Lade Inhalt...

E-Learning in der Personalentwicklung

Hausarbeit 2003 27 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. E-Learning
2.1. Erläuterung des Begriffs E-Learning
2.2. Inhalte, Formen und Anwendungsfelder

3. Personalentwicklung
3.1. Ziele der Personalentwicklung
3.2. Facetten und Aufgaben der Personalentwicklung

4. Anwendung von E-Learning in der Personalentwicklung
4.1. E-Learning als Methode der Personalentwicklung
4.2. Gründe für den Einsatz von E-Learning

5. Aktueller Praxisbezug
5.1. Bedeutung des E-Learning
5.2. Probleme bei der Nutzung von E-Learning
5.3. Entwicklungstrends

6. Zusammenfassung

Abkürzungsverzeichnis

AbbildungsverzeichniS

Text

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Begriffe im Bereich E-Learning Back, A.; Bendel, O.; Stoller-Schai, D. (2001): E-Learning im Unternehmen, 1.Auflage, Zürich, S.34

Abb.2: Unternehmens- und mitarbeiterbezogene Ziele Jung, H. (2001): Personalwirtschaft, 4. Auflage, München und Wien, S.247

Abb.3: Zielbereiche betrieblicher Bildungsarbeit Jung, H. (2001): Personalwirtschaft, 4. Auflage, München und Wien, S.258

Abb.4: Teilbereiche der Personalentwicklung Olfert, K.; Steinbuch, P. (1998): Personalwirtschaft, 7.Auflage, Ludwigshafen, S.420

Abb.5: Methoden der Personalentwicklung am und außerhalb des Arbeitsplatzes Jung, H. (2001): Personalwirtschaft, 4. Auflage, München und Wien, S.276

Abb.6: Derzeitige E-Learning- Nutzung Breitwieser, A. und Küpper, C. (2002): Geringe Akzeptanz bei den Mitarbeitern, in: Personalwirtschaft, 29.Jg. 2002, Nr.10, S.77

Abb.7: E-Learning- Nutzung nach Branchen Breitwieser, A. und Küpper, C. (2002): Geringe Akzeptanz bei den Mitarbeitern, in: Personalwirtschaft, 29.Jg. 2002, Nr.10, S.79

Abb.8: Erwartete E-Learning- Bedeutung in den nächsten fünf Jahren Breitwieser, A. und Küpper, C. (2002): Geringe Akzeptanz bei den Mitarbeitern, in: Personalwirtschaft, 29.Jg. 2002, Nr.10, S.81

Abb.9: Künftige Nutzungsabsichten verschiedener Lernformen Breitwieser, A. und Küpper, C. (2002): Geringe Akzeptanz bei den Mitarbeitern, in: Personalwirtschaft, 29.Jg. 2002, Nr.10, S.78

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Im Rahmen der Personalentwicklung erfolgt der Einsatz verschiedener Methoden, um die Fähigkeiten und das Wissen der Mitarbeiter eines Unternehmens an die aktuelle Marktlage anzupassen.1 Betriebliche Aus- und Weiterbildung sind als Teil der Personalentwicklung von Änderungen der Wirtschaftswelt bzw. der betrieblichen Erfordernisse betroffen, was zum Einsatz von neuartigen Ansätzen führen kann. Neben den fachlichen Kenntnissen gilt es, methodische und soziale Kompetenzen der Mitarbeiter zu sichern, zu erweitern und den neuen Bedingungen entsprechend anzugleichen.2

Ziel der Arbeit ist es, E-Learning als eine Methode der Personalentwicklung zu erörtern und dabei den Bezug zur Praxis herzustellen. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass E-Learning jedem einschlägig bekannt ist, werden zur Schaffung einer Ausgangsbasis eine allgemeine begriffliche Erläuterung und eine Darstellung der Inhalte bzw. Einsatzgebiete von E-Learning vorgenommen. In einem weiteren Gliederungspunkt werden das Wesen der Personalentwicklung und die dabei verfolgten Ziele aufgezeigt. Das E-Learning wird in ein System der in der Personalentwicklung angewendeten Methoden eingeordnet und die wichtigsten Gründe für den Einsatz von E-Learning in Unternehmen werden genannt.

Im Kapitel 5 schließlich wird der aktuelle Bezug zur Praxis anhand von Ergebnissen verschiedener empirischer Untersuchungen und dokumentierten Erkenntnissen aus diversen Fachzeitschriften geschaffen. Dabei wird die momentane Bedeutung des E-Learning in der betrieblichen Arbeit erläutert und mit E-Learning verbundene Probleme werden beleuchtet. Zum Abschluss werden aktuelle Entwicklungstrends des Einsatzes von E-Learning dargestellt.

2. E-Learning

2.1. Erläuterung des Begriffs E-Learning

Der Begriff E-Learning leitet sich aus dem Kürzel E und dem englischen Wort Learning ab. Der Buchstabe E ist eine Abkürzung für das Wort Electronic. Wie in vielen Bereichen hat auch in der Personalwirtschaft die englische Sprache eine bedeutende Rolle übernommen. Learning übersetzt man mit dem Wort „lernen“.

„Electronic“ lässt sich mit dem Wort „elektronisch“ erklären, jedoch trifft die wörtliche Übersetzung im Fall des E-Learning nicht den Kern. E-Learning kann man nicht auf den Ausdruck „Elektronisches Lernen“ beschränken.

Vielmehr sind mit E-Learning Lernprozesse gemeint, welche durch den Einsatz von Technologien wie dem PC, dem Internet oder Speichermedien wie CD-ROMs unterstützt werden. Allgemein reichen die eingesetzten Mittel von Sprachkursen auf CD-ROM über Kurse, die mit Hilfe des Internets virtuelle Klassenräume entstehen lassen, bis hin zu komplexen, auf die individuellen Bedürfnisse des Anwenders zugeschnittenen Systemen zur Vermittlung von Wissen.3 Von manchen Autoren wird der Begriff E-Learning auf Lernprozesse bezogen, welche gleichzeitig Multimediatechnologien einbeziehen, autonomes sowie interaktives

Lernen anbieten, persönliche Betreuung durch bspw. Tutoren ermöglichen und dabei zusätzlich das Internet oder ein Intranet4 verwenden.5 Diese Definition ist jedoch stark einschränkend und schließt Anwendungen wie das später erläuterte Computer Based Training6 dadurch aus, dass diese eine oder mehrere dieser Charakteristika nicht besitzen. Im Verlauf der Arbeit wird deshalb von der ersteren, weniger engen Definition ausgegangen.

2.2. Inhalte, Formen und Anwendungsfelder

Im Rahmen von E-Learning wird häufig nicht von Inhalt, sondern von Content gesprochen. Dabei stellt das Wort Content nichts anderes dar, als eine Übersetzung des Begriffes Inhalt, welcher in diesem Zusammenhang das zu vermittelnde Wissen ist. Die Inhalte von E-Learning Produkten sind in digitaler Form festgehalten und können dabei vielfältig sein. Verpackt werden können diese Inhalte u.a. in Elementen wie Audio, Videos und Bildern, aber auch traditionellen Texten.7

Das Spektrum an möglichen Inhalten ist sehr breit gefächert, da diese u.a. von den Zielen des einzelnen E-Learning Projektes und den möglichen Anwendergruppen abhängen. Konkrete Beispiele für Inhalte im E-Learning sind Sprachkurse, Schulungen von EDV-Anwendungen und die Vermittlung von Produktinformationen. Nach einer im Jahr 2000 von MMB/Psephos veröffentlichten Studie ergab sich damals folgende Aufteilung in klein- und mittelständischen Unternehmen.8 Etwa 62 % der befragten Betriebe, welche elektronische Medien zur Schulung ihres Personals unterstützend nutzten, taten dies zur Vermittlung von Softwarekenntnissen. Die Eigenschaften neuer oder bestehender Produkte wurden den Mitarbeitern von 39% dieser Unternehmen gelehrt und in 20% der Betriebe erfolgten Sprachschulungen mit Hilfe von E- Learning Projekten.9

E-Learning beschränkt sich natürlich nicht auf die drei angesprochenen Anwendungsfelder EDV- Schulung, Produktinformation und Sprachentwicklung, sondern kann auf eine große Vielfalt von betrieblichen Problemen oder Aufgaben bezogen werden. Diese sind nicht auf die alleinige Vermittlung von Fachwissen beschränkt, sondern können auch methodische und soziale Kompetenzen einbeziehen.10 Methodische und soziale Kompetenzen müssen geschult werden, da das Wissen über den Umgang mit den Menschen und Entscheidungen immer wichtiger wird, vor allem im Bereich der Dienstleistungen.11

Mit dem Themenfeld E-Learning werden verschiedene Begriffe assoziiert. In der Abbildung 1 erfolgt eine systematische Darstellung und zum besseren Verständnis eine kurze Erläuterung der einzelnen Begriffe. Zu beachten ist, dass es bei der Definition in der Literatur unterschiedliche Ansichten gibt.12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Begriffe im Bereich E-Learning

CBT Computer Based Training baut auf Inhalten auf, welche am Computer individuell abgerufen und im Selbststudium bearbeitet werden können. Typischerweise sind diese Inhalte auf CD-ROM oder anderen Speichermedien abgelegt.

WBT Bei dem Web Based Training wird das zu vermittelnde Wissen im Internet oder einem Intranet gespeichert und dort ebenfalls im Selbststudium bearbeitet.

Online Learning Schließt die Begriffe Tele Teaching, Tele Tutoring und Tele/Virtual Collaboration ein und ist vor allem durch den Kontakt zu Lehrpersonen und die Verbindung zum Internet oder einem Intranet gekennzeichnet.

Tele Teaching Der Lernprozess wird beim Tele Teaching hauptsächlich von der Lehrkraft gesteuert.

Tele Tutoring Die Lernenden werden durch Mittel der Telekommunikation (z.B. Email, Chat, Diskussionsforen) intensiv betreut.

Tele/Virtual Collaboration Hier kommt es zur Zusammenarbeit von Teams, um den Content gemeinsam zu bearbeiten.

Distance Learning Begrifflich ist die Übersetzung Fernlernen anwendbar. (Bsp. Lernen über TV, Internet und Telefon)

Virtual Learning Eine Form des Lernprozesses, bei dem keine physische

Präsenz der Teilnehmer oder der Lehrkräfte notwendig ist.

Tele Learning Das Tele Learning ist dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur

Selbststudium nötig ist, sondern dass ein Teil des Lernens durch Interaktion mit anderen Lernenden sowie den Lehrkräften erfolgt.13

Blended Learning bezeichnet Lernprozesse, bei denen E-Learning und klassische Bildungsmethoden wie Präsenzseminare miteinander kombiniert werden. Das System der Abbildung 1 berücksichtigt zwei wichtige Begriffe des E-Learning nicht, was als Manko anzusehen ist. In der Praxis werden neben CBT und WBT vor allem die Formen Virtual Classroom und Business TV angewendet.14 Der Virtual Classroom wird als virtueller Klassenraum übersetzt und ist begrifflich im Zusammenhang mit Online-Learning einzuordnen. Business TV stellt einen unternehmensinternen Fernsehkanal dar, der zur Vermittlung von Lerninhalten im Rahmen der Personalentwicklung dient.15

3. Personalentwicklung

3.1. Ziele der Personalentwicklung

Fachliche Kenntnisse, sowie soziale und methodische Verhaltensweisen sollen im Rahmen der Personalentwicklung beeinflusst und den aktuellen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Dabei muss beachtet werden, dass es zu einem Interessenkonflikt zwischen Unternehmen und Mitarbeitern kommen kann. In der Regel ist ein Unternehmen bemüht, nur die für die betriebliche Tätigkeit wichtigen Fähigkeiten zu schulen oder auszubauen, wobei bei Mitarbeitern oft weitergehende Interessen bestehen. Die in der Personalentwicklung verfolgten Ziele werden daher in unternehmens- und mitarbeiterbezogene Ziele aufgeteilt.16 Die Abbildung 2 stellt eine Übersicht verschiedener Ziele dar. Die verfolgten Ziele können weiter konkretisiert werden bzw. gibt es Ziele, die in der Abbildung 2 nicht erwähnt sind. Unternehmensbezogen sind dies bspw:

- die langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften an das Unternehmen
- die Erkennung von potentiellen Führungs- und Nachwuchskräften
- die Senkung der Fluktuation und
- die Vermeidung bzw. Behebung von Fehlbesetzungen.

[...]


1 Vgl. Olfert, K.; Steinbuch, P.A. (1998): Personalwirtschaft, 7.Auflage, Ludwigshafen, S.419

2 Vgl. Jung, H. (2001): Personalwirtschaft, 4.Auflage, München und Wien, S.249-250

3 Vgl. Back, A.; Bendel, O.; Stoller-Schai, D. (2001): E-Learning im Unternehmen. GrundlagenStrategien-Methoden-Technologien, 1.Auflage, Zürich, S.35-36

4 Im Gegensatz zum Internet ist ein Intranet ein abgeschirmter Bereich (bspw. ein unternehmensinternes Netzwerk) und damit nur ausgewählten Nutzern offiziell zugänglich.

5 Vgl. Bauer, R.; Philippi, T. (2001): Einstieg ins E-Learning, 1.Auflage, Nürnberg, S.108

6 Siehe dazu Pkt. 2.2. dieser Arbeit

7 Vgl. Back, A.; Bendel, O.; Stoller-Schai, D. (2001), S. 32

8 Auf aktuellere Studien wird im Kapitel 5 eingegangen werden.

9 Vgl. Dittler, U. (2002): E-Learning. Erfolgsfaktoren und Einsatzkonzepte mit interaktiven Medien, 1.Auflage, München und Wien, S. 17

10 Siehe dazu Pkt. 1 dieser Arbeit.

11 Vgl. Seufert, S.; Back, A.; Häusler, M. (2001): E-Learning. Weiterbildung im Internet, 1.Auflage, Kilchberg, S.22

12 Vgl. Back, A.; Bendel, O.; Stoller-Schai, D. (2001), S. 285-303; siehe dazu auch Autorengruppe E-Writing.de (2002): E-Learning und E-Kooperation in der Praxis, 1.Auflage, Neuwied und Kriftel, S.339-349

13 Vgl. Back, A.; Bendel, O.; Stoller-Schai, D. (2001), S. 285-303; siehe dazu auch Autorengruppe E-Writing.de (2002), S.339-349

14 Siehe dazu Pkt. 5.1. dieser Arbeit.

15 Vgl. Breitwieser, A. und Küpper, C. (2002): Geringe Akzeptanz bei den Mitarbeitern, in: Personalwirtschaft, 29.Jg. 2002, Nr.10, S.78

16 Vgl. Jung, H. (2001), S. 246-247

Details

Seiten
27
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638214575
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16694
Institution / Hochschule
Hochschule Harz Hochschule für angewandte Wissenschaften – FB WiWi
Note
1,3
Schlagworte
E-Learning Personalentwicklung Personal

Autor

Teilen

Zurück

Titel: E-Learning in der Personalentwicklung