Lade Inhalt...

Marx und Engels - Der utopische Kern ihrer Theorie

Hausarbeit 2009 12 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kommunismus
2.1. Kommunismus, Definition
2.2. Die Geschichte der kommunistischen Idee
2.3. Kommunismus nach Marx und Engels

3. Humanismus
3.1. Humanismus, Definition
3.2. Humanismus nach Marx

4. Naturalismus
4.1. Die Sinnlichkeit
4.2. Die fünf Sinnen

5. Fazit

6. Literatur

1. Einleitung

Die französische Revolution hat durch die Erklärung der Menschenrechtsakte die Menschen in politischer Hinsicht gleich gestellt. Die soziale Ungleichheit blieb auch nach der Revolution weiter bestehen. Daher wird von Marx gefordert die Revolution weiter zu führen.

Utopisches Denken datiert seit Platon. Die Schrift „Utopia“ von Thomas Morus leitete eine Flut weiterer Utopien ein. Die bekanntesten „Utopisten“ der Neuzeit sind: Morus, Campanella, Bacon, Fourier, Marx und Engels.

Die Utopie stellt den Faktor der Phantasie, den Wunsch und die Erlösungsdenken sowie das Ziel der Verwirklichung des neuen Menschen. Der utopische Charakter der Theorie von Marx und Engels war die Idee eine klassenlose Gesellschaft zu entwickeln.

„Marx nimmt also die spezifisch Hegelsche Weise, die Geschichte zu betrachten, wieder auf; eine Betrachtungsweise, die das Bewusstsein enthält, eben nicht nur ein Denker zu sein, der die Welt beschreibt, sondern derjenige zu sein, dessen Denken das Selbstverständnis dieser Welt ausdrückt und sich direkt in den Lauf der Entwicklung einfügt.“1

Bei der Beschreibung des Kommunismus spricht Marx „von dieser Welt oder vom Menschen in dieser Welt nicht in der Zukunftsform, sondern im Präsens: Er sagt, was die Welt ist, nicht, was sie sein wird.“2

„Der Kommunismus ist in Marx' Augen die Versöhnung des Wesens des Menschen mit seinem empirischen Dasein, er ist die Rückkehr des Menschen zu sich selbst, zu seiner eigenen >humanitas<, die Überwindung der Spannung zwischen dem, was der Mensch in Wahrheit ist, und dem, was er in der Zufälligkeit seines jetzigen Lebens ist.“3

In dieser Hausarbeit wird der utopische Kern der Theorie von Marx und Engels dargestellt. Dabei werden die Begriffe des Kommunismus, des Humanismus und des Naturalismus näher erläutert.

2. Kommunismus

2.1. Kommunismus, Definition

„Kommunismus ist 1) eine sozial-philosophische Utopie, 2) eine politisch-ökonomische Lehrmeinung und Ideologie…

1) Als soziale Utopie knüpft der Kommunismus u.a. an die Gerechtigkeitsideen Platos und an das Urchristentum an, aber auch an Utopisten (z.B. T. Morus) und utopische Sozialisten (z.B.

C. Fourier). Ihr Leitbild ist etwa das einer dörflichen Gemeinschaft, die gemeinsam über alle zum Lebensunterhalt notwendigen Produktionsmittel (Boden, Tiere, Häuser) verfügt, praktisch alle Dinge selbst herstellt und gerecht untereinander verteilt.

2) Als politisch-ökonomische Lehrmeinung und Ideologie ist der Kommunismus vor allem eine Kritik des Kapitalismus, die zuerst von Karl Marx (Marxismus) vorgebracht wurde. Danach ist der Kapitalismus die letzte Stufe einer Reihe von vorangegangenen Ausbeutungsverhältnissen "des Menschen durch Menschen". Im Kapitalismus gelingt es einer (gesellschaftlich) kleinen Gruppe von Kapitalisten, alles verfügbare Eigentum zu übernehmen..“4

2.2. Die Geschichte der kommunistischen Idee

Nach der Hinrichtung Sokrates machte sich schon Platon Gedanken wie die staatliche Ordnung beschaffen sein soll, die das Gemeinwohl gewährleistet. Platon nach wäre die Lösung, dass keiner eigenen Besitz haben darf, soweit nicht unbedingt nötig. Dabei sollen die Wohnung, die Frau und die Kinder der Gemeinschaft gehören. Platon versuchte seine Ideen auf Sizilien zu verwirklichen, er scheiterte.

Im mittelalterlichem Italien und England wurde das Eigentum des Einzelnen als schwere Sünde angesehen. Thomas Morus popularisierte mit seinem Werk „Utopia“ die kommunistische Idee. Tomaso Capanella wollte, ähnlich wie Platon, sogar die Frauen und Kinder vergesellschaften.

„Der bisherige Sozialismus kritisierte zwar die bestehende kapitalistische Produktionsweise und ihre Folgen, konnte sie aber nicht erklären, also auch nicht mit ihr fertig werden; er konnte sie nur einfach als schlecht verwerfen. Je heftiger er gegen die von ihr unzertrennliche Ausbeutung der Arbeiterklasse eiferte, desto weniger war er imstand, deutlich anzugeben, worin diese Ausbeutung bestehe und wie sie entstehe.“5

Einer der kommunistischen Vordenker ist natürlich auch Marx, der weltweit Anhänger findet. Im Mittelpunkt seiner Idee steht die Gerechtigkeit, die gerechte Welt, das kann als der Himmel auf Erden verstanden werden, das kann als einer der Magneten der kommunistischen Utopie bezeichnet werden.

Dabei kann behauptet werden, dass „der Kommunismus (kann) nicht auf Dauer siegen [kann], da er auf der individuellen Selbstentfaltung angelegten menschlichen Natur zuwider ist. Die kommunistische Utopie kann nicht auf Dauer besiegt werden, da sie der unsterblichen menschlichen Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Glück Erfüllung verheißt“.6

2.3. Kommunismus nach Marx und Engels

Der Kommunismus kann nur als globales Prinzip, und nicht als nationalstaatliches Prinzip, funktionieren. Dabei versucht Marx die Einzelnen Individuen für seine Theorie zu gewinnen. Die Revolution ist die Veränderung der Individuen, die dann die herrschende Klasse zum Sturz bringen soll.

Engels versteht den Kommunismus als „die Lehre von den Bedingungen der Befreiung des Proletariats. Das Proletariat ist diejenige Klasse der Gesellschaft, welche ihren Lebensunterhalt einzig und allein aus dem Verkauf ihrer Arbeit und nicht aus dem Profit irgendeines Kapitals zieht. (...) Das Proletariat oder die Klasse der Proletarier ist, mit einem Worte, die arbeitende Klasse des neunzehnten Jahrhunderts.“7

Dabei ist der Kommunismus ein Ideal an welchem sich die Wirklichkeit zu richten hat und nicht ein Zustand welcher hergestellt sein soll.

[...]


1 Leszek, Marxismus - Utopie und Anti - Utopie, S. 17.

2 Ebenda.

3 Ebenda, S. 36.

4 Schubert/Klein, Das Politiklexikon.

5 Engels, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft.

6 Löw, Marx und Marxismus, S. 72.

7 Engels, in: Das Manifest der Kommunistischen Partei.

Details

Seiten
12
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640830060
ISBN (Buch)
9783640830367
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v166659
Institution / Hochschule
Hochschule für Politik München
Note
Schlagworte
marx engels kern theorie

Autor

Zurück

Titel: Marx und Engels - Der utopische Kern ihrer Theorie