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Das 4CID-Modell am Beispiel "Bildungswissenschaftler/in im Bereich der Lehre (Universität)"

Hausarbeit 2010 17 Seiten

Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis Seite

1. Einleitung

2. Analyse der Kompetenz

3. Aufgabenklassen
3.1 Zum Begriff „Aufgabenklassen"
3.2 Vereinfachende Annahmen
3.3 Entwurf von Lernaufgaben

4. Unterstützende Informationen und Just-in-time Informationen

5. Lerntheoretische Überlegungen & Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das 4C/ID Modell

6. Didaktische Szenarien zur Integration in das 4C/ID Modell

7. Medien zur Unterstützung des Blueprints

8. Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

,,Lehren heiEt, ein Feuer entfachen, undnicht, einen leeren Eimerfullen."

Heraklit

Die berufliche Qualifikation und der Erwerb von Bildungszertifikaten sind in der heutigen Zeit bedeutender denn je. Aus diesem Grunde streben (zukünftige) Ar- beitnehmer immer häufiger einen möglichst hohen Bildungsabschluss an. In der akademischen Ausbildung verlangt dies ein hohes Maß an Struktur und Effizienz bei der Gestaltung der Betreuung von Studierenden. In dieser Arbeit soll am Bei- spiel des 4C/ID Modells ein exemplarischer Blueprint für die Ausbildung eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Lehre an einer Universität dargestellt werden. Gegenstand wird hierfür die Planung und Organisation eines Seminars an einer Universität sein.

Das 4C/ID Modell ist ein wissenschaftlich und empirisch erforschtes Modell, das von van Merriënboer entwickelt wurde, um durch Darstellung der Realität komple- xe, kognitive Fähigkeiten zu trainieren (vgl. Bastiaens, Deimann, Schrader, Orth, 2010, S. 90). Der Kern dieses Modells liegt im Entwurf von authentischen Lern- aufgaben, mit dem Ziel komplexe Fähigkeiten zu erlangen, die sich am Ende zu einer Handlungskompetenz zusammenfügen. Das 4C/ID Modell beinhaltet die 4 Komponenten Lernaufgaben, Unterstützende Informationen, Just-in-time Informa- tionen und Part-task Practice, die im Verlauf dieser Arbeit näher erläutert werden. Die Arbeit gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Im prak- tischen Teil werden nach Analyse der Kompetenz die Aufgabenklassen darge- stellt und die beiden Komponenten, unterstützende Informationen und Just-in- time Informationen, mit Beispielen erläutert. Im Anschluss erfolgt der zweite, theo- retische Teil mit lerntheoretischen Überlegungen sowie Aspekten des situierten Lernens in Bezug auf das 4C/ID Modell und die Darstellung von didaktischen Szenarien und eine Erläuterung von Medien zur Unterstützung des Blueprints. Eine Zusammenfassung und ein Fazit schließen die Arbeit ab.

Der besseren Lesbarkeit halber wurde auf eine geschlechtsspezifische Schreib- weise verzichtet. Die männliche Schreibweise gilt für beide Geschlechter glei- chermaßen.

2. Analyse der Kompetenz

Studiengänge haben, wie andere Ausbildungen auch, besondere Anforderungen an die Studierenden. Ein hohes Maß an Eigendisziplin auf Seiten der Studenten und ein hoher Grad an Effizienz und Struktur auf Seiten der Ausbilder sind unab- dingbare Voraussetzungen für die Zielerreichung, einen qualifizierten Abschluss. Der zu vermittelnde Stoff in Seminaren muss gebündelt, gut verständlich und in Hinblick auf die bevorstehende Prüfungsleistung als kurzfristiges Ziel und die spä- tere Ausübung des Berufes als langfristiges Ziel optimal transportiert werden. Um eine entsprechende Kompetenz beim lernenden Bildungswissenschaftler heraus- zubilden, muss in Anwendung des 4C/ID Modells zunächst eine sogenannte Fertigkeitenhierarchie entwickelt werden, wie in Abbildung 1, entwickelt werden.

Konkret bedeutet dies, dass man die zu vermittelnde Kompetenz in ihrer gesam- ten Komplexität auswählt und sie dann in ihre konstituierenden Fertigkeiten zer- gliedert. Dargestellt wird die Fertigkeitenhierarchie in temporärer und konditiona- ler Form. Der temporäre Verlauf wird von links nach rechts gelesen und zeigt z.B. in dieser Arbeit den zeitlichen Aufbau einer Seminarplanung und -durchführung bis hin zu ihrer Auswertung. Die konditionalen Relationen werden von unten nach oben gelesen, wobei die unterste Fertigkeit die nächst höhere bedingt. Für die Kompetenz, ein Seminar durchzuführen, werden verschiedene Fertigkeiten benö- tigt. Exemplarisch sind dies das Vortragen einer Präsentation und die Bedienung von Medien, die den Stoff veranschaulichen, und die Moderation von Diskussi- onsrunden. Die Moderation bedarf der Fertigkeit von fachlicher und rhetorischer Kompetenz. Konkrete Fragen der Studenten müssen gut verständlich beantwortet werden und auch der Dozent muss sich versichern können, dass Sachverhalte richtig verstanden worden sind, indem er gezielt nachfragt. Bei der Nachbereitung des Seminars sollen z.B. der Transfer und die Effizienz der Veranstaltung analy- siert werden. Hierfür ist es wichtig, sich mit den Instrumenten für eine Evaluation auszukennen und die Prozesse zu beherrschen. Aus den Ergebnissen können wichtige Erkenntnisse über den Ist-Zustand gewonnen werden.

Im folgenden Beispiel soll die ganzheitliche Kompetenz der Planung und Durchführung eines Seminars dargestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Fertigkeitenhierarchie

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640852147
ISBN (Buch)
9783640851898
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168250
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
4cid lehre Modul 2b Beispiel Universität Mediendidaktik Bildungswissenschaft Hagen fernuniversität

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