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Sören Kierkegaard ´Der Begriff Angst´ - das Nachwort ´Zum Verständnis des Werkes´ von Liselotte Richter

Seminararbeit 1999 9 Seiten

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Grundriß des Themas und verwendete Literatur

2. Hintergrund zu Sören Kierkegaard Kurze Biographie Kierkegaards

3. 'Zum Verständnis des Werkes' von Liselotte Richter
3.1 Kleine Einführung in 'Der Begriff Angst' von Kierkegaard
3.2 Erläuterungen von Richter

4. Schlußfolgerung von Liselotte Richter

1. Einleitung

Grundriß des Themas und verwendete Literatur

Diese Arbeit hat das Nachwort 'Zum Verständnis des Werkes' von Liselotte Richter, das im Anschluß an Sören Kierkegaards 'Der Begriff Angst' steht, zum Thema. Es bezieht sich auf Sören Kierkegaard und seinen Angstbegriff. Außerdem geht Liselotte Richter auf weitere Philosophen ein, auf die sich Kierkegaard gestützt hat oder die Kierkegaard kritisiert haben. Sie erwähnt vor allem Hegel, aber auch Heidegger und Nietzsche. Dieses Nachwort wird hier zusammengefaßt und erläutert. Ich werde desweiteren eine kurze Biographie Sören Kierkegaards geben.

Verwendete Literatur:

Richter, Liselotte. "Zum Verständnis des Werkes". Der Begriff Angst. Hg. Sören Kierkegaard. Frankfurt: Europäische Verlagsanstalt, 2. Auflage 1996

2. Hintergrund zu Sören Kierkegaard

Kurze Biographie Kierkegaards

Sören Kierkegaard wurde im Jahre 1813 in Dänemark geboren. Sein Vater war zu diesem Zeitpunkt bereits schon 57 Jahre alt. Dieser hatte seinen Kaufmannsberuf früh aufgegeben, und war nun wohlhabender Rentner. Er war außerdem sehr religiös, und die Tatsache, daß er bei der Geburt seines Sohnes bereits weit fortgeschrittenen Alters war, machte ihn schwermütig. Sören Kierkegaard erkannte früh die Schwermut und Grübeleien seines Vaters. Er konnte nicht begreifen, wie jemand trotz religiösen Lebenswandels unter ständiger Angst litt. Er mußte erkennen, daß diese beiden Dinge, "ernste Gläubigkeit und schwerste Daseinsangst" (153), einander nicht ausschließen, daß "Gottesfurcht und Frömmigkeit noch keinen Frieden zu schenken" (154) vermögen. Sören Kierkegaard konnte sich in seinem Elternhaus nicht geborgen fühlen, es konnte ihm keine Sicherheit geben. So entwickelte sich bei ihm ebenfalls das Merkmal der Schwermut, des Nachdenkens und des Grübelns. Sein Vetter Hans Bröchner erzählt in 'Erinnerungen an Kierkegaard', "wie es Kierkegaard eine wollüstige Qual bereitete, alle nur möglichen Lebenssituationen in der Phantasie bis zu Ende zu denken" (zit. auf 152). Kierkegaard bekam tiefste religiöse Zweifel, wandte sich gegen das Kirchenchristentum und entzog sich dem Elternhaus.

Sören Kierkegaard sollte ein Theologiestudium anfangen, was er jedoch vernachlässigte. Er ging oft in Schauspiele, Ballette und Opern, die ihm aber nicht seine Unruhe und Angst nahmen. Er sagte: "Ich komme jetzt eben aus einer Gesellschaft, wo ich die Seele war, die Witze strömten aus meinem Munde, alle lachten, alle bewunderten mich - aber ich, ja, der Gedankenstrich müßte genausolang sein wie die Radien der Erde --- ging fort und wollte mich erschießen." (zit. auf 155).

Im Jahre 1838 starb der Vater mit 83 Jahren. In diesem Tod sah Sören Kierkegaard einen Liebesbeweis seines Vaters an ihn: "Denn er ist nicht von mir gegangen, sondern für mich dahingegangen, damit, wenn möglich, noch etwas aus mir werden könne..." (zit. auf 155). Er entschließt sich nun, Theologie zu studieren.

Kierkegaard wandte sich nun Hegel zu, der ihm zunächst durch seine Welt- und Religionsansichten Ruhe und Sicherheit schenkte. Später jedoch gab es für Kierkegaard viele christliche Einwände, so daß er sich trotz verbleibendem Einfluß Hegels gegen diese Philosophie eintrat. Auch war er anfangs von Schelling beeindruckt, da dieser ankündigte, das Verhältnis der Philosophie zur Wirklichkeit als Thema zu behandeln. Diese Ankündigung versetzte Kierkegaard in freudige Aufregung, da er genau dieses Verhältnis als sehr wichtig und notwendig empfand. Man dürfe Philosophie und Leben, Theorie und Wirklichkeit nicht trennen (162). Doch Schelling blieb recht vage. Laut Kierkegaard blieb er "innerhalb der Grenzen der Spekulation" (165). Der Begriff 'Spekulation' bedeutete für Kierkegaard die "neuere Philosophie" (190), "ein abstraktes und willkürliches Konstruieren, dessen realer Wahrheitswert zweifelhaft ist" (190). Diesen Begriff verwendete Kierkegaard auch in bezug auf Hegel in stark negativer Weise an. Kierkegaard nutze nun das Gefühl der Enttäuschung, und arbeitete an seiner eigenen Philosophie, der Philosophie der Existenz.

Mit 31 Jahren veröffentlichte Kierkegaard sein Werk 'Der Begriff Angst'. Er starb im Jahre 1855 jungen Alters.

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Details

Seiten
9
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783638110198
ISBN (Buch)
9783656535850
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v1644
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – Fachbereich Philosophie
Note
sehr gut
Schlagworte
Sören Kierkegaard Begriff Angst´ Nachwort Verständnis Werkes´ Liselotte Richter Proseminar Heidegger Einführung Denken

Autor

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Titel: Sören Kierkegaard ´Der Begriff Angst´ - das Nachwort ´Zum Verständnis des Werkes´ von Liselotte Richter