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White-collar workers: Angestellte in Großbritannien

Hausarbeit (Hauptseminar) 2008 23 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „White-collar workers“
2.1 Klärung der Begrifflichkeit
2.2 Geschichtliche Einordnung
2.3 Heterogen oder homogen? Die Angestellten als soziale Gruppe
2.4 Soziale Maßstäbe
2.4.1 „Respectability“ und „gentility“
2.4.2 „Professionalism“

3. Beispiele für „white-collar workers“
3.1 „Clerks“ - Kaufmännischen Angestellte
3.2 Ingenieure und Techniker

4. „White-collar unionism“

5. Weibliche Angestellte

6. Fazit

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

„Noch bis vor kurzem ist die Geschichte der Angestellten in England weitgehend vernachlässigt worden. Leider ist sie auch bis jetzt nur bruchstückhaft aufgearbeitet“1 worden. Dies ist das erste Problem, das bei der Beschäftigung mit dem Thema „'white-collar workers': Angestellte in Großbritannien“ zu Tage tritt. Im Gegensatz zu Deutschland entstand in England keine Tradition der historischen, sozialwissenschaftlichen Beschäftigung mit der Angestelltenfrage, obwohl sich die quantitative und qualitative Entwicklung der Angestelltenschaft wenn nicht identisch, aber fast analog vollzog.2 Ein Grund für die Nichtbefassung der britischen Sozialwissenschaftler mit der Angestelltenfrage ist erstens, dass die verschiedenen Angestelltengruppen die Verbesserung ihrer Situation mehr durch individuelle und kollektive Selbsthilfe als in staatlichen Maßnahmen gesucht haben.3 Zweitens, war die englische Gesellschaft stark durch den Liberalismus geprägt, wodurch nie ein allgemeines Interesse an den Problemen von Angestellten aufgekommen ist.4 Drittens hat es in Großbritannien nie eine Vereinigung der Angestelltenvertretungen bzw. -organisationen gegeben, wodurch die meisten Angestelltenorganisationen nur Vertreter spezifischer Berufsgruppen blieben.5 Die Forschung gibt demnach mit der mangelnden Beschäftigung mit den Angestellten im Grunde nur die sozialpolitische Situation und das Bewusstsein in der Bevölkerung Großbritanniens wieder.6 In der neueren Forschung sind einige Abhandlungen zum Thema erschienen (z.B. von Behringer, Lockwood, Anderson und Bain), diese bleiben jedoch weitestgehend die Ausnahme. Auch in den einschlägigen historischen und ökonomischen Zeitschriften ist kaum ein Artikel über die britischen „white-collar worker“ zu finden, bis auf Bain/Price, Simpson, Loveridge.7

Trotz der vermeintlich schlechten Voraussetzungen8 soll in der vorliegenden Arbeit der Versuch eines Überblicks über die Verhältnisse der „white-collar workers“ Großbritanniens gewagt werden. Aufgrund der Heterogenität innerhalb der „white-collar workers“ was Beruf und Status betrifft, kann hier nur eine begrenzte Auswahl an Einsichten gegeben werden.

[...]


1 Anderson, Angestellte in England, S. 59.

2 Mangold, Angestelltengeschichte und Angestelltensoziologie, S. 27.

3 Ebd., S. 29-30.

4 Kocka, Angestellte zwischen Faschismus und Demokratie, S. 320.

5 Mangold, Angestelltengeschichte und Angestelltensoziologie, S. 31.

6 Behringer, Privatangestellte, S. 59.

7 Alle im BJIR erschienen, genaue Angaben siehe Literaturverzeichnis.

8 Kocka, Angestellte zwischen Faschismus und Demokratie, S. 114; Schulz, Angestellte seit dem 19. Jahrhundert, S. 114.

Details

Seiten
23
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640850624
ISBN (Buch)
9783640850761
DOI
10.3239/9783640850624
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Institut für Geschichtswissenschaft
Erscheinungsdatum
2011 (März)
Note
2,3
Schlagworte
White-collar workers Angestellte im 19. Jahrhundert Großbritannien

Autor

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Titel: White-collar workers: Angestellte in Großbritannien