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Textanalyse von Coelhos "Der Alchimist". Inhalt, Form und Interpretation

Facharbeit (Schule) 2005 19 Seiten

Zusammenfassung

„Jeder Mensch auf Erden hat einen Schatz, der ihn erwartet“
('Der Alchimist' von Paulo Coelho, Seite 138, Zeile 17).

Im Jahre 1988 erschien das zweite Buch Paulo Coelhos mit Namen ‚Der Alchimist‘, und nach anfänglichen Absatzschwierigkeiten waren massenhaft Menschen auf der ganzen Welt davon begeistert. Von da an schwiegen die meisten Kritiker und der Autor schrieb ein erfolgreiches Buch nach dem anderen.
In dieser Hausarbeit wird dieses Werk unter literarischen Gesichtspunkten betrachtet und u. a. folgenden Aspekte beleuchtet:
Biographie und Bibliographie des Autors,
Inhaltsangabe, Figurenbeschreibung & -konstellation, Zeit, Ort/Raum,
Buchausgabe, Aufbau des Buches, Gattungszugehörigkeit, Erzählsystem, Satzbau & Sprache.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Autor Paulo Coelho
2.1. Biographie
2.2. Bibliographie

3. Inhaltsanalyse
3.1. Inhaltsangabe
3.2. Figurenbeschreibung & -konstellation
3.3. Zeit
3.4. Ort / Raum

4. Formanalyse
4.1. Ausgabe des Buches
4.2. Aufbau des Buches
4.3. Gattungszugehörigkeit
4.4. Erzählsystem
4.5. Satzbau & Sprache

5. Interpretation

6. Wertung & Stellungnahme

7. Literatur- & Quellenangaben

1. Einleitung

Im Jahre HUVFKLHQ HLQ %XFK QDPHQV ÃAuf dem Jakobswegµ. Es war das Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Die allgemeinen Kritiken fielen negativ aus und der Käuferkreis des Buches ging nicht über eine kleine Anzahl von Leuten hinaus. Ein Jahr später erschien des Autors zweite Buch mit Namen ÃDer Alchimistµ und nach anfänglichen Absatzschwierigkeiten waren massenhaft Menschen auf der ganzen Welt davon begeistert. Von da an schwiegen die meisten Kritiker und der Autor schrieb ein erfolgreiches Buch nach dem anderen. Heute lesen Menschen aus mehr als 150 Ländern seine Bücher, die in 56 Sprachen übersetzt wurden und eine Gesamtverkaufszahl von über 25 Millionen haben.1

Wer ist dieser Mann, der bei der Überreichung des Kultur-Bambi 2001 YRQ GHU -XU\ DOV Ä nicht nur einer der meistgelesenen, sondern auch der einflussreichsten Autoren der Gegenwart ³2 bezeichnet wurde und der am 19. Mai dieses Jahres iQ +DPEXUJ PLW GHU $XV]HLFKQXQJ ÃGoldene Federµ geehrt wird?3

2. Der Autor Paulo Coelho

2.1. Biographie

Paulo Coelho wird am 24.08.1947 in Rio de Janeiro, Brasilien, als Sohn einer gutbürgerlichen Familie geboren. Als Kind besucht er eine Jesuitenschule, deren strenges religiöses Regelwerk ihn zur Auflehnung dagegen bewegt. Schon als Jugendlicher verspürt er den Wunsch Schriftsteller zu werden und gewinnt seinen ersten literarischen Preis bei einem Lyrikwettbewerb in der Schule. Da seine Eltern konträr zu seiner Idee, Schriftsteller zu werden, stehen und ihn aufgrund seines Berufszieles mehrmals in eine psychiatrische Klinik einweisen, entscheidet sich Coelho dazu, Rechtswissenschaften zu studieren. Nach kurzer Zeit bricht er das Studium wieder ab und beginnt ein Leben fernab des Bürgertums. Coelho lebt wie ein Hippie, spielt Theater, schreibt (Protest-)Liedertexte, tritt einer Ãalternativen Gesellschaftµ bei, die schwarze Magie praktiziert, gründet ein politisches Magazin etc.4

Aufzulehnen kommt Coelho mehrmals mit dem Gesetz und paramilitärischen Organisationen in Konflikt. $E ZLOO &RHOKR HLQ Ãnormalesµ Leben führen, heiratet und arbeitet unter anderem als Direktor von Polygram in London und bei CBS Brasilien. Mit seiner zweiten Frau Christina Oiticica bereist er Anfang der 80er Jahre Europa u.a. auch Deutschland, Nordafrika und seinen Heimatkontinent Südafrika. 1986 pilgert er zu Fuß auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Darüber schreibt er sein erstes Buch ÃAuf dem Jakobswegµ«

Heute lebt Paulo Coelho mit seiner zweiten Ehefrau Christina wieder in Brasilien, ist Mitbesitzer der Literaturagentur ÃSant Jordi Asociadosµ in Barcelona, die die weltweiten Rechte seiner Bücher vermarktet und ist mit seinen Bestsellern sogar im Guinnessbuch der Rekorde vertreten. Er erhielt unzählige Auszeichnungen ZLH GHQ ÃCrystal Awardµ des World Economic Forum, bereist die Länder der Erde und wird von der Weltprominenz zu Besuch gebeten. Coelho versucht den Kontakt zu seinen Fans zu pflegen und intensiv zu gestalten. Aus diesem Grund unterhält er eine Homepage, auf der man neben einer sehr ausführlichen Biographie auch Fotos geboten bekommt, Coelhos offiziellen Terminplaner einsehen und ihm sogar persönlich E-Mails schreiben kann. Zudem betreibt er ein Online-Magazin und lässt Newsletter versenden.5

Paulo Coelhos Online-Magazin und sein Newsletter ÃKrieger des Lichtsµ:

- www.warriorofthelight.com

Paulo Coelho Diskussionsforum:

- http://groups.msn.com/Paulocoelho-offiziellerfanclub

2.2. Bibliographi

- Auf dem Jakobsweg6 (1987; D: 2000)
- Der Alchimist (1988; D: 1991)
- Brida (1990)
- Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte (1994; D: 2000)
- Der Fünfte Berg (1995; D: 2000)
- Handbuch des Kriegers des Lichts (1997; D: 2001)
- Veronika beschließt zu sterben (1998)
- Der Dämon und Fräulein Prym (2001)
- Elf Minuten (2003)
- Unterwegs. Der Wanderer (2004)
- Der Zahir (2005)

[D = Deutschsprachige Erstausgabe]

3. Inhaltsanalyse

3.1. Inhaltsangabe

Der Roman ÃDer Alchimistµ GHVVHQ 2ULJLQDOWLWHO ÃO Alquimistaµ lautet, wurde von Paulo Coelho Mitte der 80er Jahre geschrieben und erstmals 1988 verlegt. Die Geschichte, die in einer undefinierten Vergangenheit spielt, handelt vom jungen Schafshirten Santiago, der sein eingespieltes Leben aufgibt, um einen Schatz zu finden und bei seiner Suche Liebe, Erkenntnis und zu sich selbst findet.

Der in Spanien lebende Schafshirte Santiago träumt von einem Schatz am Fuß der Pyramiden. Als sich der Traum wiederholt und ihn mehrere Personen dazu ermutigen, verkauft Santiago seine Herde und macht sich auf, seinen Schatz zu finden und dabei seiner Leidenschaft des Reisens zu frönen. Er verlässt Spanien und setzt ins befremdliche Afrika über. Alsbald wird ihm all sein Geld geklaut, doch er findet Arbeit bei einem Kristallwarenhändler, die er so gewinnbringend ausführt, dass er schließlich genug Geld zum Weiterreisen hat. Bei der Durchquerung der Sahara mit einer Karawane freundet sich Santiago mit einem Kamelführer an und lernt einen jungen Engländer kennen, der auf der Suche nach einem Alchimisten ist, der ihm die Geheimnisse der Alchimie lehren soll. Die Karawane wird durch einen Stammeskrieg zu einem vorläufigen Stopp in der Oase El-Fayum gezwungen. Hier findet Santiago seine Liebe in der Araberin Fatima und trifft ebenso unverhofft auf den Alchimisten, der ihn auf einem weiteren Teil seiner Reise/Suche nach dem Schatz begleitet.

Auch wenn Ereignisse wie die Arbeit beim Kristallwarenhändler und die Liebe zu Fatima Santiago von seinem Weg abzubringen drohen, so besinnt er sich stets durch eigene Erkenntnis, gedeutete Zeichen und auftretende Personen auf diesen zurück. So findet er schließlich seinen Schatz und hat bei seinem zurückgelegten Weg doch mehr über die Welt, Gott, die Menschen und sich selbst erfahren, als er sich je zu träumen gewagt hätte.7

3.2. Figurenbeschreibung und -konstellation

Die Hauptfigur des Buches ist Santiago, ein junger Hirte, der mit seiner Schafsherde von Weideplatz zu Weideplatz durch die Region Andalusien in Süd-Spanien zeiht. Santiago wurde in Andalusien als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Zu Beginn der Geschichte ist er ca. 18 Jahre alt, kräftig gebaut und lebt seit zwei Jahren als Hirte. Bis zu seinem 16. Lebensjahr wurde er auf einer Klosterschule in Fächern wie Latein, Spanisch und Theolo- gie unterrichtet und kann somit lesen und schreiben. Seine Eltern hatten ihm eine Laufbahn als Priester vorbestimmt, doch Santiagos Wunsch zu reisen und die Welt kennen zu lernen war größer als das Belieben der Eltern.8

[...]


1 Vgl. www.paulocoelho.com.br/alem/bio.shtml [02.05.2005]

2 www.paulocoelho.com.br/alem/bio.shtml [02.05.2005]

3 Vgl. www.santjordi-asociados.com/agenda/agenda2005_may.html [27.04.2005]

4 http://groups.msn.com/Paulocoelho-offiziellerfanclub/ankndigungen.msnw [01.05.2005]

5 Vgl. www.paulocoelho.com.br/alem/bio.shtml [02.05.2005]

6 Vgl. www.perlentaucher.de/autoren/1840.html [25.04.2005]

7 Vgl. Coelho 1996

8 Vgl. Coelho 1996: 15f.

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