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Der Einfluss der Kommunikation auf das Wohlbefinden des Menschen

Seminararbeit 2010 33 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung

2. Biologischer Hintergrund
2.1 Das menschliche Gehirn und sein Aufbau
2.1.1 Großhirn
2.1.2 Zwischenhirn
2.1.3 Hirnstamm
2.1.4 Kleinhirn
2.1.5 Großhirnrinde
2.1.5.1 Aufbau der Großhirnrinde
2.1.5.2 Informationsverarbeitung
2.1.5.3 Sprachzentren in der Großhirnrinde
2.2 Das vegetative Nervensystem
2.3 Spiegelneuronen
2.3.1 Lage und Aufgabe der Spiegelneurone
2.3.2 Empathie dank Spiegelneuronen
2.3.3 Bedeutung für menschliche Kommunikation
2.3.4 Spiegelneurone als Quelle der Sprache

3. Kommunikation
3.1 Vier-Seiten-Modell
3.2 Nonverbale Kommunikation
3.3 Kongruente und inkongruente Nachrichten
3.4 Nachrichten unterschiedlich empfangen
3.5 Nachrichten einseitig empfangen
3.5.1 Ausgeprägte Sachebene
3.5.2 Ausgeprägte Beziehungs-Ebene
3.5.3 Ausgeprägte Selbstoffenbarungs-Seite
3.5.4 Ausgeprägte Appell-Seite
3.5.5 Fazit

4. Einfluss der Kommunikation
4.1 Positive Einflüsse auf das Wohlbefinden
4.1.1 Positive Einflüsse durch das Spiegelneuronensystem
4.1.2 Kommunikation als Grundbedürfnis
4.1.3 Glücklichsein durch befriedigende Beziehungen
4.2 Negative Einflüsse auf das Wohlbefinden (Mobbing)
4.2.1 Mobbingdefinitionen
4.2.2 Charakteristisches
4.2.3 Auswirkungen von Mobbing auf die Gesundheit

5. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung des menschlichen Gehirns

Abbildung 2: Die menschliche Großhirnrinde

Abbildung 3: Anordnung der repräsentierten Körperteile im Cortex

Abbildung 4: Broca-Areal und Wernicke-Areal

Abbildung 5: Vegetatives Nervensystem

Abbildung 6: Antworten eines Spiegelneurons

Abbildung 7: Kartierung des menschlichen Gehirns nach Brodmann

Abbildung 8: Imitation eines neugeborenen Makaken

Abbildung 9: Kommunikationsquadrat

Abbildung 10: Der "vierohrige Empfänger"

1. Einführung

Der Mensch ist täglich willentlich und unwillentlich der Kommunikation ausgesetzt. Kommunikation und die Einbindung in soziale Beziehungen sind sogar als Grundbedürfnis des Menschen anzusehen. Dabei geschieht Kommunikation nicht nur auf rein verbaler Ebene. Vielmehr gibt es einen wichtigen nonverbalen Part der Kommunikation, der zum Teil nicht durch den Menschen gesteuert werden kann, sondern unwillkürlich durch das vegetative Nervensystem gesteuert wird.

Gegenstand dieser Seminararbeit ist es, die menschliche Kommunikation zu untersuchen und ihre Einflüsse auf das Wohlbefinden des Menschen zu identifizieren. Um sich mit der Thematik zu befassen bedarf es einer Einarbeitung in biologische, psychologische sowie kommunikationstheoretische Themengebiete. Dem wurde in dieser Seminararbeit dadurch Rechnung getragen, dass als erstes ein biologischer Teil integriert wurde um biologische Grundkenntnisse zu setzen, die für die restliche Bearbeitung der Problemstellung notwendig sind. Das dritte Kapitel dieser Seminararbeit behandelt kommunikative Fragestellungen, während das vierte Kapitel letztendlich positive oder negative Einflüsse durch Kommunikation auf den menschlichen Körper aufzeigen soll. Der fünfte Part beinhaltet abschließende Anmerkungen und greift die Fragestellungen dieser Einleitung auf.

Zentrale Fragestellung dieser Seminararbeit ist also, inwieweit Kommunikation das Wohlbefinden des Menschen beeinflusst. Kann der Mensch selbst sein Wohlbefinden dadurch beeinflussen, dass er seine Kommunikation beeinflusst, oder ist dies nicht möglich, da wie oben bereits erwähnt worden ist, viele kommunikative und körperliche Prozesse unwillkürlich und intuitiv stattfinden?

2. Biologischer Hintergrund

Zu Beginn dieser Seminararbeit soll zunächst der biologische Hintergrund durchleuchtet werden, um eine fachliche Basis für den weiteren Teil zu schaffen. Dabei soll untersucht werden, warum der Mensch fähig zur Kommunikation ist und welche Bereiche dafür im Gehirn verantwortlich sind sowie welche Aufgaben und Funktionen die erst kürzlich entdeckten Spiegelneuronen innehaben.

2.1 Das menschliche Gehirn und sein Aufbau

Das menschliche Gehirn ist das am fortschrittlichsten entwickelte Gehirn im Tierreich und zeitgleich das komplexeste System, das wir kennen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung des menschlichen Gehirns

Quelle: Campbell, Neil A.: Campbell aktiv!, Multimedia-Biologie, in: CD, Elsevier Spektrum Akademischer Verlag, München 2004

Während der Embryonalentwicklung von Wirbeltieren entstehen im Neuralrohr („Frühstufe der neuronalen Entwicklung, aus der sich das Zentralnervensystem … entwickelt“ ) zunächst Vorderhirn, Mittelhirn und Rautenhirn. Bei einem fünf Wochen alten menschlichen Embryo lassen sich bereits fünf Hirnregionen ausmachen, die sich zu den im oberen Abschnitt genannten Arealen entwickeln. Abbildung 1 veranschaulicht diese Entwicklung.

Das Gehirn eines erwachsenen Menschen lässt sich im Wesentlichen in folgende Areale unterteilen: Großhirn, Zwischenhirn, Hirnstamm und Kleinhirn (s. Abbildung 1). Die Funktionen dieser Bereiche sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden.

2.1.1 Großhirn

Das Großhirn (lat.: Cerebrum) ist vorwiegend für die Informationsverarbeitung zuständig. Es ist in eine linke und rechte Hemisphäre geteilt und von der Großhirnrinde (Cortex cerebri) überzogen.

Beim Menschen macht die Großhirnrinde einen großen Teil der Hirnmasse aus. Sie ist fast 5 mm dick und besitzt dabei eine Oberfläche von ca. 2500 cm². Diese vergleichbar große Oberfläche ist durch die starke Faltung der Großhirnrinde möglich. Die Großhirnrinde ist wie das Großhirn selbst ebenfalls in zwei Hemisphären unterteilt. Dabei ist die linke Hemisphäre für die rechte Körperseite verantwortlich und die rechte Hemisphäre für die linke Körperhälfte. Beide Hemisphären können über eine als Balken (Corpus callosum) bezeichnete Verbindung miteinander kommunizieren.

2.1.2 Zwischenhirn

Das Zwischenhirn, auch als Diencephalon bezeichnet, umfasst die drei Hirnregionen Thalamus, Hypothalamus und Epithalamus. Thalamus und Hypothalamus sind dabei wichtige Informationsschaltzentren im Gehirn.

Der Thalamus ist der größte Bestandteil des Zwischenhirns und ähnelt in seinem Aufbau einer Walnuss. Im Thalamus gehen sensorische Informationen des Körpers ein, die zunächst gefiltert und sortiert werden, bevor sie an entsprechende Stellen des Gehirns zur Weiterverarbeitung gesendet werden.

Der Hypothalamus ist ein wichtiges Hirnzentrum für die Regulierung von Körperfunktionen wie beispielsweise der Körpertemperatur oder anderen wichtigen Überlebensmechanismen, obwohl er deutlich kleiner als der Thalamus ist. Eine weitere wichtige Funktion des Hypothalamus ist die Regelung des circadianen Rhythmus (biologischer Tagesrhythmus).

2.1.3 Hirnstamm

Zum Hirnstamm gehören wichtige Areale wie das Mittelhirn (Mesencephalon), Brücke (Pons) und Medulla oblongata (Kurzform: Medulla), die die Verbindung des Gehirns zum Rückenmark herstellt. . Des Weiteren beeinflussen Signale vom Hirnstamm „Aufmerksamkeit, Wachheit, Appetit und Motivation“. So enthält der Hirnstamm mehrere Schaltstellen, die Wachheit und Schlaf überwachen.

Zu den wichtigsten Funktionen von Pons und Medulla gehört der Austausch von Information zwischen peripherem Nervensystem, Mittelhirn und Vorderhirn. Sie koordinieren des Weiteren Körperbewegungen (z.B. Laufen) und senden die dafür benötigten Kommandos zu den Synapsen (Kontaktstellen zwischen Nervenzellen oder zwischen Nervenzellen und anderen Zellen ) im Rückenmark.

Das Mittelhirn empfängt verschiedene Arten sensorischer Informationen und verarbeitet sie. Es ist von vielen Nervenzellen die zum Hören benötigt werden durchzogen. Auch werden visuelle Reflexe im Mittelhirn koordiniert.

2.1.4 Kleinhirn

Das Kleinhirn (auch als Cerebellum bezeichnet) ist für die Bewegungskoordination und Gleichgewichtskontrolle zuständig. Dazu empfängt es Informationen über Gelenkstellung und Muskellänge sowie Informationen vom auditorischen und visuellen System. Auch werden motorische Befehle vom Großhirn überwacht und integriert. Dabei werden durch das Cerebellum Fehlerkorrekturen durchgeführt. Ein Beispiel für eine solche Koordination wäre die Hand-Augen-Koordination. Darüber hinaus ist das Kleinhirn beim Erlernen und Erinnern motorischer Fertigkeiten beteiligt.

2.1.5 Großhirnrinde

Die Großhirnrinde besteht aus sogenannter grauer Substanz (eine graue Masse mit einer hohen Dichte an Nervenzellkörper ) und ist der komplexeste und umfangreichste Bereich des Gehirns. Im Cortex werden höhere Gehirnfunktionen wie beispielsweise das Bewusstsein ermöglicht. Des Weiteren ist die Großhirnrinde ein Integrations- und Verarbeitungsort von sensorischen Informationen sowie Steuerungszentrum für beabsichtigte Bewegungen.

2.1.5.1 Aufbau der Großhirnrinde

Der Cortex lässt sich in vier Regionen einteilen, welche nach den Schädelknochen benannt sind und auch als Lappen bezeichnet werden. Zu diesen Lappen gehört der Stirnlappen (Frontallappen), der Schläfenlappen (Temporallappen), Hinterhauptslappen (Occipitallappen) und der Scheitellappen (Parietallappen).

Aufgabe dieser Areale ist es einerseits Informationen zu empfangen und zu verarbeiten (primäre sensorische Areale) und andererseits die Informationen aus den verschiedenen Hirnbereichen zu integrieren (Assoziationsareale). Der Cortex des Menschen besitzt stark ausgeprägte Assoziationsareale, was ihn vor allem von einfachen Säugern wie Ratten unterscheidet und ein komplexeres Verhalten ermöglicht.

Funktionell lässt sich die Großhirnrinde grob in einen motorischen Cortex, der für Bewegungsausführung zuständig ist, und einen somatosensorischen Cortex, der für Reizwahrnehmung des Körpers zuständig ist, unterteilen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die menschliche Großhirnrinde

Quelle: Campbell: Campbell aktiv!, Multimedia-Biologie, in: CD, a.a.O.

Abbildung 2 zeigt die Lappen der Großhirnrinde mit ihren verschiedenen Aufgabenbereichen, die u.a. für die verschiedenen Sinneswahrnehmungen zuständig sind.

2.1.5.2 Informationsverarbeitung

Die Großhirnrinde ist wie zu Beginn des Abschnitts bereits erwähnt Integrations- und Verarbeitungsort von sensorischen Informationen. Dazu empfängt sie einerseits Informationen von Sinnesorganen wie Augen oder Ohren um eine Sinneswahrnehmung zu ermöglichen. Andererseits nimmt sie auch Informationen von sogenannten somatosensorischen Rezeptoren entgegen, die sich beispielsweise in den Händen befinden. Diese Rezeptoren sind zuständig für äußere Reize wie Berührungen, Schmerz, Druck und Temperatur. Auch geben diese Rezeptoren die Stellung von Muskeln und Gliedmaßen an.

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Details

Seiten
33
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640780167
ISBN (Buch)
9783640780662
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v163309
Institution / Hochschule
Fachhochschule Aachen
Note
1,5
Schlagworte
Spiegelneurone Kommunikation Wohlbefinden Mobbing Vier-Seiten-Modell Nonverbale Kommunikation

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