Lade Inhalt...

Jugendliche mit cannabis-bezogenen und komorbiden Störungen

Ein klinischer Beitrag zur Risikodiskussion

Fachbuch 2011 28 Seiten

Ratgeber - Gesundheit

Leseprobe

Gliederung

1. Abstract

2. Epidemiologische Daten

3. Nachfrage von Cannabisklient/innen nach ambulanter und stationärer Behandlung

4. Maßnahmen der Zugangsverbesserung für jCK zu suchtspezifischen Hilfen

5. Vernetzte Hilfen für junge Cannabiskonsument/innen!

6. Evidenzbasierte Beratungs- und Behandlungsprogramme für jCK

7. Cannabisprodukte und –konsumformen

8. Biologische Aspekte des Cannabiskonsums

9. Psychische Aspekte des Cannabiskonsums

10. Risiken des Cannabiskonsums bei Jugendlichen mit cannabis-bezogenen Störungen (jCK)

11. Akute Hauptwirkungen und Folgen des Cannabismissbrauchs

12. Mögliche Langzeitfolgen des Cannabismissbrauchs

13. Diagnostik bei jungen Klient/innen mit cannabis-bezogenen Störungen (jCK)

14. Therapie von jungen Klient/innen mit cannabis-bezogenen Störungen (jCK)

15. Ergebnisse der Klinikforschung der Dietrich Bonhoeffer Klinik 2004-2010 Fallbeispiel: Der 18-jährige „Dennis“

16. Die rechtliche Situation bei Cannabis

17. Statt einer Schlussbetrachtung: drei allgemeine Präventionsziele

18. Internet-Links

19. Literatur

Jugendliche mit cannabis-bezogenen und komorbiden Störungen

Jürgen Schlieckau

1. Abstract

Dieser Fachaufsatz basiert auf dem 2008 in der der LWL-Klinik Lengerich gehaltenen unveröffentlichten Festvortrag des Autors anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Station CleanOK, „Junge Patient/innen mit Cannabisabhängigkeit und psychiatrischer Komorbidität in der stationären medizinischen Rehabilitation – Entwicklungschancen – Therapie – klinische Erfahrungswerte“.

Das THC aus der weiblichen Cannabis sativa-Pflanze ist die (europaweit) am häufigsten konsumierte illegale Droge. Die gesellschaftliche Akzeptanz und die Verfügbarkeit dieser Droge haben sich in den letzten 20 Jahren deutlich erhöht. Der Missbrauch von Cannabis stieg seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts besonders bei Jugendlichen stark an und stagniert zzt. auf hohem Niveau. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene mit „harten“ Konsummustern können rasch eine Cannabisabhängigkeit entwickeln. Daher gab es bei Jugendlichen mit cannabisbezogenen Störungen (jCK), im Vergleich zu den Konsument/innen anderer Suchtsubstanzen, auch die höchsten Steigerungsraten bei der Behandlungs-nachfrage. Aber auch die cannabisassoziierten Folgeschäden, wie z. B. Krebserkrankungen müssen durch eine evidenzbasierte Prävention verhindert oder reduziert werden. Besorgnis-erregend sind bei einer kleinen Hochrisikogruppe von kiffenden Jugendlichen das frühe Einstiegsalter von 13 bis 15 Jahren, die Kombination von THC mit anderen Suchtsubstanzen, vornehmlich mit Nikotin, Alkohol, Amphetaminen, Kokain und Heroin, die harten Konsummuster und die z. T. hohen THC-Gehalte der Cannabisprodukte.

jCK sind zuerst Jugendliche, die auch abhängigkeitskrank und häufig komorbid gestört sind.

Jugendliche mit Monodiagnose Cannabismissbrauch oder Cannabisabhängigkeit, die keine weiteren komorbiden Störungen aufweisen und privat und beruflich noch relativ integriert sind, profitieren von einer systemisch-familientherapeutisch ausgerichteten ambulanten Beratung und Behandlung. Bei abhängigkeitskranken Jugendlichen, die stärkere Entwick-lungsdefizite aufweisen und komorbid gestört sind, scheint die qualifizierte stationäre Entzugssyndrom-Behandlung vor Beginn einer stationären Langzeittherapie besonders geeignet zu sein. Bei diesen Jugendlichen wird eine tiefenpsychologisch und systemisch fundierte stationäre Entwöhnungsbehandlung empfohlen, in der vor allem die Abstinenz-motivation weiter gefestigt werden soll. Die pädagogisch-therapeutische Milieugestaltung durch ein erfahrenes multiprofessionelles Behandler/innenteam verbessert die Prognose des/der Klient/in und die Haltequote der Einrichtung.

Die frühe Prävention des Substanzmissbrauchs muss nachhaltig gefördert werden. Hier kann auch die Kinder- und Jugendhilfe in der Vernetzung u. a. mit der Suchthilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie einen eigenen professionellen Beitrag leisten.

2. Epidemiologische Daten

Aktuelle epidemiologische Studien zum Substanzkonsum von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind das Kinder- und Jugendgesundheitssurvey KiGGS[1], die internationale Schülerstudie HBSC[2], die Europäische Schülerstudie ESPAD[3], Erhebungen der BzgA[4],[5] sowie einige regionale Umfragen unter Schüler/innen, wie z. B. das Projekt Schulbus in Hamburg[6].

Cannabis ist die (europaweit) am häufigsten konsumierte illegale Droge. Die gesellschaftliche Akzeptanz und die Verfügbarkeit dieser Droge haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht. Der Missbrauch stieg seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts besonders bei Jugendlichen stark an und stagniert zzt. auf hohem Niveau bzw. beginnt offenbar gerade, wieder abzunehmen.

Nach Kraus et al. lag die Lebenszeitprävalenz für Cannabiskonsum bei 18- bis 24-Jährigen 1990 bei 18 Prozent, 2003 lag sie bei 44 Prozent[7]. Die 12-Monatsprävalenz stieg im gleichen Zeitraum von 9 auf 23 Prozent. Nach Kraus et al. betrieben 3,8% der 18- bis 20-Jährigen einen Cannabismissbrauch; 1,9% hatten eine Cannabisabhängigkeit[8].

Nach Perkonigg et al. und Holly & Wittchen betrieben 3,6% der 14- bis 17-Jährigen einen Cannabismissbrauch; 1,5% hatten eine Cannabisabhängigkeit[9],[10].

Nach den Ergebnissen einer repräsentativ angelegten Studie aus München und dem Münchner Umland kann davon ausgegangen werden, dass etwa 8% bis 9% aller Cannabis-konsument/innen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren das diagnostische Kriterium des Cannabismissbrauchs erfüllen und etwa 4% bis 7% eine Cannabisabhängigkeit nach DSM-IV[11] entwickeln. Demnach ist besonders die Gruppe der jungen Erwachsenen betroffen. Der Trend geht zu jungen Cannabiskonsument/innen (jCK). Wer mit 25 Jahren noch kein Cannabis geraucht hat, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft nicht mehr tun.

Das Cannabis-Erstkonsumalter in der Bevölkerung ist gesunken. Lebensgeschichtlich früher Cannabiskonsum erhöht das Risiko späterer Drogenaffinität, das Psychose-Risiko[12], das Risi-ko einer besonders schnellen Entwicklung einer Cannabisabhängigkeit[13], das Ausmaß lang-fristiger neurokognitiver Beeinträchtigungen[14] und das Risiko der Entstehung diverser Krebs-arten[15].

Erfreulicherweise zeigen die Sonderauswertung der BZgA von 2007, der aktuelle Epidemio-logische Suchtsurvey und die ESPAD-Studie von 2007 - bei aller Vorläufigkeit - eine mögliche Trendwende auf, dass nämlich die Lebenszeit-Prävalenzraten und die 12-Monatspräva-lenzraten für den Cannabisgebrauch im Vergleich zu den Zahlen von 2003 in allen Alters-gruppen zum Teil stark rückläufig sind. Lediglich bei den regelmäßigen Cannabiskonsu-mierenden sei die Tendenz noch gleichbleibend. Mittlerweile ist die Tendenz auch hier rückläufig[16].

Simon et al. untersuchten in der deutschen CareD-Studie 52 ambulante deutsche Einrich-tungen, die Klient/innen mit den Hauptdiagnosen Cannabisabhängigkeit[17] bzw. Schädlicher Gebrauch von Cannabis[18] behandelten[19].

Im Ergebnis traten in den beteiligten Einrichtungen komorbide Störungen in folgender Häufigkeit auf: bei mehr als einem Drittel der Klient/innen fand man Affektstörungen und Phobien und bei mehr als 10 Prozent der Klient/innen Angststörungen und psychotische Störungen. 60% der Klient/innen kamen mit der Monoabhängigkeit von Cannabis zur Behandlung[20].

Aus klinischer Sicht ist hier kritisch anzumerken, dass es einen nicht zu vernachlässigenden Anteil von Klient/innen in niederfrequenten ambulanten Beratungs- und Behandlungssettings gibt, die den Konsum anderer psychotroper Substanzen für längere Zeit leugnen/ verschweigen, so dass noch keine differenzierte Diagnosestellung erfolgen kann. So wird auch in ambulanten Einrichtungen der Anteil junger Klient/innen mit Mehrfachabhängigkeit höher als 40% geschätzt. Es wird außerdem geschätzt, dass sich bei mehr als 70% der Cannabisabhängigen eine andere psychische Störung finden lässt.

Epidemiologische Studien über den Substanzkonsum in Jugendstrafanstalten liegen in Deutschland noch nicht vor. Es gibt jedoch bei Haftantritt Einschätzungen der jungen Straftäter hinsichtlich ihrer Suchtmittelgefährdung und des Therapiebedarfs. So sei beispiels-weise im Jahr 2004 in einer baden-württembergischen Justizvollzugsanstalt mit 750 Insassen zwischen 16 und 21 Jahren bei 67% der Neuzugänge eine Suchtmittelgefährdung und bei 43% ein Therapiebedarf festgestellt worden[21].

Cannabiskonsum findet eingebettet in die Lebenssituation der Klient/innen statt. Gregor Burkhart, der frühere Leiter der europäischen Beobachtungsstelle für Drogen in Lissabon, schlug daher eine m. E. ganz praktische Differenzierung von Cannabiskonsumenten in vier Gruppen vor, die sich vor allem nach Konsumhäufigkeit und Setting unterscheiden und von denen die letzten beiden Gruppen klinisch relevant sind[22]:

1. Gelegenheitskonsument/innen (THC-Konsum max. 1x wöchentlich),
2. Individualkonsument/innen (THC-Konsum 20 Tage/Jahr in eigener Wohnung, durch-schnittlich 31 Jahre alt),
3. Freizeitkonsument/innen (THC-Konsum 19 Tage/Monat, durchschnittlich 29 Jahre alt),
4. Dauerkonsument/innen (THC-Konsum 6 Tage/Woche, 4x täglich, überall, Beginn mit

15,9 Jahren, durchschnittlich 23,5 Jahre alt, 15% aller Konsument/innen, 41% Polytoxi-komane.

Bei Freizeitkonsument/innen muss häufig eine Monodiagnose „Schädlicher Gebrauch von Cannabis“ oder „Cannabisabhängigkeit“ gestellt werden. Sie fragen eher ambulante, seltener stationäre Behandlungen nach. Die Dauerkonsument/innen (nach Burkhart ca. 15 Prozent aller THC-Konsument/innen) imponieren im negativen Sinne häufig mit einem frühen Einstiegsalter (Beginn mit 15,9 Jahren), der Diagnose „Polytoxikomanie“ und weiteren psychischen, psychiatrischen und sozialen Störungen. Sie benötigen auf Grund der Schwere der Erkrankung i. d. R. eine stationäre Behandlung und nicht etwa jahrelange und häufig frustrierend erfolglose ambulante Therapieversuche, die sie eher zu „Drehtür-Klient/innen“ werden lassen.

Auf Grund ihres Jugendalters leben viele der Dauerkonsument/innen noch mit ihren Eltern zusammen. Weitere epidemiologische Daten zur Lebenssituation junger Cannabis Konsumie-render sind in verschiedenen Publikationen aus der Suchthilfe nachzulesen.

3. Nachfrage von Cannabisklient/innen nach ambulanter und stationärer Behandlung

Die Fachöffentlichkeit hat den problematischen Cannabiskonsum verstärkt wahrgenommen. Suchtspezifische Hilfen in der Sucht- und Drogenhilfe und in der Psychiatrie werden von jCK verstärkt nachgefragt. Viele Behandlungseinrichtungen berichten über eine deutliche Steigerung der Fallzahlen von jCK in den letzten 20 Jahren, deren Spitze etwa 2004 erreicht wurde. Sie haben sich besser auf diese Klient/innen eingestellt. Leider wurden viele jCK durch die bisherigen Hilfeformen lange Zeit in zu geringer Zahl erreicht.

Die Nachfrage nach ambulanter Behandlung (Neuzugänge) steigerte sich von 1980 bis 2004 nach Angabe der Europäischen Beobachtungsstelle (EBDD) in Lissabon in Deutschland von 2.000 auf 18.000 Fälle[23], danach stagnierten die Fallzahlen bis 2006 auf hohem Niveau bei ca. 17.000 Fällen[24] und gingen dann etwas zurück. Die Quote der Klient/innen der Dietrich Bonhoeffer Klinik mit Erstdiagnose Cannabisabhängigkeit stieg in den vergangen 20 Jahren kontinuierlich an und es gab kaum Klient/innen, die keine Diagnose Schädlicher Gebrauch von Cannabis bzw. Abhängigkeit von Cannabis hatten. Die Therapiemotivation ist bei jCK oft gering, eine Therapie wird jedoch immer noch früher als bei Klient/innen mit anderen primären stofflichen Abhängigkeitserkrankungen nachgefragt. Die Eigenmotivation zur Behandlung ist abhängig vom Alter des/der Konsument/in[25]; der Druck von außen zur Behandlung überwiegt. Dies zeigt sich auch in der ambulanten Suchthilfe: nur ca. 15 Prozent der jCK seien laut der Studie des LWL freiwillig in ambulante Einrichtungen gekommen, ca. 85 Prozent kämen aufgrund einer Auflage. Die „elterliche Einflussnahme“ habe hierbei einen hohen Anteil[26].

JCK kommen auch heute in ambulanten Suchthilfeeinrichtungen im Vergleich zu Klient/innen mit anderen stofflichen Abhängigkeitserkrankungen zahlenmäßig immer noch zu selten in Behandlung, obwohl spezifische evidenzbasierte Beratungs- und Behandlungsangebote in den deutschen Suchthilfeeinrichtungen bereits eine gute Verbreitung gefunden haben.

4. Maßnahmen der Zugangsverbesserung für jCK zu suchtspezifischen Hilfen

Betreuungsangebote für Menschen mit substanzbezogenen Störungen treffen auf Seiten der Klient/innen auf eine unterschiedlich ausgeprägte Bereitschaft, diese Angebote anzunehmen und entsprechend mitzuarbeiten. Gerade für cannabismissbrauchende Jugendliche fehlen immer noch geeignete Hilfen. So kommt es, dass vor allem in der Fläche behandlungs-nachfragende Jugendliche nicht immer passende Angebote vorfinden.

Eine Suchtbehandlung setzt ein Mindestmaß an eigener Motivation des/der Klient/in zur Behandlung voraus. Das Grunddilemma bei jungen Klient/innen mit cannabis-bezogenen Störungen (jCK) ist die oft nicht ausreichende Motivation zur Behandlung, wie die Zahl von ca. 85% „fremd-motivierten“ Klient/innen[27] zeigt. Erfolgreiche Betreuung muss die unterschiedliche Motivation berücksichtigen[28]. Das Ausmaß der Behandlungsbereitschaft

kann mittels der 12-Item-Skala von Rollnick, Heather, Gold und Hall (1992) in der deutschen Version[29] erhoben werden. Behandler/innen stellen fest, dass Vorüberlegungen zu einer Therapie des Substanzgebrauchs sehr viel häufiger im Mittelpunkt des Interesses des/der Jugendlichen stehen, als der Wunsch nach einer tatsächlichen Verhaltensänderung. Daher ist von den Behandelnden viel „Fingerspitzengefühl“ gefordert.

Der Zugang für jCK zu sekundär-präventiven Angeboten und deren Akzeptanz muss weiter verbessert werden. Mitarbeitende müssen qualifiziert/geschult werden[30]. Zielgruppenspe-zifische und bedarfsgerechte, nach Risikogruppen differenzierte Good-Practice-Angebote müssen entwickelt werden[31]. Aspekte, die bei der Verbesserung der Versorgungsstruktur und -angebote relevant und zu bedenken sind, sind gut aus der Zusammenstellung auf der Homepage des Modellprojektes AVERCA (A ufbau einer effektiven Ver sorgungsstruktur zur Früherkennung und Frühintervention jugendlichen Ca nnabismissbrauchs) zu ersehen[32].

Suchtexperten vertreten die Meinung, dass für Klient/innen mit der Monodiagnose Canna-bisabhängigkeit als Best-practice-Maßnahme ein zielgruppen-spezifisches ambulantes Be-handlungsangebot vorzuhalten sei. Die hohen Erfolgsquoten familientherapeutisch-syste-mischer und verhaltenstherapeutischer Behandlungsansätze in ambulanten und teilstatio-nären Einrichtungen werden herausgestellt. Es sei hier jedoch kritisch angemerkt, dass nicht allein an der Diagnosestellung festzumachen ist, welches[33] Behandlungssetting erfolgver-sprechend ist. Vielmehr sollte auch nach dem Schweregrad der Störungen differenziert werden. In der ambulanten Suchthilfe finden wir i. d. R. sozial besser integrierte und gesund-heitlich weniger beeinträchtigte Klient/innen. In der Klinik finden wir hinter der Cannabis- und Tabakabhängigkeit, die bei stärker beeinträchtigten jCK zuerst diagnostiziert wurde, durchaus häufig noch den Missbrauch resp. die Abhängigkeit von Alkohol, Amphetaminen, Kokain oder Heroin, ggf. eine weitere stoffgebundene oder nicht stoffgebundene Substanz-abhängigkeit und weitere komorbide Störungen. Es wird deutlich, dass es im stationären Kontext um eine andere Klientel geht. Auch deshalb kommt der differenzierten Diagnostik zu Beginn der Behandlung ein besonderer Stellenwert zu. Jugendliche profitieren in Kliniken besonders von der Herausnahme aus dem häufig belastenden Familien- und „Szenemilieu“. Sie können im Alternativmilieu der Klinik mit seinem pädagogisch-therapeutischen Bezie-hungskontext und dem differenzierten stationären Behandlungsangebot nachreifen. Hoch-risikokonsument/innen ersparen sich dadurch häufig frustrierende, weil wiederholt erfolg-lose, ambulante Therapieversuche sowie eine weitere Verschlechterung ihrer Prognose.

[...]


[1] RKI, Lampert & Thamm 2007;

[[2] Settertobulte & Richter 2007;

[3] ESPAD 2007;

[4] BZgA 2004;

[5] BzgA 2007;

[6] Baumgärtner 2006;

[7] Kraus et al. 2006;

[8] Kraus et al. 2008;

[9] Perkonigg et al. 1997;

[10] Holly & Wittchen 1998;

[11] APA 2000;

[12] WHO, ICD-10: F12.50, F12.70;

[13] WHO, ICD-10: F12.25;

[14] WHO, ICD-10: F12.60;

[15] Petersen & Thomasius, 2006;

[16] BMGS, Drogen- und Suchtbericht 2008, 74 und 2009, 56;

[17] WHO, ICD-10: F12.25;

[18] WHO, ICD-10: F12.10;

[19] Simon et al. 2004

[20] AWMF Cannabis 2004, in: www.uni-duesseldorf.de/awmf/II/076-005.htm

[21] JVA Adelsheim 2007, zitiert in EBDD, Reitox-Bericht 2007

[22] vgl. Burkhart, EBDD 2004

[23] vgl. EBDD, Reitox-Berichte 2002-2006;

[24] vgl. EBDD, Reitox-Bericht 2007;

[25] Schlieckau 2003;

[26] LWL 2006;

[27] Ebd., a. a. O.;

[28] vgl. Miller & Rollnick 1999, Konzept der Motivierenden Gesprächsführung, sowie Prochaska & DiClimente 1986, Transtheoretisches Modell

Details

Seiten
28
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640799749
ISBN (Buch)
9783640800322
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v164770
Schlagworte
Cannabis Spice Jugendliche Komorbidität Abhängigkeit Cannabisabhängigkeit Evidenzbasierung Psychose Prävention Erziehung Entwöhnung Epidemiologie jCK kiffen Marihuana Haschisch ADHS THC Salutogenese Cannabismissbrauch Entwicklung Pädagogik Beziehung Risikodiskussion

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Jugendliche mit cannabis-bezogenen und komorbiden Störungen