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Peter Handke - Skandale, oder eine skandalöse Inszenierung?

Hausarbeit 2009 27 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Die ersten Skandale
2.1 Der Auftritt bei der Tagung der Gruppe
2.2 Die Publikumsbeschimpfung
2.3 Der Bewohner des Elfenbeinturms
2.4 Peter Handkes frühe Inszenierung

3.Die Serbien-Kontroverse – Europa im Krieg
3.1 Peter Handkes Jugoslawien-Werke
3.2 Kritische Reaktionen
3.3 Handkes Inszenierung im Zuge der Serbien-Kontroverse

4.Peter Handke und Slobodan Milošević
4.1 Die Situation um Peter Handke und den ehemaligen serbischen Präsidenten
4.2 Die Tablas von Daimiel
4.3 Die Kritik an Peter Handkes Parteinahme an Slobodan Milošević
4.4 Die Grabrede
4.5 Peter Handkes Inszenierung um Slobodan Milošević

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Schon in seinen Anfängen zeichnete sich die literarische Karriere Peter Handkes durch Skandale aus. Angefangen bei seinem Auftritt in Princeton bei der Gruppe 47 bis schließlich zu seiner Grabrede für Slobodan Milošević.

Es fällt auf, dass der Schriftsteller in seinen früheren Werken darum bemüht war, in den Menschen verankerten Überzeugungen entgegen zu treten. Seine Leser und die Zuschauer waren zuerst empört über diese neue Art der Literatur und des Theaters, gewöhnten sich jedoch mit der Zeit an Peter Handkes unkonventionelle Darstellungsform. Der Schriftsteller konnte dadurch keine neuen Skandale auslösen, womit er eine wichtige Intention seiner literarischen Darbietungsweise verlor.

Erst als Handke in seinem Reisebericht Eine winterliche Reise eine politische Stellung bezog, sorgte der Schriftsteller wieder für größere Aufregung unter seinen Kritikern. Sein Publikum hatte nicht damit gerechnet, dass Peter Handke nach seinen auf die poetische Dimension ausgerichteten Texten unversehens politisch und historisch argumentierte. In einem Interview im März 1996 eröffnete er:

„Mein Schreiber-Leben hat einen Sprung bekommen. Einen Sprung wie bei einem Gefäß oder einen Sprung wie hic Rhodus, hic salta! - da bin ich mir selbst noch nicht sicher. Etwas wird dazukommen müssen, was ich immer abgelehnt habe: Historie. Geschichte. Oder es wird überhaupt nichts mehr sein.“[1]

Seine Werke zu Serbien wurden nicht als wirkungsvollen Affront gegen gesellschaftliche Konventionen gesehen, sondern als Entwurf eines utopischen Wunschlandes oder sie wurden sogar demagogisch aufgefasst. Immer wieder warfen seine Kritiker dem Schriftsteller Realitätsferne, falschen Pathos und narzisstische Selbstinszenierung vor.[2] Handke selbst wies darauf auf den Grund hin, warum er Serbien bereiste, um sich ein eigenes Bild zu machen vom Land des Volkes, das in der Weltöffentlichkeit die Schuld trug an den jugoslawischen Kämpfen. „Es war vor allem der Kriege wegen“, so schrieb er, „dass ich nach Serbien wollte, in das Land der allgemein so genannten ‚Aggressoren‘.“[3] Zudem interessierte ihn das ihm unbekannte Land, das in den Medien eine so starke Präsenz innehatte.[4]

Bis zu den Texten und Essays von Handke waren die Politiker und Medien lediglich auf Europa und die NATO fokussiert und verweigerten sich daher einer anderen Betrachtungsweise der Kriege gegen Serbien, wie Handke sie vertritt. Doch allein ihre negativen Reaktionen auf Handkes Stellungnahme war wieder ein Beweis für den skandalösen Effekt, den Handkes Werke in der Öffentlichkeit hervorriefen.[5] Daraus entstand ein intensiver Diskurs um Peter Handke, der noch einmal neu entfacht wurde, als der Schriftsteller seinen Standpunkt zum Prozess gegen Slobodan Milošević äußerte.

Die folgende Arbeit setzt sich mit der Inszenierung Handkes in den verschiedenen Abschnitten seines Lebens auseinander. Außerdem soll die Fremdinszenierung durch seinen Verlag, die Medien und die Kritiker beleuchtet werden.

2. Die ersten Skandale

2.1 Der Auftritt bei der Tagung der Gruppe 47

Peter Handke wurde durch seinen Auftritt bei einer Tagung der Gruppe 47 bekannt, die vom 21. bis zum 24. April 1966 stattfand. Er hatte im Frühjahr desselben Jahres gerade sein erstes Buch Die Hornissen im Suhrkamp Verlag herausgebracht und wurde nun auf Vermittlung von Siegfried Unseld zur Tagung des Literatenkreises in die US-amerikanische Universitätsstadt Princeton eingeladen. Wahrscheinlich sah der junge Autor in dem Treffen eine Chance, sich in der literarischen Welt bekannt und auf sich aufmerksam zu machen.[6] Völlig unüblich für die ritualisierte Tagung ergriff Peter Handke das Wort gegen Ende der Veranstaltung und vollführte einen Pauschalangriff gegen die Gegenwartsliteratur und deren Kritik, der mehrmals von Zwischenrufen, Gemurmel und Gelächter unterbrochen wurde.[7] Er unterstellte den vorlesenden Autoren eine „Beschreibungsimpotenz“ und den Kritikern ein ebenso „läppisches“ Ausdruckformen wie die von ihnen gelobten Autoren.[8]

„Ich bemerke, daß in der gegenwärtigen deutschen Prosa eine Art Beschreibungsimpotenz vorherrscht. Man sucht sein Heil in einer bloßen Beschreibung, was von Natur aus schon das Billigste ist, womit man überhaupt nur Literatur machen kann.“[9]

Mit diesem Auftritt rückte Handke plötzlich in den Mittelpunkt des literarischen Interesses und Geredes.[10] Alle Kritiken seines Romans Die Hornissen mit Ausnahme einer einzigen Rezension, die vor der Tagung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen war, beschäftigten sich nun mit seinem skandalösen Auftritt in Princeton. Dieser wurde als im Vorhinein geplante PR-Aktion des jungen Autors gesehen und auch heute herrscht diese Meinung noch vor. Die Tonbandaufzeichnungen zeigen jedoch ein anderes Bild: aus Handkes Sprechweise wird deutlich, dass es eher eine spontan-erregte, zornige Schmährede war, bei der sich der junge Autor öfter versprach und fast den Faden verlor als er die Reaktionen auf seine Rede wahrnahm.[11]

2.2 Die Publikumsbeschimpfung

Nach dieser publicityträchtigen Aktion fand am 8. Juni 1966 im Frankfurter Theater am Turm die Uraufführung der Publikumsbeschimpfung, einem Theaterstück Peter Handkes, statt und erfuhr gleich einen beeindruckenden Erfolg. Statt des erwarteten Skandals bekam das Publikum eine beschwingte Aufführung zu sehen.[12] Darin standen vier Schauspieler mit dem Rücken zum Publikum und warfen den Zuschauern eine Stunde lang auf sehr kunstvolle Weise in allen musikalischen Gangarten Schimpfwörter an den Kopf.[13] Nach diesem Erfolg versah Peter Handke auch seine Lesungen mit solchen Elementen. In Hannover inszenierte der junge Autor eine Publikumsverhöhnung. Untermalt von Beatmusik, Gospelsongs und verjazzten Spirituals, aber auch klassischer Klaviermusik konnte das Publikum auf einer großen Leinwand bedruckte Papierfetzen, Formulare, Filmprogramme und beschriftete Zettel sehen. In München dagegen trat der Literat eher als schmächtiger und schüchterner Mann auf, was von der gut gebürsteten Beatlefrisur und der schwarzen Brille unterstrichen wurde. An diesem Abend beteuerte Peter Handke seinem Publikum, wie wenig er davon halte, dass ihm das Klischee angehängt worden sei, ein ständig provozierender und sich dadurch profilierender Literat zu sein.[14] Dieses Image kann jedoch auch als notwendig erachtet werden, wenn der Literaturwissenschaftler Norbert Christian Wolf recht hat. In seinem Werk Wie viele Leben hat ein Autor meint er, dass neue Autoren im Literaturbetrieb mehr zur Abgrenzung von älteren Literaten tendieren. Dies begründet sich darin, dass die jungen Schriftsteller kaum über feldspezifisches symbolisches Kapital verfügen und sich daher eher durch Differenz als durch Konformität in der Öffentlichkeit profilieren können. Dieser Hang zum Widerspruch gegen bereits etablierte Autoren lässt sich besonders gut in den Werken des jungen Goethe erkennen und später auch bei den frühen Auftritten Handkes.[15]

Peter Handkes plötzliche Berühmtheit rief zahlreiche Kritiker auf den Plan, die dem jungen Autor seinen Erfolg neideten. So verfasste sogar der Lyriker und Kritiker Peter Hamm, der später einmal Handkes verständnisvollster Begleiter durch seinen literarischen Werdegang werden sollte, einen Artikel gegen ihn. Er warf ihm vor, dass nicht Peter Handke als Autor modern sei, sondern vielmehr sein Image. Dieses gründete sich vor allem darin als Außenseiter aufzutreten ohne dabei einer zu sein, denn sonst würde Handke kaum Gehör finden. Auch dabei half ihm sein Äußeres, sein Kleidungsstil und sein Bemühen stets auf dem neuesten Stand zu sein. Und diese Eigenschaften ließen sich nur erklären aus Peter Handkes völligen Gleichmut allem Gesellschaftlichen – mit Ausnahme der Sprache – gegenüber.[16]

2.3 Der Bewohner des Elfenbeinturms

Schon 1967 gingen die Provokationen von Peter Handke weiter. Vom 4. bis 8. April 1960 fand in Berlin der sechste Studententag unter dem Motto Abschied vom Elfenbeinturm statt. Nun ergriff Handke diesen Titel für eine Aufsatzsammlung und kehrte ihn in sein Gegenteil um: Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms. Gewiss war auch dieser Provokationseffekt seines Selbstbekenntnisses kalkuliert. Der junge Autor trat für eine verschmähte und vermeintlich überholte Position ein, um den laufenden Diskurs fortzuführen.[17] In seinen Aufsätzen finden sich richtunggebende Aussagen zu den Themen Literatur und Lesen, die noch bis heute für seine Werke gelten. Peter Handke meinte dazu:

„Ich erwarte von einem literarischen Werk eine Neuigkeit für mich, etwas, das mich, wenn auch geringfügig, ändert, etwas, das mir eine noch nicht gedachte, noch nicht bewußte Möglichkeit der Wirklichkeit bewußt macht, eine neue Möglichkeit zu sehen, zu sprechen, zu denken, zu existieren. […] Eine Möglichkeit besteht für mich jeweils nur einmal. Die Nachahmung dieser Möglichkeit ist dann schon unmöglich.“[18]

Der Schriftsteller entwickelte sich zum populären und erfolgreichen Favoriten des deutschen Literaturbetriebs. Seine Stücke wurden an vielen Bühnen zeitgleich gespielt. Auch sein 1970 erschienener Roman Die Angst des Tormanns beim Elfmeter stand monatelang auf den Bestsellerlisten.[19] Dass er gern gegen die Konventionen seiner Zeit Einspruch einlegte und seinen Aggressionen dagegen verbal Ausdruck verlieh, hat der Autor später häufig zugegeben.[20] Für seine Selbstbehauptung fand Peter Handke den idealen Nährboden, denn mit der Legitimationskrise der spätbürgerlichen Gesellschaft konnte er nur umso leichter Konventionen brechen und eine neue Kunst- und Lebensform behaupten.[21]

2.4 Peter Handkes frühe Inszenierung

Peter Handke hatte sich in seinen ersten Jahren als Schriftsteller durch unkonventionelles Benehmen und den dadurch hervorgerufenen Skandalen in der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Obwohl Peter Handke im Vergleich zu den anwesenden Literaten bei der Tagung der Gruppe 47 noch unerfahren war und erst ein Buch publiziert hatte, ergriff er das Wort und kritisierte die nach seinem Verständnis qualitativ nachlassende literarische Ausdrucksform. Vor dem Hintergrund, dass Handke in Princeton provozieren wollte, bildet sein Auftritt eine gute Grundlage, um Aufsehen zu erregen und sich einen Namen zu machen. Dies war von Anfang an das Ziel des jungen Schriftstellers, dessen Roman noch kaum jemand gelesen hatte. Indem er eine Schmährede vor den bereits namhaften Autoren hielt, war es ihm möglich, sich selbst als energischen und durchsetzungsfähigen jungen Mann zu präsentieren. Nun rückte nicht nur Handkes vielversprechendes Werk Die Hornissen in den Mittelpunkt der Medien, sondern auch der Autor selbst. Wurde Handke in den Medien zwar überwiegend mit seinem „blauen Schirmmützchen“[22] und damit als mädchenhaft und unschuldig dargestellt, offenbarte sein Aufritt in Princeton doch das genaue Gegenteil – etwas mit dem niemand gerechnet hatte.

Auch die Publikumsbeschimpfung stellte eine völlig neue Form der Theaterinszenierung dar. Allerdings erfuhr sie bei weitem nicht so viel Kritik wie Handkes Auftritt bei der Gruppe 47. Im Gegenteil, die Kritiker beschrieben die Aufführung als „heitere Veranstaltung (die heiterste seit langem)“[23].

Weniger Anklang, vor allem bei den Studenten des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds, fand seine Aufsatzsammlung Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms. Auch hier versuchte Handke wieder einer allgemeingültigen Meinung entgegen zu treten. Der Schriftsteller selbst erklärte, er erwarte von Literatur, dass sie immer etwas Neues biete und setzte diese Meinung in seinen Werken kompromisslos durch. Indem er seinen Leser bis dahin unbekannte Seiten offenbart, war es ihm möglich, den laufenden Diskurs um seine anstößigen Überzeugungen fortzuführen.

1. Die Serbien-Kontroverse – Europa im Krieg

Das ehemalige Jugoslawien mitsamt seinen Kriegen und seinem daraus hervorgehenden Fortgang liefert für Peter Handke seit Anfang der neunziger Jahre reichlich Stoff und Material zur Kommentierung und literarischen Bearbeitung in Texten und Essays. Der im Jahre 1991 publizierte Text Abschied des Träumers vom Neunten Land stellt hierbei den Auftakt dar. In diesem Nachruf auf Slowenien schildert Handke, wie das Land aus seiner Sicht mit der Staatsgründung und Loslösung von Jugoslawien geschädigt wird. Auch in dem etwas früheren, im Jahre 1986 veröffentlichtem Roman Die Wiederholung beschreibt Peter Handke seine Vorstellung von Slowenien als Heimat und utopisches Land.[24] Auch wenn sein Reisebericht von 1996 Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa, und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien, der in zwei Reisebeschreibung unterteilt ist, vor allem als „Augenzeugenschaft“ angelegt ist, erzeugten die medienkritischen Angriffe gegen die Berichterstattung über Serbien im Prolog und Epilog die passende und vorhersehbare Empörung.[25] Auch sein Reisebericht mit dem Titel Unter Tränen fragend, der 1999, also während der NATO-Luftangriffe, erschienen ist, rief einen bis heute breit geführten gesellschaftlichen Diskurs nach sich, sahen Kritiker in ihm doch einen Vergleich zwischen der Judenvernichtung und dem NATO-Krieg gegen Serbien durch Handke.[26] Handkes Texte und Essays über die postjugoslawischen Kriege riefen damit eine öffentliche und zum Teil auch kontroverse Debatte um den Autor hervor.[27] Im Folgenden soll das Skandalon dieser Texte, welches wohl vor allem durch Handkes Mischung aus Referenz auf brisante politische Ereignisse und scheinbar unpolitischer Ästhetisierung ausgelöst wurde, näher erläutert werden.[28]

3.1 Peter Handkes Jugoslawien-Werke

Abgesehen vom Theaterstück Die Fahrt im Einbaum veröffentlichte Peter Handke alle seine Texte zu Jugoslawien zunächst in Zeitungen kurze Zeit nach den entsprechenden politischen Ereignissen. Handkes Bericht Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa, und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien über eine Reise nach Serbien im Jahre 1995 erschien zunächst im Januar 1996 in der Süddeutschen Zeitung. Während der NATO-Luftangriffe 1999 folgten der zweite Reisebericht Unter Tränen fragend und das Theaterstück Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg. Da jedoch die Aussagen eines Theaterstücks nicht ohne weiteres als Meinungsäußerung des Autors gedeutet werden konnten, blieb die Resonanz auf dieses Stück weitgehend gering. Zudem wirkten die zwei Reiseberichte Handkes nicht nur wie literarische Texte, sondern wiesen durch ihre genaue Datierung auch die Besonderheit eines Augenzeugenberichts und damit einer politischen Stellungnahme auf.[29] Ihre Grundlage bildete zunächst die Kritik an der Repräsentation der Kriege in den westeuropäischen Medien. Diese Medienkritik war auch die Hauptintention der Gerechtigkeit für Serbien. Handke warf den Medien vor, Gewaltbilder und Stereotypen zu reproduzieren.[30] Die Methoden der Kriegsberichterstattung seien unehrlich und manipulierend, da sie sich lediglich auf die Opfer der nichtserbischen Seite konzentrierten und dadurch moralische Betroffenheit erzeugten. Auch die Arbeit der Medien mit emotionalisierenden Bildern mache es unmöglich, ein objektives Bild über den Krieg zu erhalten. Journalistische Grundsätze wie Distanz, Sachlichkeit oder Sorgfalt würden völlig außer Acht gelassen.[31] Zusätzlich demonstrierte der Krieg in Jugoslawien, dass Medien auch ein Teil des Kriegsgeschehens sind und damit von den Kriegspartien strategisch genutzt werden können. Da die westlichen Medien bei ihrer Kriegsberichterstattung nicht auf „eigene Recherchen und Dokumente“[32] zurückgreifen konnten, mussten sie sich auf die Informationen der NATO verlassen. Diese übermittelte dabei vor allem Bilder aus der Luftperspektive an die Presse – während Bilder von serbischer Seite den Krieg aus der Perspektive vom Boden zeigten – und entwarf damit das Bild eines technisch präzisen Kriegseinsatzes.[33] Auch die die Pressebilder aus den Kriegslagern wurden strategisch genutzt, indem sie diese so inszenierten, dass sie ikonografisch an Aufnahmen aus den Konzentrationslagern anknüpften. Handke ging sogar soweit, dass er aufgrund des Schweigens des Papstes und der Ermunterung führender klerikaler Kreise für das NATO-Eingreifen aus der katholischen Kirche austrat.[34]

In seinen Reiseberichten wird jedoch deutlich, dass Handke die serbischen Medien deutlich von den manipulativen westlichen Massenmedien unterschied und sie gleichzeitig von der Modernekritik ausnahm. Handke setzte der westlichen Medienmanipulation das Erzählen entgegen und deutete die Propaganda des serbischen Fernsehens während des Krieges als authentischen Ausdruck einer positiv bewerteten, ursprünglichen Volkstümlichkeit in Abgrenzung zur westlichen Propaganda, die sich seiner Meinung nach durch eine Überfülle von Bildern und scheinbaren Informationen charakterisiert.[35]

„Dann im TV das, was im westlichen Sprachgebrauch allenthalben ‚Propaganda‘ heißt: Soldaten abwechselnd mit Volkstänzen; Flüsse, Berge, Ebenen, Schlote, Kähne, und dazu das immergleiche, nahezu sanft jugoslawisch-patriotische Lied […]. Vorstellung: dieses Land sieht sich von einer unbezwingbaren Übermacht bedroht, umzingelt, eingekesselt – und was tut es? Es zieht sein ältestes und feiertägliches Gewand an, und warum nicht seine schönste Volkstracht […]. Es zeigt und erzählt, so bedroht, die friedlichsten und unschuldigsten der Bilder von sich selbst […].“[36]

Handkes Konzeption zufolge steht dieser stereotypen und Authentizität evozierenden Medienberichterstattung die Stärke literarischer Texte in der Reflexion aus Sprach- und Darstellungsformen gegenüber, ebenso wie in der Wahrnehmung von Details im Unterschied zu der Konzentration auf politische Großereignisse. Zwar lassen sich Handkes literarische Kommentare zu Jugoslawien im Wesentlichen wie ein fortlaufender Text lesen, doch hinsichtlich der beiden Reiseberichte lässt sich aufgrund der deutlich polemischen und polarisierenden Parteinahme für Serbien während der NATO-Kriege eine Akzentverschiebung ausmachen. Abgesehen vom sprach- und medienkritischen Aspekt – wobei sich die medienkritischen Passagen vielfach durch einen aggressiven und polemischen Gestus auszeichnen – setzt Handke verbunden mit einer kulturkritischen Perspektive eine verklärende und archaisierende Sicht des „serbischen“ Volkes im Bild Serbiens als Aggressor entgegen.[37] Damit korrigierte Handke die kritisierten Mythisierungen des Balkans in den westlichen Medien und begegnet ihnen zugleich mit einer eigenen Mythisierung. Für den Ich-Erzähler spielen dabei persönliche Begegnung, sowie die „poetisierte und utopische Darstellungen des Landes“[38] eine wichtige Rolle. Handke rechtfertigt dieses Vorgehen jedoch, indem er von einer „legitimen Verteidigungsstrategie eines angegriffen Landes“[39] spricht und zugleich mit einem positiv besetzten Begriff von „Propaganda“ verknüpft.

Dennoch geht die Provokation in Eine winterliche Reise hauptsächlich vom Vor- und Nachspann aus und Handke nimmt bereits Stellung zu etwaigen darauf folgenden Kritiken ein. Auf die sich selbstgestellte Frage, ob es nicht „obszön“ sei und zur Verleugnung von Verbrechen beitrage, sich auf alltägliche Beobachtungen in Serbien zu konzentrieren antwortet Handke, dass die einzige Möglichkeit zur Versöhnung das „poetische“ sei und wies darüber hinaus auf die Bedeutung des Festhaltens von „Nebensachen“[40] hin. Weiterhin nahm der Autor mit „Was, willst du etwa die serbischen Untaten, in Bosnien, in der Kraijina, in Slowenien, entwirklichen helfen durch eine von der ersten Realität absehenden Medienkritik?“[41] den Vorwurf vorweg, mit seiner Medienkritik der Frage nach politischer Verantwortung auszuweichen. Handke konfrontiert seine kritisierte Medienberichterstattung dann mit einem Gegenentwurf, der sich auf die Beschreibung von Landschaften und emphatischen Darstellungen persönlicher Begegnungen fokussiert und dadurch in seiner Form legenden- und märchenhaft wirkt.

Auch Handkes zweiter Reisebericht Unter Tränen fragend zeichnet sich durch diese Merkmale aus, jedoch steht hier für den Erzähler nicht nur der Anspruch für die verstummten serbischen Opfer des NATO-Krieges sprechen zu wollen im Mittelpunkt, sondern er reklamiert für sich eine unverfälschte Wahrnehmung und profiliert eine ästhetische Position der Unmittelbarkeit der Dinge. Was der Erzähler auf seiner Reise gesehen hat, stilisiert er als Wirklichkeit, was im Gegenzug für die Perspektive der westlichen Medien nicht gelte. Gleichzeitig wird dem Erzähler durch die Beschränkung auf poetische Details und persönliche Wahrnehmung ermöglicht, seine Themen zu selektieren und dadurch Kriegshandlungen und Kriegsverbrechen auszublenden. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Poetisierung und referentiellem Bezug auf das Ereignis des Krieges sowie das stilistische Nebeneinander eines Reiseberichts im Duktus und poetisierender Verklärung mit politischer Polemik auf der anderen Seite resultiert eine Disparatheit der Reiseberichte Handkes.[42]

Gleichzeitig versucht Peter Handke jedoch auch, die Gerechtigkeit für Serbien nicht nur durch die Entwicklung einer pro-serbischen Position im Jugoslawien-Krieg zu befördern. Indem der Erzähler die Bevölkerung Belgrads als eine Gemeinschaft autonomer, gesitteter Individuen präsentiert, die sich durch Eigenschaften wie Schweigsamkeit, Aufmerksamkeit und Höflichkeit auszeichnen, stilisiert Handke Serbien poetisch vielmehr als ein friedliches Volk. Diese ästhetische Bewertung der Serben zieht sich leitmotivisch durch den Text, selbst die Bewegung der Menschen beschreibt der Erzähler als persönlichen Rhythmus, als Spiel oder Tanzbewegung „ohne jeden Gleichschritt“.[43] 22 Handke verteidigt seine Form der ästhetischen Stilisierung nach dem Erscheinen von Gerechtigkeit für Serbien in einem Interview mit dem Stern mit den Worten: „Es war ein Moment der Weltgeschichte, und ich habe diesen Moment für immer schön gemacht“.[44]

Die zwei Reiseberichte zeichnen sich des Weiteren dadurch aus, dass für Handke die Gegenwart eine Erweiterung der Geschichte ist. Um über den Krieg in Jugoslawien zu urteilen, spielt damit der Zweite Weltkrieg eine wichtige Rolle. Das historische Gegenstück stellt dabei die Opferrolle Serbiens dar. Peter Handke vergleicht Serbien als Erbe Jugoslawiens mit dem Auflehnen gegen den Faschismus. Erkennbar wird dieser Vergleich besonders im Reisebericht Unter Tränen fragend, in dem der Autor die NATO als Nachfolger der Faschisten darstellt. Die Wortwahl „Blitzkrieg“ für den eigentlichen Angriff Deutschlands gegen Polen im Jahre 1939 sowie der Bezug auf den Ausdruck des „totalen Krieges“ der Nationalsozialisten durch seine Formulierung „Totalkrieg der NATO“ verdeutlichen dies. Darüber hinaus zählt Handke Orte auf, die nicht nur im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen attackiert wurden, sondern auch 1999 ein Ziel der NATO waren. Ihre Angriffe deklariert Handke mit dem Ausdruck „Weltkrieg“.[45]

Diese Vergleiche schockierten zwar die Kritiker, die Äußerung Handkes „Das Volk aber, das in diesem Jahrhundert (nach den Juden) am meisten gelitten hat [...], das sind für mich die Serben“ wurde jedoch noch heftiger diskutiert. Die geschichtlich einzigartige Härte, die der NATO-Krieg gegen Jugoslawien für Handke darstellte, war für ihn allenfalls mit der Shoah vergleichbar. Auch die Tatsache, dass Handke seine Worte immer wieder revidierte und erklärte, sie seien ein „Ausrutscher“ gewesen, konnte nicht verhindern, dass sie 2006 während des Skandals um den Heinrich Heine-Preis wieder an Aktualität gewannen. Außerdem machte Handke seine eigene Interpretation des Krieges mit weiteren Interviews deutlich und begegnete Kritikern zum Teil in aggressiver Weise.[46] Darüber hinaus werden die von Handke vertretenen Analogien zwischen der Judenvernichtung und dem NATO-Krieg gegen Serbien auch in seinem Reisebericht Unter Tränen fragend erkennbar. Für den Autor ist der Krieg gegen die Serben der eminenteste weltgeschichtliche Schicksalsschlag, der eine ähnliche oder größere Dimension als das der Judenvernichtung zur Folge hat.[47]

„[…] sind, die dieser nun schon beinah Monate dauernde Blitzkrieg dem Land, und dem Balkan, und der Welt überhaupt, und der Menschen-Geschichte als einem Traum vom endlich gewaltlosen Fortschreiten und Weiterkommen zugefügt hat. Dramatisiere nicht! So dramatisiere ich jetzt noch mehr: diese der Welt und der Idee von der Geschichte als einer Bewegung auf ein Licht zu geschlagenen Wunden […] werden nie mehr zuheilen, ewig nicht.“[48]

Handke bezog in seinem zweiten Reisebericht jedoch auch die Schwierigkeit des Beschreibens mit ein, die sich aus der Analogie des NATO-Kriegs und dem Holocaust ergab. Er ging dabei deutlich auf die Debatte über die Aussichtslosigkeit einer angemessenen Darstellung der Massenvernichtung ein:

„Mein Vorsatz da und später, alle die Namen der von den ‚Europäern‘ und den amerikanischen Desperados in Flammen geschossene Menschenorte auswendig zu lernen, Batajnica, Pancevo, Surcin, Pristina …, wie ein Gedicht – nur dass dieses Gedicht inzwischen schon viel zu lang ist zum Auswendiglernen. Nach A. kein Gedicht mehr? – Wenn das Gedicht ‚die Gliederung eines Aufschreiss‘ ist, dann nach Auschwitz und zu Jugoslawien gerade Gedichte, nur noch Gedichte!“[49]

Möchte der Schriftsteller in Eine winterliche Reise dem einheitlichen Schuldspruch über die Serben am NATO-Krieg einen Ausgleich entgegensetzen, ist Unter Tränen fragend durch eine Disparität und den klaren Entwurf eines Freund-Feind-Schemas gekennzeichnet. Diese Darstellung verstärkt Handke, indem er das Geschehen in Jugoslawien mit dem Zweiten Weltkrieg vergleicht und auf herausfordernde Art das Leiden der Serben an den Leiden der Juden im Holocaust misst.[50]

Handke griff in seinen Reiseberichten die Methoden der westlichen Medien an und entwirft für sich selbst als Schriftsteller eine unpolitische Sichtweise, indem er sich auf die Sprache und Form beschränkte. Jedoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass auch er die Wirkung der Medien nutzte, um seine Texte und Sichtweise darzustellen. Nicht nur dieses öffentliche Auftreten war unvereinbar mit Handkes Position in den Reiseberichten, er selbst legte ein manipulatives Verhalten an den Tag, das er seinen Gegner mit der Medienkritik vorwirft.[51] Zwar wollte der Schriftsteller seinen Lesern die Welt ästhetisch näher bringen und dabei auf Politik und Moral verzichten, jedoch ergriff er dabei selbst für nur eine Seite Partei.[52] Eben dieses Faktum, das aktuelle politische Geschehen zu thematisieren und gleichzeitig vermeintlich unpolitisch zu ästhetisieren, sorgte überwiegend für die Diskussion um die Reiseberichte. Diese kann der Leser nicht von einem literarischen oder politischen Text unterscheiden, da Handke sie nicht etwa als Essay gestaltete. Damit war seine Parteinahme mit dem ästhetischen Text verbunden, was die Bewertung der Texte im Zusammenhang mit dem NATO-Krieg zusätzlich behinderte. Die Mehrdeutigkeit der Reiseberichte sorgte damit für verschiedene Lesarten: Einerseits sind sie eine politische Stellungnahme des Autors, andererseits aber auch eine literarische und dichterische Publikation. Die Reiseberichte sollten daher nicht vorwiegend politisch und moralisch bewertet werden.[53]

[...]


[1] Christoph Deupmann: Die Unmöglichkeit des Dritten. Peter Handke, die Jugoslawienkriege und die Rolle der deutschsprachigen Schriftsteller. In: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 5 (2008) H. 1, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Deupmann-1-2008, 13.

[2] Vgl.: Martina Wagner-Egelhaaf: Peter Handke. In: Autorenlexikon. Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart, hg. von Bernd Lutz und Benedikt Jeßing, Stuttgart/Bochum 2004, S. 268.

[3] Peter Handke: Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien, Frankfurt am Main 1996, S. 12f.

[4] Vgl.: Georg Pichler: Die Beschreibung des Glücks. Peter Handke, eine Biografie, Wien 2002, S.172.

[5] Vgl.: Otto Lorenz: Die Öffentlichkeit der Literatur. Fallstudien zu Produktionskontexten und Publikumsstrategien. Wolfgang Koeppen, Peter Handke, Horst-Eberhard Richter. In: Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, Bd. 66, hg. von Wolfgang Frühwald und Georg Jäger, Tübingen 1998, S. 26f.

[6] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 69.

[7] Vgl.: Lorenz: Die Öffentlichkeit der Literatur, S. 168.

[8] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 70.

[9] http://www.suhrkamp.de/special_handke/images/handke_prospekt.pdf, 07.02.2010, 16:19 Uhr.

[10] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 75.

[11] Vgl.: Ebd., S. 69.

[12] Vgl.: Ebd., S. 76.

[13] Vgl.: http://www.suhrkamp.de/special_handke/images/handke_prospekt.pdf, 07.02.2010, 16:19 Uhr.

[14] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 79f.

[15] Vgl.: Norbert Christian Wolf: Wie viele Leben hat der Autor. Zur Wiederkehr des empirischen Autor- und Werkbegriffs in der neueren Literaturtheorie. In: Autorschaft. Positionen und Revisionen, hg. von Heinrich Detering, Stuttgart / Weimar 2002, S. 397f.

[16] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 78.

[17] Vgl.: Lorenz: Die Öffentlichkeit der Literatur, S. 170.

[18] http://www.suhrkamp.de/special_handke/images/handke_prospekt.pdf, 07.02.2010, 16:19 Uhr.

[19] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 96.

[20] Vgl.: Lorenz: Die Öffentlichkeit der Literatur, S. 163.

[21] Vgl.: Ebd., S. 170.

[22] Erich Kuby im Spiegel am 02.05.1966.

[23] Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 76.

[24] Vgl.: Susanne Düwell: Der Skandal um Peter Handkes ästhetische Inszenierung von Serbien. In: Neuhaus, Stefan/Holzner, Johann (Hgg.): Literatur als Skandal. Fälle – Funktionen – Folgen, Göttingen 2007, S. 577.

[25] Vgl.: Ebd., S. 578.

[26] Vgl.: Ebd., S. 580.

[27] Vgl.: Deupmann: Die Unmöglichkeit des Dritten, 2.

[28] Vgl.: Düwell: Der Skandal um Peter Handkes ästhetische Inszenierung, S. 584.

[29] Vgl.: Ebd., S. 578.

[30] Vgl.: Ebd., S. 579.

[31] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 173.

[32] Susanne Düwell: Peter Handkes Kriegs-Reise-Berichte aus Jugoslawien, In: Imaginäre Welten im Widerstreit. Krieg und Geschichte in der deutschsprachigen Literatur seit 1900, hg. von Lars Koch und Marianne Vogel, Würzburg 2007, S. 236.

[33] Vgl.: Brigitte Knott-Wolf: Zwischen Sensationsmacht und Propaganda. Über Macht und Ohnmacht der Kriegsberichtserstatter. In: Sagt die Wahrheit: Die bringen uns um!“ Zur Rolle der Medien in Krisen und Kriegen, hg. von Deutsche Welle, Berlin 2000, S. 21.

[34] Vgl.: Pichler: Die Beschreibung des Glücks, S. 177.

[35] Vgl.: Düwell: Peter Handkes Kriegs-Reise-Berichte, S. 242.

[36] Peter Handke: Unter Tränen fragend, S. 19f.

[37] Vgl.: Düwell: Peter Handkes Kriegs-Reise-Berichte, S. 236.

[38] Düwell: Der Skandal um Peter Handkes ästhetische Inszenierung, S. 579.

[39] Düwell: Peter Handkes Kriegs-Reise-Berichte aus Jugoslawien, S. 236.

[40] Peter Handke: Abschied des Träumers vom neunten Land, Frankfurt 1991, S. 160.

[41] Handke: Winterliche Reise, S. 55.

[42] Vgl.: Düwell: Der Skandal um Peter Handkes ästhetische Inszenierung von Serbien, S. 579f.

[43] Handke: Unter Tränen fragend, S. 56.

[44] „Vielleicht bin ich ein Gerechtigkeitsidiot. Interview mit Peter Handke. In: Stern, 29.02.1996, Nr. 10, S. 44.

[45] Handke: Unter Tränen fragend, S. 19.

[46] Vgl.: Deupmann: Die Unmöglichkeit des Dritten, 10.

[47] Vgl.: Düwell: Peter Handkes Kriegs-Reise-Berichte, S. 580.

[48] Handke: Unter Tränen fragend, S. 135f.

[49] Vgl.: Ebd., S. 33f.

[50] Vgl.: Düwell: Der Skandal um Peter Handkes ästhetische Inszenierung, S. 580.

[51] Vgl.: Ebd., S. 584.

[52] Vgl.: Ebd., S. 580.

[53] Vgl.: Ebd., S. 584.

Details

Seiten
27
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640814541
ISBN (Buch)
9783640814206
Dateigröße
516 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v165783
Institution / Hochschule
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Note
2,3
Schlagworte
Peter Handke Inszenierung Gruppe 47 Serbien-Kontroverse Skandal Eine winterliche Reise Der Elfenbeinturm

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Titel: Peter Handke - Skandale, oder eine skandalöse Inszenierung?