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Acht Tipps für kleine Etats

Mit wenig Geld viel erreichen

Essay 2010 6 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

8 Tipps für kleine Etats (Mit wenig Geld viel bewirken)

Sie haben ein kleineres Unternehmen und möchten die Nachfrage nach Ihren Produkten/Leistungen steigern? Sie würden gerne mehr tun, aber Sie glauben das Geld reicht nicht?

Dieses Problem beschäftigt viele Unternehmer und weil sie keine Marketingprofis sind, kennen sie meistens auch keine Lösung. Hinzu kommt, dass sie aufgrund ihrer Unkenntnis falsche Entscheidungen treffen und so ihren kleinen Etat falsch einsetzen. Deshalb hier einige Tipps, wie man mit wenig Geld mehr erreichen kann

Um einen Etat effizient einzusetzen, gibt es viele Möglichkeiten, z. B.:

1 . Die vorhandenen finanziellen Mittel so einsetzen, dass (deutlich) mehr erreicht wird.
2. Sich mit Kooperationspartnern verbinden.
3. Durch außergewöhnliche Maßnahmen auffallen, damit durch nachfolgende Aktivitäten die Wirkung vervielfacht wird.
4. Die Information so gestalten, dass Nachfrage ausgelöst wird.
5. Die richtigen Zielgruppen/Zielpersonen ansprechen.
6. Die Informationen geplant und gezielt verbreiten
7. Die Kunden als Empfehler gewinnen
8. Sonstige Aktivitä

Zu 1. Die vorhandenen finanziellen Mittel so einsetzen, dass (deutlich) mehr erreicht wird

Die meisten Unternehmer denken in absoluten Zahlen und nicht in Kosten pro Kontakt. Das ist ein Kardinalfehler

Beispiel: Ein Vertreter überredet einen Unternehmer, eine Anzeige in einem Informationskasten einer Gartenkolonie zu schalten. Der Vertreter überzeugt mit dem Argument, dass diese Anzeige nur 300,00 EURO kostet und für drei Jahre in dem Informationskasten dieses Vereins bleibt. Er argumentiert: " Das ist eine einmalige Chance. Diese Anzeige kostet für ein ganzes Jahr nur 100,00 EURO. "Billiger bekommen sie nie wieder eine Anzeige für ein ganzes Jahr."

Das Argument ist im Prinzip richtig, aber diese Maßnahme wäre für den Unternehmer eine totale Fehlinvestition. Der Schrebergartenverein hat 50 Mitglieder. Der Informationskasten steht natürlich im Gelände des Vereins, d. h., dieser Kasten kann nur von den Mitgliedern und einigen Besuchern eingesehen werden. Aus diesen Fakten ergeben sich folgende Konsequenzen:

- Es kann nur ein allgemeiner Text geschaltet werden, weil die dreijährige Standzeit sich nicht für ein aktuelles Angebot eignet. Somit kann die Anzeige auch keine konkrete Nachfrage auslösen.
- Es darf angenommen werden, dass die Mitglieder dieses Vereins den Betrieb kennen. Er ist also innerhalb dieses Personenkreises bereits bekannt.
- Die Kosten pro möglichen Interessenten sind exorbitant hoch. Über diesen Informationskasten des Vereins werden 50 Vereinsmitglieder und deren Familien, sowie vielleicht 200 bis 300 Besucher erreicht. Von diesen 200 bis 300 Besuchern, werden vielleicht 100 Besucher diese Anzeige bewusst lesen. Es darf weiter angenommen werden, dass von diesen 100 Besuchern weitere 50 Personen das Unternehmen bereits kennen und somit nur 50 Erst- bzw. Neukontakte zu möglichen Interessenten entstehen. Das Ergebnis: Jeder Neukontakt zu einem möglichen Interessenten kostet 6,00 EURO.

- Fazit: Absolut falsche Maßnahme.

Wenn stattdessen der Firmenwagen mit selbstklebenden Folien (rückstandsfrei wieder abzulösen) beklebt würde, könnten dort attraktive Sonderaktionen -angebote vorstellt werden, die konkrete Nachfrage auslösen. Für das gleiche Geld kann man 1 Jahr lang pro Quartal 1x die Folien wechseln und -je nach Einzugsbereich- tausendfach neue Kunden ansprechen

Anders formuliert, je nachdem ob Ihr Betrieb in einer ländlichen Region oder in einer Großstadt ansässig ist, erreichen Sie in einem Jahre mit dem Firmenwagen zwischen ein paar tausend bis zu zig tausend neue Kontakte zu möglichen Interessenten in einem Jahr für das gleiche Geld. Damit liegen die Kosten etwa zwischen 1,5 bis 6 Cent pro Neukontakt*. Und: Sie schaffen konkrete Nachfrage, weil Sie auf den Folien attraktive und zeitlich begrenzte Angebote vorstellen können

*(Diese Rechnung ist angenommen. Je nach Region und Bevölkerungsdichte können die Werte schlechter oder besser sein. Das ist aber gar nicht wichtig. Entscheidend ist, dass Sie erkennen, dass die Kosten je Erst-bzw. Neukontakt gewaltige Unterschiede aufweisen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Sie sich nicht an der Gesamtsumme einer Anzeige/Maßnahme orientieren, sondern sich zuerst immer fragen, was kostet mich etwa jeder Neu-Kontakt zu möglichen Interessenten?)

Zu 2. Sich mit Kooperationspartnern verbinden

Kooperationspartner können sowohl aus der gleichen als auch aus völlig anderen Branchen kommen. Man ergänzt das eigene Angebot durch die Leistungen seines oder seiner Kooperationspartner, ohne die eigenen Kunden zu verlieren. Im Gegenzug gewinnt man Kunden durch die Empfehlung der Partner. Wenn Kooperationspartner offen oder verdeckt* für einander werben, treten sie als Empfehler für den Partnerbetrieb auf. Damit hat der empfohlene Betrieb einen Vertrauensvorschuss, weil das Good-will des eigenen Betriebes auf den Partnerbetrieb übertragen wird

Wichtig bei derartigen Maßnahmen ist, dass zwischen den Partner eindeutig abgesprochen wird, wo und mit welchen Aussagen füreinander geworben wird, damit das Gleichgewicht der Aktivitäten untereinander sicher gestellt ist

Beispiel: Unter jedem Angebot wird eine Empfehlung für den Partner ausgesprochen, wobei der Text für beide vorher konkret festgelegt wird. Oder: In dem eigenen Internetauftritt wird ein Link zum Partner oder ein Empfehlungstext aufgenommen

[...]

Details

Seiten
6
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640760978
ISBN (Buch)
9783656468929
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v162270
Schlagworte
Werbeplanung Etatplanung Marketingplanung Absatzplanung Werbeträgerplanung Werbeträgereinsatz Werbemittelplanung Werbemitteleinsatz maßnahmenplanung

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Titel: Acht Tipps für kleine Etats