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Urheberrecht und Plagiat

Mit besonderer Betonung auf dem Kosovo

Studienarbeit 2010 17 Seiten

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Urheberrecht und Plagiat mit besonderer Betonung auf dem Kosovo

Einleitung.

1. {0> Këndvështrim i shkurtër i zhvillimit historik i të drejtës së autorit dhe plagjiatit në aspektin ndërkombëtar dhe atij në Kosovë <}0{> Kurzer Überblick über die historische Entwicklung des Urheberrrechts und des Plagiats unter internationalen Gesichtspunkten und dem des Kosovo.

2. {0> Vështrim juridik i të drejtës së autorit në Kosovë <}0{> Juristischer Überblick über das Urheberrecht im Kosovo

3. {0> Definimi i të drejtave të autorit <}0{> Definition des Urheberechts

4. {0> Të drejtat e autorit sa i përket fushës së arsimit në Kosovë <}50{> Die Urheberrechte auf dem Gebiet der Bildung im Kosovo

5. {0> Të drejta e autorit në doganat e Kosovës <}0{> Die Urheberrechte bei den Zöllen des Kosovo

6. {0> Mbrojtja e pronës industriale <}0{> Schutz des industriellen Eigentums

7. {0> Avancimet dhe kritikat sa i përket mbrojtjes së pronës intelektuale ne Kosovë <}0{> Fortschritte und Kritiken hinsichtlich des Schutzes des geistigen Eigentums im Kosovo

8. {0> Roli i subjekteve themelore të procedurës penale në mbrojtjen e Pronës Intelektuale në Kosovë <}0{> Die Rolle der wesentlichen Organisationen des Strafverfahrens beim Schutz des geistigen Eigentums im Kosovo.
8.1. Die Judikative
8.2. Die Öffentliche Staatsanwaltschaft
8.3. Die Polizei<0}.

9. {0> Përmbledhje <}0{> Zusammenfassung

{0>Literatura:<0}

{0>Literaturverzeichnis<0}

<0}University of College Victory

Urheberrecht und Plagiat mit besonderer Betonung auf dem Kosovo

Einleitung

Plagiat und Diebstahl geistigen Eigentums stellen weltweit ein wachsendes Problem dar. Den jüngsten Fall veröffentlichte die französische Polizei, als nämlich fünf Gemälde von Picasso, Matisse, Braque, Modigliani und Léger aus dem Museum der Modernen Kunst in Paris gestohlen worden sind. Der kulturelle Verlust ist unermesslich, der finanzielle Wert dieser Gemälde wird auf 500 Millionen Euro veranschlagt[1]. Aber darüber hinaus begehen Jugendliche, die Musik, Film oder sonstige wissenschaftliche Schriften herunterladen, Straftaten, auch wenn ihnen dies manchmal nicht bewusst ist. Studenten an den Universitäten kopieren Prüfungen von anderen, oder manche von ihnen verbreiten sie als ihr Eigentum.

Da sich der größte Teil des geistigen Eigentums - legal oder illegal - in der Cyber-Welt befindet, ist der Diebstahl des Eigentums, seine illegale Verwendung und das Plagiat auf einem hohen Niveau. Teile von Büchern und Liedern werden kopiert und veröffentlicht Diese Arbeit wird einem Blick auf verschiedene Straftaten werfen, und gleichzeitig werde ich einige Definitionen geben und erklären, wie wir uns dieser Frage vom Blickwinkel der Ermittler annähern.

In dieser Arbeit werden wir auch die Mängel und die Errungenschaften hinsichtlich des Schutzes des industriellen Eigentums im Kosovo hervorheben. Was das gewerbliche Eigentum anbelangt, so sind die armen Länder gegen die Gesetzgebung des Urheberrechts. Und dies aus einem einfachen Grund. Die armen Länder sind nicht in der Lage, die Urheberrechte zu bezahlen, und sie stellen die fraglichen Waren in ihrem Land zu einem niedrigen Preis her. Dies ist ein politischer Aspekt des Problems und er überschreitet die Zielsetzung dieser Arbeit.

Kurzer Überblick über die historische Entwicklung des Urheberrechts und des Plagiat im internationalen Maßstab und dem des Kosovo

Um einen genauen Überblick über die Urheberrechte und das Plagiat zu erhalten, ist es angezeigt, einen historischen Überblick dieser Einrichtungen zu geben.

In der Antike gab es keinerlei Urheberrechte. Diese Rechte sind nicht zusammen mit dem Recht auf Eigentum und dem Vertragsrecht geschaffen worden. Daher hat man in dieser Zeit auch keine Unterscheidung getroffen zwischen dem Eigentum am Objekt und dem Eigentum, das mit der geistigen Schöpfung am Objekt zusammenhängt. Z.B. wagte man nicht, ein Buch zu stehlen, während die Beschreibung des Buches höher bewertet wurde als die geistige Schöpfung der Autoren selbst.

In der Zeit des so genannten römischen Stoizismus, als der Grundsatz der freien Künste galt (lat. „artes liberales“) sowie gestützt auf die Ethik der Stoiker wurde die Tätigkeit der geistigen Schöpfer nicht vergütet, aber für den Autor wurde ein nicht materielles Prestige geschaffen, das als eine Form des Prestiges auch mit der persönlichen Reputation des Autors zusammenhing[2]. Diese Regel galt lediglich nicht für Fälle von Autoren der bildende Künste oder Maler, da diese Schöpfer als Handwerker auf niedrigstem Niveau angesehen wurden. Der Terminus Plagiat hingegen stammt aus dem lateinischen – plagiarius - was verschiedene Bedeutungen umfasste wie z:B.: "Menschenraub", Piraten, Entführer von Kindern.

Der Begriff Plagiat ist erstmals in der römischen Antike im I. Jahrhundert unserer Zeitrechnung verwendet worden. Als erster hatte diesen Begriff der römische Dichter Marcus Valerius Martialis verwendet, der den Fidentinus beschuldigt hatte, seine Gedichte gefälscht und als die eigenen ausgegeben zu haben.[3].

Bis ins Mittelalter hinein ist nicht bekannt, dass es irgendwelche Bemühungen gegeben hätte, diesen Bereich der Urheberrechte unter irgendeinen gesetzlichen Schutz zu stellen.

Dieser gesetzliche Mangel wurde zunächst bei der Entstehung von Verlagshäusern oder Druckereien offensichtlich. Erwähnenswert ist, dass das Jahr 1450 auch als Jahr der Gründung von Verlagshäusern gilt[4], daher wuchs auch die Gefahr des Kopierens von Werken.

Das Recht des ersten Verlages, wo von jenem Jahr an auch die Gefahr des Kopierens von Büchern von Autoren gegeben ist, ist zunächst als Verlagsrecht und nicht als Urheberrecht anerkannt worden, da diese Verlagshäuser bestimmte Verträge mit dem Autor eines Werkes schlossen, sie daher auch das Recht zur Veröffentlichung erwarben. Da sie diese Rechte durch Verträge erwarben, erwarben sie sämtliche Rechte, die der Autor an seinem Werk besaß. Der Autor kümmerte sich nicht weiter um das Schicksal seines Werkes, da er ja den Preis für die geistige Schöpfung an dem Werk erhalten hatte. Da die Verlage, die ein Werk von einem Autor gekauft hatten, daran interessiert waren, einen möglichst hohen Gewinn aus dem Verkauf dieser Werke zu erzielen, waren sie auch daran interessiert, dass sie die einzigen waren, die das Werk der besagten Autoren veröffentlichten. Anfangs jedoch waren diese Verlage bezüglich des Drucks und der Vervielfältigung dieser Werke durch andere Verlage bar jeglichen juristischen Schutzes. Sie erhielten von den Verlagen, die ihre Bücher kopierten, keinerlei Ausgleich, daher bemühten sich die Druckereien, dieses Phänomen zu vermeiden, da sie keinerlei Entschädigung aus dem Gewinn auf ihrem Rücken erhielten.

Ergebnis der Bemühungen, einen gesetzlichen Schutz für die Druckereien zu erreichen, waren die so genannten Privilegien[5], die ihnen Schutz durch die Könige gewährten. In ihnen war vorgesehen, dass die Verlage eine Garantie erhielten, dass ihre Veröffentlichungen für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren nicht von anderen Verlagen herausgebracht werden durften. Daher wurde ab jener Zeit das Kopieren von Texten, die andere Druckereien veröffentlicht hatten, die das Werk vom Autor erworben hatten, die also einen Vertrag mit dem Autor über die Veröffentlichung der Bücher geschlossen hatten, nicht mehr gestattet.

Bekannte Philosophen wie zum Beispiel Kant, Fichte und Hegel betrachteten das Urheberrecht als natürliches Recht, das mit der geistigen Schöpfung zusammenhing, und daher wurde argumentiert, dass der Gesetzgeber dieses Recht nicht schafft, sondern es ihnen nur zuerkennt[6]. In Fortführung der Anerkennung des positiven Rechts und mit der Begründung allgemeiner Rechte, auch solcher persönlichen, zu Ende des 18. Jahrhunderts und insbesondere im 19. Jahrhundert begann sich die Institution des Urheberrechts, die wir auch heute als solche kennen, zu entwickeln.

Das erste Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums hatte England im Jahr 1709 verabschiedet, später waren auch in Frankreich in der französischen Revolution des Jahres 1789 zwei derartige Gesetze verabschiedet worden.[7]. Später war auch in Deutschland ein Gesetz zum Schutz der Urheberrechte in Deutschland erlassen worden, welches als “Gesetz zum Schutz des Eigenthums an Werken der Wissenschaft und der Kunst gegen Nachdruck und Nachbildung" bekannt ist[8].

Ebenso wurde am 19. Oktober 1846 in Österreich das "Allerhöchste Patent zum Schutz des literarischen und artistischen Eigenthums gegen unbefugte Veröffentlichung, Nachdruck und Nachbildung" erlassen Dieses Patent, auch königliches Patent genannt, war ein Rechtsakt von sehr großer Bedeutung. In Art. 1 dieses Patentes war vorgesehen, dass als Eigentum des Autors „ eine literarische Schöpfung oder ein Werk der bildenden Kunst, das er erstmals erarbeitet oder vollende hatte “ angesehen wurde[9].

Dieses Patent wies neben positiven Effekten hinsichtlich des Schutzes des Urheberrechtes auch einige Mängel in Bezug auf Werke der Fotografie und der Tonkunst auf.

Als wichtigste Übereinkunft jener Zeit bezüglich des Urheberrechts mit internationalem Charakter wird jene von Bern angesehen[10]. Diese Übereinkunft war am 9. September 1886 geschlossen worden und am 5. Dezember 1887 in Kraft getreten. An dieser Konferenz hatten zehn Mitglieder teilgenommen, die sie zum Schluss auch ratifiziert hatten; heute haben diese Übereinkunft 164 Staaten ratifiziert. Diese Konvention wurde Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst genannt. Der wichtigste Grundsatz dieser Übereinkunft war in Ihrem Art. 5 definiert. Er hatte mit dem nationalen Aspekt zu tun, der auch Assimilationsprinzip genannt wurde. Konkreter bedeutet dies, dass das in einem Staat veröffentlichte Werk denselben juristischen Schutz auch in den übrigen Verbandsländern, die diese Übereinkunft unterzeichnet hatten, genießen würde. Auf der Grundlage von Art. 5 und 2 dieser Übereinkunft war vorgesehen, dass der konventionelle Schutz zum Schutz der Urheberrechte einer Formalität konstitutiven Charakters unterworfen sein sollte Daher stoßen wir im Zusammenhang mit den Urheberrechten in dieser Übereinkunft, also mit der Gründung des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum, erstmals auf solche Termini.

Aufgrund der technischen und technologischen Entwicklung wurden die Mängel dieser Übereinkunft sichtbar, daher entstand die Notwendigkeit, sie diesem technischen und technologischen Fortschritt der Entwicklung anzupassen. Diese Faktoren bewirkten, dass diese Übereinkunft durch zahlreiche neue Konventionen vervollständigt und überarbeitet wurde: die Konvention von Paris vom 4. Mai 1896, dann die von Berlin aus dem Jahr 1908, die von Bern von 1914, die von Rom aus dem Jahre 1928, die von Brüssel aus dem Jahre 1948, die von Stockholm aus dem Jahre 1967, die von Paris aus dem Jahre 1971 mit ihren Änderungen aus dem Jahre 1979.

Heute besteht konkret durch die Richtlinie 93/98/EWG das Ziel, die Schutzdauer des Urheberrechtes und der übrigen damit verbundenen Rechte zu vereinheitlichen, wobei die Schutzdauer des Urheberechts auf ein literarisches oder künstlerisches Werk auf 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers oder ab dem Datum, an dem das Werk publiziert worden ist, wenn das Werk anonym oder unter einem Pseudonym erschienen ist, festgelegt worden ist. Die Schutzdauer des Urheberrechtes bei einem Film oder einem audiovisuellen Werk ist bis zu 70 Jahre nach dem Tod derjenigen Person festgelegt worden, die als letzte von ihnen stirbt: Hauptregisseur, Urheber des Drehbuchs, Urheber der Dialoge und Komponist der speziell für das betreffende Filmwerk oder audiovisuelle Werk komponierten Musik. Die Schutzdauer der Urheberrechte ist auf 50 Jahre festgelegt. Diese Frist ist je nach Fall vom Datum der Aufführung, der Veröffentlichung oder der Übertragung der Aufzeichnung oder der ersten Übertragung an zu rechnen[11].

In Albanien bemüht man sich nach dem Gesetz Nr. 9180 "Über das Urheberrecht und die damit verbundenen Rechte", jegliche Urheberrechte sowie die übrigen damit zusammenhängenden Rechte strikt einzuhalten. Albanien hat auch die wichtigsten Abkommen und Verträge in diesem Bereich wie das TRIPS-Abkommen, die Übereinkunft von Bern, das Übereinkommen von Rom, das Übereinkommen von Paris und sonstige diesbezügliche Verträge der World Intellectual Property Organization unterzeichnet. Dieses Gesetz deckt sowohl die Urheberrechte als auch die damit verbundenen Rechte ab und bemüht sich, den Schutz des geistigen Eigentums allumfassend zu regeln.

Das Gesetz schafft also Schutz für den Urheber von künstlerischen Werken, Werken der angewandten Künste, Zeichnungen, Gravuren, architektonischen Werken, audiovisuellen, choreografischen Werken, kinomategraphischen, folkloristischen, musikalischen Werken, Bühnenbildern, Pantomimen, Übersetzungen, Datenbanken, Computersoftware usw. Auf diese Weise bemüht sich das Gesetz, jedes Kunstwerk oder jede mögliche geistige Schöpfung in jeder möglichen Anwendungsform zu schützen.[12].

. Im Kosovo ist den Urheberrechten auch in der Vergangenheit schon eine besondere Bedeutung zugemessen worden. Kosovo als konstitutive Einheit der ehemaligen jugoslawischen Föderation hatte eine eigene Verfassung, und seine Gesetze gründeten sich auf den Prinzipien dieser Verfassung. In dieser Hinsicht wurden die Urheberrechte auch schon in jener Zeit durch Gesetze geregelt und geschützt. Die Urheberrechte sind Teil der Rechte des geistigen Eigentums.

Im Weiteren wird das geistige Eigentum in zwei Gruppen aufgeteilt:

1. Das gewerbliche Eigentum
2. Das Urheberrecht

[...]


[1] Vgl. URL: http://bw.balkanweb.com/kultur%C3%AB/parisi-ne-alarm-vidhen--pikturat-500-milione-euro-11916.html (20.05.2010), Balkan Web.

[2] Rehbinder, M.; Hubmann, H.: Urheberrecht. 12. Auflage, München, 2002.

[3] Katharina Schickert: Der Schutz literarischer Urheberschaft im Rom der klassischen Antike,, Tübingen 2005, S. 69.

[4] Das erste Verlagshaus war das von Johannes Gutenberg in Mainz.

[5] Harke, D.: Urheberrecht. 2. Auflage, Köln, Berlin, Bonn, München, 2001.

[6] Fichte, J-G: Beweis der Unrechtmäßigkeit des Büchernachdrucks . Königsberg 1791. Vgl. URL: (http://books.google.de/books?id=nTwuAAAAYAAJ&pg=PA223#v=onepage&q&f=false (18.03.2010).

[7] Vgl URL:http://remus.jura.unisb.de/pages/hochschule/grundwissen/ueberblick.php (19.06.2002). Dr.Markus Junker.

[8] Gesetz zum Schutz des Eigenthums an Werken der Wissenschaft und der Kunst gegen Nachdruck und Nachbildung“ (11.6.1837).

[9] Allerhöchstes Patent vom 19. October 1846 zum Schutze des literarischen und artistischen Eigenthums gegen unbefugte Veröffentlichung, Nachdruck und Nachbildung, Justizgesetzsammlung 1846, Nr. 992.

[10] Carl Junker – 1900, Berne Convention for the Protection of Literary and Artistic Works of September 9, 1886.

[11] Vgl. URL: http://www.institutemedia.org/documenta/research%20and%20monitoring/research/media%20legislation/Legjislacioni%20europian%20per%20median%20dhe%20ai%20shqiptar%20Nje%20analize%20krahasuese%20e%20standarteve%20kryesore.pdf (20.05.2010)

[12] Ebd. Gesetz Nr. 9380 “Über das Urheberrecht und sonstige damit zusammenhängende Rechte” (28/04/2005).

Details

Seiten
17
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640783434
ISBN (Buch)
9783640783861
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v163645
Institution / Hochschule
Universität Wien – Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht
Note
1
Schlagworte
Juristischer Überblick über das Urheberrecht im Kosovo Entwicklung des Urheberrechts Plagiat Thema Plagiat

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Titel: Urheberrecht und Plagiat