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Die "Bärenbrüder". Eine Analyse des Walt-Disney-Films

Essay 2010 11 Seiten

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe

Inhalt

1. Vorstellung des Films
1.1 Allgemeine Angaben
1.2 Altersbeschränkung
1.3 Hauptthema des Films

2. Inhaltsangabe / Überblick

3. Präsentation des Films
3.1 Ton, Sprache und Musik
3.2 Kameraeinstellungen
3.3 Schnittfolgen
3.4 Verlauf der „Spannungskurve“

4. Analyse des Films

5. Beurteilung des Films

1. Vorstellung des Films

1.1 Allgemeine Angaben:

„Bärenbrüder“ ist ein Animationsdrama aus dem Hause Walt Disney aus dem Jahre 2003, der original Titel lautet „Brother Bear“. Auf der vorliegenden DVD ist er im Dolby - Digital Format 5.1 zu sehen, akustisch wartet das Medium mit THX – Sound auf.

Nicht unerwähnt sollten die deutschen Synchronstimmen bleiben, hinter denen sich bekannte Namen wie Daniel Brühl, Moritz Bleibtreu und andere illustre Persönlichkeiten des deutschen Fernsehens finden.

Das „Extra“ – Menü beherbergt zusätzliche Szenen und Songs von Phil Collins, der im übrigen für die gesamte Filmmusik sorgt, mehrere Spiele zum Thema, ein Bericht zur Entstehung der Filmgeräusche sowie die obligatorischen Funktionen wie Szenenauswahl und Trailershow.

1.2 Altersbeschränkung:

Der Film „Bärenbrüder“ ist ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG FSK freigegeben.

1.3 Hauptthema des Films

Harmonie, Freundschaft, Transzendenz, Spiritualität, Verlust - Gewinn, Trauer – Hoffnung.

2. Inhaltsangabe / Überblick

Im steinzeitlichen Nordwesten Amerikas leben drei Brüder. Als der Älteste, Sitka, bei einer Auseinandersetzung mit einem Bären zu Tode kommt, schwört Kenai, der ungestüme Jüngste, Rache und tötet das Tier. Daraufhin verwandelt er sich selbst in einen Bären, sein Totemtier, um in dieser Erfahrung zu reifen und die Harmonie des Ganzen erfassen zu lernen. Dieses Erlebnis bildet die Hauptlinie der Handlung. Kenai lernt den geschwätzigen jungen Bären Koda kennen, der ihm nach und nach zu einer neuen Sicht der Dinge verhilft. Als Spannungsfaktor kommt der dritte Bruder, Denai, ins Spiel, der von der Verwandlung seines Bruders nichts weiß und in ihm nur den Bären sieht, der an seinem vermeintlichen Tod schuld ist – und ihn jagt.

Letztendlich kommt es zu Rückverwandlung von Kenai und Denai sowie der Rest des Stammes erkennen, dass das Gleichgewicht im Jenseits wieder hergestellt ist.

Kenai setzt darauf hin sein leben nicht als Mensch, sondern als Bär fort.

3 Präsentation

3.1 Ton, Sprache und Musik

Der Film „Bärenbrüder“ lebt in außerordentlichem Maße von der Musik. Zum einen wird bei dramatischen Szenen wirkungsvoll intonierte Orchestermusik eingesetzt, die auf der anderen Seite gut mit Schamanistischen Gesängen und Trommeln zu rituellen Szenen korreliert.

Auch die Beiträge von Phil Collins sind stilistisch kein Bruch; im Gegenteil. So singt Collins beispielsweise begleitend zu der Wanderung der beiden Bären in deutscher Sprache. Die Musik ist poppig, passt aber dennoch sehr gut zur Dynamik und der Lebensfreude der Szenen. Es werden auch überwiegend akustische Instrumente verwendet, was der Musik etwas erdiges, handgemachtes gibt.

Dabei wird eine gute Balance zwischen den für die jeweilige Szene notwendigen Geräuschen und der eingesetzten Musik gehalten.

Als beispielsweise Kenai vor der Karibuherde flüchtet, wurde eine dynamische Musik mit einer Reihe von stakkatoartigen Crescendi eingesetzt, die durch Schalmeien und Tamburinen akzentuiert wird – noch bevor man die tobende Herde sieht, erahnt man sie. Dabei ist

deutlich ihr Hufschlag zu hören, der sich als rhythmisches Fundament harmonisch in das Gesamt- Klangbild einfügt.

Auch die Bestattungszeremonie Sitkas lebt von der Musik, die in diesem Falle sehr mystisch und ursprünglich gehalten ist. Die gesamte Handlung ist selbsterklärend und kommt ohne Dialog aus, was bei einem Film, der auch für junges Publikum gedacht ist, wohl eher ungewöhnlich ist. Man bekommt das Gefühl, dabei zu sein und den Gesang der Schamanin zu hören.

In einer weiteren Szene, bei der sich Kenai vor seinem Bruder in einer Eishöhle versteckt, wurde eine geschickte Mischung aus dem Plätschern des Wassers, dem Knacken des Eises, auf dem Denai läuft und einer dramatischen Musik eingesetzt. Dennoch wird der Eindruck erweckt, dass es ganz still ist, da jeder Laut verräterisch sein könnte.

Die Sprache im Film ist weitestgehend dem lockeren Umgangston der heutigen Jugend angepasst. Das könnte es dem jungen Zuschauer erleichtern, sich mit den Figuren zu identifizieren. Diese Anpassung wirkt meines Erachtens aber nicht störend. Eine besondere Gewichtung bekommt die Sprache, als Kenai, nachdem er sich in einen Bären verwandelt hat, bemerkt, dass alle Tiere miteinander verbal kommunizieren. Diese für ihn überraschende Erkenntnis ist humorvoll in die Handlung eingebaut. Überhaupt wird der Großteil der Komik im Film durch Dialoge zwischen verschiedenen Tieren erzeugt, bisweilen auch auf eine sehr auf den modernen Menschen zugeschnittene Form. Beispielsweise ist in einer Szene ein Schwarm Gänse im Formationsflug zu sehen, während man eine Kinderstimme fragen hört „Wann sind wir endlich da?“ und eine entnervte Männerstimme antwortet „wir sind doch eben erst losgeflogen..!“

[...]

Details

Seiten
11
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640761531
ISBN (Buch)
9783640761623
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v162492
Note
1,2
Schlagworte
Bärenbrüder Eine Analyse Walt-Disney-Films

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Titel: Die "Bärenbrüder". Eine Analyse des Walt-Disney-Films