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Die Entwicklung des Althochdeutschen im Zusammenhang mit dem historischem Hintergrund

Facharbeit (Schule) 2010 10 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Die literarische Epoche des Althochdeutschen

3.) Die historische Epoche des Fruhmittelalters
3.1) Der Weg der Hausmeier zu Machtergreifung im Frankenreich
3.2) Der Sachsenfeldzug Karl des Großen
3.3) Die Zeit des Fruhmittelalters nach Karl dem

4.) Fazit anhand eines Vergleiches der literarischen und historischen Epoche mit besonderem Schwerpunkt auf die Bildungsreform unter Karl dem Großen

5) Anhang
5.1) Bibliographie

1.) Einleitung

Althochdeutsch, Fruhmittelalter, als Leser verbindet mit den Namen dieser Epoche wohl kaum besonders viel, es kommen schwammige Assoziationen von Rittern und Burgen auf, doch was gibt es fur literarische Werke aus dieser Zeit? Tatsachlich befinden wir uns im Fruhmittelalter in einer Zeit des Krieges, in einer Zeit in der ein grower Kaiser, Karl der Große, ein Reich von immenser Große erschaffte, er eroberte Land, fuhrte immer wieder Kriege gegen die verschiedensten Parteien um sein Reich zu vergroRern, allerdings fuhrte er auch Bildungsreformen durch und genau dies spiegelt sich auch in der Literaturepoche des Althochdeutschen wieder. Es geht nur sehr wenig darum, welcher Autor welches Werk verfasste, es geht viel mehr um die Entwicklung der deutschen Sprache. Wenn man diese Epoche genauer betrachtet, kann man erkennen, wie sehr doch Sprachentwicklung und weltliches Geschehen, wie Kriege, Waffenstillstande und die Politik im Allgemeinen, miteinander verflochten sind. Man findet in dieser Epoche die Ursprunge unseres heutigen Deutsch, aber eben auch die Erklarung fur die Entwicklung anderer Sprachen, auf einmal wird einem bewusst, dass viele europaische Sprachen doch sehr stark miteinander verwandt sind.

2.) Die literarische Epoche des Althochdeutschen

Wenn man sich mit der literarischen Epoche des Althochdeutschen beschaftigt, beschaftigt man sich anders als bei anderen Epochen weniger mit literarischen Werken, sondern primar mit der Sprachentwicklung des Deutschen. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass Althochdeutsch keine eigenstandige Sprache ist, sondern lediglich eine Sprachfamilie, unter deren Dach sich verschiedene Dialekte sammeln. Diese Dialekte sind Alt- Frankisch, Alt- Alemannisch, Alt- Bairisch, Alt- Sachsisch und Alt- Friesisch. Die starke Ahnlichkeit der verschiedene Dialekte untereinander lasst allerdings zu, diese unter dem Begriff „Althochdeutsch" zusammenzufassen.[1] Auf Grund des historischen Hintergrundes, auf den ich spater noch genauer eingehen werde, wurde Althochdeutsch ein Kompromiss zwischen der „Bildungssprache" Latein (der Sprache der romisch- katholischen Kirche) und den verschiedenen regionalen Dialekten. Auf Grund dessen kann man bis heute noch die lateinischen Einflusse ins Deutsche deutlich wahrnehmen.

In die Epoche des Althochdeutschen fallt auch die „hochdeutsche Lautverschiebung" (auch 2. Lautverschiebung), welche sich von etwa 600 n. Chr. bis 800 n. Chr. vollzog. Die Lautverschiebung fand allerdings vor alien Dingen im germanischem Sprachraum statt und findet sich kaum im angelsachsischem Sprach wieder. Dies kann man auch heute noch mit verschiedenen Beispielen belegen. Mit dem Abschluss der 2. Lautverschiebung gilt auch die Entwicklung des Althochdeutschen abgeschlossen, weitere Sprachentwicklungen sind bereits die ersten Schritte in Richtung Mittelhochdeutsch.

Wahrend der 2. Lautverschiebung kam es primar zu folgenden Veranderungen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Allgemeinen ist zu beobachten, dass sich mit der Entwicklung des Althochdeutschen das erste Mal eine Abgrenzung von den angelsachsischen (z. B. Englisch) und niederfrankischen (z. B. Niederlandisch) Sprachen zeigt.

Es gibt nur sehr wenige literarische Werke, welche die Epoche des Althochdeutschen uberlebten. Eines von ihnen ist das Hildebrandslied, welches sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass es keine Uberlieferung eines Kirchentextes, sondern eine Saga, ist. Das Hildebrandslied wurde ursprunglich ohne Titel hinterlassen, seinen Namen erhielt es erst durch die Gebruder Grimm, welche als erste das Schriftstuck bearbeiteten. Ursprunglich stammt das Hildebrandslied wohl von den Langobarden aus dem 6. oder 7. Jahrhundert, allerdings kommt die Abschrift, welche uns heute als Original in der Universitatsbibliothek Kassel vorliegt, aus der Mitte des 9. Jahrhunderts und ist damit eines der altesten erhaltenen Werke in deutscher Sprache. Da die Abschrift in den Raumlichkeiten des Klosters Fulda verfasst wurde, wird deutlich welchen Weg von Suden nach Norden das ursprungliche Schriftstuck, auf dem die Saga verfasst war, hinter sich gelegt hat. Es handelt sich bei der Saga um ein heldenepisches Stabreimgedicht mit 68 Langversen, allerdings ist das Gedicht nicht vollstandig abgeschrieben worden, so dass davon auszugehen ist, dass es ursprunglich wesentlich langer ist. Man fand die Saga auf den Ruckseiten eines Kodexes des Klosters Fulda, dieser Kodex beinhaltete biblische Texte in lateinischer Sprache, die Saga konnte nicht vollstandig kopiert werden, da es keinen Platz mehr auf den Ruckseiten des Kodexes gab. Es war damals durchaus ublich, dass man auch Vorder- und Ruckseiten solche Werke beschriftete, da Pergament sehr teuer war.[1]

Auf die Inhalte der Saga werde ich noch im Vergleich zwischen der historischen und der literarischen Epoche weiter eingehen.

[...]


[1] vgl. auch Bengt Algot Sorensen, Geschichte der Literatur - Bd. 1 Vom Mittelalter bis zur Romantik (Munchen: Beck'sche Reihe 1997) 18,20

[1] vgl. auch Peter Wapnewski, Deutsche Literatur im Mittelalter (Gottingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1990) 18-19

Details

Seiten
10
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640817610
ISBN (Buch)
9783640820962
DOI
10.3239/9783640817610
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v165917
Institution / Hochschule
Goethe-Gymnasium, Kassel
Note
13 Punkte (entspricht 1-)
Schlagworte
entwicklung althochdeutschen zusammenhang hintergrund punkte

Autor

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