „Al-Quaida“ um einen nicht- staatlichen Akteur handelt.[11]Zudem wurde erstmals in der Geschichte der NATO der Verteidigungsfall nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrages[12]erklärt.[13]

Am 7. Oktober 2001 begann die von den USA geführte „Operation Enduring Freedom“ (OEF) auf Grundlage der UN-Resolution 1368. Die OEF, die als militärische Antwort auf die Anschläge von 9/11 konzipiert wurde, sollte Führungs- und Ausbildungseinrichtungen von Terroristen ausschalten, Terroristen bekämpfen, gegebenenfalls gefangen nehmen, vor Gericht stellen und Dritte dauerhaft von terroristischen Aktivitäten abzuhalten.[14]

Die Hauptkampfhandlungen erreichten am 13. November 2001 ihren Höhepunkt, als die Hauptstadt Kabul eingenommen und das Taliban- Regime gestürzt wurde.[15]Bei der Vorbereitung und Durchführung der OEF trat die EU als Akteur nicht auf, lediglich einzelne Mitgliedstaaten waren beteiligt.[16]

Am 20. Dezember 2001 wurde die „International Security Assistance Force“ (ISAF) unter der UN- Resolution 1386 als Schutztruppe im Rahmen der ersten Afghanistan-Konferenz am Petersberg bei Bonn aufgestellt.[17]Außerdem wurden hier Schritte zur Entwicklung geordneter und demokratischer Verhältnisse festgehalten.

Die Führung der ISAF- Truppen, bei denen zunächst 18 Nationen beteiligt waren, übernahm Großbritannien. Obwohl die Mehrzahl der beteiligten Nationen aus der EU entsandt wurden, machte der Laekener Gipfel am 15. Dezember 2001 klar, dass die Beteiligung an ISAFkeineEU- Angelegenheit darstellen sollte.[18]

Am 11. August 2003 wurde ISAF der NATO unterstellt.[19]Die Schutztruppe hat in der Folgezeit aufgrund von strategischen Veränderungen, beispielsweise durch die komplexere Strategie des „Afghanistan Compact“[20](AC) der Londoner Afghanistan- Konferenz vom 31. Januar 2006, ihre Aufgaben und auch das geographische Gebiet immer weiter ausgedehnt.[21]Mittlerweile ist ISAF in „Provincial Reconstruction Teams“ (PRTs) im Großteil des Landes aufgeteilt (Anhang, Bild 1) und unterliegt der Führung der „lead nations“ und „regional commands“ (Anhang, Bild 2).

Die Ziele der ISAF sind seit der AC in drei Bereichen formuliert:

1. Sicherheit: Hauptaufgabe der ISAF ist es der afghanischen Regierung zu assistieren und eine sichere sowie stabile Umwelt zu schaffen. Sie soll außerdem notwendige Operationen zur Schaffung von Sicherheit durchführen und die afghanischen Sicherheitskräfte ausrüsten und ausbilden.
2. Wiederaufbau und Entwicklung: Durch die PRTs soll ISAF den Wiederaufbau und die Entwicklung fördern. Dabei ist vor allem Sicherheit für den Wiederaufbau zu schaffen, damit afghanische und internationale Organisationen, sowie NGOs in einem sicheren Umfeld agieren können.
3. Governance: ISAF soll in ihren PRTs die afghanischen Autoritäten dabei unterstützen, Institutionen aufzubauen, sowie das Recht des Gesetzes, sowie Menschenrechte zu implementieren.[22]

Im Rahmen des Wiederaufbaus und der Entwicklung ist ebenfalls die zivil- militärische Kooperation (CIMIC) von ISAF zu nennen, die eine Schnittstelle zwischen Sicherheitsauftrag und den Auftrag zur humanitären Hilfe darstellt. Maßnahmen dieser Art sind beispielsweise die Öffnung eines Feldlazarettes für die afghanische Bevölkerung.[23]

Heute sind 25 der 27 EU-Mitgliedstaaten mit verschieden großen Kontingenten Teil der ISAF und stellen 32.528 der 102.554 ISAF- Soldaten (Anhang, Bild 3).

Im Rahmen von OEF und ISAF sind vom 22. Dezember 2001 bis. 24. November 2009 insgesamt 1267 Soldaten gefallen.[24]

In der „Afghanistan Compact“ ist weiter erkannt worden, dass eine „Sicherheitssektorreform“ (SSR) konzipiert werden sollte. Der Schwerpunkt einer SSR soll bei der Unterstützung der afghanischen Regierung zum Aufbau von Sicherheitskräften, Rechtssicherheit und Schaffung effizienter Staatsstrukturen liegen.[25]Im Rahmen dieser SSR haben EU- Mitgliedstaaten Aufgaben übernommen. So erklärte sich Italien für den Aufbau des Justizsektors, Großbritannien zur Bekämpfung der Drogenproblematik und Deutschland zur Ausbildung von Polizei und Grenzschutz bereit.[26]

Die Europäische Union und Afghanistan gaben am 16. November 2005 die gemeinsame Erklärung „Für eine neue Partnerschaft zwischen der EU und Afghanistan“ heraus. Hierin verpflichteten sich die EU und die afghanische Regierung dazu, gemeinsam auf ein sicheres, stabiles, freies und demokratisches Afghanistan hinzuarbeiten. Im Rahmen dieses Vorhabens wurde Ende 2006 festgestellt, dass die EU verstärkt bei der Ausbildung von Polizeikräften unterstützen sollte. Am 23. April 2007 billigte der Europäische Rat das Operationskonzept und die Entsendung von „EUPOL Afghanistan“, die am 15. Juni 2007 begann.

Diese Mission, welche Teil der ESPV darstellt, soll die afghanische Regierung beim Aufbau einer Polizei unterstützen. Priorität wird dabei vor allem darauf gelegt, dass kommende Polizeikräfte das Vertrauen der Bevölkerung besitzen und rechtstaatlichen Prinzipien folgen. Aufgaben sollen dabei in zunehmenden Maße von den Afghanen selbst übernommen werden.[27]

EUPOL wird von 21 EU-Mitgliedstaaten, sowie Kanada, Kroatien, Neuseeland und Norwegen betrieben. 284 internationale und 162 lokale Kräfte sind für Ausbildung und Verwaltung der Polizei an 18 Standorten zuständig (Stand 19.April 2010, Anhang, Bild 4). 81,4 Millionen Euro wurden von Dezember 2008 bis Mai 2010 zur Verfügung gestellt.[28]

In diesem Kapitel sollte kurz dargestellt werden, was nach 9/11 in Afghanistan passierte, welche Akteure man insbesondere aus der EU dort finden kann und was die EU als Akteur selbst dort leistet. Diese kurze Übersicht soll im Folgenden helfen, die Fragestellung beantworten zu können. Im nächsten Kapitel werde ich zum besseren Verständnis das Land Afghanistan kurz darstellen.

3. Afghanistan- ein Land mit komplexen Problemen

Im folgenden Kapitel soll anhand einer kurzen Beschreibung relevanter Gegebenheiten in Afghanistan verdeutlicht werden, welchen potentiellen Problemen sich die internationale Gemeinschaft und damit auch die EU, stellen muss. Begleitet wird meine Darstellung von empirischen Befunden des „Afghanistan Index“[29]vom 29. April 2010.

Afghanistan befindet sich seit 1978 in einem kontinuierlichen Ausnahmezustand, welcher über weite Strecken von Besatzung und Krieg geprägt war.[30]

Auch die Interventionen von OEF und ISAF beendeten diese Phase nicht. Während direkt nach dem Sturz des Taliban- Regimes die Gefechte mit feindlichen Gruppen zurückgingen, ist seit Mitte 2006 ein jährlich stetiger Anstieg der Kämpfe und dadurch der Todesopfer zu beklagen (Anhang, Bild 5). Bereits von 2006 auf 2007 stiegen sicherheitsrelevante Ereignisse von ca. 2.600 auf ca. 4.000.[31]Auch ein bis vor kurzem in Afghanistan unbekanntes Phänomen findet man darunter: Selbstmordattentate. 2007 waren 129, 2009 sogar 180 zu verzeichnen.[32]

Die Sicherheitslage im Land ist äußerst unterschiedlich, da wie bereits skizziert, Krieg und Wiederaufbau parallel stattfinden.[33]Um eine Problemanalyse anstellen zu können, müssen eine Reihe von Entwicklungsfaktoren bedacht werden.

Hier wäre zunächst die Bevölkerung zu nennen, die trotz der zahlreichen Konflikte von 8,1 Mio. im Jahre 1950 auf 31,1 Mio. im Jahr 2010 gewachsen ist.[34]

75% der Bevölkerung leben auf dem Lande. Die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 44 Jahren. Damit kennt kaum ein Afghane friedliche Zeiten.[35]45% der Gesellschaft bilden Kinder unter 14 Jahren, womit die afghanische Gesellschaft eine der jüngsten der Welt ist.[36]

Das Land ist geprägt von ethnischer Vielfalt, wobei die Paschtunen die größte Gruppe mit ca. 40% bilden. Die Analphabetenrate liegt bei 70%, bei Frauen sogar bei 90%.[37]

Wir finden in Afghanistan keine moderne Gesellschaft. Auch wenn es in Städten kleine Inseln von Modernität gibt, ist Afghanistan eine Nomaden- und Agrargesellschaft. Die zuverlässigsten Strukturen sind für Afghanen die Familie, der Stamm oder Clan, sowie lokale Gemeinschaften.

Das Land verfügt über wenige Ressourcen und die wenigen, die es besitzt, befinden sich überwiegend in den Händen von „Warlords“. Nur etwa 10% der Bevölkerung haben Zugang zu Elektrizität. Öffentliche Güter wie Wasser, Gesundheitsfürsorge und Bildung gibt es nur für eine sehr begrenzte Zahl von Menschen und sind regional abhängig.[38]

Afghanistans Wirtschaft ist geprägt von Jahrzehnten des Krieges.[39] 90% arbeiten in der Landwirtschaft. Es gibt einen kleinen Industriezweig mit Gas, Kohle, Kupfer, Textilien oder auch Möbeln.[40]Die Arbeitslosigkeit liegt bei ca. 40%, inoffiziell wohl bei 70%. Wirtschaftssektoren, die wiederum ständig wachsen sind das Transportwesen sowie die Drogenökonomie.

Afghanistan ist der größte Opiumproduzent der Welt. Im Jahr 2002 wurden ca. 3.400 Tonnen, 2007 ca. 8.200 Tonnen bei einem Weltmarktanteil von 93% produziert. Seitdem nimmt die Produktion ab, wonach 2009 noch 6.900 Tonnen erwirtschaftet wurden (Anhang, Bild 6).

Ziel der internationalen Gemeinschaft ist es, dass sich Afghanistan marktwirtschaftlich entwickelt.[41]Im „Human Development Index 2009“ der Vereinten Nationen dotiert Afghanistan auf dem vorletzten Platz von 183 betrachteten Staaten.[42]So ist Afghanistan was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, trotz Fortschritten, nicht annähernd auf dem Entwicklungsstand der Zeit vor der sowjetischen Besatzung.[43]Immerhin hat sich das Pro- Kopf- Einkommen von 2002/03, wo es bei 182 Dollar lag in den Jahren 2006/07 auf 344 Dollar erhöht.[44]Die Afghanen sind so eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Völker der Welt.

Im „Failed State Index 2009” des “Fund for Peace” befindet sich Afghanistan an Platz sieben der instabilsten Staaten. Hier werden zwölf verschiedene Parameter als Vergleich zur empirischen Analyse verwendet, die aus den drei Bereichen Soziales, Wirtschaft und Politik stammen.[45]

[...]


[1]Fontane, Theodor in: Chiari, Bernhard, 2006, S.112

[2]Vgl. Kornelius, Stefan, 2009, S.18

[3]Schmidt- Radefeldt, Roman, 2005, S.165

[4]Vgl. Kornelius, Stefan, 2009, S.12

[5]Vgl. http://www.isaf.nato.int/troop-numbers-and-contributions/index.php, Zugriff am 27.05.2010, 00:25

[6]Vgl. http://www.isaf.nato.int/images/stories/File/Placemats/Apr-16-2010-placemat.pdf (Stand: 16. April 2010), Zugriff am 27.05.2010, 00:45

[7]Die “Atlantik- Brücke e.V.” ist ein Verein zur Förderung des deutsch- amerikanischen Verständnisses. Informationen unter: http://www.atlantik-bruecke.org/owx_1_0_1_15_1_ee94bfdc8f7b21.html, Zugriff am 27.05.2010, 03:25

[8]TV- Aufzeichnung der Podiumsdiskussion unter: http://bibliothek.phoenix.de/videobeitrag,357.html, Zugriff am 27.05.2010, 03:25

[9]Vgl. Roberts, Adam, 2009, S.29

[10]Vgl. http://www.un.org/Depts/german/un_charta/charta.pdf, S.11 und 13, Zugriff am 27.05.2010, 18:01

[11]Vgl. Schmidt- Radefeldt, Roman, 2005: S. 167

[12]Vgl. http://www.nato.int/docu/other/de/treaty-de.htm, Zugriff am 27.05. 2010, 18:10

[13]Vgl. Forsteneichner, Günther F.C, 2006: S.21

[14]Vgl. Schmidt- Radefeldt, Roman, 2005: S. 166

[15]Vgl. http://www.nzz.ch/nachrichten/international/afghanistan_chronologie_2001-2009_1.3359154.html, Zugriff am 27.05.2010, 19:40.

[16]Vgl. Knelangen, Wilhelm, 2004: S.182

[17]Vgl. Hodes, Cyrus/ Sedra, Mark, 2007: S.45

[18]Vgl. Knelangen, Wilhelm, 2004: S. 184

[19]Vgl. http://www.nzz.ch/nachrichten/international/afghanistan_chronologie_2001-2009_1.3359154.html, Zugriff am 27.05.2010, 19:40.

[20]Dazu die Strategie einsehbar unter: http://www.nato.int/isaf/docu/epub/pdf/afghanistan_compact.pdf, Zugriff am 28.05.2010, 00:47

[21]Vgl. Ehrhart, Hans- Georg/ Kaestner, Roland, 2008: S.3

[22]Vgl. http://www.isaf.nato.int/mission.html, Zugriff am 28.05.2010, 00:57

[23]Vgl. El-Mogaddedi, Belal, 2005: S.119

[24]Vgl. http://www.isaf.nato.int/mission.html, Zugriff am 28.05.2010, 00:57

[25]Vgl. Gauster, Markus, 2006: S.203

[26]Vgl. Gross, Eva, 2009: S.22

[27]Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/AfghanistanZentralasien/Polizeiaufbau-EUPOL.html, Zugriff am 28.05.2010, 03:15

[28]Vgl. http://www.eupol-afg.eu/pdf/100426FACTSHEET.pdf, Zugriff am 28.05.2010, 03:40, S.2

[29]Vgl. http://www.nato.int/isaf/docu/epub/pdf/afghanistan_compact.pdf, Zugriff am 28.05.2010, 00:47

[30]Vgl. El-Mogaddedi, Belal, 2005: S.108

[31]Vgl. Ehrhart, Hans- Georg/ Kaestner, Roland, 2008: S.3

[32]Vgl. http://www.brookings.edu/~/media/Files/Programs/FP/afghanistan%20index/index.pdf, Zugriff am 28.05.2010, 04:30: S. 17

[33]Vgl. Gauster, Markus, 2006: S.220

[34]Vgl. http://www.geographixx.de/einwohner/infos.asp?land=Afghanistan, Zugriff am 28.05.2010, 05:01

[35]Vgl. Kornelius, Stefan, 2009: S. 18

[36]Vgl. Ehrhart, Hans- Georg/ Kaestner, Roland, 2008: S.4

[37]Vgl. Ehrhart, Hans- Georg/ Kaestner, Roland, 2008 .: S.4

[38]Vgl. ebd., S.5

[39]Vgl. Gross, Eva, 2009: S. 17

[40]Vgl. Ehrhart, Hans- Georg/ Kaestner, Roland, 2008: S.5

[41]Vgl. ebd.: S.4

[42]Vgl. http://hdr.undp.org/en/statistics/, Zugriff am 28.05.2010, 15:32

[43]Vgl. El-Mogaddedi, Belal, 2005: S.115

[44]Vgl. Ehrhart, Hans- Georg/ Kaestner, Roland, 2008: S.4

[45]Vgl. http://www.fundforpeace.org/web/index.php?option=com_content&task=view&id=391&Itemid=549, Zugriff am 28.05.2010, 15:55

Details

Seiten
35
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640757497
ISBN (Buch)
9783640757831
Dateigröße
2.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v161941
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg – Professur für Politikwissenschaft, insbesondere auswärtige und internationale Politik osteuropäischer Staaten
Note
1,0
Schlagworte
Afghanistan Europäische Union EU Europäische Sicherheitsstrategie ESS Analyse der Umsetzung Human Security Menschliche Sicherheit ESVP GSVP GASP ISAF Operation Enduring Freedom Sicherheit Wiederaufbau Gegebenheiten und Herausforderungen in Afghanistan CIMIC Zivil- militärische Zusammenarbeit globale Herausforderungen globale Bedrohungen National Security Strategy USA EULEX EUPOL NATO

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