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Was bedeutet Resilienz und kann es SozialarbeiterInnen ein Handlungsmodell bieten, welches sich in Verbindung mit der Lebensweltorientierung bringen lässt?

Betrachtung des lebensweltorientierten Konzepts nach Thiersch

Hausarbeit 2010 20 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Problemaufriss

2 Biographisches zu Hans Thiersch

3 Entstehungsgeschichte des lebensweltorientierten Konzeptes

4 Abriss Resilienz
4.1 Ausgangspunkte der Resilienzforschung
4.2 Kohärenz und Selbstwirksamkeit

5 Die Bedeutung der Peer-Group nach Hans Thiersch

6 Stellung einer positiven Peer-Culture in der Resilienzforschung

7 Umsetzung in die Sozialarbeiterische Praxis
7.1. Präventionsprogramm „STEEP™“
7.2 Strukturmaximen lebensweltorientierter Sozialarbeit
7.3 Dimensionen lebensweltorientierter Sozialer Arbeit
7.3.1 Erfahrene Zeit
7.3.2 Raumdimensionen
7.3.3 Ressourcen und Spannungen (soziale Beziehungen)
7.3.4 Alltäglichkeiten
7.3.5. Hilfe zur Selbsthilfe
7.3.6 Gesellschaftliche Verhältnisse

8 Schlussfolgerungen

9 Quellenangabe

0 Einleitung

In jeder Generation gab und gibt es Menschen, die von Krieg und seinen Folgen mit dem Tod, mit Vertreibung, Vergewaltigungen etc. konfrontiert wurden. Es gab Menschen, die den Horror eines Arbeits- oder Vernichtungslager überlebt haben. Heute kann man jeden Tag in den Medien von misshandelten Kindern lesen, diese werden körperlich gequält, sexuell ausgebeutet und/oder emotional vernachlässigt. Menschen werden Opfer von Naturkatastrophen, Unfällen, schweren Krankheiten und anderen belastenden Ereignissen, Familien brechen auseinander, es kommt zu Trennungen und Verlusten. Es gibt Kinder, die in Familien am Rande des Existenzminimums, in Familien mit Suchterkrankungen oder in Fremdunterbringungen aufwachsen.

Dies alles sind Bedingungen, welche den Start in das Leben oder das Weiterleben deutlich erschweren. Müssten nicht alle Menschen, die in solchen Bedingungen leben (müssen) schwerst traumatisiert und unfähig „gesund“, im Sinne eines erfüllenden Lebens, zu werden oder zu bleiben?

SozialarbeiterInnen werden immer wieder mit KlientInnen konfrontiert, welche in verschiedenen ungünstigen Lebensbedingungen aufwachsen. Was können sie als Ressource leisten? Was für Erklärungen, Handlungsmuster, Dimensionen gibt es, um Menschen in diesen lebensfeindlichen Bedingungen zu unterstützen und ihnen zur Seite zu stehen, diese nicht nur auszuhalten, sondern aktiv zu ändern oder sich damit zu arrangieren ohne Schaden zu nehmen?

1 Problemaufriss

Was beinhaltet das lebensweltorientierte Konzept nach Hans Thiersch und was kann es leisten?

Was bedeutet Resilienz und kann es SozialarbeiterInnen ein Handlungsmodell bieten, welches sich in Verbindung mit der Lebensweltorientierung bringen lässt?

Welche Schlussfolgerungen ergeben sich insbesondere für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für die Soziale Arbeit?

2 Biographisches zu Hans Thiersch

Hans Thiersch nimmt in der Sozialwissenschaft der vergangenen 20 Jahre eine bedeutende Rolle ein (Engelke 1999, 336) und ist in der aktuellen Praxis nahezu allgegenwärtig. So kann man von einer „...deutlichen Zentrierung des sozialpädagogischen Gegenwartsdiskurses auf Hans Thiersch (…)“ (Niemeyer 1998, 227) sprechen.

Hierbei ist Thiersch jedoch nicht als Theoretiker im eigentlichen Sinne sondern wohl eher als praxisorientierter Sozialreformer, dem es um die „Gestaltung des Sozialen“ und nicht um detaillierte theoretische Argumentation geht, zu sehen. (Niemeyer 1998, 228).

Hans Thiersch wurde 1935 in Recklinghausen geboren. Er studierte Philologie, Philosophie, Theologie und Pädagogik an der Göttinger Universität und schloss im Jahr 1961 mit einer Dissertation über Jean Paul sein Studium ab. In Göttingen wurde er dann der Assistent von Weniger, bis dieser kurze Zeit später starb und Thiersch von Wenigers Nachfolger Heinrich Roth übernommen wurde.

Im Jahre 1967 folgte er einem Ruf als Professor für Pädagogik an die pädagogische Hochschule in Kiel. 1970 erfolgte seine Habilitation und er wurde Ordinarius für Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik auf dem, für dieses Lehrgebiet neu eingerichteten, Lehrstuhl an der Universität Tübingen. Seither leitet er als Direktor das dortige Institut für Erziehungswissenschaften I mit dem Arbeitsbereich Sozialpädagogik. In der deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft war Thiersch in den Jahren 1978 bis 1982 Vorstandsmitglied und Vorsitzender. Als Mitglied der Studienreformkommission „Pädagogik/Sozialpädagogik/Sozialarbeit“ arbeitete er von 1980 bis 1984 an den Empfehlungen besagter Kommission für die Studiengänge Sozialwesen und Erziehungswissenschaft maßgeblich mit.

Als Mitglied der Sachverständigenkommission war er an der Erstellung des 8. Jugendhilfeberichtes im Jahre 1990 beteiligt. Des Weiteren ist Thiersch Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Jugendinstitutes. Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift „neue Praxis“, der „sozialwissenschaftlichen Literatur Rundschau“ und der „Edition Soziale Arbeit“ und publizierte diverse Fachbücher. Auch war er an der Erstellung des Wörterbuches „Soziale Arbeit (1996)“ und des „Handbuches der Sozialarbeit/Sozialpädagogik (1987)“ beteiligt, in welchen er die Artikel zur „Theorie der Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ verfasste.

Im Jahre 1978 begann Thiersch mit der Veröffentlichung seines Aufsatzes „Alltagshandeln und Sozialpädagogik“ seine Theorie der Lebensweltorientierung.

Diesem folgten dann die Monographien „Die Erfahrungen von Wirklichkeit- Perspektiven einer alltagsorientierten Sozialpädagogik“ im Jahre 1986, „Lebensweltorientierte soziale Arbeit- Aufgaben der Praxis im sozialen Wandel“ im Jahre 1992 und „Lebenswelt und Moral- Beiträge zur moralischen Orientierung sozialer Arbeit“ im Jahre 1995.

Im Jahre 1996 wurden ihm Ehrenpromotionen in Dresden und Tübingen verliehen.

(Engelke 1999, 326-327).

3 Entstehungsgeschichte des lebensweltorientierten Konzeptes

Ausgehend von dem Begriff des Alltages, welcher für Thiersch wohl einer der prägnantesten ist, stellte er in den Jahren 1973 bis 1975, folgende Überlegungen an: Er stellte sich die Frage inwieweit Jugendhilfe zum einen orientiert ist am Sozialstaat und dem damit verbundenen Anspruch auf Selbstrealisierung, zum anderen einen „Repräsentanten struktureller Gewalt“ darstellt. Eine Antwort auf diese Frage findet er nicht, jedoch trifft er die Feststellung, dass der Alltag der Selbstrealisierung nahe steht, welches wiederum seinen Vorstellungen von Sozialpädagogik entspricht.

So definiert Thiersch den Alltag als unmittelbar und weitestgehend resistent gegenüber gesellschaftlichen Zwängen und Ideologien. (vgl. Niemeyer 1998, 239)

Im Jahre 1978 erscheint Thierschs Aufsatz „Alltagshandeln und Sozialpädagogik“.

Engelke geht an dieser Stelle davon aus, besagter Aufsatz stelle Thierschs Antwort auf massive Kritik dar, welchen in den vorangegangenen Jahren seitens der Politik laut wurde.

Denn im Jahre 1976 wurde ein massiver Angriff auf die Ausbildungsinhalte der Sozialpädagogik begonnen. Dabei wurde vor allem kritisiert, dass AbsolventInnen von Fachhochschulen zu theoretisch und nicht ausreichend auf ihren Beruf vorbereitet würden, sie falsche Vorstellungen von Pflichten, der Haltung und der Loyalität eines Mitarbeiters in der kommunalen Selbstverwaltung hätten und somit Konflikte innerhalb der Praxis verursachen würden (Engelke 1999, 325).

Doch der Aufsatz besagt noch mehr: aus heutiger Sicht bezeichnet ihn Niemeyer als die offizielle Geburtsstunde der Alltagswende (Niemeyer 1998, 239). Er beschreibt den Aufsatz als ein Beratungskonzept, welches gegen den allgemeinen Trend der Zeit, also die strukturelle Gewalt der innerhalb der Sozialpädagogik und den daraus resultierenden Methoden (Sanktionen, Verwaltung, Professionalisierung, Psychologisierung) steht.

Thiersch spricht sich auch hier noch einmal gegen den Prozess der Stigmatisierung und der daraus resultierenden Konfliktdefinition aus. Er geht von einer Unterstützung der KlientInnen (Jugendlichen) in seinem Umfeld aus und plädiert somit für eine Orientierung an der Lebenswelt und den jeweiligen Ressourcen. Es sollte also eine Analyse des Alltages und seiner Struktur vorgenommen werden und nicht einzelne Probleme herauskristallisiert werden.

Diese Position vertrat er bereits 1975. Neu ist in seinem Aufsatz von 1978 die Differenziertheit, mit welcher er der Alltag beschreibt. So geht er von Unterschieden im Alltag innerhalb verschiedener Gesellschaftsschichten und Gruppen aus und vergleicht beispielsweise Studenten, Arbeiter und Kinder. Hier verweist er auf die Notwendigkeit, Merkmale von Alltäglichkeit, also zum Beispiel Überschaubarkeit, Hilfe beim Reproduzieren von Arbeitskraft und dem Lebenssinn, sowie äußer Faktoren, wie Zwänge und Routine, genauer zu definieren. Dabei kritisiert er vor allem die Alltagsroutine und die somit eine „Verarmung“ der „Wirklichkeit“, welche in modernen Gesellschaften vorherrscht.

Hiermit sind die Privatheit, Desinteresse am Weltgeschehen und das Gefühl der Ohnmacht gemeint. Aus diesem Grunde fordert er eine progressive Sozialpädagogik, um den Alltag nach Möglichkeit gelungener zu gestalten. Auch lehnt er ein verwaltungsbestimmtes Handeln innerhalb der Praxis ab und setzt auf offene alltagsorientierte Ansätze, welche darauf zielen, Selbsthilfemöglichkeiten und Ressourcen zu aktivieren, statt der tradierten methodisch gesicherten Muster (vgl. Thiersch 1978, 226) .

So geht Thiersch davon aus, dass genannte Handlungsmuster eine Entstigmatisierung nach sich ziehen. Er fordert von praktizierenden SozialpädagogInnen im Bereich der offenen Jugendhilfe Auffälligkeiten von KlientInnen bereits im Vorfeld zu unterlaufen und somit dem Teufelskreis von Kriminalität und daraus resultierender Stigmatisierung vorzubeugen.

An dieser Stelle trifft man auf das bereits bekannte Argument der Selbstrealisierung, denn fordert er von PraktikerInnen, Jugendliche zu organisieren und somit deren Forderungen durchzusetzen (Niemeyer 1998, 241).

Die pädagogische Praxis erfuhr während dieser Zeit eine „Psychoboom“, somit stieg die Nachfrage nach therapeutischer Fortbildung. Innerhalb der Praxis entwickelt sich hierzu eine Gegenbewegung, es entstand ein immenser Bedarf an Zusatzausbildungen auf der einen, eine tiefgreifende Expertenkritik auf der anderen Seite.

In diesem Zusammenhang beklagte Thiersch den Trend der Professionalisierung und die damit verbundene Distanz zur Klientel, er warnt vor einer Überprofessionalisierung im Hinblick auf therapeutische Zusatzausbildungen und beruft sich hierbei insbesondere auf die Heimerziehung. So verweist er auf die Gefahr, dass unter all den therapeutischen Ansätzen das Wesentliche, nämlich die Verlässlichkeit des Alltages und Beziehungsgefüge verloren gehen. Dies könne Kompetenzschwächungen nach sich ziehen, sowie im Sinne der Pädagogik die Arbeit von ErziehrerInnen und SozialarbeiterInnen erschweren. Dabei sei es, so Thiersch, unabdingbar Fachpersonal für den Heimalltag zu sensibilisieren und Techniken zu erarbeiten, die es zulassen, sowohl Energien, Interessen und die Zeit alltagsorientiert zu organisieren. (Thiersch 1978, 231)

Thiersch geht von der Notwendigkeit eines neuen Professionalisierungskonzeptes aus, welches er mit den Voraussetzungen der Phantasie, der Theorie und der Wissenschaft vor dem Hintergrund „eines neuen Konzeptes alltagsorientierten solidarischen aufgeklärten Handelns“ umschreibt. In der Praxis würde ein solcher Ansatz bedeuten, dass SozialpädagogInnen die gegebenen Handlungsmustern, Strukturen und das Verständnis des Klienten zum Ansatzpunkt ihrer Arbeit machen. (Niemeyer 1998, 241). Der Begriff der Alltagsorientierung bildet somit die Basis der Lebensweltorientierung.

4 Abriss Resilienz

Unter Resilienz versteht man die psychische, also seelische Widerstandsfähigkeit eines Menschen. Zunächst kommt der Begriff aus dem Englischen und wurde ursprünglich in Naturwissenschaften genutzt und bedeutet Elastizität, Schwung oder auch Unverwüstlichkeit. (vgl. Achterhold 2006, 1)

Um den Begriff weiter zu definieren, lässt sich durch die Fachliteratur, eine bei Kindern, sowie auch bei Erwachsenen, von einer „gesunden Entwicklung“

oder auch „guten Anpassungsfähigkeit“ (Zander 2007, 4) an widrige Lebensumstände, also biologische, psychologische oder auch soziale Entwicklungsrisiken, erfolgreich geprägte Bewältigung zusammenfassen. Fooken sagt dazu (Fokken 2009, 1): „Je früher ein Kind die Erfahrung macht, mit schwierigen Situationen fertig zu werden, desto größer ist seine Chance, auch später heikle Situationen unbeschadet zu überstehen. Psychisch robuste Menschen haben gelernt, sich zu vernetzen; sie halten Krisen für überwindbar und sie akzeptieren Veränderungen als elementaren Teil ihres Lebens.“

Als Vergleich zur Werkstoffkunde kann man davon sprechen, dass sich resiliente Individuen verformen lassen und dennoch wieder in Ihre ursprüngliche Form zurückfinden (vgl. Ramthun 2008, 9). Der Begriff Resilienz hielt in den siebziger Jahren Einzug in den psychologischen und pädagogischen Sprachgebrauch. Doch schon 1929 wurde durch die Psychologin Hildegard Hetzer in Ihrer Studie „Kindheit und Armut“ auf den menschlichen Bereich übertragen. Sie machte darauf aufmerksam, dass sich manche Kinder in großer Armut, relativ gesehen, gut entwickeln und plädierte damit für die präventive Bekämpfung von Armut. (vgl. Zander 2008, 97) Im Bezug auf Lebensbewältigung und den Folgen von belastenden Lebensumständen, keinen erheblichen psychischen Schaden zu erleiden, in deviantes, bzw. delinquentes Verhalten abzudriften und / oder straffällig zu werden (vgl. Zander 2008, 18), zeichnet das Phänomen der Resilienz aus.

4.1 Ausgangspunkte der Resilienzforschung

Einen ersten wissenschaftlichen Hinweis lieferte eine Langzeitstudie 1955 in Hawaii.

Die 1929 in Deutschland geborene Dr. Emmy Werner spezialisierte sich nach Ihrer

Auswanderung in die USA und einem Studium der Psychologie als Kinderpsychologin.

In Ihrer Studie dokumentierte Sie über 40 Jahre lang in Zusammenarbeit mit KinderärztInnenen, PsychologInnen, Pflegepersonal und SozialarbeiterInnen, die Entwicklung von 210 Jungen und Mädchen, deren Chancen als schlechtceinzustufen sind: Armut, Vernachlässigung, Scheidung und Misshandlungen prägten ihre Kindheit.

Für zwei Drittel der Teilnehmer musste die Frage auf ein erfülltes Leben negativ beantwortet werden. Dennoch entwickelte sich trotz der hohen Belastungen ein Drittel der TeilnehmerInnen zu zuversichtlichen, fürsorglichen Erwachsenen, bei denen zu keinem Zeitpunkt der Studie irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten nachgewiesen werden konnten. So gründeten sie eine Familie, waren erfolgreich in der Schule, führten stabile Ehen und setzten sich realistische Ziele. (vgl. Thimm 2009, 65)

In Deutschland war und ist im Bezug auf das noch junge Resilienzkonzept der Professor für Psychologie Friedrich Lösel federführend. In einer Studie an der Uni Erlangen-Nürnberg zeigte er, dass sich eine große Zahl von Kindern aus 27 Heimen psychisch gesund entwickelte. Dazu sagt Lösel: „Zwar wird ein Drittel derjenigen, die selbst Gewalt erfahren haben, später ebenfalls gewalttätig, aber das ist eben doch die Minderheit.“

Diese Studien haben ihre Aufmerksamkeit auf ein Zusammenspiel gewisser Faktoren

gelegt. Die sogenannten Risikokinder, deren Entwicklung gefährdet erscheint, sind zunächst vulnerabel, entwickelten jedoch aufgrund von Schutzfaktoren

unter riskanten Lebensbedingungen eine positive Entwicklung besonders im Bezug auf ihre Persönlichkeitsmerkmale.

Wenn also, wie bereits festgestellt, Resilienz zumeist in der Bewältigung von Krisen

sichtbar wird, so muss innerhalb der Resilienzforschung von einem prozessualen Geschehen gesprochen werden. Zur Erklärung wird dabei das transaktionale Entwicklungsmodell der Entwicklungspsychopathologie hinzugezogen. In diesem Modell werden Prozesse, die sich durch Interaktion der beteiligten Faktoren (biologisch, psychologisch und sozial) gegenseitig beeinflussen, erklärt. (vgl. Ramthun 2009, 12)

So beeinflusst zum Beispiel elterliches Verhalten das des Kindes und umgekehrt. Wichtig ist, dass sich Persönlichkeitsmerkmale herausbilden, die sich in ihrer Qualität

voneinander unterscheiden können und unabhängig sind. So können auch schulisch resiliente Kinder emotionale oder schulische Probleme aufweisen. Resilienz stellt also eine dynamische Kapazität dar, die sich im Verlauf der Entwicklung im Kontext der Mensch-Umwelt Interaktion herausbildet und anpasst (Scheithauer et al. 2000, 81).

Aktuell setzt sich die Resilienzforschung mit zwei elementaren Komponenten auseinander. Zum einen das Zusammenspiel zwischen dem Erbgut und dem entsprechenden Botenstoff Serotonin und zum anderen mit der Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

[...]

Details

Seiten
20
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640777204
ISBN (Buch)
9783640777020
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v163057
Institution / Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
1,0
Schlagworte
Resilienz SozialarbeiterInnen Handlungsmodell Verbindung Lebensweltorientierung Betrachtung Thiersch Konzept Salutogenese Soziale Arbeit

Autor

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