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Die ABC-Analyse

Referat (Ausarbeitung) 2009 7 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Beschreibung der ABC-Analyse

3. Die einzelnen Schritte zur Durchführung einer ABC-Analyse
3.1 Kriteriensuche
3.2 Sortierung nach dem ausgewählten Merkmal
3.3 Auswertung des Datenmaterials

4. Anwendungsbeispiele der ABC-Analyse

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die ABC-Analyse ist ein wichtiges Hilfsverfahren, mittels Selektion komplizierte Sachverhalte und Problemstrukturen vereinfacht darzustellen.[1]

Meistens ist diese Art der Analyse in der Beschaffung von Gütern sowie in der Lagerwirtschaft zu finden.

1951 wurde diese Methode erstmals, von einem US-Amerikaner namens H. Ford Dickie, erwähnt.[2]

Schwerpunkt dieses Referates ist die genaue Beschreibung des ABC-Analyseverfahrens, Darstellung von Anwendungsbeispielen sowie möglicher Vor- und Nachtteile.

2. Allgemeine Beschreibung der ABC-Analyse

Der ABC-Analyse liegt die Erkenntnis zugrunde, dass vielfach eine relativ kleine Zahl an Gütern, die in den Produktionsprozess einfließen, einen großen Anteil am Gesamtwert aller Beschaffungsgüter ausmacht. Die ABC-Analyse dient zum Herausfiltern dieser hochwertigen Beschaffungsgüter.

Es werden Produkte anhand vorgegebener Kriterien, wie Umsatz, Gewinn, Einkaufspreis, Jahresverbrauch oder Produktionsbedarf, in A-, B- oder C-Gruppen eingeteilt.

Die A-Gruppe kann als wichtig, die B-Gruppe als weniger wichtig und die C-Gruppe als eher unwichtig angesehen/ bezeichnet werden.[3]

Dieses Verfahren dient dazu, komplizierte Sachverhalte überschaubarer zu machen. Sie erfassen keine Informationen, sondern sie selektieren sie nur.[4]

Die Produkte können dann separat in ihren jeweiligen Gruppen anhand dieser Kriterien betrachtet, analysiert und somit Rückschlüsse für die Zukunft gezogen werden.

Durch die Beschränkung auf die wesentlichen Faktoren, ist eine Analyse komplexer Probleme mit einem vertretbaren Aufwand möglich.

Durch dieses Analyseverfahren soll herausgefunden werden, welchem Bereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.[5]

Behandlung der A-Güter:

-intensive Beschaffungsmarktanalysen (Kosten, Qualität, Lieferzuverlässigkeit)
-optimale Planung der Bestellmenge --> geringe Kapitalbindung (möglichst geringe Mengen der A-Güter auf Lager)
-langfristige Lieferbeziehungen (Rahmenverträge)
-exakte Bedarfsermittlung, programmorientiert
-genaue Kontrolle der Qualität
-genaue Kontrolle der Materialentnahme
Behandlung der B-Güter:
-hier müssen zusätzliche Kriterien bedacht werden, um diese Güter entweder als A oder C Güter zu behandeln
Behandlung der C-Güter:
-Vorratshaltung mit großen Bestellungen und Stichprobenkontrollen
-verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung
-einfache Lagerhaltung
-einfache Bestandsüberwachung
-vereinfachte Bestellabwicklung, telefonische Abwicklung der Bestellungen/ Bestellmengen

Die ABC-Analyse ist weit verbreitet und findet Anwendung z.B. bei Programmanalysen, Kunden-, Absatzgebiet-, Abhängigkeitsanalysen und weiteren Beschaffungsaktivitäten.[6]

Auch in anderen Funktionsbereichen, wie der Lieferantenauswahl, der Reihenfolgeplanung bei der Auftragsabwicklung, der Beurteilung der Attraktivität einzelner Marktsegmente im Rahmen der Marktforschung, sowie der Prioritätenfestlegung für Managementaufgaben, wird dieses Analyseverfahren verwendet.[7]

3. Die einzelnen Schritte zur Durchführung einer ABC-Analyse

3.1 Kriteriensuche

Am Beginn folgt die Suche nach einem Kriterium. Bei der Ordnung von Materialarten nach ihrer Wichtigkeit kommen beispielsweise folgende in Betracht: Wert pro Stück,

Beschaffungswert pro Jahr, Beschaffungsmenge pro Jahr oder Auswirkungen auf die Produktion.[8]

3.2 Sortierung nach dem ausgewählten Merkmal

Im nächsten Schritt werden die Materialien nach dem ausgewählten Merkmal, hier beispielsweise der Beschaffungswert pro Jahr, in absteigender Reihenfolge sortiert.

Anschließend wird der prozentuale Anteil am wertmäßigen Gesamtjahresverbrauch sowie der prozentuale Anteil der jeweiligen Menge an der Gesamtjahresmenge ermittelt.[9]

Danach werden diese Anteile kumuliert, so dass schließlich ein bestimmter Prozentsatz von Materialpositionen einem bestimmten Prozentsatz am gesamten Beschaffungswert zugeordnet werden kann.[10]

3.3 Auswertung des Datenmaterials

Nur ein kleiner Teil der Materialposten verursacht einen großen Teil der Materialkosten.

Die Materialposten könnten jetzt anhand der Werte in A-, B- oder C-Klassen eingeteilt werden.

Materialien mit einem Mengenanteil von bis zu 20% an der Gesamtmenge und gleichzeitig zusammen 70% des gesamten Werteanteils umfassen, sind der A-Klasse („wichtig“) zu zuordnen.

Die Materialien die zusammen etwa einen 30%igen Anteil an der Gesamtmenge und gleichzeitig zusammen etwa 20% an dem gesamten Werteanteil ausmachen, sind der B-Klasse („weniger wichtig“) zu zuordnen.

Die restlichen Materialien, die zusammen einen 50%igen Anteil der Gesamtmenge ausmachen, und etwa 10% des gesamten Werteanteils zu zuordnen sind, können in die C-Klasse („unwichtig“) eingeordnet werden.

[...]


[1] Weber, S. 213

[2] http://www.abc-analyse.info/abc/geschichte.html

[3] Weber, S. 214

[4] Weber, S. 213

[5] http://www.abc-analyse.info/abc/ziel_der_abc-analyse

[6] Horvath; Reichmann, S.1

[7] Horvath; Reichmann, S.2

[8] Vgl. Weber, S. 215

[9] http://www.abc-analyse.info/abc/ablauf-sortierung.html

[10] Weber, S. 215

Details

Seiten
7
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640789641
Dateigröße
439 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v163679
Institution / Hochschule
Hochschule Hannover
Note
2,0
Schlagworte
ABC-Analyse Entscheidungstechniken Lagerwirtschaft BWL Analyseverfahren

Autor

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