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Lesbarkeit der Germania – Lesbarkeit der Geschichte. Heiner Müllers Drama und die (DDR-) Geschichte

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 25 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehungsgeschichte der Germania
2.1. Das parteioffizielle Geschichtsparadigma der DDR
2.2. Der Wandel des Geschichtsparadigmas unter Honecker

3. Die Struktur der Germania und interpretatorische Schlussfolgerungen
3.1. Der Aufbau des Stücks
3.2. Uneindeutigkeit Heiner Müllers und gewollte Interaktion mit dem Publikum
3.3. Deutung der Germania und korrespondierende Perspektive auf die DDR

4. Germania - Wiedergabe einer „linientreuen Parteiansicht“?
4.1. Die Heilige Familie
4.2. Hommage à Stalin

5. Germania - ein geschichtspessimistisches Stück?
5.1. Brandenburgisches Konzert
5.2. Die Möglichkeit von Fortschritt
5.3. Nachtstück'. Ausdruck barocker Melancholie?

6. Die Unentscheidbarkeit des Stücks
6.1. Die Offenheit der Germania
6.2. Der Gestus des nichtmelancholischen Allegorikers

7. Schlusskommentar

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Interpretation des Stücks Germania. Tod In Berlin (im Folgenden auch nur Germania) von Heiner Müller in Bezug auf den historischen Kontext, in dem es entstand und in dem es wirken sollte[1]. Die zugrundeliegende Annahme wird dabei sein, dass sich in Germania sowohl eine allgemeine geschichtsphilosophische Auffassung, als auch ein spezielles Verhältnis zur DDR- Geschichte (bzw. Gegenwart zur Entstehungszeit des Stücks) artikuliert.

Geht man also davon aus, dass einerseits die Interpretation der Germania eine bestimmte Sichtweise auf die DDR und auf Geschichtserzählungen insgesamt impliziert, andererseits die Deutung des Dramas selbst aus einer bestimmten historischen Perspektive entsteht, dann gilt es, diese Verknüpfungen darzustellen. Daher wird die Bearbeitung des Geschichtsstoffs durch Heiner Müller zum einen auf ihr Angebot von Vergangenheitsdeutungen hin betrachtet, zum anderen auf ihr Wirkungspotential im Hinblick auf die Zukunft (gewissermaßen die Rückwirkungen des Stücks in die Geschichte hinein).

Zunächst wird ein geschichtlicher Abriss die Entstehungsphase des Stücks zeitlich einordnen und sie an zentralen Ereignissen der DDR- Geschichte verankern. Fixpunkt dieses Kapitels ist das von der Staatsführung der DDR propagierte Geschichtsparadigma und dessen Veränderungen bzw. Kontinuitäten. Daraufhin wird der Aufbau der Germania dargestellt, um Deutungsansätze herleiten zu können, die im Interpretationsteil der Arbeit auf ihre Aussagekraft und Stichhaltigkeit überprüft werden. Lässt sich der Text als kohärentes Gebilde betrachten, gibt er somit auch eine eindeutige Sichtweise der DDR wieder, oder zeigt sich eine andere Betrachtungsweise dem Wesen der Germania wesentlich angemessener? Und welche Konsequenzen für die Wahrnehmung der DDR und das Bild von Geschichte überhaupt hätte diese Ansicht dann?

Diese Fragen sollen - unter Berücksichtigung des Geschichtsverständnisses von Heiner Müller und seines Verhältnisses zur DDR - erörtert werden. In einem abschließenden Kommentar werden die Ergebnisse der Arbeit eingeordnet, um den Versuch einer Antwort auf die oben formulierten Fragen machen zu können.

2. Die Entstehungsgeschichte der Germania

2.1. Das parteioffizielle Geschichtsparadigma der DDR

Die marxistische Geschichtsauffassung vertritt eine Auffassung von Geschichte, nach der sie sich in zwei grundsätzlich verschiedene Abschnitte gliedern lässt. Die erste Phase umfasst den Zeitraum bis zur sozialistischen Revolution; sie ist durchzogen von Klassenkämpfen[2], geprägt von Widersprüchen und Entfremdung. Erst die sozialistische Revolution schließt mit diesem Kapitel - der Vorgeschichte der menschlichen Gesellschaft - ab[3]. Darauf folgt die eigentliche Geschichte. Im Sozialismus lebt der Mensch ohne Widersprüche, ohne Klassengegensätze erstmals wirklich frei und menschlich.

Unter Walter Ulbricht, von 1953-1971 1. Sekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED, propagierte der Staat die gelungene Verwirklichung der sozialistischen Gesellschaft in der DDR. Doch der Anspruch auf Widerspruchslosigkeit und Etablierung wirklicher Freiheit wurde durch die realen Verhältnisse in der DDR und ihren sozialistischen ,Bruderstaaten‘ als Trugbild entlarvt. Der Arbeiteraufstand in Ostberlin am 17. Juni 1953 wurde ebenso durch Panzer der Roten Armee niedergeschlagen wie die Erhebung in Ungarn 1956 unter Ministerpräsident Imre Nagy, der demokratische Reformen forderte.

Selbst die Führungsmacht des Ostblocks sah sich in diesem Jahr mit den Fehlern ihrer Vergangenheit konfrontiert: Der 1. Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Nikita Chruschtschow, sprach - freilich in einer Geheimrede - auf dem XX. Parteitag seiner Partei die Verbrechen zur Zeit des Stalinismus an, allerdings bezog er die Verbrechen explizit auf die Person Stalins, um die Verfasstheit der Sowjetunion - insbesondere natürlich den Alleinvertretungsanspruch der KPdSU - nicht in Frage zu stellen und weiterhin in stalinistischer Manier Gewalt ausüben zu können (so zum Beispiel zur Errichtung der Berliner Mauer oder zur Niederwerfung des Prager Frühlings). Die durch die Anklage Chruschtschows eingeleitete Entstalinisierungspolitik stellte in allen Staaten des Ostblocks insofern einen Wandel in der Geschichtsauffassung dar, als dass die Leitfigur, das ,Denkmal‘ Stalin, in Anbetracht seiner Verbrechen demontiert wurde und somit auch die Vergangenheit der Sowjetunion nicht mehr in sozialistischer Makellosigkeit erscheinen konnte.

2.2. Der Wandel des Geschichtsparadigmas unter Honecker

1956 war gleichzeitig das Jahr, in dem Heiner Müller die Arbeit an Germania begann. Nach einer weiteren Arbeitsphase im Jahr 1962 Schloss er das Werk erst 1971 ab. Die Verhältnisse im ,Arbeiter- und Bauernstaat‘ schienen sich in dieser Zeit zu wandeln: Jenseits des Eisernen Vorhangs regierte seit 1969 Willy Brandt in Bonn, der im Gegensatz zur Deutschlandpolitik seiner Vorgänger die Verhältnisse zu entspannen versuchte und durch seine ,neue Ostpolitik (deren griffiger Slogan „Wandel durch Annäherung“[4] lautete) Veränderungen im Nachbarland auslösen wollte. Er wurde dafür 1971 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Innerhalb der DDR schienen sich die politischen Richtlinien ebenfalls zu ändern: Aus dem VIII. Parteitag der SED ging Erich Honecker als neuer 1. Sekretär des ZK der SED hervor, der zunächst Hoffnungen auf eine Öffnung und Liberalisierung der Gesellschaft weckte: „Auf dem Gebiet von Kunst und Kultur [kann] es keine Tabus geben“[5]. Die DDR sei noch eine „Übergangsgesellschaft“[6], habe also die Antagonismen der Vorgeschichte noch nicht gänzlich überwunden und den Idealzustand Sozialismus derzeit nicht erreicht.

Müller nutzte die neuen Freiheiten, Germania machte „von den eingeräumten Lizenzen den exzessivsten Gebrauch.“[7] Doch die Erwartungen sollten enttäuscht werden, wie ein prominentes Beispiel für die Fortführung der Zensurmaßnahmen belegt: 1976 wurde Wolf Biermann, der bereits 1967 mit einem Auftrittsverbot belegt worden war, die Staatsbürgerschaft entzogen. Honecker selbst erklärte den ,Fall Bi ermann ‘ zur „vertraulichen Chefsache“.[8]

Heiner Müller litt selbst auch unter der SED- Kulturpolitik: Germania durfte in der DDR bis 1988 weder gespielt, noch gedruckt werden; uraufgeführt wurde es am 20.4. 1978 (dem Geburtstag Hitlers; eine beabsichtigt provozierende Ansetzung) an den Münchener Kammerspielen, seine DDR- Premiere war erst am 20.1.1989 in Ostberlin.

3. Die Struktur der Germania und interpretatorische Schlussfolgerungen

3.1. Der Aufbau des Stücks

Das Stück umfasst nahezu 2000 Jahre deutscher (Vor-)Geschichte, angefangen beim Bruderzwist der Cherusker Arminius und Flavus im Jahr 16 n. Chr. bis hin zum Arbeiteraufstand des 17. Juni 1953 und schließlich dem Krebstod des Maurers Hilse zwei Wochen darauf. Müller verwendet historische Texte (wie den Bericht des römischen Geschichtsschreibers Tacitus aus dessen Annalen in Die Brüder 1), Mythen (die Nibelungensage/ Hommage à Stalin 1), versförmige Gedichte (von Vergil in Hommage à Stalin 2; von Georg Heym in Tod in Berlin 1), greift historische Ereignisse (besonders das Geschehen am 17. Juni 1953) ebenso auf wie Persönlichkeiten der klassischen Geschichtsschreibung (Napoleon, Caesar) und formt aus diesem Material seine Szenen. Mit geschichtswissenschaftlicher Aufarbeitung haben sie nichts gemein, Müller verfremdet die historische Materie: „Einen historischen Stoff nehmen und sauber abschildern, das kann ich nicht. Ich glaube auch nicht daran.“[9]

Die letzten Tage Hitlers im Führerbunker werden in Germania zur grotesken, obszönen Satire. Caesar und Napoleon werden im Kessel von Stalingrad zu Menschenfressern. Der Vampir Friedrichs II. greift einen Arbeiter an: Müller bürstet die Historie gegen den Strich, indem er verfremdet, ins Groteske überzeichnet und anachronistisch mit dem Personal und den Schauplätzen der Historie umgeht. Das Stück selbst erzählt ebenfalls keine Geschichte, ist keine kohärente Narration. Auf einen Spannungsaufbau und eine kontinuierliche Handlungsabfolge verzichtet er, Schauplatz und Akteure wechseln von Szene zu Szene ohne Beachtung von Raum- und Epochengrenzen; die Bilder stehen gleichberechtigt nebeneinander, wobei jeweils zwei aufeinanderfolgende Szenen ein durch Nummerierung und inhaltliche Anspielungen deutlich gekennzeichnetes Paar bilden. Eine Sonderstellung nimmt das Nachtstück ein, das für sich alleine steht.

Auch Die Heilige Familie und Arbeiterdenkmal sind nicht durch Nummerierung gekennzeichnet, weisen aber mehrere Bezüge zueinander auf[10] (Parallelen sind z. B.: die drei Heiligen/ drei jugendliche Rocker, oder das Szenenende: Tötung der Germania/ Beinahe- Tod des gesteinigten Hilse). Die jeweils ersten Szenen beziehen sich dabei auf ein Ereignis der deutschen Vergangenheit bis zur Gründung der Bundesrepublik (Die Heilige Familie), die zweiten greifen ein Thema der noch jungen DDR- Geschichte auf, von ihrer Gründung bis zum Sommer 1953.

Den inhaltlichen Rahmen für das Stück bildet die deutsche Geschichte, deren Abgründe, Untergänge und scheinbarer Drang zur Vernichtung eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Obwohl sich kein ,roter Faden‘ durch das gesamte Stück verfolgen lässt, gibt es jedoch auch eine durchgehende Handlung, die sich aus den jeweils zweiten Szenen konstruieren lässt (bis auf Die Brüder 2). Die Geschichte Hilses, des jungen Maurers, des Aktivisten und der Hure 1 wird in den einzelnen Szenen teilweise nur am Rande erwähnt, teilweise auch zum zentralen Gegenstand der Szene (Tod in Berlin 2). Rainer E. Schmitt erkennt in dieser fortgeführten Geschichte sogar eine „traditionelle[] Fabel“, die es Müller ermögliche, den „Wandlungsprozeß einer Person“[11 darzustellen.

3.2. Uneindeutigkeit Heiner Müllers und gewollte Interaktion mit dem Publikum

Germania ist wie gesehen kein Werk, das eine ,Geschichte erzählt‘. Es ist aber stets ein Stück über Geschichte, und bei Müller hat das mit dem bloßen Rekonstruieren eines historischen Ereignisses nichts gemein, denn „der Historismus“ sei vorbei, jetzt könne „man über Geschichte nur noch schreiben, wenn man seine eigene historische Situation mitschreibt.“[12] Die eigene historische Situation, das hieß für den Autor zur Entstehungszeit des Stückes das Leben im östlichen der zwei Deutschlands, die auf dem Boden des besiegten Deutschen Reichs entstanden waren und nun Teil zweier Machtblöcke waren, die sich an der deutsch-deutschen Grenze gegenüberlagen.

Die Machtbereiche selber waren weltanschaulich nicht homogen, man denke nur an die 68er- Bewegung in der BRD; auf Seiten der DDR waren es die Widersprüche zwischen ,real existierendem Sozialismus‘ und den tatsächlichen Missverhältnissen, die Müllers Sicht beeinflussten. Er hatte eine ambivalente Haltung und nahm weder für die DDR- kritische noch für die das System bejahende Seite eindeutig Partei. Einerseits befürwortete er den Mauerbau und beschrieb in einer Diskussion mit Besuchern der

Aufführung in München Germania als „Versuch, die DDR zu legitimieren“[13] ; andererseits kritisierte der Dramatiker das repressive Vorgehen des Staates am 17.6.1953, durch das eine „Chance für eine neue Politik, für eine andere DDR- Geschichte“ vertan worden sei[14].

Müllers Ausspruch, Schreiben sei für ihn ohne Mitschreiben eigener Umstände nicht möglich, bedeutet angesichts seiner eigenen widersprüchlich anmutenden Haltung auch die Möglichkeit, sein Verhältnis zum Staat, in dem er lebte, sehr unterschiedlich zu werten und somit auch Germania in völlig verschiedenem Licht zu sehen. Nicht nur die vielschichtige Position Müllers trägt dazu bei, sondern auch die prinzipielle Offenheit des Stücks; Müller wollte verhindern, dass dem Publikum ein in sich geschlossenes Stück präsentiert wird[15]. Ihm war sehr an der Interaktion zwischen seiner Arbeit und dem Publikum gelegen: „Die Fragmentarisierung eines Vorgangs betont seinen Prozeßcharakter, hindert das Verschwinden der Produktion im Produkt, der Vermarktung, macht das Abbild zum Versuchsfeld, auf dem Publikum koproduzieren kann.“[16] Wenn die Fragmentierung dem Betrachter die Möglichkeit zur Reaktion auf das Stück geben soll, wie kann er sie im Falle der Germania genutzt haben? Vor allem in Anbetracht der historischen Situation, die in den Text - und in die der Text - eingewoben ist?

3.3. Deutung der Germania und korrespondierende Perspektive auf die DDR

Zunächst seien hier kurz zwei Interpretationsrichtungen des Stückes genannt, die man an Franz Josef Deiters‘ Ausführungen in „Drama im Augenblick seines Sturzes“ anlehnen kann[17]. Die erste Möglichkeit der Auflösung des Paarszenenschemas wäre, es als Mittel zur Kontrastierung zu begreifen. Der deutschen Vergangenheit (und ihrer - in dieser Lesart - logischen Fortsetzung in Form der BRD, auf die in Die Heilige Familie verwiesen wird) würde die DDR dann als positiver, gelungener Gegenentwurf gegenübergestellt, der das deutsche Trauerspiel endgültig überwunden hätte. Die zahlreichen Bezüge der Szenen aufeinander würden dann noch auf ‚Überlappungen‘ der alten Ordnung in die DDR hinein verweisen, Überbleibsel des in der DDR überwundenen Zustands, d. h. in der sozialistischen Gesellschaft noch vorhandene Konflikte wären durch Nachwirkungen der Vorgeschichte zu erklären. Diese Deutung würde das Geschichtsparadigma der DDR- Führung unterstützen.

[...]


[1] Müller sah das Theater als „Laboratorium sozialer Phantasie“ und „Instrument von Fortschritt“, er wollte es nicht zu einem „Mausoleum für Literatur“ und „Konservierungsmittel für abgelebte Zustände“ machen. Siehe Müller, Heiner: Ein Brief. In: Hörnigk, Frank [Hg.]: Heiner Müller. Material. Texte und Kommentare, Göttingen 1989, S. 39

[2] Die berühmte Stelle bei Karl Marx dazu lautet: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.“ In: Marx, Karl u. Engels, Friedrich: Manifest der kommunistischen Partei, Moskau 1945, S.19

[3]

Bei Marx heißt es im Vorwort zur Kritik der Politischen Ökonomie: „Die bürgerlichen Produktionsverhältnisse sind die letzte antagonistische Form des gesellschaftlichen Produktionsprozesses!...]. Mit dieser Gesellschaftsformation schließt daher die Vorgeschichte der menschlichen Gesellschaft ab.“ In: Marx, Karl u. Engels, Friedrich: Werke, Bd.13, Berlin/DDR 101985, S. 9; zit. nach: Deiters, Franz- Josef: Drama im Augenblick seines Sturzes: zur Allegorisierung des Dramas in der Moderne. Versuche zu einer Konstitutionstheorie, Berlin 1999

[4] So der Titel eines Vortrags von Egon Bahr (unter Brandt Staatssekretär, später Minister für besondere Aufgaben), in dem er die neuen außenpolitischen Ziele postulierte; gehalten am 15.7.1963 vor der evangelischen Akademie in Tutzing; vgl.: Bahr, Egon: Sicherheit für und vor Deutschland, München 1991, S. 11 ff.

[5] Aussage Erich Honeckers im Dezember 1971; vgl.: Jäger, Manfred: Kultur und Politik in der DDR. Ein historischer Abriss, Köln 1982, S. 136; zit. nach Schmitt, Geschichte und Mythisierung, S. 122

[6] Vgl. Weber, Heinz- Dieter: Heiner Müllers Geschichtsdrama, die Beendigung einer literarischen Gattung. In: Der Deutschunterricht 43 (1991), H.4, S. 48

[7] Weber, Heiner Müllers Geschichtsdrama, S. 48

[8] Hauschild, Jan- Christoph: Heiner Müller oder Das Prinzip Zweifel. Eine Biographie, Berlin 2001, S. 331

[9] Grimm, Reinhold u. Hermand, Jost: Geschichte und Drama. Ein Gespräch mit Heiner Müller am 22.1.1975 in Madison, USA. In: dies. [Hgg.]: Basis - Jahrbuch für deutsche Gegenwartsliteratur, Band 6, Frankfurt 1976, S. 51

[10] Vgl. Schmitt, Geschichte undMythisierung, S. 124

[11] Schmitt, Geschichte und Mythisierung, S. 124

[12] Grimm u. Jost, Geschichte und Drama, S. 48

[13] Heiner Müller bei einer Diskussion mit Besuchern der Münchener Aufführung 1978; zit. nach: Hauschild, Das Prinzip Zweifel, S. 324

[14] Aussage Müllers 1990; zit. nach: Hauschild, Das Prinzip Zweifel, S. 324

[15] Vgl. Bohn, Volker: Germania Tod in Berlin. In: Lehmann, Hans-Thies u. Primavesi, Patrick [Hgg.]: Heiner Müller Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart 2003, S. 212

[16] Müller, Ein Brief, S. 38

[17] Deiters, Drama im Augenblick seines Sturzes, S. 251 ff.. Deiters spricht in seinem Abschnitt über Germania nicht von Interpretationsmöglichkeiten, sondern vom „Gestus der Darstellung“, sprich von der Haltung Heiner Müllers zu deutschen und DDR- Geschichte im Hinblick auf eine mögliche Sinngebung der Germania. Deiters nennt dazu drei Thesen, geht in ihnen aber bereits von der letztendlichen Unentscheidbarkeit der Szenen aus, die in dieser Arbeit erst noch zum Gegenstand der Untersuchung wird. Auf den Begriff der Allegorie wird daher ebenfalls erst später eingegangen.

Details

Seiten
25
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640867592
ISBN (Buch)
9783640867936
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168844
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik
Note
1,6
Schlagworte
Heiner Müller Germania Geschichtsdrama Walter Benjamin Geschichtsbild Historie Geschichte DDR-Geschichte DDR

Autor

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