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Der sowjetische Einmarsch in Afghanistan unter besonderer Berücksichtigung der "Carter-Doktrin"

Hausarbeit 2010 18 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Einführung in die Quelle und Darstellung der gegenwärtigen Situation aus der Sichtweise Carters

III. Die Entwicklung der amerikanisch-sowjetischen Beziehung und die amerikanische Reaktion auf den sowjetischen Afghanistan-Einmarsch

IV. Darstellung aussenpolitischer Wege und Erfolge

V. Schlussteil

VI. Literaturverzeichnis

VII. Anhang

I. Einleitung

Die siebziger Jahre waren in den Vereinigten Staaten von Amerika geprägt durch vielfältige Ereignisse innerhalb des Landes und über die regionalen Grenzen hinaus. Nach dem unrühmlichen Ende der Regierung Nixons und der schwachen Übergangspräsidentschaft Fords, wurde der Demokrat James Earl „Jimmy“ Carter im Jahr 1976 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Dieses Amt trat er im Jahr 1977 an. Die Ziele, die Carter in seinem Wahlkampf präsentiert hatte, waren die Fortführung der Entspannungspolitik in Verbindung mit verstärkten Abrüstungsanstrengungen. Der Beginn der Amtsperiode Carters zeigte jedoch deutlich, dass sein Hauptaugenmerk auf der Wahrung der Menschenrechte lag. Bis zum Jahr 1979 strebte Jimmy Carter danach, seine idealistische Menschenrechtspolitik durchzusetzen. Dieser Versuch nahm jedoch einen herben Abbruch, als sowjetische Truppen in den Weihnachtstagen des Jahres 1979 unter dem Vorwand des Hilfsgesuchs aus der afghanischen Regierung und der Bedrohung der eigenen Interessensphäre in Afghanistan einmarschierten. Durch diese Aktion sahen sich die USA mit einem massiven Rückschlag in der Entspannungspolitik und der Bedrohung der westlichen Ölversorgung konfrontiert.

Die sowjetische Intervention in Afghanistan ist ein kleiner Aspekt der umfangreichen Geschehnisse in der Geschichte der US- Außen- und Sicherheitspolitik. Sie wurde in der historischen Forschung weitgehend untersucht und beleuchtet. Wegen ihrer zahlreichen Aspekte und dem Zusammenfließen dreier unterschiedlicher Kulturen finde ich dieses Thema äußerst spannend. Aus diesem Grund wird der sowjetische Einmarsch in Afghanistan unter besonderer Berücksichtigung der als „Carter-Doktrin“ bekannt gewordenen Rede des Präsidenten, vom 23. Januar 1980, Gegenstand dieser Hausarbeit sein. In dieser Rede wird die Reaktion der amerikanischen Regierung auf die Invasion sehr deutlich.

Die Bearbeitung dieser Thematik geschieht unter der Frage, inwiefern sich die Außenpolitik Jimmy Carters nach den Ereignissen des Dezembers 1979 wandelte. Hierbei wird die These des Autors Christian Hacke „[d]er Zusammenbruch der amerikanischen Rolle im Iran, [...] die Invasion in Afghanistan und die sowjetische Rüstung führten in der Regierung Carter zu einer Kehrtwendung um hundertachtzig Grad.“1 beleuchtet und der vorliegenden Arbeit vorrangig zugrunde gelegt.

Die Arbeit ist untergliedert in die Einleitung, den Hauptteil und einen Schlussteil. Der Hauptteil umfasst die Bearbeitung der aufgestellten Frage und die Untersuchung der These innerhalb der Analyse des gesamten verwendeten Textausschnitts der Rede Jimmy Carters. Die Textanalyse erfolgt in chronologischer Abfolge und ist in Kapitel untergliedert, die sich mit der Darstellung der Lage Amerikas aus der Sicht Jimmy Carters, dem amerikanisch-sowjetischen Verhältnis und den außenpolitischen Wegen und Erfolgen der Großmacht beschäftigen. Das 2. Kapitel enthält unterdessen einen kurzen Abriss der Geschichte Afghanistans seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Untergliederung in verschiedene thematische Kapitel geschieht, da die Quelle ebenfalls einen Aufbau nach thematischen Unterpunkten aufweist. Im Schlussteil werden die erarbeiteten Ergebnisse zusammengefasst und Antwort auf die zu Beginn gestellte Frage gegeben.

Neben der untersuchten Quelle wurde vorrangig Sekundärliteratur der Autoren Christian Hacke, Stephan Bierling, Wichard Woyke (Hg.), Assad Omar und Helmut Altrichter verwendet, die sich mit der amerikanischen Sichtweise der Ereignisse oder der Thematik im Allgemeinen auseinandersetzen. Diese und andere werden im Literaturverzeichnis (S. 13) aufgeführt. Die untersuchte Quelle befindet sich im Anhang dieser Arbeit.

II. Einführung in die Quelle und Darstellung der gegenwärtigen Situation aus der Sichtweise Carters

Die vorliegende Quelle ist ein Auszug aus der Rede James Earl Carters (*1924), welche er am 21. Januar 1980 vor dem Kongress hielt. Der amerikanische Präsident beschäftigt sich in der politischen Rede, die den Titel "State of the Union Address" trägt, mit der Situation der Vereinigten Staaten von Amerika nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan im Dezember 1979. Die "State of the Union Address" ist die jährlich (meist) im Januar abgehaltene Versammlung des Kongresses, auf welcher der amerikanische Präsident seine Sichtweise zur „Lage der Nation“ darlegt.2 Jimmy Carter verfasste diese Rede vor dem Hintergrund zweier Ereignisse, die zu dieser Zeit eine enorme Wichtigkeit hatten: im Iran hatten islamische Extremisten am 4. November 1979 nach einem Sturm auf die US-Botschaft in Teheran amerikanische Diplomaten als Geiseln genommen;3 im darauf folgenden Monat waren sowjetische Truppen in Afghanistan einmarschiert und hatten damit das Ende der Entspannungspolitik eingeleitet, da sie mit dem Einmarsch gegen die vereinbarte Nichteinmischung und außenpolitische Zurückhaltung, die von beiden Seiten vereinbart worden waren, verstießen.

Vor dem Hintergrund dieses Regelbruchs durch die Sowjetunion adressierte der Präsident seine „Carter-Doktrin“ zum einen an den Kongress, vor welchem die Rede gehalten wurde, und zum anderen an die Weltöffentlichkeit, da Carters Vortrag live im amerikanischen Radio und Fernsehen übertragen wurde.4

In dieser Rede legt er seine politische Vorgehensweise, sowie die politischen Richtlinien und Ziele ab Januar 1980 dar. Er verdeutlicht, dass ein solches Verhalten, wie es die Sowjetunion bewiesen habe, nicht zu billigen sei und er mit aller Kraft gegen die Ausweitung des kommunistischen Machtbereichs und die Gefährdung der westlichen Welt durch Aktionen der Sowjetunion oder ihrer Verbündeten angehen werde. Die Intention seiner Rede liegt in dem Versuch, seine Nation sowie andere Staaten der Welt zur Unterstützung seiner neuen Politik der Stärke zu animieren.

Die Quelle wurde dem Werk Ernst-Otto Czempiels und Carl-Christoph Schweitzers „Weltpolitik der USAnach 1945“ entnommen und befindet sich auf den Seiten 377-381.

Die Rede des US-Präsidenten ist vollständig erhalten und liegt hier in der deutschen Übersetzung vor.

Der hier verwendete Ausschnitt der Rede, in der sich US-Präsident Jimmy Carter zu dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan äußert, beginnt mit einem Abschnitt (Z. 1- 44)5, in welchem er sich mit der gegenwärtigen Situation auseinandersetzt. Er stellt hier dar, vor welchen Herausforderungen die USA zujener Zeit stünden und grenzt das von ihm regierte Land klar von anderen Ländern ab, die im Frieden nicht das oberste aller Gebote sähen. Dabei macht er deutlich, dass er den Supermacht-Status, den die Vereinigten Staaten inne habe, zu behalten gedenke, diese Macht jedoch niemals zur Bedrohung anderer Länder nutzen werde.

Carter geht zu Beginn besonders auf die beiden aktuellen Ereignisse im Iran und Afghanistan ein. Das Geschehen im Iran bewertet er als einen „Akt des internationalen Terrorismus“ (Z. 7), womit er die Geiselnahme amerikanischer Diplomaten in Teheran anspricht; das Verhalten der Sowjetunion verurteilt er hingegen als einen „Akt der militärischen Aggression“, da diese einem „stolze[n], unabhängige^] und tiefreligiöse[n] Volk“ (Z. 5/6) den sowjetischen Willen aufoktroyiere. Hiermit geht Carter auf die Besetzung Afghanistans in den Weihnachtstagen des Jahres 1979 ein.

Diese geschah nach einer langen Zeitspanne, in welcher die Sowjetunion in die inneren Angelegenheiten des Landes eingegriffen und wiederholt versucht hatte, dort eine sowjetfreundliche Regierung einzusetzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Afghanistan eine enge Verbindung zur Sowjetunion gepflegt, da sie ein Gegengewicht zu Pakistan benötigten, das Unterstützung vom Westen erhielt und Afghanistan mit dem Nachbarland im Konflikt stand.6 Nach dem Sturz der Monarchie in Afghanistan 1973 wurde Mohammad Daud Khan (1909-1978) als Regierungsoberhaupt der neu ausgerufenen Republik eingesetzt. Dieser versuchte sich jedoch im Laufe der Zeit von der UdSSR zu lösen, was deren Interessen jedoch widersprach, da diese bereits in Afghanistan aktiv war und eine sowjetfreundliche Regierung wünschte.7 Bereits im April des Jahres 1978 hatte der „prokommunistische Umsturz [...] in Afghanistan“8 begonnen, welcher schließlich zur sowjetischen Invasion führen sollte. Nach dem Sturz Dauds durch Revolutionäre im April 1978 wurde der sowjetisch orientierte Mohammad Taraki (1917-1979) eingesetzt, womit die Kommunistische Partei an die Macht kam.9 Im Dezember 1978 kam es zum Abschluss eines Freundschaftsvertrages zwischen der UdSSR unter Führung Leonid Iljitsch Breschnews (1906-1982) und Afghanistan unter Führung Tarakis, in dessen Folge die sowjetische Militärpräsenz in Afghanistan erhöht wurde. Taraki wurde in den Unruhen des Bürgerkriegs, der seit des Sturzes Dauds in Afghanistan herrschte, durch Hafizullah Amin (1957-1979) ersetzt. Durch die ethnischen Konflikte und die Entwicklungen innerhalb der Kommunistischen Partei waren sich die Sowjets ihres Einflusses in Afghanistan nicht mehr sicher. Die bislang von der UdSSR unterstützte Regierung Amin war zu einem unsicheren Faktor geworden, da dieser den Kontakt zu Pakistan, den USA und radikalen Islamisten aufgenommen hatte und man ein Überlaufen des Regierungschefs befürchtete.10 So wurde Amin im Zuge der sowjetischen Intervention in Afghanistan in den Weihnachtstagen des Jahres 1979 schließlich gestürzt und dem kommunistischen Politiker Babrak Karmal (1929-1996) zur Macht verholfen.

Die westliche Literatur zeigt unterschiedliche Begründungen für das Eingreifen der Sowjetunion in Afghanistan: ein erster Aspekt war sicherlich die Befürchtung des Kontrollverlustes innerhalb des Landes, darüber hinaus sei auch die Furcht der Sowjets vor einem Übergreifen muslimischer Ideen auf die zentralasiatischen Sowjetrepubliken ein möglicher Faktor gewesen.11 Aus amerikanischer Sicht, wie die „Carter-Doktrin“ auch in den Zeilen 118-120 zeigt, lag besonders der strategische Aspekt im Vordergrund. Durch die Ausweitung der sowjetischen Interessensphäre auf Afghanistan wurde der Zugang zum Indischen Ozean und den Ölquellen des Nahen Ostens erleichtert (siehe Seite 9). Die UdSSR begründete ihr Vorgehen mit einem Hilfegesuch aus Afghanistan, in dem um die Unterstützung afghanischer Regierungstruppen durch die Sowjets im Kampf gegen oppositionelle Mudjaheddin gebeten wurde, sowie mit der notwendigen Abwehr äußerer Gefahren.12

Die Intervention in Afghanistan bedeutete schließlich die Überschreitung der Grenzen des legitimen Einflussbereichs der Sowjetunion. Zusammen mit den USA hatte sich die Großmacht im Jahr 1972 im Rahmen der Entspannungspolitik auf eine zurückhaltende Außenpolitik und ein Nichteingreifen verständigt.13 Die USA konnten vor dem Hintergrund der sowjetischer Aufrüstung und der Krise im Iran den Einsatz der militärischen Macht außerhalb der Grenzen der Breschnew-Doktrin14 nur als ein Überschreiten dieses Einflussbereichs werten, was die Existenz der Region des Persischen Golfs und letztlich die Existenz der gesamten westlichen Welt bedrohte. Die Auslegung der Aktion als defensive Maßnahme zum Schutz der Interessen war vor diesem Hintergrund nicht möglich.15

Die aktuellen Geschehnisse im Iran und in Afghanistan beurteilt Carter als große Herausforderungen für Amerika und den Rest der Welt, und verweist dabei auf die Notwendigkeit einer gemeinsamen Reaktion. Dieses Mittel nutzt er im Laufe seiner Rede des öfteren, um so ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen.

Desweiteren stellt Carter in diesem Abschnitt in einer Aufzählung „drei grundlegende Entwicklungen“ (Z. 15) dar, durch welche die gegenwärtige Situation ermöglicht worden sei: zunächst nennt er hier die Machtvergrößerung der Sowjetunion und deren grenzübergreifendes Agieren, womit er auf die Invasion in Afghanistan im Jahr 1979, das Verhalten sowjetischer Satellitenstaaten16 sowie den Abschluss zahlreicher Freundschaft- und Kooperationsverträge mit Ländern des Nahen Ostens, Asiens und Afrikas, eingeht.17 Ein weiterer Grund sei die Abhängigkeit des Westens von der Ölzufuhr aus dem Mittleren Osten. Diese Thematik fuhrt der Präsident auch im zweiten Abschnitt (in Z. 114/115) erneut an, wo er sich mit der strategischen Bedeutung der bedrohten Region auseinandersetzt. Als dritten Punkt betont Carter die verschiedenartigen Vorgänge in den Entwicklungsländern, wobei er als Beispiel die Revolution im Iran angibt.18

Desweiteren weist der Demokrat auf die Bedeutung jedes einzelnen Faktors, aber gleichzeitig auch auf das Zusammenspiel dieser drei Gebiete hin, wobei er das rhetorische Stilmittel der Anapher verwendet (Z. 24). Dieses nutzt er im gesamten Textverlauf des öfteren.19 Hinzukommt die vermehrte Verwendung des Wortes „Wir“, womit er erneut verdeutlicht, dass er sich eine gemeinsame, erfolgversprechende, Reaktion erhofft.

In einem nächsten Absatz erklärt Jimmy Carter, die Gemeinschaft der Amerikaner, die in diesem Moment stärker sei als jemals „zuvor in Friedenszeiten“ (Z. 30), sei besonders durch das Geschehen im Iran, welches Carter als „abscheulich[...]“ (Z. 29) beurteilt, zustande gekommen. Die Ziele dieser Gemeinschaft untergliedert der US- Präsident in Zielsetzungen die USA, die Amerikaner, ausländische Mächte und die iranischen Machthaber betreffend. Daran anschließend formuliert er eine Drohung für den Fall, dass den im Iran festgehaltenen Geiseln etwas zustoße, verbunden mit der Ankündigung, dass der Kampf um deren Freilassung bis zuletzt geführt werden würde.

III. Die Entwicklung der amerikanisch-sowjetischen Beziehung und die amerikanische Reaktion auf den sowjetischen Afghanistan-Einmarsch Im weiteren Textverlauf (Z. 45-135) beschäftigt Carter sich mit dem amerikanischen Verhältnis zur Sowjetunion. Diese Thematik beginnt er mit einer eine chronologischen Abhandlung der Geschichte dieser Beziehung, begonnen bei den 1940er bis hin zu den 1970er Jahren.

[...]


1 Hacke, Christian (2002): Zur Weltmacht verdammt. Die amerikanische Außenpolitik von J. F. Kennedy bis G. W. Bush, 2. Auflage, München 2002, S. 272. 3

2 http://www.c-span.org/guide/congress/glossary/stateun.htm.

3 Müller, Helmut (1994): Schlaglichter der Weltgeschichte, Bonn, S. 533.

4 Http ://www.presidency.ucsb.edu/ws/index.php?pid=33079.

5 Hier und im Folgenden zitiert nach Czempiel, Ernst-Otto/ Schweitzer, Carl-Christoph (1989): Weltpolitik der USA nach 1945. Einführung und Dokumente, Bonn, S. 377-381. 5

6 Woyke, Wichard (Hg.) (2008): Handwörterbuch der Internationalen Politik, Bonn, S. 425/426.

7 Fröhlich, Constanze (2005): Krisenherd Afghanistan. Eine Analyse der regionalen sicherheitspolitischen Auswirkungen, 1979-2004, Freiburg, S. 36.

8 Hacke 2002, S. 268.

9 Woyke 2008, S. 426.

10 Schetter, Conrad/ Wieland-Karimi, Almut (Hgg.) (1999): Afghanistan in Geschichte und Gegenwart. Beiträge zur Afghanistanforschung, Frankfurt am Main, S. 100.

11 Meier, Esther (2001): Eine Theorie für „Entwicklungsländer“. Sowjetische Agitation und Afghanistan 1987-1982, Hamburg, S.29.

12 Omar, Assad (1987): Die russisch-afghanischen Beziehungen von der ersten russischen Gesandtschaft 1878/79 nach Afghanistan bis zum sowjetischen Einmarsch in Afghanistan am 27.12.1979, Frankfurt am Main, S. 145.

13 Hacke 2002,S.268-270.

14 Der sowjetische Generalsekretär Breschnew formulierte 1968 eine Doktrin, nach der die sozialistischen Warschauer Pakt (1955-1991)-Staaten dazu verpflichtet waren, in einem anderen sozialistischen Land, notfalls unter Gebrauch militärischer Macht, zu intervenieren, wann immer der Sozialismus in Gefahr war (Woyke 2008, S. 64). Dies bedeutete die Unterordnung der Souveränität des einzelnen sozialistischen Landes unter die „kollektive Souveränität des sozialistischen Lagers“(Ebd., S. 424).

15 Heideking, Jürgen/ Mauch, Christof (2007): Geschichte der USA, 5. Auflage, Tübingen, S. 360.

16 Gemeint sind die kubanischen Interventionen in Angola 1975 und Äthiopien 1977/78 und der Einmarsch vietnamesischer Truppen in Kambodscha 1978. 7

17 Altrichter, Helmut (2001): Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917-1991, 2. Auflage, München, S. 169/170 in Verb. mit Bierling, Stephan (2007): Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Von 1917 bis zur Gegenwart, 3. Auflage, München, S. 171.

18 Dort hatte sich die Opposition gegen die autoritäre Macht des Schahs Mohammad Reza Pahlavi (1919-1980) mit der Zeit immer weiter vergrößert, so dass dieser schließlich aus dem Land floh. Die islamische Revolution (1978/79) wurde von dem führenden schiitischen Geistlichen des Iran, Ayatollah Chomeini (1900-1989), vorangetrieben, der die Trennung von Religion und Staat nach islamischer Lehre ablehnte. Der Schah war als Führer des ökonomisch und militärisch bedeutenden Landes seit den 1950er Jahren ein wichtiger Verbündeter der USA und zudem ein Gegenpol zum sowjetfreundlichen Irak gewesen. Carter hatte diesen nach seiner Flucht in die USA eingeladen, was die iranischen Revolutionäre als Provokation verstanden und aus diesem Grund die Geiselnahme amerikanischer Diplomaten in Teheran veranlassten (Bierling 2007, S.169/170 in Verb. mit Heideking 2007, S. 359 in Verb. mit http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=1810&RID=1).

19 Z. 25,26/27, 30/31, 54/58/61, 86/88/90,97/98/99/103, 115/118, 122/124, 139/144/146/151/162/168/172 -je Unterpunkt.

Details

Seiten
18
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640802890
ISBN (Buch)
9783640803064
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v164897
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Schlagworte
einmarsch afghanistan berücksichtigung carter-doktrin

Autor

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