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Von der Idee zur erfolgreichen Existenzgründung

Die entscheidenden Fehler bei der Existenzgründung vermeiden

Essay 2011 9 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Von der Idee zur erfolgreichen Existenzgründung

Teil I: Von der Idee bis zur Entscheidung

Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigt eine Firma zu gründen, hat einen schwierigen Aufstieg vor sich. Um im Bild zu bleiben, so wie kein Bergsteiger ohne sorgfältige Planung und Ausrüstung eine Erstbesteigung vornehmen würde, so muss auch ein Gründer umfassend planen und sich möglichst perfekt informieren und ausrüsten, damit er nicht abstürzt. Leider ist das aber oft nicht der Fall, denn über 60% der Firmengründer überstehen die ersten drei Jahre nicht.

Am Anfang steht die Idee

Für den Schritt in die Selbständigkeit gibt es verschiedene Startpositionen:

1. Wie finde ich eine Idee?
2. Ich habe eine Idee.
3. Prüfung der alternativen Möglichkeiten.

Zu 1. Wie finde ich eine Idee?

Wer nicht weiß, mit welchen Angeboten/Leistungen er zukünftig sein Geld verdienen will, muss sich zunächst einmal selbst auf den Prüfstand stellen. Man muss sich zuerst selbst klar werden was man will, was man kann und warum es gerade diese Tätigkeit sein soll.

Egal zu welcher Selbständigkeit man sich entschließt, zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wenn man erfolgreich sein will. Man muss von dem, was man tun will, viel verstehen, damit man immer und zu jeder Zeit mit Kompetenz agieren kann. Außerdem muss man das, was man tun will, gern ausüben. Wer täglich 8, 10 oder mehr Stunden Arbeiten ausführen muss, die er nicht gern und mit Überzeugung macht, kommt schnell in Stresssituationen, die er irgendwann nicht mehr bewältigt.

Wer bei der Ideensuche Anregungen und Hilfe sucht, wird in vielen Internetseiten fündig. Ich halte zwei Seiten (weitere Empfehlungen finden Sie am Ende des Beitrages) für besonders wichtig. Einmal die Existenzgründerseiten des >www.bmwi.de<, weil hier umfassende Informationen und Hilfen geboten werden, mit denen Sie viel Geld sparen können. Wenn Sie nur nach Ideen suchen, ist meiner Meinung nach die Internetseite >www.best-practice-business.de/blog< hervorragend geeignet.

Da die meisten Geschäftsideen nicht wirklich neu sind, sondern in der Regel übernommen werden, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht 1:1 übernommen werden. Besser ist es, die Idee zu hinterfragen und zu überlegen, wie man sie verbessern kann.

Wenn Sie glauben, dass Sie eine gute Idee gefunden haben, müssen Sie die Qualität und Verwertbarkeit dieser Idee prüfen. Fragen wie:

- Ist mein zukünftiges Angebot wettbewerbsfähig?
- Ist das zukünftige Angebot neu und attraktiv?
- Unterscheidet es sich erkennbar/deutlich vom Wettbewerb?
- Ist es zukunftsfähig/ausbaubar?
- Stimmt das Preis-Leistungsverhältnis?
- Besteht ausreichend Bedarf?
- Erreiche ich genügend Kunden in dem vorgesehenen Einzugsgebiet?

Diese Grundfragen müssen Sie ohne Einschränkung mit „Ja“ beantworten können. Wenn das nicht der Fall ist, müssen Sie sich fragen, ob die Idee so verbesserungsfähig ist, dass Sie dieses Ziel erreichen. Wenn das nicht möglich ist, müssen Sie sich eine neue Idee suchen.

Wenn Sie glauben, eine tragfähige Geschäftsidee gefunden zu haben, suchen Sie sich Firmen, die mit ähnlichen Angeboten bereits auf dem Markt sind. Schauen Sie sich diese Unternehmen genau an, damit Sie wissen, mit welchen Leistungen und Argumenten diese arbeiten, welche Zielgruppen sie bedienen und wie sie diese ansprechen.

Nachdem Sie sich umfassend Informiert haben, stellen Sie Ihre Idee und Ihr geplantes Angebot dagegen und fragen sich, ob Sie mit Ihren Leistungen den bestehenden Unternehmen die Kunden abwerben können.

Bevor Sie jetzt mit „Ja“ antworten, müssen Sie sich fragen: „Wie würde ich reagieren, wenn mir ein Existenzgründer Konkurrenz machte?“Hier begehen viele Existenzgründer einen Kardinalfehler, weil sie diese Reaktion nicht berücksichtigen. Aber, würden Sie sich ihre Kunden ohne Gegenwehr abwerben lassen, wenn ein neuer Wettbewerber auftritt? Sicher nicht. Also müssen Sie sich diese Frage stellen. Wenn Sie das nicht tun, geraten Sie später in Schwierigkeiten, weil Sie auf die Abwehrmaßnahmen der Wettbewerber nicht vorbereitet sind.

Beispiel

Sie bieten eine verbesserte Dienstleistung an. Der oder die Konkurrenten versuchen Ihr Angebot zu kopieren und reduzieren zusätzlich ihre Preise, um Sie als Newcomer vom Markt zu verdrängen. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie darauf reagieren wollen, sondern ebenfalls mit einem Preisnachlass reagieren, werden Sie den Wettbewerb sehr wahrscheinlich verlieren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie diese Entwicklungen einplanen, damit sie für diese Situation eine Lösung haben.

Zu 2. Ich habe eine Idee

Grundsätzlich gelten für diesen Fall die gleichen Regeln und Fragen wie zu 1. Sie müssen ebenfalls prüfen, ob Ihre Idee in allen Punkten wettbewerbsfähig ist. Können Sie die Fragen nicht uneingeschränkt mit ja beantworten, ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie scheitern, groß.

Dass Problem vieler Existenzgründer besteht darin, dass sie ihre Idee nicht objektiv bewerten (können). Sie sehen alles durch eine rosarote Brille und lassen Gegenargumente und Fakten nicht gelten. Wer aber Gegenargumente abwürgt, wird selten erfolgreich sein, weil er das Wissen und Know-how seiner Gesprächspartner ignoriert. Existenzgründer die so handeln, sind logischerweise selten teamfähig, denn sie verhalten sich auch in ihrer Selbständigkeit mehr oder weniger autoritär und uneinsichtig.

[...]

Details

Seiten
9
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640835164
ISBN (Buch)
9783640834679
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167109
Note
keine
Schlagworte
Existenzgründung Unternehmensgründung Firmengründung Betriebsgründung Geschäftsgründung Existenzplanung Unternehmensplanung Firmenplanung Betriebsplanung Geschäftsplanung Selbständigkeit Geschäftsplan Businessplan Zukunftsplanung Planungsmethoden

Autor

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