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Erörterung zur Auswirkung der Entwicklung des tertiären Sektors auf die Wirtschaft das soziale Miteinander und die Umwelt

Referat / Aufsatz (Schule) 2011 3 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Warum wächst der tertiäre Sektor?

2. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Wirtschaft?

3. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf das soziale Miteinander?

4. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Umwelt?

5.Was jeder einzelne tun kann

6.Was der Staat tun kann

7.Fazit

8.Quellennachweis

Schon im Jahre 1930 sagten die Wirtschaftswissenschaftler Allan G.B. Fisher und Colin G. Clark vorraus, dass der primäre (Rohstoffgewinnung) und der sekundäre Sektor (Rohstoffverarbeitung) immer weiter schrumpfen würden, während der tertiäre (Dienstleistungsektor) an Bedeutung gewänne. Genauso ist es geschehen.

1. Warum wächst der tertiäre Sektor?

Eine besondere Rolle spielen hierbei die Bereiche Maschinenbau ,IT und Forschung. Dadurch nämlich, dass immer mehr körperliche Arbeiten durch Maschinen übernommen werden sind nicht mehr so viele Arbeitskräfte nötig wie noch vor der Industrialisierung. Des weiteren ist die Mensch-heit aufgrund von Rohstoffmangel und der Umweltverschmutzung, die durch die Verarbeitung erzeut wird, immer mehr dazu gezwungen Energie und Rohstofweiterverarbeitungen sauber zu erzeugen und das Produkt Energie und Stoffe wie Plastik, Holz und Nahrungsmittel geschickter einzusetzen. Da dies gelingt (Geräte verbrauchen weniger Strom, Holz und Glas wird wiederverarbeitet, Autos verbrauchen weniger Benzin oder nur noch Strom und immer mehr Energie wird durch zum Beispiel die Sonne und den Wind (regenerative Energie) erzeugt) werden Rohstoffe leichter herstell- und förderbar, während sie immer weniger benötigt werden.

2. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Wirtschaft?

Die Wirtschaft richtet sich strukturell neu aus. Diese Entwicklung ist zum Beispiel besonders im Ruhrgebiet zu sehen. Damals noch reich durch Eisen- und Kohlegewinnung entwickelt es sich nun immer mehr zum tertiären Sektor hin. Durch Billigstahl aus anderen Ländern wurde weniger Stahl aus dem Ruhrgebiet gekauft. Das führte dazu, dass auch weniger Kohle gekauft wurde, da diese überwiegend von den Stahlerzeugern benötigt wurde. Dazu kam noch, dass die wenigen Stahler-zeuger auf dem Markt auch noch weniger Kohle brauchten, da überwiegend mit regenerativen Energien gearbeitet wurde. Heute verdienen die Unternehmen im Ruhrgebiet ihr Geld mit Tourismus, Handel, Unterhaltung und weiteren Einrichtungen des tertiären Sektors. Beispielsweise werden viele geschlossene Zechen für Museen oder Hotels benutzt. Allerdings gibt es auch Nachteile. Denn die Leute der Industrieländer möchten die Sachen noch billiger und einfacher haben als sie es sowieso schon sind. Um das zu erreichen werden viele Produkte unter menschen-unwürdigen Vorraussetzungen in Schwellen- und Industrieländern produziert und für wesentlich mehr Geld, aber immer noch billig in Industriestaaten angeboten.

3. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf das soziale Miteinander?

Noch dazu werden die Leute immer träger und arbeiten weniger. Sie verschwenden wichtige Rohstoffe, wie zum Beispiel Wasser, Essen und Energie. Noch hält sich alles in Grenzen, aber die Präsidenten verschiedener Industriestaaten haben ein Interesse daran weiter an billige Rohstoffe zu kommen. Das führt dazu, dass Geschehnisse, die dieses gefährden brutal verhindert werden. Ein gutes Beispiel hierfür sind der Irakkrieg ( Die amerikanische Regierung ging gegen die Unruhen und Aufstände vor) und die gewaltsamen Aufstände in Tunesien und Ägypten. Denn ein Land mit einer armen Bevölkerung stellt zwar beste Vorraussetzungen für eine billige Produktion dar, ist aber auch ein guter Nährboden für Unruhen und Terrorismus. Denn die Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und sprengen sich lieber in die Luft um die Politik der Industrieländer zu vertreiben, als sich und die Generationen nach ihnen zum Arbeiten für eine andere Zivilisation zu verdammen. Doch wir schauen nur weg und genießen unser Leben. Nach dem Motto, wenn bei Opel zwanzigtausend Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen müssen sich der Klimawandel und die Menschen die jeden Tag verhungern oder im Krieg sterben hinten anstellen.

4. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Umwelt?

Auf den ersten Blick ist diese Entwicklung gut für die Umwelt. Autos stoßen weniger CO2 aus, es wird weniger Energie verbraucht, dessen Herstellung giftige Stoffe produziert, aber auch hier lohnt es sich genauer hin zu schauen. Denn Überfluss macht auch verschwenderisch. Die Stoffe, die der Umwelt nicht schaden sind teuer, weil sie auch direkt aus der Natur stammen. Darum wird mit ihnen sorgsam umgegangen. Anders ist es allerdings mit Plastik und anderen Kunststoffen. Diese werden weggeworfen und müssen verbrannt oder auf einer Mülldeponie vergraben werden. Doch diese Weiterverwertung ist teuer und darum ist es einfacher diese Stoffe selbst in der Natur loszu-werden. Das schadet der Umwelt erheblich. Tiere sterben, weil sie sich verschlucken oder verfan-gen, Fische sterben, weil die Flüsse in denen sie leben mit Abwässern vergiftet werden und Wälder brennen ab, weil das Moos unter einer Glasscherbe anfängt zu brennen. Vorausgesetzt die Sonne scheint und das Moos ist trocken genug. Keine allzu seltene Mischung. Trotzdem interessiert uns die Umwelt erst, wenn wir davon unmittelbar betroffen sind. „Polen zählt zu den ökologisch am stärksten belasteten Ländern Europas. Die Schwerpunkte der Umweltbelastungen liegen in den [Küstengebieten und Agglomerationen]. [...] Am stärksten belastet sind Wasser und Luft. Oder was ist aus dem früher zum Bade einladenden Sopoter Strand geworden, nachdem über die Weichsel zunehmend größere Abwassermengen ungeklärt an dieser Stelle in die Ostsee eingeleitet wurden und der nahegelegene Ölhafen ein Übriges bewirkte?“[1] Wir machen uns die Umwelt selbst kaputt, obwohl wir alle in einer schönen sauberen Welt leben wollen.

5.Was jeder einzelne tun kann

Jeder kann bei sich anfangen etwas zu ändern. Natürlich ist es nicht so, dass man etwas tut und die ganze Welt sofort etwas besser wird, aber man sollte die billigen Produkte, die aus der Fertigung unter Hungerlöhnen kommen nicht als das Produkt ansehen was der Menschheit hilft ein besseres Leben zu führen. Denn das ist nur eine Seite der Medaille. Es gibt viele Hilfsorganisationen, die Produkte anbieten für Leute, die denen die diese erwirtschaftet haben, einen vernünftigen Preis zahlen wollen. Es gibt Patenschaften für Kinder, die keine Chance hätten zur Schule zu gehen und es gibt Organisationen zur Erhaltung des Regenwaldes, denn zwei Sachen auf der Welt werden ganz häufig genutzt und sind schwer zu produzieren: Wasser und Luft.

6.Was der Staat tun kann.

Der Staat könnte zum Beispiel die Steuern aus dem Handel von Benzin verwenden um die Ent-wicklung von Elektroautos zu bezahlen. Oder man könnte die Abfallsteuer senken. Denn warum sollte man die eh schon dreckige Welt schonen, wenn man den Müll auch schnell in den Wald schütten kann um die Steuern, die eine größere Mülltonne mit sich bringt zu sparen und davon essen zu gehen? Die EU könnte ihre Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Polen ermahnen. Polen zählt zu den ökologisch am stärksten belasteten Ländern Europas.[1] Die UN könnte Mitgliedstaaten, die finanzielle Hilfe wollen zwingen einen Mindestlohn einzuführen.

7.Fazit

Den Menschen muss klar werden, dass jeder etwas dazu beitragen kann, dass es auf der Welt ruhiger und gerechter wird. Die Menschen müssen lernen, dass alles seinen Preis hat und man nicht nach dem Motto leben darf: „Jedes Ding ist Wert was der Käufer dafür zahlen will.“(deutsches Sprichwort). Es gibt auf der Welt genug Menschen, die alle einen Teil zum Wohl der Menschheit beitragen können. Dafür sind nicht die zuständig, die zufällig in einem armen Land geboren sind. Abfälle kann man weiter verarbeiten, damit sie nicht in der Natur herumliegen und jeder kann mit anderen Menschen so umgehen, wie er auch möchte, dass mit ihm umgegangen wird. Doch heutzutage ist sich jeder selbst der Nächste und darum sind wir in so einer misslichen Lage. Nicht, dass die Ausprägung des tertiären Sektors etwas schlimmes ist, aber man sollte sich darauf nicht ausruhen, nur, weil es einem zur Zeit gut geht. Alleine eine Suche bei Google produziert 5-10 Gramm CO2. Auch anderweitige Nutzung des Internets trägt natürlich zu CO2-Emissionen bei. Allein das Aufrufen einer einfachen Webseite erzeugt nach dem Harvard-Physiker 0,02g pro Sekunde, bei einer Webseite mit Videos oder Animationen steigt der CO2-Verbrauch um das Zehnfache und mehr. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass die IKT-Branche insgesamt für 2 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, etwa so viel wie die Luftfahrtbranche.[2] Außerdem könnte man wesentlich mehr Leute vernünftig und in wichtigen Dingen beraten, wenn man sich nicht nur mit den Problemen „des kleinen Mannes“ beschäftigen würde. Außerdem könnte es irgendwann dazu kommen, dass es zu viele Dienstleistungen gibt. Die Folge, viele Unternehmen die Pleite gehen, viele Arbeitslose und der mangelnde Wettbewerb, könnten die Wirtschaft wieder bedrohen. Denn es gibt auf der Welt genug für alle, aber nicht genug Leute, die bereit sind nur das zu verbrauchen, dass sie auch benötigen.

[...]

Details

Seiten
3
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640816323
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v165691
Schlagworte
soziale Ungerechtigkeit Umweltverschmutzung Rückgang des sekundären Sektors Rückgang im primären Sektor Industrialisierung Kritik

Autor

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Titel: Erörterung zur Auswirkung der Entwicklung des tertiären Sektors auf  die Wirtschaft das soziale Miteinander und  die Umwelt