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Privatisierung öffentlicher Räume

Strukturen und Entwicklungstendenzen

Bachelorarbeit 2009 56 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen

Verzeichnis der Tabellen

1 Einleitung
1.1 Einfuhrung in die Thematik
1.2 MotivationfurdieArbeit
1.3 UmfeldderArbeit
1.4 Aktueller Forschungsstand
1.5 Zielsetzung und Methodik der Arbeit

2 Der offentliche Raum und seine Funktionen im Wandel
2.1 Was ist ein offentliches Gut?
2.2 Idee der Offentlichkeit
2.2.1 Definition des offentlichen Raumes
2.2.2 Historische Entwickiung des offentlichen Raumes
2.3 Aufgaben des offentlichen Raumes
2.4 Rechtliche Grundlagen im offentlichen und privaten Raum

3 Treiber des Strukturwandels
3.1 Globalisierung fuhrt zu Standortwettbewerb
3.2 Wertewandel definiert neue Anspruche an den Raum
3.4 Erhohtes Sicherheitsbedurfnis der Burger
3.5 Vorteile privater Einrichtungen
3.5.1 Einnahmen und Quaiitatssteigerung
3.5.2 Gewahrleistung von Sicherheit

4 Strukturen der Privatisierung
4.1 Komplette Verausserung
4.2 Privat-offentlicher Raum
4.2.2 Privatisierte Bahnhofe
4.2.3 Einkaufszentren
4.2.4 Branding Center
4.2.5 Temporare Privatisierung
4.2.6 Areaie in Innenstadten

5 Fallstudie uber die Stadt Basel
5.1 Die Stadt Basel
5.2 Drei relevante Beispiele aus der Stadt Basel
5.2.1 Neunutzung Hafen St .Johann- Campus Plan
5.2.2 Evaluation des Projekts Novartis Campus
5.2.3 Projekt Messe 2012
5.2.4 Einschatzung des Projekts Messe 2012
5.2.5 Bebauungsplan BahnhofSBB
5.2.6 Einschatzung des Projekts railcity Basel SBB

6 Entwicklungstendenzen im Kontext
6.1 Stadte als Dienstleistungsmetropolen
6.2 Wachsende Akzeptanz privater Erlebnisraume
6.3 Kommerzialisierung der Raume
6.4 Exklusions- und Inklusionsprozesse

7 Spannungsfelder der Entwicklungen
7.1 Neue Unruhen am Stadtrand
7.2 Soziale Entmischung
7.3 Beeinflussung des Burgerverhaltens
7.4 Spagat zwischen politischer Verantwortung und kommerziellem Nutzen

8 FazitundAusblick
8.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
8.2 Fazit
8.3 Ausblick

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Internetquellen

Selbstandigkeitserklarung

Verzeichnis derAbbildungen

Abbildung 2.1: Offentliches Verhalten im grossstadtischen Raum. (Eigene Darstellung in Anlehnung an Eckel, 1998)

Abbildung4.1: Innenansicht eines Einkaufszentrums in Prag. (Eigene Darstellung)

Abbildung 5.1: Blick auf Stadt Basel.(www. Wikipedia.org)

Abbildung 5.2: Lage der betroffenen Areale im Bereich des Projekts Novartis/Hunigerstrasse (www.grosserrat-bs.ch/dokumente/000000179844.pdf)

Abbildung 5.3: Simulation des umgebauten Novartis-Gelande. (www.grosserrat-bs.ch/dokumente/000000179844.pdf)

Abbildung 5.4: Novartis Gelande vor der Impropriation. (www.grosserrat-bs.ch/dokumente/000000179844.pdf)

Abbildung 5.5: Novartis-Gelande nach der Impropriation. (www.grosserrat-bs.ch/dokumente/000000179844.pdf)

Abbildung 5.6: Simulation der „Citylounge". (http://bazonline.ch/basel/dossiert/messe-2012/Ausbau- der-Messe-Basel-Baubegehren-liegt-auf/story/18242951)

Abbildung 8.1: Schematische Ubersicht der Ergebnisse (Eigene Darstellung)

Verzeichnis der Tabellen

Tabelle 2.1: Differenzierungvon Raumtypen (Vortragvon Martin Boesch an der Konferenz des FWR in StGallen am21.11.2008)

Tabelle 2.2: Typologie gelebter offentlicher Stadtraume (eigene Darstellungin Anlehnung an Schubert, 1999)

Tabelle 2.3: Phanomene und Funktionen des offentlichen Raumes. (Schafers, 2006, S. 153)

Tabelle 2.4: Auszug aus der Hausordnung im „Sony Center am Potsdamer Platz". (Glasze, 2001) S.ll

Tabelle 3.1: Ankunfte in deutschen Grossstadten 1993-2003 (Eigene Darstellung in Anlehnung an Hartmann, 2006, S. 194)

Tabelle 4.1: Problematiken der Einkaufszentren. (Eigene Darstellung in Anlehnung an Popp im Rahmen der Tagung des FWR)

Tabelle 4.2: Vergleich zwischen Einkaufszentren und Innenstadten (eigene Darstellung in Anlehnung an Vortrag im Rahmen derTagungdes FWR von Popp)

Abstract

Nicht nur offentliche Dienstleistungen unterliegen dem Trend der Privatisierung, sondern auch offentlich genutzte Raume sehen sich einer Privatisierung gegenuber. Die Einflussfaktoren der Globalisierung sowie der Wertewandel in der modernen Gesellschaft verursachen eine Strukturveranderung der offentlichen und zum Teil privaten Raume. Diese Veranderung aussert sich vor allem darin, dass der Druck auf offentliche Raume wachst, da neue Angebote ihren Platz im urbanen Raum finden, welche sich den Bedurfnissen der modernen Gesellschaft anpassen. Dabei handelt es sich vor allem um sogenannte „privat-dffentliche" Raume, die Offentlichkeit suggerieren obwohl sie von Privaten betrieben werden. Zudem wird dem Konsum ein erhohter Stellenwert beigemessen, weshalb offentlicher Raum zu wirtschaftlichen Zwecken veraussert wird. Diese Entwicklungen fuhren zu einem Verschwimmen zwischen offentlichem und privatem Raum, wobei die Definition des offentlichen Raumes fur die Beurteilung der Problematik eine grosse Rolle spielt.

Eine Analyse der relevanten Literatur in Verbindung mit einer Fallstudie uber die Stadt Basel zeigt auf, dass die Stadte ihr Verhalten an dasjenige von Unternehmen anpassen, um im globalen Standortwettbewerb mitzuhalten. Dies fuhrt zur Kommerzialisierung der Raume und somit auch zu Inklusions- und Exlusionsprozessen zwischen den einzelnen Schichten der Gesellschaft.

Die Entwicklungstendenzen zeigen, dass zu der geografischen Perspektive, die eine ,,Privatisierung der offentlichen Raume" beschreibt, eine soziologische Perspektive hinzutreten muss. Die Betrachtung der Entwicklungstendenzen in diesem Bereich zeigt, dass eine„Privatisierung des offentlichen Lebens"stattfmdet.

1 Einleitung

Zu Beginn soil zunachst eine Annaherung an das Thema stattfinden, indem eine Einfuhrung in die Thematik gegeben wird. Des weiteren wird die Motivation fur die Thematik erklart und sodann auch eingegrenzt werden, indem das Umfeld der Arbeit abgesteckt wird. Anschliessend soil der aktuelle Forschungsstand skizziert werden und die eigene Forschung inklusive deren Methode gezeigt werden. Zusatzlich wird in der Einleitung die Forschungsfrage gezeigt.

1.1 Einfuhrung in die Thematik

Die Entwicklung des offentlichen Raumes ist dynamisch und eine Reaktion auf die Menschen, die in ihm leben. Somit kann Raum nicht unabhangig von der Gesellschaft existieren. (Klauser, 2006, S. 23)

Der offentliche Raum erfullt fur uns Aufgaben in der Rolle als Mensch und auch als Burger: so finden politische Demonstrationen ebenso wie Kunstinszenierungen oder auch einfach nur fluchtige Begegnungen im urbanen offentlichen Raum statt. Es erweckt jedoch den Eindruck, dass die privaten Raume zunehmend die Funktionen der offentlichen Raume ubernehmen. Die Schwierigkeit besteht sodann in der Definition des offentlichen Raumes. Existiert er durch die Menschen, die ihn nutzen? Oder sind es vielmehr die Gesetze, die an ihm haften? Die Vielzahl an Definitionen zeigt, dass mehrere verschiedene Ansatze eine Antwort auf die Frage geben konnen, was offentlicher Raum eigentlich ist. Vor allem die Einschatzung, welche Rolle der Raum fur uns einnimmt und welche Relevanz er aufweist, ist grundlegend fur die Beurteilung der derzeitigen Stadtentwicklung.

Zu Beginn des 21. Jahrhundert ist eine besondere Stadtentwicklung zu konstatieren, welche durch nationale sowie internationale soziokulturelle Trends beeinflusst wird. Welche Phanomene bringt diese Transformation des urbanen Raumes mit sich?

Es entstehen in der Innenstadt, sowie am Stadtrand, eine Vielzahl neuer Einkaufszentren, welche die Menschen in Scharen anlocken. Zudem kann beobachtet werden, wie Unternehmen gesamte innerstadtische Areale aufkaufen. Diese Standorte prasentieren sich durch Aufwertungen meist als attraktive Areale, weshalb es der Stadt leichter fallt, im internationalen Standortwettbewerb Schritt zu halten.

Auch in Basel macht der internationale Wettbewerb nicht Halt, weshalb sich der Bahnhof in einem attraktiveren Licht prasentieren will, indem der Kanton die Geschaftflachen im Bahnhofsgebaude erhoht um somit den Reisenden ein grosseres Angebot zu offerieren. Aber auch temporare Veranderungen, wie offentliche Live- Ubertragungen der Fussballweltmeisterschaft verandern zunehmen die Stadtbilder und reagieren auf die neue Erlebnisorientierung der Gesellschaft.

Diese neuen Strukturen in der Stadt gefahrden jedoch die Heterogonitat der Stadte, da sich die Gesellschaft zunehmend in spezifischen Arealen aufhalten, die oftmals ihre Konsumfahigkeit widerspiegeln. Fur den offentlichen Raum bedeutet dies eine Gefahrdung dahingehend, dass sich zunehmend ausschliesslich Randgruppen dort aufhalten und der Rest der Gesellschaft sich im Zuge der Intimisierung zunehmend in privat-offentliche Raume zuruck zieht.

Die folgende Arbeit soil nun aufzeigen, warum sich das Stadtbild verandert und weshalb sich neue Entwicklungen und Spannungsfelder im urbanen Raum zeigen, was zu folgender Forschungsfrage fuhrt:

Inwiefern beeinflusst die Gesellschaft den urbanen Raum, sodass die Grenzen zwischen offentlichem und privatem Raum verschwinden, und wie nimmt der transformierte Raum wiederum rtickwirkend Einfluss aufdie Gesellschaft?

1.2 MotivationfurdieArbeit

Ich habe im November 2008 an einer Tagung der Forschungsstelle fur Wirtschaftsgeographie und Raumordnungspolitik in St.Gallen teilgenommen, die unter dem Titel „Offentlicher Raum zwischen Demokratie und Kommerz" stattfand. Dort wurde ich zum ersten Mai mit der Thematik konfrontiert und konnte in diesem Rahmen vor allem Eindrucke aus einer kritischen Perspektive erhalten, die mich auf die Problematik aufmerksam gemacht hatten.

Eine erste grobe Internet-Recherche zeigte, dass es wenig wissenschaftliche Forschung im Bereich „Privatisierung offentlicher Raume" gibt, und vor allem zunachst wenige Quellen aus der Schweiz gefunden wurden. Aber auch das deutsche Bundesamt fur Bauwesen und Raumordnung hat ein Empirie-Defizit zum offentlichen Raum festgestellt (2003, zit. in Klamt, 2006, S. 29).

Ich interessiere mich grundsatzlich fur den Bereich Stadtentwicklung, da viele Disziplinen in diesem Bereich aufeinandertreffen: politische Uberlegungen, geographische Analysen, soziologische Beobachtungen sowie betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Kalkulationen. Ein Teil der Disziplinen wie Politik und Volkswirtschaft ist in meinem Studium wiederzufinden, wobei viele neue Aspekte in der Thematik enthalten sind, was ich als Herausforderung empfinde.

1.3 UmfeldderArbeit

Meine Beobachtung konzentriert sich auf Stadte in Deutschland und in der Schweiz, wobei die Ergebnisse grosstenteils auch auf andere europaische Stadte anwendbar sind. In Deutschland ist die Entwicklung schon langer bekannt, da vor allem in Berlin viele private beziehungsweise „halboffentliche" Projekte realisiert wurden, welche in den Medien diskutiert wurden. Die Fallstudie uber die Stadt Basel soil einen Blick in die Schweiz gewahren um zu sehen ob ahnliche Projekte dort wiederzufinden sind. Es wird ausschliesslich der urbane Raum untersucht, da es uber rurale Gegenden allgemein weniger Forschung gibt und sich die Prozesse dort auch weniger dynamisch und aussagekraftig gestalten.

Zeitlich wird der Rahmen relativ eng gefasst, da nur die Entwicklungen der letzten Jahre betrachtet werden. Die Literatur stammt hauptsachlich aus den Jahren nach 2000. Es wird also die Zeitspanne betrachtet, in der Einkaufszentren bereits integrierte Bestandteile der Stadte sind und sich zunehmend neue Formen der privaten Erlebnisraume herausbilden. Dieser Umbruch, in dem wir uns zeitlich momentan befinden, soil in der Arbeit genauer betrachtet werden. Eine historische Aufarbeitung der gesamten Stadtentwicklung in diesem Bereich muss vernachlassigt werden.

Die folgende Arbeit wird vor allem allgemeingultige Aussagen uber Veranderungen der Stadte machen, die im weitesten Sinn mit den Veranderungen durch die fortschreitende Globalisierung verknupft sind. Somit wird der Finanzhauhalt der einzelnen Kommunen weitestgehend ausser Acht gelassen, da dies die einzelnen Stadte sehr individuell betrifft und mit der Zeit auch starken Schwankungen unterliegt. Zudem sind Aussagen uber die zukunftige Entwicklung schwierig und wurden den Rahmen der Arbeit uberschreiten. Sicherlich spielen finanzielle Engpasse jedoch eine grosse Rolle bei Entscheidungen im Bereich der Stadtentwicklung.

Bei den Entwicklungstendenzen, die am Ende der Arbeit herausgearbeitet werden, soil die parallele Weiterentwicklung der Technologie, vor allem des Internets, nicht weiter berucksichtig werden. In der Realitat wird dies jedoch Einfluss auf das Zusammenleben der Menschen im offentlichen Raum nehmen.1

1.4 AktuellerForschungsstand

Vor allem in den USA gibt es eine Reihe von Autoren, die sich mit der Thematik der Privatisierung offentlicher Raume beschaftigen.2 Da die Prozesse dort jedoch teilweise andere Verlaufe nehmen und die Suburbanisierung auch eine ganz andere Rolle als in Europa spielt, kann die Literatur nichtvollstandig aufEuropa projiziertwerden.

Im deutschsprachigen Raum beschaftigen sich vor allem drei Fachrichtungen mit der Thematik: die Soziologie, die Humangeographie und die Wirtschaftswissenschaften. Zum Thema „offentlicher Raum" gibt es viele Beitrage, jedoch gibt es zum spezifischen Thema der Privatisierung wenige Dokumente.

Vor allem zu grossen Projekten in Berlin, wie zum Beispiel dem Sony Center am Potsdamer Platz oder der Wohnanlage „Arkadien“ in Potsdam, gibt es eine Reihe von Berichten, welche die Wirkung von privaten Raumen kritisch betrachten. Fur die Schweiz liegen bis jetztvergleichsweise wenige Dokumente vor.

1.5 Zielsetzung und Methodik der Arbeit

Die Vorgehensweise stellt eine Verbindung zwischen den Raumwissenschaften und den Sozialwissenschaften dar, weshalb es sich um eine integrative Vorgehensweise handelt. Physikalische Raumverstandnisse der Planungswissenschaften werden mit sozialen Aspekten der Raumnutzungverknupft.

Dabei wird vor allem eine Studie der relevanten Literatur durchgefuhrt, um die entscheidenden Zusammenhange zu identifizieren.

Zunachst wird ein erster theoretischer Teil einen Uberblick daruber geben, was der offentliche Raum ist und wie er definiert werden kann. In einem nachsten Schritt soil, ebenfalls durch eine Studie der relevanten Literatur, untersucht werden, weshalb die Stadte im Wandel begriffen sind, indem Treiber der Strukturveranderung identifiziert werden. Anschliessend wird gezeigt, wie sich der Strukturwandel genau bemerkbar macht, indem verschiedene Erscheinungsformen des „privat-offentlichen“ Raumes vorgestellt werden, die zunehmend in urbanen Raumen auftreten.

Im empirischen Teil wird ein genauer Blick auf die Stadt Basel geworfen. Dabei werden drei Projekte, die teilweise bereits realisiert, teilweise geplant sind, vorgestellt. Diese sollen zeigen, dass die in der Literatur vorgestellten Entwicklungen auch in Basel vorzufinden sind. Eine anschliessende Analyse soil zeigen, was die Bauten beziehungsweise Umbauten fur die Offentlichkeit genau bedeuten. Handelt es sich eher um eine Aufwertung der offentlichen Raume oder um einen Verlust von offentlichem Raum und welche Entwicklungen reprasentieren die Projekte?

Abschliessend sollen durch die Zusammenfuhrung der Theorie und der Fallstudie Entwicklungstendenzen sowie Spannungsfelder identifiziert werden.

2 Der offentliche Raum und seine Funktionen im Wandel

Der offentliche Raum soil zunachst als volkswirtschaftliches Gut identifiziert werden. Anschliessend soil die Frage beantwortet werden, was offentlicher Raum genau ist und welche Aufgaben er erfullt. Eine kurze Darstellung der rechtlichen Situation im offentlichen Raum soil fur die folgende Abhandlung Klarheit schaffen.

2.1 Was ist ein offentliches Gut?

Eine volkswirtschaftliche Einordnung des Gutes „offentlicher Raum" soil zunachst einen Eindruck gewahren, wer die Flache nutzen darf und wie man davon ausgeschlossen werden kann. Eine gangige Darstellung in der Volkswirtschaft unterscheidet deshalb Guter nach den zwei Eigenschaften Rivalitat und Ausschliessbarkeit.

Rivalitat bedeutet, dass das Gut nach seinem Konsum keinem anderen Konsumenten mehr zur Verfugung steht. Ein ausschliessbares Gut kann hingegen von mehreren Konsumenten genutzt werden, jedoch konnen einzelne Konsumenten durch das Erheben einer Gebuhr ausgeschlossen werden. Ein typisch rivalitares Gut ist eine Tasse Kaffee, die nur einmal konsumiert werden kann. Ein Beispiel fur ein ausschliessbares Gut ware Pay-TV welches zwar von mehreren Menschen gleichzeitig genutzt werden kann, jedoch werden alle ausgeschlossen die keine Gebuhren zahlen. (Sieg, 2007, S. 129)

Der offentliche Raum ist gemass dieser Definition ein offentliches Gut, da man niemanden von der Nutzung der Flache ausschliessen kann und weil mehrere Menschen den Raum gleichzeitig nutzen konnen. Genaugenommen ist keine vollstandige Nicht- Rivalitat gegeben da sich zum Beispiel nicht unzahlig viele Menschen in einem Stadtpark aufhalten konnen, da der Platz nicht unbegrenzt ist. Da dieser Fall aber bei den meisten offentlichen Raumen vernachlassigbar ist, spricht man dennoch von einem offentlichen Gut.

Die folgende Tabelle zeigt, welche anderen Kategorien von Gutern es gibt, je nachdem wie ausschliessbar oder rival sie sind und was sich daraus fur Handlungsoptionen ergeben:

Tabelle 2.1: Differenzierung von Raumtypen (Quelle: Vortrag von Martin Boesch an der Konferenz des FWR in St.Gallen am 21.11.2008)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es muss jedoch berucksichtigtwerden, dass manche Guter, vor allem im Bereich der offentlichen Guter, nicht immer eindeutig identifizierbar sind.

Tabelle 2.2 gibt eine Ubersicht uber die verschiedenen offentlichen Raume.

Die Tabelle zeigt, dass es eine Vielzahl offentlicher Flachen beziehungsweise offentlicher Raume gibt. Nicht alle in der Tabelle aufgefuhrten Bereiche sind gleichermassen vom Strukturwandel betroffen der im Folgenden diskutiertwird.

2.2 Idee der Offentlichkeit

,,Man akzeptiert Parallelgesellschaften, aber der offentliche Raum wird bestimmt durch Regeln, an die sich alle zu halten haben. Selbst in Extremfaiien, wenn etwa eine Bombe in der U-Bahn expiodiert, hilft die Muslimin dem orthodoxen Juden. Aber zuhause leben aiie nicht nur in verschiedenen, sondernzum Teilfeindseligen Welten."

Dahrendorf

2.2.1 Definition des offentlichen Raumes

Dem Begriff Offentlichkeit liegt ein breites Spektrum an Inhalten zu Grunde. Das Brockenhaus Lexikon betont vor allem zwei Bedeutungen, die der Begriff haben kann. Zum einen handle es sich um einen „Begriff der politischen und sozialen Sprache" und zum anderen um einen wichtigen Grundsatz im Bereich des Rechts. In der folgenden Arbeit liegt der Fokus auf der politischen und sozialen Dimension des Begriffs, da im offentlichen Raum die politische und soziale Interaktion, welche durch die Offentlichkeit ermoglicht wird, von Bedeutung ist und folgender Definition unterliegen kann:

,,Offentlichkeit bezeichnet idealtypisch die gesellschaftlich gestaltete beziehungsweise organisierbare Sphare der freien Meinungsausserung, der Kritik, der Kontrolle und der Entscheidungsfindung in alien Fragen, die das politische Gemeinwesen betreffen. Steht sie in dieser Funktion prinzipiell alien am sozialen Geschehen und in politischen Handlungszusammenhangen Beteiligten offen ohne normative Vorgaben hinsichtlich des Ablaufs und der Zielsetzung der gesellschaftlichen Kommunikation zu machen." (Brockenhaus - Lexikon]

Bahrdt (2006] betont jedoch noch weitere wichtige Aspekte der Offentlichkeit, die sich im Kern um angeeignete Kommunikations- und Verhaltensformen drehen: Die Offentlichkeit zeichne sich vor allem dadurch aus, dass sie kein geschlossenes System bilde und somit keine vollstandige Integration stattfinde wodurch die Individuen nicht zu einem „ubergreifenden System zusammenkommen". Dies bedeutet genauer, dass sich Einzelpersonen, welche sich in der Offentlichkeit begegnen, gewisse Verhaltensweisen angeeignet haben so dass „Begegnungen nach gewissen Regeln abgewickelt werden".

„Der einzelne muss sich also darauf einstellen, dass sein Verhalten standige den Reaktionen von Personen ausgesetzt ist, deren Reaktionsweisen er nicht genau kennt, und dem Blick von Menschen, die auch ihn nicht kennen."

Um einen moglichst reibungslosen Ablauf in der Strassenbahn oder auch auf dem Wochenmarkt sicherzustellen wird das Verhalten in der Offentlichkeit somit stilisiert. (S. 87) Zusammenfassend definiert Bahrdt (2006) die Offentlichkeit aus einer soziologischen Perspektive folgendermassen:

,,Es kann nicht oft genug betont werden, dass Offentlichkeit als gesellschaftliches Phanomen keineswegs schon dann entsteht, wenn sich das dichte Beziehungsgeflecht stark integrierter sozialer Systeme auflockert. (...) Offentlichkeit entsteht vielmehr dort, wo durch spezifische Stilisierungen des Verhaltens dennoch Kommunikation und Arrangement zustande kommen. Die wichtigste Stilisierung des Verhaltens, die die Brucke uber die Distanz schlagt, ist die Representation, die, wie schon angedeutet ist, sehr verschiedene Formen haben kann. Sie aussert sich in besonderen Umgangsformen, spezifischen Formen der Geselligkeit, in der Kleidung, in charakteristischen Bauformen und selbstverstandlich in politischen Gebilden eigentumlicher Art, in denen sich die gleichen Strukturen wiederholen wie in der schlichten Situation des offentlichen Strassenverkehrs." (S.93)

Somit kann man sehen, dass der Raum weit mehr als nur eine physikalische Form darstellt, sondern aus soziologischer Perspektive vor allem durch das Verhalten der Menschen geformt wird. Dieses Verhalten, kann als „offentliches Verhalten" bezeichnet werden und steht auch stark im Fokus der Diskussionen, da es gemeinsam mit dem Raum selber einem zeitlichen Wandel unterliegt. Eckel (1998) versucht zu zeigen, welche Gegebenheiten und Tendenzen das offentliche Verhalten beeinflussen und auch verandern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1: Offentliches Verhalten im grossstadtischen Raum (Eigene Darstellung in Anlehnung an Eckel, 1998, S. 176)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.3 zeigt, dass die soziale Differenzierung, der Strukturwandel der Stadt, die Individuaiisierung sowie die Stadt-Raume selbst Einfluss auf das offentliche Verhalten nehmen. Inwiefern sich die Strukturveranderungen genau auf das offentliche Verhalten auswirken, wird weiter unten ausfuhrlich diskutiert.

In der Diskussion uber den offentlichen Raum muss sicherlich auch Richard Sennett (2002) einbezogen werden, der die Entwicklung der Rolle des offentlichen Raumes kritisch betrachtet und der Meinung ist, er sei dem Verfall begriffen: „Auch heute ist das offentliche Leben zu einer Pflicht- und Formsache geworden. Ihren Umgang mit dem Staat betreiben die meisten Burger im Geiste ergebener Zuruckhaltung, aber die Entkraftung der offentlichen Sphare geht weit uber das eigentliche Politische hinaus. Umgang und Austausch mit Fremden gilt allenfalls als langweilig und unergiebig, wenn nicht gar als unheimlich." (S. 15]

Die verschiedenen Perspektiven zeigen, dass die Grenzen der Definition des offentlichen Raumes verschwimmen, da eine rein juristische Betrachtung oftmals nicht ausreicht um das Phanomen des „offentlichen Raumes" genau zu fassen, weshalb Klamt (2006] feststellt:

,,Den einen offentlichen Raum gibtes nicht." (S. 32]

Klauser (2006] vertritt ebenso einen Ansatz, bei dem offentlicher und privater Raum nicht klar voneinander abgetrennt werden konnen, da ein „Raum immer mehr oder weniger und nicht an sich offentlich ist", und zeigt so dann auch das Spannungsfeld der Definition auf:

„Dass ein Raum nicht an sich offentlich sein kann wird schon deshalb klar, weil sein offentlicher Charakter in erster Linie von den verwendeten Definitionskriterien des „Offentlichen" abhangt: Wenn man offentliche Raume zum Beispiel in ihrer Qualitat als Begegnungs- und Aufenthaltsraume untersucht, erscheinen Einkaufszentren mitunter offentlicher als manche Strassen. Wenn man allerdings berucksichtigt, dass Einkaufszentren vor allem einem Konsum orientierten Kundenkreis offen stehen, und randstandige Gruppen oft aufgeschlossen werden, muss dieses Urteil moglicherweise revidiert werden." (S. 135]

Um in der vorliegenden Arbeit jedoch keine Verwirrung entstehen zu lassen, handelt es sich immer um offentlichen Raum im rechtlichen Sinne, wenn nichts anderes gesagt wird, was die genannten Definitionen jedoch nicht in Frage stellen soil. Vielmehr zeigt die Arbeit, welche Wandlungsprozesse dazu fuhren, dass die Grenzen zwischen privatem und offentlichem Raum zunehmend verschwinden.

2.2.2 Historische Entwicklung des offentlichen Raumes

Historisch betrachtet, ist der Begriff Offentlichkeit sicherlich nicht immer von gleicher Bedeutung gewesen. In Zeiten der Romischen „polis“ hatte die Idee der offentlichen Kundgebung sicherlich eine dominante Rolle im Leben eines jeden Burgers. Im Mittelalter wurde der Begriff jedoch wieder weiter in den Hintergrund geruckt um dem Absolutismus freien Lauf zu lassen und ihm keine offentliche Opposition zu ermoglichen. Mit dem Beginn der Aufklarung im 17. und 18. Jahrhundert ist jedoch eine erneute Wendung zu statuieren: in Frankreich kommt erstmals der Begriff der „publicite“ auf. „ Dabei wird er zunachst im juristischen Sinne zur Kennzeichnung offentlicher Verbrechen verwendet. In der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts steht der Begriff der „publicite“ dann fur die freie und ungehinderte Kommunikation im offentlichen Raum. Diese sind fur die burgerliche Gesellschaft zentrale Begriffe um ihr Ideal des Aufklarungsgedankens leben zu konnen. (Aesche und Dimmer, 2001, S.13]

2.3 Aufgaben des offentlichen Raumes

Der urbane offentliche Raum in Stadten bietet eine wichtige Interaktionsflache fur politische sowie soziologische Handlungen und Ereignisse.

Aus politischer Perspektive ist vor allem die freie politische Meinungsbildung eng verknupft mit einer freien politischen Willensausserung, die unter anderem im offentlichen Raum stattfinden kann. Man denke zum Beispiel an Demonstrationen, Informationsstande von Interessengruppen in der Innenstadt oder auch an Parteienwerbung. Diese Elemente sind fur eine moderne Demokratie sehr wichtig, sodass sich jeder, wenn erwunscht, auch auf der untersten organisatorischen Politikebene Gehor verschaffen kann.

Naturlich sind auch die fluchtigen Begegnungen zwischen Menschen ein besonderes Phanomen des offentlichen Raumes, wie zum Beispiel das Treffen von Freunden auf dem Marktplatz, der Auftritt eines Musikanten auf der Strasse oder auch eine spontane Formation einer Fussballmannschaft auf dem offentlichen Sportplatz. Der offentliche Raum ubernimmt hier die Funktion einer Interaktionsflache, auf der Kommunikation sowie auch Demonstration stattfinden kann. Er kann somit als sozialer Treffpunkt bezeichnet werden.

Durch das Zusammentreffen aller Menschen auf diesen Flachen begegnen sich jedoch auch verschiedene soziale Schichten, die sich in der intimen, privaten Sphare womoglich voneinander separieren wurden. Somit sind Obdachlose oder Bettler ein fester Bestandteil offentlicher Platze, die sich zum Beispiel auf Parkbanken oder an Bushaltestellen aufhalten. Dies bedeutet, dass der offentliche Raum auch eine Konfrontation mit der sozialen Realitat ermoglicht, die in privaten Raumen eher selten vorkommt. Es handelt sich im Allgemeinen um eine Begegnung mit dem Fremden, die sich aber nicht nur auf sozial schwachere Schichten bezieht, sondern auch auf Menschen anderer Kulturen, Behinderte und viele mehr. Diese besonderen Begegnungen sind fur die Aufrechterhaltung einer heterogenen Gesellschaft und deren besondere Anspruche sehr wichtig. Somit ubernimmt der offentliche Raum wichtige Aufgaben, die in einem privaten Raum meist nichtvollumfanglich erfulltwerden konnen.

Schafers (2006) betont die folgenden Aufgaben des offentlichen Raumes, wie sie in Tabelle 2.4 zusammengefasst werden.

Tabelle 2.4: Phanomene und Funktionen des offentlichen Raumes. (Quelle: Schafers, 2006, S. 153)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus den Aufgaben des offentlichen Raumes lassen sich Anspruche an denselben ableiten. Wenn sich diese verandern, lassen sich umgekehrt aber auch die Aufgaben des Raumes neu definieren. Eine Analyse der Treiber des Strukturwandels (Punkt 3.0) zeigt, welche Veranderungsprozesse stattfinden, indem die Parameter identifiziert werden, welche die Rolle des offentlichen Raumes beeinflussen.

2.4 Rechtliche Grundlagen im offentlichen und privaten Raum

„Die Differenz zwischen Hoheitsrecht und Hausrecht macht den stadtischen offentlichen Raum als gesellschaftliche Form aus." (Schubert, 1999, S. 18]

Fraglich ist, ob der Charakter der offentlichen Raume tatsachlich nur an den gultigen Rechten hangt. Durch das zunehmende Verschwimmen der Grenzen zwischen offentlichem und privatem Raum ergeben sich Spannungsfelder im Bezug auf die Rechte, die an den jeweiligen Raumen haften. Zunachst soil aufgezeigt werden, welche Rechte gewohnlich im offentlichen Raum in der Schweiz sowie in Deutschland gelten, um anschliessend die Veranderungen aufgrund des Strukturwandels besser greifen zu konnen.

In der Schweiz ist vor allem das sogenannte „Jedermannsrecht“, welches ein Gewohnheitsrecht darstellt und in Art. 699 ZGB festgehalten ist von Bedeutung wenn man einen genaueren Blick auf die Gesetzeslage im offentlichen Raum werfen mochte:

„Das Betreten von Wald und Weide und die Aneignung wild wachsender Beeren, Pilze und dergleichen sind in ortsublichem Umfange jedermann gestattet, soweit nicht im Interesse der Kulturen seitens der zustandigen Behorde einzelne bestimmt umgrenzte Verbote erlassen werden." (Art. 699,1. ZGB]

Es stammt von der Idee her ursprunglich aus den skandinavischen Landern und wurde weitestgehend identisch in der Schweiz ubernommen. Es beschreibt das zentrale Nutzungsrecht fur die Landschaft und erlaubt die Nutzung von „Wald und Weide" beziehungsweise der Allmende. Es existieren Forderungen nach einer Anpassung des Textes dahingehend dass der Artikel um den Begriff „offentlicher Raum" erweitert wird, da die Landschaft selber keine zeitgemasse Bezeichnung fur die Allmende darstellt. Das „Jedermannszutrittrecht“ soil die Verprivatisierung und Einzaunung der offenen Landschaft verhindern und wird teilweise auch als „Erholungsrecht“ bezeichnet. (Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, 2007]

Da in der vorliegenden Arbeit vor allem offentliche Raume in Stadten diskutiert werden, ist die Nutzung von Natur und dessen Fruchten in diesem Fall weniger wichtig. Es kann aber daraus abgeleitet werden, dass es jedem grundsatzlich erlaubt ist, sich im offentlichen Raum aufzuhalten. Das Jedermannsrecht gibt es in Deutschland nicht explizit, jedoch ist es auchjedem erlaubt, sich im offentlichen Raum aufzuhalten.

Alle Handlungen im offentlichen Raum unterliegen dem offentlichen Recht, jedoch sollten einige besondere hervorgehoben werden, welche oft auf privaten Flachen, wie Einkaufszentren durch die vorherrschende Hausordnung untersagt werden:

So gibt es im offentlichen Raum zum Beispiel die Versammlungsfreiheit, welche im Art. 22 der BV geregelt ist: „Die Versammlungsfreiheit ist gewahrleistet" (Abs.l]. „Jede Person hat das Recht, Versammlungen zu organisieren, an Versammlungen teilzunehmen oderVersammlungen fernzubleiben."

In Deutschland sind vor allem zwei Grundrechte zu nennen, die im offentlichen Raum fur Burger von grosser Bedeutung sind: Das ist zunachst ebenfalls die Versammlungsfreiheit, wie sie in Art. 8 des deutschen Grundgesetzes geregelt, sowie die Meinungsfreiheit, wie sie in Art. 5 GG geschrieben steht.

Die folgende Hausordnung in Tabelle 2.5 stammt aus einem privaten Gelande, dem Sonycenter in Berlin. Es handelt sich um ein Areal, welches SONY gehort. Dieser Auszug soil aufzeigen, wie die Hausordnung in solchen Raumen vom Recht im offentlichen Raum abweicht und inwiefern Grundrechte eingeschranktwerden.

Tabelle 2.5: Auszug aus der Hausordnung im „Sony Center am Potsdamer Platz" (Quelle: Glasze. 2001).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 vgl. dazu Aesche und Dimmer, 2001: „Wie offentliche muss der Stadtraum der Zukunft noch sein?"

2 vgl. dazu zum Beispiel Kohn 2004 : Brave new neighborhoods - The Privatization ofpublicspace. New York: Routledge.

Details

Seiten
56
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640877348
ISBN (Buch)
9783640877447
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167006
Institution / Hochschule
Universität St. Gallen – Institut für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus
Note
5,5
Schlagworte
privatisierung räume strukturen entwicklungstendenzen

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Titel: Privatisierung öffentlicher Räume